Hallo Steffen
so ganz blick ich nochnicht durch. Ich fang aber einfach mal an, verstehe das so:
- Ihr wollt reisen, weniger campen/wohnen, primär fahren, schlafen, essen , drinnen sitzen (bei schlechtem Wetter)
- Übernachtungsplätze mit Strom/Wasser sind nicht immer in erreichbarer Nähe. Also auch frei in der Landschaft stehen. Der Wagen muss Euch in dieser Zeit mit dem Notwendigsten versorgen.
- Du willst einen rustikalen Ausbau, der die Grundbedürfnisse freien Reisens abgedeckt und auf technische SchnickSchacks (=Fehlerquellen) verzichten. Auch soll alles nicht viel kosten (Reisen ist wichtiger :-) )
An was alles wäre zu denken?
1.Versorgung:
Strom: Da Du in j e d e r Situation die volle Leistung der Starterbatterie für den Wagen (Notstarts usw) zur Verfügung haben musst, muss eine zweite Batterie her. Auch dann, wenn du nur Licht abziehst. Das Autoradio ist umzuklemmen. Auch diese Batterie wird durch die Lichtmaschine geladen und –fährst Du nicht- über ein Trennrelais von der Starter getrennt.
Wasser: Du selbst kennst Euren Bedarf an Frischwasser pro Tag. Rechne ruhig knapp, Wasser ist schwer, kommst DU mal zu kurz, so finden sich Möglichkeiten. Denke daran, immer einige Wasserflaschen in Reserve zu halten. Ob Du Tanks installierst oder –vielleicht die bessere Lösung- mit Kanistern arbeitest ergibt sich auch aus den Anforderungen an den Ausbau.
Entsorgung (Abwasser) – hängt von Deinem Ausbau und ganz von den Gegebenheiten in Chile ab.
Toilette? Erforderlich?
2.Ausbau:
3 Personen sind so unterzubringen, dass Ihr es auch über viele Stunden gemeisnam aushaletet (Kind dabei!). Das bedeutet grundsätzlich:
Schlafen, Sitzen und Essen drinnen, Kochen und
waschen draußen.
Wie: Du baust eine "Sitzgruppe" links, rechts und hinten quer in einer Länge von Körpergrösse (wenn möglich), die Sitzhöhe ergibt sich aus der vorgegebenen Kopfhöhe. In die Mitte kommt ein länglicher schmaler Tisch, der irgendwo angeschlagen wird (müssen wir sehen), leicht demontierbar ist und –wenn eine Liegefläche benötigt wird- die Mitte zwischen den Bänken abdeckt. Da gehört noch mehr dazu, aber später mehr. Tochter schläft in einer Hängematte. Entweder über den Eltern oder quer im Fahrerhaus.
Die Küche ist in der hinteren Querbank untergebracht und von hinten bei geöffneten Türen zu erreichen. Hier wird auch Wasser gezapft (Tanks, Kanister links und rechts) und sich gewaschen. Über die geöffneten Türen (sind 2 vorhanden?-sonst andere Lösung andenken) spannst Du eine Persenning (wasserdichte Plane o.ä.). Das hält die Feuchtigkeit ab und, wenn Du noch aufwändiger konstruieren willst, sorgst Du mit wenigen Handgriffen für Sichtschutz rundum. Übrigens auch ein schöner Sitzplatz bei Niesel oder in der Dämmerung (Rotwein nicht vergessen :-) ). Hat auch den Vorteil, dass Frischluft in den Wagen kommt (offene Türen)
Alles was ihr braucht wie Kleidung, Essen usw. kommt in die Kisten (=Sitze). Die sind von oben zu bedienen. Aufs Dach gehören dann noch Alukisten, die den Rest aufnehmen (Alles was schwer ist in den Wagen, alles was leicht ist, aufs Dach)
Soweit ganz ganz grob im Schnelldurchlauf wie ICH einen Ausbau dieser Art angehen würde. Dies alles nur als
Diskussiongrundlage. Vielleicht hilft es Dir, konkreter zu sagen, was Du willst und was Du nicht willst oder was Du gänzlich anders siehst. Hier im Forum gibt es Spezialisten für jedes Problem. Bei der Technik hilft Dir X, beim "Möbelbau" Y und beim Rest dann Z. Du kannst mit Metall, Holz und mit dem Schrauber umgehen – schon gewonnen!
in die Ferne
wolfgang