Hallo, vom Niederrhein
ich habe in mein neues Wohnmobil! Hymer Tramp S 680
die Aufbaubatterie in eine Lithiumbatterie getauscht!!
Kann ich dies Wohnmobil bei mir vor der Haustür an Dauerstrom lassen??
Oder wird die Batterie geschädigt??
Grüße
Jürgen
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Hallo, vom Niederrhein ich habe in mein neues Wohnmobil! Hymer Tramp S 680 die Aufbaubatterie in eine Lithiumbatterie getauscht!! Kann ich dies Wohnmobil bei mir vor der Haustür an Dauerstrom lassen?? Oder wird die Batterie geschädigt?? Grüße Jürgen Ein paar mehr Infos wären schon gut....welcher Accu...Selbstbau oder fertigaccu.... Wenn du ein funktionierendes BMS am Accu hast spricht nix dagegen....hast du kein Solar auf dem Auto? Und nein sie wird nicht geschädigt wenn du nicht über 14,4V mit deinen Ladegerät kommst.
Hallo Jürgen, ich denke dass das kein Problem darstellt. Meine Beobachtuingen aus der Praxis: --> Link Schau dir einmal die Spannung an, die sollte unter 14,6 V, besser unter 14,4 V bleiben. Außerdem würde bei einer richtig eingestellten Li-Batterie bei Überspannung das BMS abschalten = Sicherung - keine Dauerlösung. Ich habe Solar am Dach und deswegen den Netzlader anfangs deaktiviert, wenn ich wegen der Kühlschrankversorgung zu Hause an 230 V angeschlossen habe. Der Solarlader (kein Li-Programm!) lieferte bis maximal 14,14 V und dann war kein Stromfluss ( 0 Ampere) mehr zu beobachten. Nachts fiel die Spannung auf ca. 13,4 V = Ruhespannung der Li-Batt. Jetzt habe ich den Netzlader testweise dauernd angeschlossen (Blei-Säure-Programm, 14,34 V LSSP für 1 Stunde, dann Erhaltungsladung 13,8 V. Es stellt sich auch so dar, dass bei vollem AKKU kein Stromfluss mehr stattfindet. Die Spannung sinkt dann auf die 13,8 V der Erhaltungsladung (13,4 V optimal - wenn das bei deinem Lader eingestellt werden könnte). Für mich stellt das zwingende Tauschen der Ladetechnik auf Li-Lader einen Mythos dar, der dem Händler ermöglicht, ein zusätzliches Geschäft zu machen. Ausnahme: Neue Euro 6d-Fahrzeuge mit geregelter Lichtmaschine benötigen einen Booster, der sollte dann natürlich mit der Li-Einstellung betrieben werden. Mein Fiat aus 2007 braucht keinen Booster ...... Helmut Hallo vielen lieben Dank für die Antworten!! ich habe eine 200AH Liontron ist vor Auslieferung, neues Wohnmobil eingebaut worden Grüße vom Niederrhein.
Hallo, Zwingend nicht unbedingt. Aber es gibt halt einige Ladegeräte, die häufiger eingebaut werden, und die eine Desulfationsphase haben, die sich nicht abstellen lässt. Und das wird dann zum Problem. Und da halten sich auch viele Anbieter von LiFePo4 zuück, indem sie über einen 1:1-Tausch schreiben: "in den meisten Fällen ... sollte individuell überprüft werden ... " Gruß Klaus Hallo und guten Tag, Wir haben hier schon sehr viel darüber geschrieben. Durch die Vielzahl an verbauten Ladegeräten kann man nicht sagen 1 zu 1 Tausch. Viele Händler wissen, daß sie weniger verkaufen würden, wenn die Empfehlung Li Technik angeraten wird. Einige Ladegeräte schalten zu spät wieder zu, und der Betreiber wundert sich warum der Akku trotzt Landstrom leer wird. Bei Solar gibt es alte Regler, die bei OVP also Überladung Zelle die Systemspannung verlieren und auf 24 volt gehen. Bei starken Balancern kann es vorkommen, daß die Ladegeräte denken, der Akku ist nicht voll und weiterhin laden. Hat man sehr große Akkus und die Verkabelungen sind nicht zu dünn, kann es vorkommen, daß Eingangsicherung Starterakku und billiges Trennrelais überlastet werden. Also genau schauen, was geht und was nicht. Berichte und Erfahrungen gibt es ja sehr viele. LG Sonnentau Lars
Hört sich aber für den Verkäufer besser an...
Was noch viel schlimmer ist, viele Händler wissen viel zu wenig über die Zusammenhänge. Es geht nur noch ums Verkaufen...
(Musste leider das Zitat zerhacken...) Damit hast Du 95% aller Unwägbarkeiten kurz und knapp zusammengefasst, und das ist schon der Punkt, (Zusammenhänge) wo die allermeisten Händler überfordert sind. Sind halt Verkäufer und keine Techniker. Habe in den letzten Wochen (im Urlaub) mit vielen Usern praktische Erfahrungen ausgetauscht, die meisten mit Fertigbatterien. Die technisch Interessierten und ehrlichen sind teilweise frustriert und enttäuscht von Ihren Werkstätten und deren Leistungen, egal ob SuperB, Liontron oder sonstwas für teilweise horrende Summen. Häufige OVP's, nicht ausgeglichene Zellen, zu geringes balancing etc, kennen wir ja auch. Die wenig technisch Interessierten haben überhaupt kein Problem, da sie das Abschaltverhalten bei OVP für völlig normal halten (die Verkäufer wohl auch) oder noch gar nicht bemerkt haben. Eine Batterie hatte in der App 648 OVP's in wenigen Monaten und der User fand das völlig in Ordnung. Funktioniert doch alles wunderbar. Wenn das System in 5 Jahren immer noch so wunderbar läuft, hat er wohl recht...
Das ist aber leider mit viel Recherche verbunden. Für viele ist es viel bequemer, das jemanden machen zu lassen, der sich (vermeintlich) sehr gut auskennt. Solche Spezies gibt es zwar, aber wie soll man ohne großen Aufwand rausfinden, wer zu den gefühlten 5% gehört, die das wirklich drauf haben? Außerdem Geld ist meist mehr als genug vorhanden, daran scheiterts sehr selten. So, habe fertig... Gruß Thomas Das ist eben das Problem, die Kistenschieber wollen nur Batterien verkaufen, weil da Marge winkt. Wenn man sich noch mit jedem Kunden, dessen Bedürfnissen und dessen Fahrzeug intensiv beschäftigen muss, kostet das extra, und das will kaum jemand machen. Und viele Womo-Werkstätten, die sowas einbauen (die Kunden wollen es ja inzwischen haben), gehen da im Prinzip immer noch ran, als ob sie einfach ne neue Bleibatterie einbauen, weil der Hersteller ja '1:1' verspricht. Schon frustrierend, jetzt haben endlich die meisten den Unterschied zwischen Gel und AGM verstanden und schon kommt wieder ne neue Technik vorbei, wo alles anders ist :D Vielleicht sind wir ja in 5 oder 10 Jahren so weit, dass LiFePO Standard bei Neufahrzeugen ist und die restliche Technik dann ab Werk dazu passt. Man darf ja mal träumen. bis denn, Uwe Hallo, Da hoffe ich eher auf Feststoffbaterien, dann entfällt auch die ganze Kälteproblematik, zusätzlich kleiner, leichter, schneller zu laden. Wenn es die erstmals für PKW gibt, dann hoffentlich auch bald klein für Womos usw.. Gruß Klaus
Leider auch eines der immer herrschenden Missverständnisse über diese Funktion! Die Desulfatierungsphase, die manche Ladegeräte bieten, setzt voraus, dass der Innenwiderstand einer derart geschädigten Bleibatterie so hoch ist, dass beim Anlegen des Ladestroms sofort eine hohe Spannung oberhalb der Ladeschlussspannung (14,2 - 14,7V - je nach Einstellung) auftritt. Diesen Zustand erkennt das Ladegerät und erhöht dann kurzfristig die Spannung auf ca. 15,5V bei gleichzeitig stark verringertem Strom von max 2A in der -meist vergeblichen- Hoffung, die Sulfatschicht an den Bleielektroden aufzubrechen und der Batterie wenigstens noch ein klitzekleines bisschen Leben einzuhauchen. Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten: a) Die Desulfatierung gelingt - dann sinkt die Spannung stark und rapide ab, das Ladegerät erhöht den Strom auf den Nennwert und die Ladespannung steigt mit zunehmender Ladung langsam der Schlusspannung entgegen. b) Die Desulfatierung gelingt nicht, die Spannung bleibt hoch, der Strom sinkt und die Batterie ist endgültig Schrott. Dann wird der Ladevorgang abgebrochen und nur die Erhaltungsladung bereit gestellt um die 12V-Versogung sicherzustellen. Da bei einer normal funktionierenden, teilentladenen LiFePO4-Batterie ein Ladestrom von wenigen Ampere unmöglich zu einem Ansteig über 15V führen kann, wird dieser Zustand am Ladegerät auch nicht auftreten. Also bitte diesen Mythos ad acta legen! Danke für diese Erläuterung!
Das war eine der besten Erklärungen zu diesem Thema, die ich je gelesen habe. Leider ist die Realität so. Einer schreibt etwas anderes, und viele publizieren das immer wieder. So lebt der Mythos.
:top: :top: :top: Franz
Steht doch alles im "Mythen-Thread", --> Link der leider gesperrt wurde... Helmut
Dafür gibts einen Sonderpunkt... |
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