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Solarmodul-Haltekonsole Bauformfrage


Hajot am 09 Jun 2021 18:43:09

Moin
ich möchte mir nun wohl erstmal ein "fixes" Solarmodul (1mal 150WP) aufs WoMo Dach schrauben. Dabei bin ich auf 2 verschiedene Versionen der Anschraubkonsolen gestoßen. Einmal die gerade Version, die über die gesamte Stirnfläche geht. Und einmal solche Eckkonsolen für jede einzelne Ecke des Modules.

Was sind die Vor- bzw. Nachteile dieser Versionen? Ich tendiere zu den eckigen Dingern. Dann streicht der Fahrtwind besser unter das Modul und es verschutzt unten drunter nicht so, denke ich mir mal. Auch kommt man besser an die Halteschrauben dran.
Die mittigen Halter werden wohl nur bei sehr langen Modulen, als Untertützung, gebraucht.

Gruß
Hajot

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Wuidsau am 09 Jun 2021 20:41:39

Der Modulhersteller gibt die Punkte vor! BdA lesen!
Baue einen Spoiler so an, daß KEIN Fahrtwind drunterfassen kann.

dietmardd am 09 Jun 2021 21:35:49

Prüfe mal mit einem größeren massiven Stahllineal oder -Winkel oder einer guten Wasserwaage, ob das Womodach an den geplanten Stellen wirklich eben oder etwas gewölbt ist. Ist dies der Fall (etwas gewölbt), muß man die Eckbefestigungen nehmen.

Dann streicht der Fahrtwind besser unter das Modul


Für ein Solarmodul ist es immer gut, wenn es hinterlüftet wird, da der Wirkungsgrad mit steigender Temperatur der Solarmodule deutlich sinkt.

Nun aber ein "aber":

Der Fahrtwind reißt an den Solarmodulen. Der Luftwiderstand steigt nichtlinear zur gefahrenen Geschwindigkeit bzw. der Windstärke (bei Sturm). In etwa ist es so, daß bei doppelter Geschwindigkeit der Luftwiderstand sich vervierfacht. Das gilt für das Gesamtwomo, aber auch für alle Aufbauten. Dabei gibt es nach meinem Wissen zwei Effekte:

1. Oberhalb des Solarmoduls gibt es eine Sogwirkung ähnlich wie bei einem Flugzeugflügel. Bei einem Flugzeugflügel ist die Sogwirkung und damit die Tragkraft größer, weil die Breite des Flügels an der Oberseite eine andere ist als an der Unterseite. Diese Sogwirkung ist dafür verantwortlich, warum ein Sturm ein Hausdach nach oben abdeckt.
2. Wird viel Luft unter die Solarmodule durch den Fahrtwind gepreßt, dann drückt diese Luft die Solarmodule auch nach oben.

Streng genommen gibt es noch einen 3. Effekt, der die Solarmodule anheben will. Das ist der sogenannte Bodeneffekt. --> Link

Die Hersteller bzw. Lieferanten haben sich bestimmt etwas dabei gedacht, wenn bestimmte Befestigungen vorgeschrieben werden. Das betrifft auch die Klebetechnologie, die genau eingehalten werden sollte. Das Kleben und Lackieren von Kunststoff ist generell heikel. Deshalb sollen die Klebevorschriften inklusive der Vorbehandlung peinlich genau eingehalten werden.

Dabei ist u.a. folgendes zu beachten:
1. Bei Klebeverbindungen gibt es weder eine formschlüssige Verbindung (z.B. Schrauben) noch eine stoffliche Verbindung (z.B. Schweißen). Man muß es sich so vorstellen, daß der Klebstoff sich in Unebenheiten der Klebpartner verhakt. Deshalb müssen beide Klebefläche aufgerauht werden.
2. Dabei entsteht feiner Staub und hier kommt das zweite und größte Problem zum Tragen: die Klebepartner und der Staub sind elektrische Nichtleiter und das bedeutet, daß sich beide Klebepartner elektrostatisch aufladen und das bedeutet, daß, wenn man die Staub wegwischt, dieser aufgewirbelt wird und in Sekunden hat sich der Staub durch die Elektrostatik wieder auf den Klebeflächen abgeschieden. Ein trockenen Abwischen bringt also nichts. Ein beliebter Anfängerfehler ist es, zu klebende Kunststofffächen mit Wasser mit einem Spülmittel abzuwischen. Der Staub geht so wunderbar für kurze Zeit weg (solange die Fläche feucht ist). Ein Spülmittel besteht aber aus Fetten (Tenside) und mit dem Abwischen der Klebeflächen werden diese mit einer dünnen Fettschicht belegt. Zu verklebende Kunststoffflächen müssen aber fettfrei sein, damit die Klebeverbindung hält. Deshalb schreiben die Lieferanten bzw. Hersteller fettfreie Reinigungsmittel vor, z.B. Alkohol. Aber Alkohol ist nicht zur Reinigung von fettigen Verunreinigungen geeignet, z.B. Hautfett, Schmierfett. Der Alkohol löst zwar zunächt die Fettschicht auf, aber durch das Abwischen wird das im Alkohol gelöste Fett anschließend schön gleichmäßig auf der ganzen abgewischten Fläche verteilt.
3. Manche Hersteller schreiben die Verwendung von Primern vor.

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Hajot am 09 Jun 2021 23:29:03

Danke für die fundierte Antwort.

dietmardd hat geschrieben:Prüfe mal mit einem größeren massiven Stahllineal oder -Winkel oder einer guten Wasserwaage, ob das Womodach an den geplanten Stellen wirklich eben oder etwas gewölbt ist. Ist dies der Fall (etwas gewölbt), muß man die Eckbefestigungen nehmen.


Ist gerade. Insofern könnte ich beide Varianten verbauen.

Punkte 1 und 2 sehen ich auch anders. Bei den Winkelkonsolen fährt die Luft vorn (in Fahrtrichtung) rein und hinten wieder raus.
Bei den langen Konsolen entstehen an den Außenseiten Wirbel die unter das Panel drücken und es hoch heben können.

dietmardd hat geschrieben:Streng genommen gibt es noch einen 3. Effekt, der die Solarmodule anheben will. Das ist der sogenannte Bodeneffekt. --> Link


Dieser Effekt scheint aber das Killerargument (in meinem Fall) zu sein, wenn die Winkel verbaut werden.

Die Hinweise zum Verkleben sind auf jeden Fall tunlichst zu beachten.

gruß
Hajot

Rockerbox am 10 Jun 2021 07:00:13

Wuidsau hat geschrieben:Der Modulhersteller gibt die Punkte vor! BdA lesen!
Baue einen Spoiler so an, daß KEIN Fahrtwind drunterfassen kann.


Welcher Modulhersteller schreibt die Befestigungspunet vor? Ich hab bei all meinen montierten Modulen keine Vorgaben gefunden ....

Rockerbox am 10 Jun 2021 07:16:32

dietmardd hat geschrieben:1. Oberhalb des Solarmoduls gibt es eine Sogwirkung ähnlich wie bei einem Flugzeugflügel. Bei einem Flugzeugflügel ist die Sogwirkung und damit die Tragkraft größer, weil die Breite des Flügels an der Oberseite eine andere ist als an der Unterseite. Diese Sogwirkung ist dafür verantwortlich, warum ein Sturm ein Hausdach nach oben abdeckt.


dietmardd hat geschrieben:2. Wird viel Luft unter die Solarmodule durch den Fahrtwind gepreßt, dann drückt diese Luft die Solarmodule auch nach oben.


An einem Solarmodul taucht grundsätzlich überhaupt kein Auftrieb auf, da ein Modul in der Regel ein flacher, rechteckiger Körper ohne Profil ist (im Gegensatz zu einer Tragfläche). Zusätzlich liegen die meisten Module üblicherweise parallel zum Dach und das Dach ist - zumindest meistens - auch parallel zur Fahrbahn. Somit entsteht an einem Solarpanel auch kein Anstellwinkel.

Ausnahmen bestehen gegebenenfalls bei Montagen auf einer abfallenden hinteren Seiten von Alkoven, die eine Neigung in Richtung Heck aufweisen.

Steht das Fahrzeugheck etwas höher als die Front (was besonders bei manchen Teilintegrierten zu beobachten ist) dann könnte man rein theoretisch sogar von "Abtrieb" durch ein Solarmodul sprechen, weil es einen negativem Anstellwinkel einnimmt, vergleichbar einem Heckflügel ..... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Das Verkleben von Halterungen für Solsrmodule ist auch alles andere als eine Raketenwissenschaft, wenn Halterungen und Dachoberfläche vernünftig vorbehandelt werden (Schleifen / Aufrauhen / Reinigen / Primern alles anch Kleberhersteller-Vorgaben) dann lässt sich nahezu alles sicher auf ein WoMo-Dach kleben.

Hier mein Bericht, wie ich meine Module aufgeklebt hab (und die halten immer noch bombenfest), ich habe dazu Aluschienen und die passenden Klemmschrauben verwendet.

--> Link

avesir am 10 Jun 2021 10:47:13

dietmardd hat geschrieben:Der Fahrtwind reißt an den Solarmodulen.


Stimmt, und deswegen muss vernünftig verklebt werden. Dass das keine Raketenwissenschaft ist, hat Rockerbox ja schon geschrieben. Man sollte sich halt einen geeigneten Kleber, z.B. von Sikaflex, kaufen und sich an die Anleitung halten. Das ist dann auch schon alles. Auch die Frage nach der Art der Halterungen ist eher unwichtig: Mit Aluwinkeln - selbst abgelängt - kann man im Vergleich zu den käuflichen Kunsttoffteilen sicher nichts falsch machen.

dietmardd hat geschrieben:2. Dabei entsteht feiner Staub und hier kommt das zweite und größte Problem zum Tragen: ... Ein Spülmittel besteht aber aus Fetten (Tenside) und mit dem Abwischen der Klebeflächen werden diese mit einer dünnen Fettschicht belegt.


...und morgen erzähle ich euch ein anderes Märchen...

Das ist - mit Verlaub - alles "gefährliches" Halbwissen bis bloßer Unsinn und es hilft natürlich niemandem weiter, weil es richtige Hinweise mit hanebüchenen Begründungen verquickt. Spülmittel ist in der Tat nicht das richtige Mittel zum Säubern und Entfetten der Schleifstellen, aber dass Spülmittel aus Fetten bestehen und Fette Tenside sind, meinst du nicht wirklich im Ernst (und: Ja, ich weiß, dass man aus Fetten Seife kochen kann). Wenn bei dir nach dem Spülen und Abwischen Geschirr und Besteck "mit einer dünnen Fettschicht belegt" sind, machst du etwas falsch.
Wie gesagt: An die Anleitung des Kleberherstellers halten und gut ist.

Gruß

Hajot am 10 Jun 2021 15:58:28

avesir hat geschrieben:
Stimmt, und deswegen muss vernünftig verklebt werden.
.....Mit Aluwinkeln - selbst abgelängt - kann man im Vergleich zu den käuflichen Kunsttoffteilen sicher nichts falsch machen.


Mit dem Kleben habe ich auch kein Problem. Im Solarset (wenn ich mir das denn kaufen würde) ist alles dabei. Einschließlich das richtige Dekasil, Primer, Reiniger und etwas zum anrauen. Verarbeitung kann man auf den Herstellerseiten zur Genüge einsehen.

Was mich umtreibt ist die Frage nach den Konsolen und deren Vor-Nachteilen, wenn es denn überhaupt welche geben sollte. Die geraden Dinger (Kunstsoff oder Alu) haben eine etwas größere Oberfläche für die Klebung, werden meistens verwendet usw. Die Eckversionen lassen halt Luft unter das Panel (während der Fahrt ;) ) Was nun :gruebel:

Den "Auftriebeffekt" durch den endstehenden Unterdruck auf der Oberseite kann man wohl vernachlässigen. Sonst würden ja reihenweise Panel kaput gehen. Der Differenzdruck ist sicherlich messbar aber bei 100-120Km/h wohl eher nicht maßgebend.

Am besten ich bleibe beim Quasi-Standard und verwende die geraden Konsolen. Dann wird das ganze Konstrukt auch nich so breit.

/Hajot

Rockerbox am 10 Jun 2021 16:05:47

Ich hab Alu bevorzugt, weil es unter UV-Einstrahlung nicht leidet wie manche Kunststoffe, zudem war meine Variante kostengünstig und ich kann die Panele ohne Probleme in 2 Minuten abnehmen.

Inselmann am 10 Jun 2021 16:21:49

ich habe mir diese Plastikspoiler gekauft um meine 2 Module (2x130W) zu montieren. Wenn ich vorher gewusst haette wie schwer die sind, haette ich die nie gekauft. Ich habe vorne und hinten ueber die ganze Breite die Spoiler montiert und an den Seiten nur ein langes in the Mitte damit die Module nicht auf und ab schwingen.
Und billig sind die Dinger auch nicht grade meiner Meinung nach.

PS beim aufkleben nicht vergessen einen kleinen Abstandshalter unter die Winkel/Spoiler zu legen damit eine ausreichende Dicke der Verklebung entsteht. Ich habe dazu kleine O-Ringe unterlegt. Geht aber auch mit Streichhoelzern :mrgreen:

BerndSausD am 10 Jun 2021 17:04:44

Hi zusammen, habe gestern versucht meine 155Wp Panels quer zur Fahrtrichtung auf einem Ford Transit Bj2019 L4H3 mit dem Befestigungsset von Büttner zu montieren. Ernüchtert und frustriert musste ich die ganze Aktion wieder abbrechen, da die Dicke/Höhe der Kunststoff Verbindung/Eckprofile nicht ausreicht um die Wölbung des Dachs zu kompensieren. Längs passen die 3 Module leider nicht aufs Dach, so dass ich gezwungen bin mir was anderes auszudenken. Vielleicht hat jemand ja eine gute Idee? Würde mich freuen.
Viele Grüße

Hajot am 10 Jun 2021 19:19:48

Rockerbox hat geschrieben:Ich hab Alu bevorzugt, weil es unter UV-Einstrahlung nicht leidet wie manche Kunststoffe, zudem war meine Variante kostengünstig und ich kann die Panele ohne Probleme in 2 Minuten abnehmen.


Wie ist denn die Panele auf/an der Alukonsole verschraubt? Ich habe welche gesehen die von unten (Panelauflage) durch Konsole in das Panel Aluprofil geschraubt waren. Wenn das Panel dann (mit der Konsole verschraubt) auf´s Dach geklebt werden, kommt man nicht mehr an die Schrauben.
Habe ich da was "falsches" gesehen.

Rockerbox am 10 Jun 2021 19:26:13

Ich hab Klemmschrauben verwendet die in die Aluschienen passen, damit kann ich das Modul in 2 Minuten abnehmen.

Ich hab das System von K2, hier findest du alles was du brauchst:

--> Link

Die Module werden damit „nur“ geklemmt, halten bombenfest. Die Schienen werden vorher alleine aufs Dach geklebt und wenn die fest sind kommen die Module drauf, ausrichten, festklemmen, fertig.

huohler am 10 Jun 2021 19:38:14

Rockerbox hat geschrieben:Ich hab das System von K2, hier findest du alles was du brauchst:

--> Link


kann ich bestätigen!
Und wenn ich die Panele austauschen muss und die neuen sind ein paar Zentimeter größer oder kleiner dann passen sie trotzdem ohne großen Umbau. Man kann die Panele auch lösen und anheben um darunter sauber zu machen.

Nach über 3Jahren sind die immer noch bombig fest.

Hubert

wolfherm am 10 Jun 2021 19:52:14

BerndSausD hat geschrieben:Hi, Ernüchtert und frustriert musste ich die ganze Aktion wieder abbrechen, da die Dicke/Höhe der Kunststoff Verbindung/Eckprofile nicht ausreicht um die Wölbung des Dachs zu kompensieren. Längs passen die 3 Module leider nicht aufs Dach, so dass ich gezwungen bin mir was anderes auszudenken. Vielleicht hat jemand ja eine gute Idee? Würde mich freuen.



Ich würde ja ein eigenes Thema aufmachen und nicht den Thread eines anderen Users kapern und schreddern. Hier geht deine Frage eventuell auch unter….

Hajot am 10 Jun 2021 20:53:06

Rockerbox hat geschrieben:.......Ich hab das System von K2, hier findest du alles was du brauchst:

--> Link

Die Module werden damit „nur“ geklemmt, halten bombenfest. Die Schienen werden vorher alleine aufs Dach geklebt und wenn die fest sind kommen die Module drauf, ausrichten, festklemmen, fertig.


Cool, kannte ich gar nicht. :top: So geht die Montage/Demontage/Reinigung natürlich sehr einfach.
Ich denke mir also, du hast Panel-Stirnseitig (in Fahrtrichtung) z.B. 2 MiniRail´s (sind ja nur 400mm lang) jeweils vorn und hinten auf Dach geklebt und dann die Panels drauf gebaut. Eventuell noch einmal in der Mitte des Panels, wegen der Stabilität.

Hattest du Kontakt mit der Firma bzgl. deiner "Spezialmontage"?

Rockerbox am 10 Jun 2021 20:59:32

An Hajot,

ich hab dir weiter oben meinen Montagebericht verlinkt, da siehst du auch Bilder vom Dach, wo man die Positionen der Schienen und der Klemmschrauben sehen kann. Die großen Module haben 6 und das kleine Modul hat 4 Klemmschrauben.

Ich hab da niemand kontaktiert, die Verklebung hab ich nach den Vorgaben von Sika gemacht, das sollte reichen (und das tut es bis heute). Zum Reinigen des Daches hab ich die Module schon mal gelöst, geht ja ganz easy!

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