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Hallo liebe Leute, ich wollte mal in die Runde fragen, wer eine Entkalkungsanlage in seinem Haus hat, was da so installiert ist und wie er damit zufrieden ist. Wir bauen gerade neu und fänden so etwas ganz praktisch. Also her mit eurem Wissen und euren Erfahrungen! Danke schon mal! Welchen Härtegrad hat denn euer Wasser ? Bin ich auch interessiert dran. Im neuen Haus ist so ein Teil, aber ich habe die Anleitung noch nicht gelesen und weitere Infos gab es nicht. Evt. war das auch für die frühere Versorgung aus einem Hausbrunnen, der laut Nachbarn sehr kalkiges Wasser liefern soll. Aus der Leitung kommt angeblich 20,1° dH mittelhart !? RK Da gibt es folgende Regel: Entscheidend ist der Natrium Gehalt im Wasser. Um um 1 dH zu senken muss 8,2mg Natrium zugeführt werden, der Grenzwert für Natrium liegt bei 200mg. Wenn der Natriumgehalt also schon recht hoch ist geht nicht viel, wobei ich persönlich Trinkwasser nicht versalzen würde, zumal das nach dem Einbau einer ENTKALKUNGSANLAGE KAum noch ausreichend kontrolliert wird. Also 200mg - aktuellen Wert / 8,2 = mögliche Senkung
Wir hatten 10 Jahre KEINE, dann für 12 Jahre eine, seither wieder KEINE - wir haben die wieder rausgeschmissen ! Ja, das Wasser war viel weicher (wir haben hier in IN 20,7° Deutscher Härte) und deutlich weniger Kalkflecken bzw. Ablagerungen. Aber die doofe Anlage war reichlich wartungsintensiv : dauernd Salz kontrollieren und nachfüllen, das Zusatzmittel für die Rohrleitungen nachkaufen und richtig dosieren .. :roll: Schließlich war sie nach 12 Jahren defekt (ein Markengerät, kein no-name) und konnte nicht mehr repariert werden ---> Neukauf und -installation ! Weil wir außerdem hier in IN das Trinkwasser in bester Mineralwasserqualität beziehen, wollten wir umstellen und das Leitungswasser auch trinken. Dazu war uns die Vorbehandlung mit Salz und Phosphat suspekt. Wir haben uns entschieden wieder zum Bezug ohne Entkalkung zurück zu kehren und haben stattdessen einen Osmosefilter für Kaffee/Tee angeschafft, trinken das Leitungswasser unbehandelt. Ja : mehr Aufwand beim putzen, aber das ist es uns wert. Kannst ja mal googeln nach Nachteilen einer Entkalkungsanlage .. :idea: Es sollen 9,5 °dH sein. Es soll doch aber auch Anlagen geben, die ohne Salz auskommen. Kennt jemand so etwas? Interessant was man da ja hört. Wir haben keine, aber drüber nachgedacht weil unser Wasser sehr kalkhaltig ist. Für die Waschmaschine spielt es keine Rolle weil die Waschmittel sowieso entkalken. Wolfgang, kann man das entkalkte Wasser dann nicht mehr trinken? Wir trinken nämlich unser sehr gutes Leitungswasser.
DAS (oder ähnlich) würde ich vl in Erwägung ziehen : --> Link
Man kann .. :ja: ob man das auch will ... --> Link (ja klar, eine Werbeaussage, sollte man berücksichtigen)
9,5°dH liegt im Grenzbereich von Weich (bis 7,3°dH) bis Mittelhart (7,3 – 14°dH). Da braucht man an sich noch nichts zu machen. Es gibt auch Anlagen die ohne Salz auskommen. Da kommt man schnell in den esoterischen Bereich. Geräte die mit Magnetismus, Induktion und Elektrostatik angeboten werden funktionieren nicht. Ich zitiere aus --> Link Kalkschutzgeräte Die sogenannte "physikalische Wasserbehandlung" hat das Ziel, das Wasser zu enthärten. Ohne chemische Zusätze und ohne Veränderung der Zusammensetzung des Wassers sollen Kalkschutzgeräte verhindern, dass sich Calcium und Magnesium als schwer lösliche Carbonat-Verbindungen im Wasserrohr absetzen. Nachteile: Kalkschutzgeräte ohne DVGW-Prüfzeichen (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) sind häufig wirkungslos. Wirksam sind bisher nur Modelle, die auf dem Prinzip der sogenannten "Impfkristallbildung" beruhen. Denn Magnetismus, Induktion und Elektrostatik vermindern die Kalkablagerung nicht. Zudem sind Anschaffung, Einbau und Wartung von Kalkschutzgeräten teuer. Gruß Scout Unser Trinkwasser hat aktuell 28 Grad dH. Wir haben vor einigen Jahren deshalb eine Entkalkungsanlage von Grünbeck einbauen lassen. Das Wasser ist auf 6 Grad dH eingestelt. Wir sind mit der Anlage super zufrieden, keine Kalkverkrustungen mehr in Küche und Bad und das Wasser schmeckt trotzdem. Und da wir immer zu Hause den Tank im WoMo befüllen, bevor wir losfahren (140l), ist dort das Problem der Verkalkung zumindest auch minimiert. Gruß
Ich hatte das Wasser im letzten Haus auch, deshalb möchte ich jetzt etwas machen. Das war mir deutlich zu viel Kalk an meinen Sanitär- und sonstigen Objekten. Denn in der jetztigen Wohnung habe ich damit überhaupt kein Problem (7,1°dH) und finde es herrlich.
Das ist ja mal ne Hausnummer! Da jammere ich wohl auf hohem Niveau. 8) Ja, das entkalkte Wasser ist ok, wenn wir aber mal in Gegenden mit normalem, kalkarmen Wasser sind, ist das schon ein Traum. Man hat immer das Gefühl, den Schaum beim Duschen gar nicht abgewaschen zu bekommen :D Ich habe vor 10 Jahren gebaut und ca. 1 Jahr später eine Enthärtungsanlage von BWT eingebaut, weil unser Wasser recht kalkhaltig ist. Die ersten Wochen hatten wir immer wieder Kalkkrümmel im Perlator. Es hatte den Anschein, dass sich durch den Betrieb der Anlage schon abgesetzter Kalk in den Leitungen gelöst hätte, weiß nicht ob das so ist, aber deshalb würde ich eine Enthärtungsanlage gleich von Anfang an installieren... Mit der Anlage bin ich sehr zufrieden. Pro Jahr kommen bei mir ca. 2 x 25 kg Salz in die Anlage und danach ein kleiner Beutel Reinigungssalz und das Wartungsintervall wird von mir zurückgestellt. Die Härte ist bei mir auf ca. 7 eingestellt. Ich würde eine solche Anlage immer wieder nehmen. Meinem Geschmack nach schmeckt der Kaffee mit enthärtetem Wasser besser. Übrigens haben wir immer noch Kalkablagerungen, aber nicht mehr so stark und so schnell auftretend. Laut Hersteller muss die Anlage jedes Jahr gewartet werden, was bei BWT meiner Erinnerung nach ca. 130 € kostet. 2 Sanitärunternehmen in meinem Ort haben mir aber von der Wartung abgeraten, weil das nicht sein müsste, wenn ich wie oben beschrieben verfahre. (Ich möchte jetzt keine Diskussion lostreten, ob das so richtig ist oder nicht, ich verfahre nur so sein 9 Jahren, soll jeder für sich selbst entscheiden...) Schöne Grüße Jens Seit einem guten Jahr haben wir bei Wasserhärte 22 den BWT AQA Perla 10C. Wir bereiten unser Trinkwasser mit Sodastream auf, das schmeckt uns wie vorher sehr gut. Mit der Anlage sind wir zufrieden, den Servicevertrag mit BWT haben wir nicht abgeschlossen, bloss um mal zu gucken und um Salz nachzufüllen brauchen wir das nicht. Und wenn die Anlage nach 10 Jahren kaputt ist, kaufe ich mir von dem gesparten Geld eine neue! :D Ich habe vor 14 Jahren eine kleine Entkalkungsanlage aus dem Reihenhaus meiner Schwiegereltern geerbt und betreibe diese seither an der Versorgung von 5 Häusern (ca. 550 cbm pa). Die Anlage ist jetzt 20 Jahre alt, nie was dran gewesen. Wir reduzieren 14 dH auf 7 dH. Wir trinken Leitungswasser und schmecken kein Salz raus. Stromverbrauch und Wasser für Spülvorgänge sind marginal. Angeschlossen ist die Anlage über ein Bypassventil, so dass sie ganz easy auch außer Betrieb genommen werden kann. Aber bei 9,5 dH würde ich definitiv keine einbauen und bezweifle, ob der Unterschied zu 7 dH bemerkbar ist. Vielleicht für 2000 € lieber in den Urlaub fahren? :gruebel: Keiner hier mit einer anderen Anlage, als der "Salzvariante"? Was ich geschrieben hatte ist Fakt, also ohne den Nitratgehalt zu kennen ist eine Entkalkungsanlage sinnlos. Wenn der Nitratgehalt schon 180 mg ist, kann ich max. 2°dH senken. Wenn ich von 20°dH auf 10°dH senken möchte, muss 82 mg Nitrat zugeführt werden. Bei einem Grundgehalt von z.B. 150 mg Nitrat ist das nicht möglich. Ich kenne nichts ohne Salz das entkalkt, wenn wäre ich reich... Osmose Filteranlagen entkalken u.a. auch :ja: Sind aber teuer :!: Dafür filtern die eine ganze Menge mehr raus.
So ganz verstehe ich das nicht. Wie ist der Zusammenhang zwischen Nitratgehalt, Wasserhärte und Enthärtung. Jetzt mal rein chemisch gesehen, wie kann man mit Nitrat Wasser enthärten. Du schreibst von einem Grundgehalt von 150 mg/l Nitrat. In der Deutschen Trinkwasserverordnung ist für Nitrat ein Grenzwert von maximal 50 mg pro Liter festgelegt. Es gibt neben der Salzmethode auch andere Verfahren um Kalk zu entfernen oder zu stabilisieren. Omose, Härtestabilisierung durch Zugabe von Phosphat. Es gibt Anlagen die durch die Bildung von Kristallkeimen des Calciumcarbonats die Steinbildung in Trinkwasserinstallationen verhindern. Gruß Scout
Ohne Salz ist alles Betrug. Sorry, meinte wie oben geschrieben Natrium. Dann steuere ich bei: Anlage mit Salz, von 26 dH auf 6dH, Betriebszeit bisher 18 Jahre, ohne jede Wartung ausser Salz nachfüllen, störungsfrei bis auf das Bypass-Ventil, welches durch Nichtbenutzung festgegangen ist. Stört aber nicht, weil ich es ja nicht benutze. :mrgreen: Es soll übrigens in guten Baumärkten Testsets geben, mit denen man seine Wasser härte selber bestimmen kann. Nachem Wasserversorger verpflichtet sind den Verbrauchern den Härtegrad ihres Trinkwassers (jährlich) mitzuteilen und grössere Abweichungen davon ebenfalls angezeigt werden müssen sollten solche "Selbsttests" eigentlich unnötig sein. N.B.: Wieviel "Salz" kommt da eigentlich in der Summe ins Trinkwasser? Ich weiss es von unserem (sehr kleinen) Versorger der schon "Unmengen" an Salz zugibt (ich bin Nachbar ein paar Häuser weiter und helfe beim Salz abladen aus wenn der LKW keinen Mitnahmestapler dabei hat) und zuhause kommt dann auch noch dazu?!?! Bei uns sind es derzeit 26dH, das Wasser kommt aus einer örtlichen Quelle in genossenschaftlichem Gemeinschaftsbetrieb. Haben daher eine Anlage (BWT Aqua Perla irgendwas). Gehen runter auf 6dH. Wir haben den Natriumgehalt mehrfach messen lassen, da ich dieselbe Rechnung zum Natriumgehalt aufgestellt habe wie Russel. Wir waren nicht über dem Grenzwert. Scheint hier einen Unterscheid zwischen Theorie und Praxis zu geben. Was wird besser: Weniger Kalk an Armaturen, Geräte besser gegen Verkalkung geschützt, angenehmeres Duschen, weniger Seife und Waschmittel benötigt, leichteres Gläserspülen. Was wird schlechter: Man muss eben ans Salznachfüllen denken. Ist kein Problem. Hin und wieder im Rahmen einer Wartung Harz erneuern - Wartung kann man auch selbst machen. Was wird anders: Der Geschmack des Wassers - lustigerweise ist das sehr gut bemerkbar, wenn man einfach Leitungswasser trinkt (ohne schmeckt uns besser). Gesprudelt ist der Unterschied geringer und beim Kaffee aus der Siebträgermaschine ist der Unterschied vernachlässigbar. Worauf achten: Wer viel Gartenwasser aus der Leitung braucht schont den Salz- und Harzverbrauch, wenn er eine Bypassleitung nach draußen hat. Kurz angemerkt: Bei uns sind es ca. 23°dH, Kalkprobleme nur bei erhitztem Wasser, wobei unser Heißwasserboiler seit 15 Jahren störungsfrei in Betrieb ist bei ca.50°C. Die Waschmaschine wird alle Monate mal entkalkt, auch da keine Ablagerungen. Duschköpfe und Wasserhähne kriegen ca. 1/Jahr eine Dusche mit Essig. Trinkwasser zum Enthärten mit Natrium zur Enthärtung zu versehen, wer lässt sich denn sowas einfallen. Zumal was für physiologische Auswirkung hat das für Essen, Trinken, Säuglinge usw., wenn man den Natriumgehalt im Wasser bis aufs Maximum anhebt? Der Kalk und vor allem die Sulfathärte bleibt ja trotzdem drin. Die WHO rät währenddessen eine natriumarme Ernährung an. Servus Ich hatte 36 Jahre lang eine Benkiser Anlage mit Salz, die ich immer selbst gewartet habe, weil es sonst teuer wird. Ich hatte immer auf 8-9 dH eingestellt. Aktuell erneuere ich mein Bad und habe eine Warmwasserleitung verändert. An einem rausgeschnittenen Stück Kupferleitung sieht man das fast null Kalk in der Leitung ist, allerdings habe ich nur 50Grad Heißwassertemperatur, was sicher dazu beiträgt das nicht soviel Kalk ausfällt. Den Entkalker habe ich aktuell wegen einem Defekt stillgelegt. Achja, Gartenwasser und Füllleitung für Pool wird gleich nach der Wasseruhr abgezweigt. Gruß Ich habe das mal länger durchdacht. Die einzigen wirtschaftlichen und funktionierenden Anlagen sind Kationenaustauscher. Die tauschen Calcium gegen Natrium, damit gibt es keine Kalkablagerungen mehr, und werden mit Kochsalz regeneriert. Hat also mit Anionen wie Nitrat rein gar nichts zu tun. Hab mich aus drei Gründen dagegen entschieden: - Die Anlagen sind teuer, wartungsintensiv und die Haltbarkeit ist nicht unbegrenzt - Calcium im Trinkwasser ist gesund, Natrium nicht. Die Qualität zum Trinken wird also geringer - Ich habe Umweltbedenken, wenn jeder Haushalt 50 kg Salz im Jahr ins Wasser kippt, damit es weniger Kalkflecken gibt im Bad. Also nach wie vor den Britta-Filter für den Wasserkocher und die Kaffeemaschine, und den Kalk am Waschbecken wegputzen. Geht auch. Nebenbemerkung: der Trinkwasserspeicher für Warmwasser verkalkt interessanterweise nicht, den hatte ich mal auf. Vermutlich, weil das CO2 nicht rauskann. Die Leitungen folglich auch nicht. Gruss Manfred
Sorry ich hab den Beitrag jetzt erst zufällig gelesen, aber so eine Aussage ist ganz einfach EIN GANZ BRUTALER SCHMARRN
Die Frage dabei ist einfach was willst Du erreichen. Salzanlagen filtern mehr oder weniger den Kalk komplett raus und bereiten dann das Wasser hinterher wieder auf. Bei Altanlagen musst dann halt zusätzlich Mittel reingeben , damit Leitungen nicht kaputt gehen Bei Neuanlagen bruacht es sowas nicht, aber natürlich verändert Du das Wasser und manche hat damit ein Problem (auch geschmaklich) Alternativen dazu sind Osmoseanlagen oder auch Anlagen wie sie z.B. von der Firma Watercryst vertrieben werden Hier wird der Kalk nicht entzogen und dann wieder dazu gemischt, sondern die Kalkstruktur wird verändert, so dass er nicht mehr in der gleichen Weise anhaften kann und ausgespült wird. Ein Beispiel Mit Anlagen von Grünbeck oder BWT (eigentlich die Marktführer) kannst Du Dein Wasser so aufbereiten das so gut wie kein Kalk mehr drin ist, nach dem Duschen z.B. nix mehr an der Duschkabine anhaftet , ABER Du veränderst halt das Wasser Mit Biocat Anlagen (Watercryst) hat Du zwar noch Kalk in den Wassertropfen der haftet aber so gut wie nicht an und lässt sich einfach abwischen Genauso wird er halt bei WM etc ausgepült Und JA wir verbauen beides und haben mit beidem Erfahrungen und da steht die Biocat eigentlich nicht nach funktioniert auch im Hochtemperaturbereich
Das kann eigentlich nicht sein, ist da evtl eine Opferanode o.ä. mit verbaut ?
Tja, die einen sagen so, die anderen sagen so... :mrgreen:
Die einen sagen die anderen wissen :baetsch: :wink: :D Denke nie, gedacht zu haben, denn das Denken der Gedanken Ist gedankenloses Denken...... Es gibt genügend Fälle, in denen allgemein bekanntes Wissen einer Untersuchung nicht standhält. Und bevor ich so eine Untersuchung in Betracht ziehen würde, Frage ich danach ob das Wissen unter wissenschaftlicher Vorgehensweise überhaupt entstanden ist.... Wenn ich die Umkehrosmose richtig verstehe wird das Wasser mit einem Druck durch eine einseitig durchlässige Membran gedrückt. Dabei bleiben größer Moleküle zurück. Die Anlagen werden je nach Ausführung noch mit einem Schwebstoff-Abscheider, Aktivkohle Nachfilter und teils mit einer Remineralisierung ausgestattet, denn auch die werden in dem Verfahren reduziert. Mal logisch gedacht ist der im Wasser enthaltene Kalk entweder zu groß, dann bleibt er hängen oder ausreichend klein, dann geht er durch - oder der enthaltene Kalk hat keine einheitliche Größe und es geht nur ein Teil durch. Wie sich die "Struktur" des Kalks verändern soll, auch wenn ein Druck von wenigen Bar ausgeübt wird und worin genau die Struktturunterschiede bestehen kann ich auch nach ausgiebiger Recherche nicht nachvollziehen. Etwas Licht ins Dunkel wäre schön, vielleicht kannst Du das ja genauer erläutern, Jochen. Unsere Nachbarn haben ihre ältere Umkehrosmoseanlage wieder rausgeschmissen, die Ablagerungen darin waren denen zu "eklig". Meine Mutter hat eine einbauen lassen und schwört darauf.
Die Opferanode hat nichts mit dem Kalk zu tun. Die ist dazu da, dass bei einer Beschädigung der Schutzschicht im Speicher (die jeder Speicher haben sollte) die Opferanode korrodiert und nicht der Speicher. Ich kann Manfreds Aussage bestätigen. Nach Installation einer Solarthermieanlage (Wir haben 21° dH) habe ich im klugen Internet nachgefragt, welche Auswirkung es hat, wenn ich das Brauchwasser im Speicher so hoch wie möglich aufheizen lasse. Die Antworten lagen in einer Range von: "Nacht gar nix" bis "Da kannst du nach 3 Jahren den Kalk mit der Schaufel rausholen" Ich beließ die Temperatur auf "Maximum" und das Wasser hatte im Hochsommer durchaus regelmäßig Temperaturen um die 75°C Tatsächlich mussten wir nach etwa 5 Jahren den Speicher aus anderem Grund öffnen. Es war keinerlei Kalkablagerung zu sehen. Auch meine Rohre (Rehau) sind nach mittlerweile 15 Jahren komplett ohne Kalkschicht. Klar haben wir regelmäßig eine Kruste am Perlator und entsprechende Flecken an den Armaturen, aber ich persönlich nehme den Putzaufwand gerne in Kauf, wenn ich dadurch eine Salzbelastung der Umwelt vermeiden kann. Man sollte bedenken, dass es nicht nur das Salz ist, das in der Umwelt landet, auch der Salzabbau kostet Energie und Ressourcen. An die salzlose Entkalkung glaube ich aktuell aber auch nicht. Schlicht, weil ich noch keine wissenschaftlich basierte, schlüssige Erklärung bekommen habe, wie das funktionieren soll. Außerdem kenne ich keine sauber durchgeführte (auch wissenschaftlich basierten) Studie, die zeigt, dass es wirkt --> Vorher, Nachher, definierte Zielparameter mit Kontrollgruppe usw.
Du solltest die Überschrift zu deinem Geschreibsel in den Beitrag mit reinnehmen. Ich erklär's nochmal: der klassische Ionenaustauscher ist ein saures Harz, an dem Ionen kleben. Mit konzentrierter Salzlösung gespült, sind das Natriumionen. Wenn ich da jetzt Trinkwasser drüberleite, tauschen sich die Ionen aus (wegen Konzentrationsgefälle) - Calcium gegen Natrium. Natriumcarbonat ist wasserlöslich, Sulfat auch. Keine Kalkflecken. Dabei kommt soviel "Salz" ins Trinkwasser wie vorher Kalk drin war. Regeneriert wird das wieder mit Salzlösung, Calciumchlorid ist auch löslich. Ins Abwasser wandert die Gesamtmenge Salz, die man verwendet. Rausgefiltert wird gar nichts. Umkehrosmoseanlagen drücken das Wasser durch eine Membran, dabei bleibt alles gelöste zurück. Gelöstes Salz liegt als Ion vor, mit einer riesigen Hydrathülle dran. Damit bekommt man den Kalk komplett heraus, aber der technische Aufwand ist riesig und die Membranen sind teuer und verkeimen. Für Meerwasserentsalzung auf der Yacht ist das ok, aber zum Entkalken völliger Overkill. Dann gibt es noch so Zauberkisten mit Magneten oder anderem Zeug, mit denen der Kunde sich besser fühlen soll und der Händler es auf jeden Fall tut, funktioniert aber nicht im Sinne einer Entkalkung. So gesehen ist also "ohne Salz ist alles Mist" oder wie das formuliert war vielleicht ein bisschen arg verkürzt, aber letztendlich stimmig.
Da ist eine Opferanode verbaut, halb vergammelt, und ein bisschen Schlunz von dieser fand sich auch unten im Wasserspeicher. Aber kaum Kalk, da hätte ich nach 15 Jahren was anderes erwartet. Nun hat aber eine Opferanode rein gar nichts mit Kalk zu tun. Sie macht ein elektrochemisches Potential, das Korrosion verhindert, solange noch Anode da ist. Funktioniert genauso wie bei verzinktem Stahl. Gehört daher nicht hier ins Thema. CO2 ("Kohlensäure") löst übrigens Kalk, wie alle anderen Säuren auch. So kommt der Kalk auch ins Wasser, weil der Regen CO2 löst und sich damit Kalk aus dem Gestein löst (als Hydrogencarbonat). Wenn der Kalk wieder ausfällt, muss das CO2 raus - das passiert beim Heissmachen, darum ist der Wasserkocher immer betroffen. Aber der Speicher in der Heizungsanlage nicht. Gruss Manfred
Wird hier ganz gut (ab Minute 3 erklärt): --> Link Oder hier, aber nicht so schön: --> Link Ups, ihr seid ja noch dabei :) Wir sind mittlerweile in unser Traumhaus eingezogen. Und da der Klempner nicht kooperativ in Bezug auf Kalk war, die Zeit dafür aber knapp wurde, haben wir jetzt keine Entkalkungsanlage. Die 2000 € liegen noch auf der Bank und warten auf den nächsten Urlaub. Und der Kalk? Der scheint gnädig mit uns zu sein........... :) :) :) Echt erstaunlich über welches angewandte Fachwissen hier so mancher verfügt Darf ich mal fragen fschuen , mithrandir und auch rolfk in welchen Bereichen ihr Eure Brötchen verdient ? Der Hinweis bezüglich der Opferanode ist übrigens (zum Teil) richtig, es gibt aber auch Kalksschutzsysteme im Industriebereich wo ebenfalls "Opferanoden" eingesetzt werden und es gab auch mal Hersteller, welche dies bei diversen Hausanlagen einsetzen wollten. Das hat aber natürlich nix mit den "Opferanoden" zu tun welche in den Elektroboilern z.B. eingesetzt werden (wurden)
Hallo, wollte mich eigentlich hier nicht zu Wort melden aber wenn ich hier so was lese? Ich habe jetzt seid fast 30 Jahre einen SHK Betrieb und habe wegen Kalk (Region Steigerwald Würzburg) zwischen 21 -45 °dH schon so manche Schandtat geg Kalk ein und auch wieder ausgebaut. Das einzige was wirklich überzeugt hat waren bisher (leider) die Geräte mit Ionenaustauscher, alles andere konnten in keinster weise überzeugen.
Natürlich darfst du Fragen. Eines kann ich sagen, ich lebe nicht in der Hand in den Mund. Ich bin nämlich kein Zahnarzt. :mrgreen: Aber ich weiss, wie man Orgonkegel baut...
Es gibt im industriellen Bereich Beschreibungen, dass Opferelektroden vor Kalkablagerungen schützen sollen. Das ist aber nicht ganz korrekt. Eine Opferanode opfert sich für ein anderes Metall. Sie kann aber Kalkablagerungen nicht verhindern. So opfert sich das unedle Material (Zink oder Magnesium) einer Opferelektrode das für edleres Eisen. Durch die Opferanoden bleiben lediglich die Oberflächen der Materialien glatt. Ohne Opferanoden werden sie durch Korrosion rau. An rauen Oberflächen haften Kalkablagerungen schneller und besser als an glatten Oberflächen. Die Ablagerungen selbst verhindert sie nicht. Gruß Scout
Oh, ein unbekannter Fachbegriff, da muss ich nachgugln ... nee, echt jetzt!? :cry: Ich hab gelernt, auf ganz vielen verschiedenen Wegen z.B. künstlichen Kalk herzustellen. Verdiene meine Brötchen aber mit dem Lösen vielerlei Probleme. Ein bisschen wie der Wolf in Pulp Fiction, nur im legalen Bereich. Um wieder on-topic zu kommen: ist wohl jetzt zu spät, aber eine Möglichkeit wäre noch gewesen, diese Abzweig-Verschneideeinheit mit einbauen zu lassen, wenn die Rohre verbaut werden. Die kann man dann mit einem Panzerschlauch kurzschliessen, und ein späteres Aufstellen einer Entkalkungsanlage wäre problemlos möglich. Ist aber erst ab 20 ° dH aufwärts so richtig nutzbringend. Gruss Manfred |
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