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Hallo liebe Gemeinde, ich plane für Dezember eine kleine Tour nach Marokko / Westsahara um nach Jahrzehnten mal wieder einen Sternenhimmel zu sehen. Klingt absurd... kann sein. Aber vor ca 30 Jahren habe ich im Norden von Thailand mal einen Sternenhimmel sehen dürfen, der nicht von Lichtverschmutzung "verdeckt" wurde. Da dies ein einmaliges Erlebnis in meinem Leben war, suche ich jetzt nach einer Wiederholung und dachte mir, in der Sahara wird es ähnliche Möglichkeiten auf Grund geringer Wolkenbidung und Bevölkerungsdichte geben. Hat hier im Forum jemand damit Erfahrungen gemacht? Vielleicht auch im Dezember? Wie ich gelesen habe, ist das Freistehen auch in Marokko nicht erlaubt. Wie sieht es allerdings im Bereich Westsahara aus? Habt Ihr dort Erfahrungen? Einen perfekten Sternenhimmel sieht man ja nur, wenn um einen herum 50km keine störenden Lichtquellen sind. Ich würde dann die N1 bis Khnifiss National Park runterfahren und dort neben der Straße irgenwie ein nettes Plätzchen suchen, wo niemand mich sieht. Ohne Allrad fahre ich natürlich ungerne tief in die Wüste rein, wo ich dann Gefahr laufe mich festzufahren. Habt Ihr hier Anregungen für mich und ist hier vielleicht sogar die Möglichkeit einige Tage freizustehen? Viele Grüße und Vielen Dank für Eure Erfahrungen Sven Wolltest Du nicht Freitag noch in die hintere Mongolei und die Wüste Gobi? --> Link Kommst ja ganz schön rum! :juggle: Grüße Dirk
Nur zur Info, einen perfekten Sternenhimmel hast Du z.B. in Spanien auch. Zum angefragten Reiseland möchte ich mich nicht äußern, aufgrund der bekannten Maßnahmen die zahlreiche Kollegen sehr hart getroffen haben für mich und viele andere ein NOGO. Aber jeder wie er mag.
Nur interessehalber, und etwas OT: Welche Maßnahmen waren das?
Ja , aber das erst im Sommer wegen Sibierien. Da ist es im Winter nicht machbar mit einem Ducato 2.8TDI und Hymer Aufbau. Mein Sommerplan ist Wladivostok, über China und Mongolei zurück. Im Dezember erstmal in die Westsahara zum Warmwerden :-) Die Gründe sind aber fast die Gleichen. Der Ausblick auf die Sterne und einige Tage ohne irgendwelche Menschen in der Umgebung von 50km :-) Grüße Sven
Er mein scheinbar den Abbruch diplomatischer Beziehungen. Aber Politiker sind halt heute so und morgen ganz anders :-) Bis Dezember bekommen die hoffentlich alle die Hosen wieder zu und dann könnte es wieder möglich sein, dorthin zu Reisen. Grüße Sven Marokko hat zur Zeit für Bürger von Deutschland etwas besondere Vorgehensweisen Bei kleinsten Problemen wird dir keiner helfen Das AA sagt folgendes: --> Link zumal Einreisen derzeit nicht möglich sind. Westsahara ist vermint, eher ungeschickt da von der strasse abzufahren. Ich schlage spanische berge vor, die serra nevada z.B. Spanien hat ecken die ziemlich leer sind... deutlich grösse als D aber nur halb so viel einwohner. Cabo de Gata wäre auch so eine ecke wo das gehen sollte
Ich bin davon ausgegangen, dass diese allen Marokkointeressenten bekannt sind. Die meisten wurden genannt, anfügen möchte ich noch, dass ich mehrere Kollegen kenne, die zum Teil Ihr Wohnmobil immer noch dort haben. Die Aussicht es wieder zu bekommen und wenn zu welchem Preis ( Parkgebühr, Bewachungsgebühr, Anreise wenn möglich Flugzeug ( derzeit nicht möglich ) Mit Womo Fähre nach Frankreich oder Portugal ... ) weiterhin ungewiss ist. Ich gehe nicht davon aus, dass zum Jahresende sich etwas ändert, die Gräben sind tief und festgefahren.
Da habe ich vor einigen Jahren sogar gelebt / hatte eine Freundin dort. Habe damals nie diesen Sternenhimmel wargenommen, den ich aus Nordthailand kenne. Khnifiss National Park ist ja eigendlich noch nördlich der Westsahara aber vielleicht könnte es mich ja auch weiter südlich treiben ... Wenn ich so auf den Seiten des Auswertigen Amts nachsehe, liest es sich schon fast als ob Marokko ein Kriegsgebiet ist und jeder dort Jagt auf Touristen macht. Grüße Sven
Das ist das Problem mit der Politik. Ob deren König jetzt wegen der Europäer ... oder der Deutschen die Westsahara einfach dem Ami schenkt ... mal sehen, was die Zeit so bringt. Wenn ich das aber richtig verstehe, ist Marokko auf den Tourismus angewiesen.
..... damit meinen die aber nicht auf eigene Faust Reisende die in der Wüste ihren Dreck verbuddeln sondern örtlich begrenzte Hotel-Silos. :!: Jetzt mal Butter bei die Fische... Dies ist hier das Marokko Forum. Wer war denn schonmal dort und das vielleicht mit dem Womo? Ich war vor 30 Jahren mal mit dem Mietwagen bis Agadir unterwegs. Allerdings immer nur in städtischer Umgebung. Zurück also zu meinen Fragen! 1. giebt es dort einen freien Blick auf die Sterne, wenn man nahe der Grenze zur Westsahara ist oder kennt jemand dort einen Platz, wo der Sternenhimmel besonders gut zu sehen ist? 2. Welche Erfahrungen habt Ihr SELBST dort mit dem Freistehen? Ich will nicht auf einen CP der nachts so Hell ist, dass der Sonnenaufgang dagegen erblasst! Danke für die Antworten Viele Grüße Sven in der algerischen zentralsahara ist der sternenhimmel noch schöner! :ja: alleswirdgut hartmut
Und die Einheimischen dort sind logischerweise alle an die Kanalisation angeschlossen :-) Der Beduine hat natürlich 10 Toilettenkassetten dabei, die er dann extra zum CP bringt, um sie dort fachgerecht zu entsorgen :-) Er nimmt deswegen jeden Monat eine Reise von 500km in Kauf damit er nicht in den schönen Saharasand pinkeln muss. Sonst würde der Sand vielleicht in wenigen Wochen gelb :-) Also, wenn der Sand in der Sahara ab Januar gelb sein sollte ... sorry aber ich musste mal :-)
Hallo Hartmut Kann ich mir vorstellen, weil der Atlantik doch einige Km weit weg ist. Warst Du schonmal dort und wenn ja wann? Momentan bin ich da so etwas unentschlossen überhaupt in muslimische Länder zu reisen. Marokko kenne ich nur als sehr moderates Land, was den Glauben betrifft. Wenige Kopftücher und weltoffene Menschen war zumindest mein Eindruck damals. Algerien scheint mir zumindest etwas radikaler in diesen Fragen zu sein. Grüße Sven Deine Beiträge lieber Sven gehen wieder in die gleiche Richtung wie in Deinem Thread von letzter Woche, als Du noch in die Mongolei wolltest. Da Marokko unser Winterdomizil ist, uns das Land sehr am Herzen liegt und die derzeitige Entwicklung schmerzt, finden wir Deine Beiträge ganz besonders unpassend. Davon mal ganz abgesehen, fährst Du jetzt und in naher Zukunft ganz sicher nicht nach Marokko. Das verhindert schon die Pandemie, die insbesondere die arme Bevölkerung in den weniger dicht besiedelten Gebieten wie Deine "vollgepinkelte Wüste" ganz besonders trifft. Dort hat man derzeit ganz andere Sorgen als den Blick in den Sternenhimmel. Ich glaube ich spreche für viele hier, wenn ich den leisen Wunsch äußere, dass Du Deine Reiseüberlegungen für Dich behältst
Danke für die Infos, auch an die anderen User. Nein, die Situation war mir nicht bekannt. Ich hatte nur die Tage zufällig die Reiseberichte von "Herman unterwegs" auf Youtube gesehen und mich daher erstmalig für Marokko interessiert. Dass es dort so frostig zwischen D-Land und Marokko zugeht, war mir neu.
Vor 30 Jahren habe ich in Marokko sicherlich einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich habe dort die Leute kostenlos medizinisch behandelt, die sich ansonsten keine Behandlung hätten leisten können. Und dass so erfolgreich, dass ich sogar noch Jahre später per Post Dankesbriefe erhalten habe. Ich kann also von mir behaupten, dass ich nicht nur Respekt vor der Bevölkerung des Landes habe, sondern auf Grund meiner medizinischen Ausbildung auch weiß, diese zu schützen, denen zu helfen und diese nicht in Gefahr zu bringen! Also was an meinen Beiträgen ist hier unpassen? Dass ich freistehen will? Das ich in die Wüste pinkeln könnte? In einem Forum wie diesem, sollte doch das Thema im Fokus bleiben und nur dann geantwortet werden, wenn es wirklich etwas auf die Fragen zu beantworten gibt. Wenn ich eine Predigt hören will, gehe ich in die Kirche :-) ALSO: Thema Freistehen im Süden des Landes und Sternenhimmel dort ! Wie es im Dezember aussieht werden wir erst dann sehen.
Du bringst mich auf die Idee schlecht hin. Die haben eine Webseite und bei denen werde ich mal nachfragen. Die können mir sicher einiges mehr sagen und sehr fachkundig auf meine Fragen antworten. Durch die bin ich auch auf die Idee mit Marokko gekommen und deren Berichte sind echt der Hammer. Ich hoffe, Deutschland und Marokko bekommen sich wieder ein und vielleicht ist dann im Dezember doch eine Reise möglich. Grüße Sven Dafür brauchst Du nicht nach Marokko,das gibt es auch in der Rhön,die machen sogar Werbung damit,dass es keinen Lichtsmog gibt,vorausgesetzt das keine Wolken am Himmel sind,ein Erlebnis.Wende Dich an das Touristoffice der Gemeinde TANN,die sollten Dir weiterhelfen können.Das Verbot des "frei Stehens" sollte in Marokko ernst genommen werden,Du bist dort Gast und hast Dich an die Vorschriften zu halten,die sind auch für Deine Sicherheit gemacht.Die Surte versteht da keinen Spaß. Gruß Bernd
So unterschiedlich können die Aussagen sein. Bei "Herman unterwegs" mach(t)en sie einen VLog nach dem anderen, in dem sie quasi 90 Tage am Stück irgendwo in Marokko frei stehen und dabei die Lockerheit der Behörden inkl. der Militärposten über den Grünen Klee loben. Das war allerdings wohl 2020 und früher, vielleicht hat sich die Toleranz der Offiziellen in Marokko ja mittlerweile auch bzgl. des Freistehens gewandelt - oder aber, die "Hermans" haben eine etwas einseitige, möglicherweise blauäugige Sicht auf die Dinge? Da ist oft genug nicht nur "Blauäugigkeit" im Spiel, sondern Leichtsinn und Dummheit.Nebenbei bemerkt: Ich war 2014 in Marokko,weiß also,wovon ich rede (schreibe). Gruß Bernd
Danke für die sehr interessanten Tipps. Natürlich sehe ich mich als Gast und respektiere die dortigen Gesetze. Allerdings gibt es gerade im Süden / in der Sahara natürlich keine Campingplätze mehr und bei Herman-unterwegs habe ich den Eindruck gehabt, als ob diese Regel nur innerhalb der Touristenzentren Geltung haben -> siehe Beitrag von Uwe. Meine Intension ist nunmal die Wüste, der Sternenhimmel und die Abgeschiedenheid. Was die Rhön betrifft, werde ich mal schauen, wenn ich da wiedermal durchfahre. Allerdings werden da Welten dazwischenliegen. In Brandenburg gibt es ja die "dunkelste Stadt Deutschlands" und selbst bei klarem Himmel ist es dort nicht wirklich so spektakulär wie ich es mir von der Wüste erhoffe. Daher auch meine Frage hier. Grüße Sven
Hallo Bernd nochmal die Frage ... was meinst Du mit Dummheit / Leichtsinn hier? Hast Du da entsprechende Erfahrungen gemacht? Geht es um Steckenbleiben in der Wüste oder darum, ausgeraubt/überfallen/als Geisel genommen zu werden? Steckenbleiben könnte ich mir alleine schon als ernstzunehmendes Problem vorstellen und wenn dann noch keine Netzabdeckung da ist kann sowas sicher auch lebengefahr bedeuten, wie ich schon in einem anderen Video bei YT gesehen habe. Grüße Sven Ich meine Steckenbleiben,dann keine adäquate Ausrüstung wie z.B. Sandbleche,Kompressor,Highlift usw.Die Gefahr durch Kriminalität ist ebenfalls höher einzuschätzen als hier bei uns.Derzeit ist an eine Reise nach Marokko ohnehin nicht zu denken. Gruß Bernd
Danke für die Einschätzung Bernd, Thema Steckenbleiben werde ich mir zu Herzen nehmen und was Kriminalität angeht, wo keine Menschen da keine Kriminellen :-) also wird es ein Spagat. Weit ab von den Straßen = hohe Gefahr des Festfahrens und nahe der Straße lauern die Touristenkiller :-) Damals vor 30 Jahren habe ich sogar Anhalter mitgenommen und das nie bereut. Dabei hatte ich die interessantesten Begegnungen und wurde von den Einheimischen eingeladen, habe deren Familien kennengelernt und sogar bei denen in deren Häusern übernachtet. Sowas konnte sich hier in Deutschlad keiner vorstellen, dass man jemanden, der einen per Anhalter mitnimmt gleich zu sich nach Hause einläd und bei sich übernachten lässt. Aber damals war ich "arm" und Angehöriger der NVA, die später aufgelöst wurde :-) In Marokko war ich in "Kampfuniform der NVA" mit abgerissenen Ärmeln und angeschnittenen Hosenbeinen unterwegs ... Kriminelle haben mich da nicht wirklich tangiert. Diese Zeiten sind jetzt leider vorbei :-( und auch die Welt hat sich verändert und ich habe mich geändert... Wie Du schon bemerkt hast, wird nach jetziger Lage eine Reise ohnehin nicht möglich sein aber jetzt schon mal einige Infos zu sammeln, macht ja auch Sinn. Vielleicht bekomme ich noch einige Infos über den Ausbau des Mobilfunknetzes. Einige Berichte sprechen davon, dass in der gesammten Wüste ein besseres Netz sein soll wie hier in Deutschland :-) Das wäre dann zumindest noch ein Sicherheitsfaktor. Ohne Allrad und mit einem Ducato Hymer ... ist nicht gerade das Fahrzeug für eine Wüstenrallye :-) werde ich die Übernachtungen anders planen. Viele Grüße Sven
Die Hermans sind wohl meist im Rudel mit mehreren Allrad-LKW durch die Wüste gezogen, siehe Video: --> Link Aus meiner laienhaften Sicht sollte das schon einen erheblichen Sicherheitsvorteil bieten in Bezug auf Steckenbleiben, technische Defekte etc. Gegen bewaffnete Überfälle bringt es aber wohl auch eher wenig, wobei ich da bei irgendwelchen Militäraußenposten noch mehr Bedenken hätte als vor "normalen" Kriminellen... Man sollte auch nicht vergessen, dass die beiden von 'Herman unterwegs' davon leben, einen netten Eindruck im Web zu machen. Dort objektive (!) Infos über die Zustände in Marokko zu erhalten, dürfte ziemlich hoffnungslos sein. Daran kranken viele Blogs und Vlogs, einseitiges Jubelpersertum und schöne Bilder, bestenfalls Entertainment. Aber als Informationsquelle weitestgehend unbrauchbar und mit viel Vorsicht zu geniessen. bis denn, Uwe Deswegen habe ich absolut kein Verständnis für Träumer,die solche Videos zum Vergleich heranziehen,wenn sie mit einem handelsüblichen Wohnmobil, noch dazu alleine, in solchen Gegenden unterwegs sein wollen.Ich möchte nicht wissen,wie der Aufbau nach 100 km Wellblechpiste aussieht,dafür ist solch ein Fahrzeug nicht konzipiert.Wenn man dann keine Schrauberfähigkeiten hat,wird es sehr schnell eng. Gruß Bernd
Da kann ich Dir nur recht geben,oben im Assekerem einfach traumhaft schön. Gruß Bernd Mein Dad ist mal ( mit über 60 damals ) ins Senegal. Mit einem ausgebauten Mercedes Rundhauber Allradlaster mit Funkkoffer. Mit handelsüblicher Weissware keine Chance. Ich wohne im Inntal. Von daheim aus Sternenhimmel so la la. 15 minuten aufs Sudelfeld rauf, und genialer Sternenhimmel, da sind auch viele Sternfotografen über Nacht. Höhe hilft also auch... wenn du irgendwo in den Alpen hoch oben stehst hast du ziemlich viele Sterne. Deswegen Spanien. Trocken, stellenweise keine Lichtverschmutzung und hohe Berge. Zum Beispiel beim Calar-Alto-Observatorium ( nah am Cabo de Gata ). Das hat schon einen Grund warum das da ist wo es ist. da geht auch eine Strasse hin und da gibt es laut P4N auf 2100 Metern Höhe auch einen Stellplatz am Observatorium. Unten am Meer siehst du auch nicht viel. Sensible Gemüter mögen den Link nicht anklicken --> Link 2019 wurde zwei skandinavische Touristinnen ermordet und ab da wurde die Polizei etwas regieder was die Freisteher angeht. Selber war ich erst einmal geführt, zählt also fast nicht :D aber ich habe zig Bekannte, die regelmäßig nach Marokko zum Überwintern sind und die haben halt erzählt-geschrieben, das das Freistehen mit jedem Jahr schwieriger wurde Unabhängig davon, dass es völlig unnötig ist, wegen der klaren Sicht auf den zugegeben fantastischen Sternenhimmel bei Neumond nach Marokko zu fahren, ist es derzeitig auch nicht absehbar, wann Deutsche wieder uneingeschränkt und individuell nach Marokko einreisen können. Zum Sternegucken gibt es genügend Alternativen. Ich bin seit fast 40 Jahren bislang 14 Mal mit meinen verschiedenen Reisemobilen in Marokko gefahren und wage zu behaupten, dass ich mich einigermaßen im Land auskenne. Zuletzt war ich kurz vor Corona - nach einer längeren Pause - in Marokko. Es hatte sich sehr viel verändert! Viele der schönen Pisten im Hohen Atlas und im Süden sind inzwischen asphaltiert und mindestens 2-spurig ausgebaut worden; die Straße in den Süden nach Mauretanien wird autobahnähnlich ausgebaut; die Bevölkerungsdichte hat enorm zugenommen und es gibt kaum noch einsame Gegenden. Das Freistehen ist zwar verboten, wird aber manchmal toleriert. In Guelmin kann man geduldet mit vielen anderen Campern, Saharafahrern und Globetrottern neben dem Marjane-Supermarkt stehen und in Tarfaya kann man mangels eines Camps am Ende der Promenade (ohne Markise und Campingverhalten) stehen und wird von der örtlichen Polizei sogar mehrfach freundlich besucht. Sie sorgt auch dafür, dass man nicht "belästigt" wird. Übrigens: Seit mehr als 10 Jahren wird behauptet, dass es "nächstes Jahr" wieder eine Fährverbindung von hier nach Fuerteventura geben wird. Die Verbindung wurde am 31. April 2008 unterbrochen, als die Assalama vor Tarfaya strandete. Sie wurde aufgegeben und liegt immer noch dort. Richtig einsame Plätze abseits der Straßen gibt es nicht mehr. Wenn man meint, man hätte einen uneinsehbaren Platz gefunden, taucht prompt ein Beduinenkind auf und beäugt dich neugierig. Marokko ist eben sehr dicht besiedelt. Erst im März 2020 bin ich nach fast 3 Monaten Aufenthalt mit einer der letzten Fähren von Tanger-Med zurück nach Algeciras gekommen und bedaure es sehr, dass eine Überwinterung 2021/22 nicht möglich sein wird.
Hallo Axel, danke für Deinen sehr interessanten und aufschlußreichen Bericht. Vielleicht werde ich das mit Marokko doch noch überdenken oder zumindest kurzfristig entscheiden. Corona wird ja sicher auch noch in die nächste Runde gehen und da könnte selbst Spanien zu den unerreichbaren Zielen werden. Viele Grüße Sven Selbst als im grössten Kuddelmuddel dieses Frühjahrs die Franzosen und Spanier selber nicht weiter als 10km von der Haustür durften, hatten die deutschen Wohnmobile dort keinerlei Probleme rumzufahren wie es ihnen beliebt. Einfacher Transit durch Frankreich war jederzeit erlaubt und die Spanier haben nur die Spanier interessiert. Problematisch war nur die Wiedereinreise in D, wenn man nicht in Quarantäne wollte. Und Portugal war eine Weile ganz dicht.
Danke für den Tipp. Ist sicher gut gemeint aber ... Es mag ja dort viele Sterne im Vergleich zu anderen Orten in Deutschland zu sehen geben aber es wird sicher noch ein riesen Unterschied zur Wüste machen. Lichtverschmutzung ist in Deutschland / fast ganz Europa nicht zu umgehen. Dafür müsste man mehr als 50 km von jeder Lichtquelle wie z.B. Straßenlaternen sein. Wenn ich bei Google mal einen Radius von 50 km ziehe, finde ich in ganz Deutschland keinen Punkt der frei von einer Ortschaft ist und jede Ortschaft hat einige Straßenlaternen, die durchgehend leuchten. Ich sehe in solchen Astro-Parks eine Werbestrategie, die Touristen locken soll um letztlich Geld in die Kassen zu bringen. Vei der Bevölkerungsdichte hier in Deutschland wird es sehr schwer, einen Platz ohne Lichtverschmutzung zu finden. Selbst in Schweden hatte ich so meine Probleme damit, denn auch bei einer Bevölkerungsdichte von 10% verglichen mit Deutschland findet mann alle 10-15 km eine kleine Ortschaft mit 2-3 Häusern, die Straßenlaternen durchbrennen lassen. Grüße Sven
Davon ist nicht auszugehen, obwohl auch derzeit nicht empfehlenswert. Absolute Dunkelheit wirst Du z.B. in der Wüste von Tabernas, Cabo de Gata ( Mittelmeer ) oder in Navarra und Aragonien (Bardenas Reales und Los Monegros) finden. Von freistehen kann ich hier nur dringend abraten, da Naturschutzgebiet und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass hier genau kontroliert wird.
Danke für den Hinweis mit dem Freistehen. Blöd wäre allerdings, wenn ich nachts dann wieder auf einem hell beleuchteten Stellplatz müsste. Die Wüste Tabernas hast Du auch schon nachts gesehen? In einem YT Beitrag wurde da von einem "wilden Stellplatz" gesprochen. Das Video ist gerade wenige Monate alt. Was ist Dir so beim Wildstehen dort passiert / Welche Erfahrungen hattest Du dort? Auch wenn ich vielleicht noch nicht ganz so an die "Dunkelheit" dieser Orte glauben kann, weil in der näheren Umgebung doch einiges an Lichtquellen ist, vielleicht ist aber die fehlende Luftfeuchtikeit und damit die geringere Streuung des Rätsels Lösung. In Granada habe ich bereits einige Zeit verbracht und habe dort sogar noch einige Bekanntschaften. Was mir allerdings Sorge bereitet ist das Wetter im Dezember. Gerade im Gebirge kann es dort sehr kalt werden und ob genau diese Orte mit einer geringen Lichtverschmutzung dann erreichbar sind, ist jetzt meine Frage. Viele Grüße Sven
Ja früher ( vor > 20 Jahren ) durfte man dort noch übernachten und das hatten wir auch getan. Mit unserem aktuellen Wohnmobil waren wir mit Erlaubnis ebenfalls im Park und durften dort ausnahmsweise übernachten, kostete so ca. 20 € bei einem Parkaufseher der eine Stelle zuwies, wobei da auch zwei andere standen. Aber es gibt auch andere Parks, ich erinnere mich an "Cabaneros" wo wir "unter Wölfen" geschlafen haben. --> Link Der Zutritt zum Park ist beschränkt, wobei ich genaueres nicht mehr weiß. Auch ist mir nicht bekannt ob nun der iberische Wolf hier wieder angesiedelt wurde oder nicht, die einen sagen so die andern anders. Wo wir übernachten durften ( im Park ) gab es keine Lichtquelle im 50 km Umkreis, so wie in Tabernas ebenfalls. Am nächsten düfte die Wüste "Bardenas Reales" sein meines Wissens gibt es auch hier erlaubte Stellplätze, aber auch hier erinnere ich mich nicht mehr. Die alten Reiseberichte um 2010 sind teilweise verlohren gegangen, dort waren wir in auch in Bardenas Reales. Auswahl gibt es genug. Parkranger wir hatten gewollten und ungewollten Kontakt. Wir raten bei kritischen Sachen Kontakt aufzunehmen und um Erlaubnis zu fragen. Im Coba de Gata erhielten wir mal ungewollten Besuch als wir nahe dem Sonnenuntergang noch im Park ( an einem Strand ) standen und dieser wollte schon 2.000 € Bussgeld haben, wir sagten ihm aber das wir auf einem Stellplatz gebucht sind und konnten ihm das auch vorzeigen, womit sich das Thema erledigt hatte. Meines Wissens wurden schon zahlreiche Kollegen mit hohem Bussgeld belegt. Spaß verstehen die im Naturschutzgebiet nicht. Aber hier kann man auf einen Stellplatz und wenn man dann will z.B. mit einem Fahrrad ein Stück weg fahren. Aber selsbt auf dem Stellplatz wirst Du einen klaren Sternenhimmel sehen, so wie im übrigen auch überall an der Küste oder im Inland etwas fern von den Städten natürlich. Hallo Sven, Wir sind keine passionierte Sternengucker, aber gerne mit unserem Campingbus in einsamen Gegenden unterwegs. Wir können dein Ansinnen gut verstehen. Den Sternenhimmel, den man in den einsamen Gebieten Europas, wie zuvor hier beschrieben in Spanien zu Gesicht bekommt, kennen wir auch. Das ist schon viel mehr als wir am Himmel über Deutschland bei guten Bedingungen sichten können, aber immer noch weit unter dem, was im Antiatlas oder entlegenen Wüstengebieten für unser Auge so geboten wurde. Seit 2014 führten unsere Wege mehrmals auch nach Marokko. Wir waren immer im Frühjahr dort unterwegs. Letztes Jahr, durch Corona bedingt etwas länger, von Ende Februar bis Ende Mai. Es gibt in Marokko Einige die sich um die Betreuung von sterneninteressierten Individualreisenden bemühen. In den Sternenguckerforen wirst du einiges dazu finden. Hoffen wir, dass man bald wieder uneingeschränkt nach und in Marokko reisen kann. Gruß Frank
Gut gemeint aber da wird man auch nur 2-3 Sterne mehr sehen, als in der nächsten Großstadt. Luftfeuchtigkeit, Luftverschmutzung durch die umgebenen Großstädten und natürlich auch die Lichtabstrahlung werden hier keinen richtigen Sternenhimmel zulassen. Leider bleiben dafür nur die großen Wüsten zur Auswahl. Hier kann die Anzahl der sichtbarebn Sterne mal um den Faktor 100 auseinandergehen. Das sind echt Welten. Wenn man mal 50 bis 100 mal soviele Sterne am Himmel sieht, kann das schon erschreckend und zeitgleich wunderschön sein. Grüße Sven Hier kannst Du in Marokko sogar mit dem Womo stehen und in den Himmel schauen. Unter sehr fachkundiger Betreuung. Haben wir 2014 gemacht. --> Link Gruß Frank (Danke für Deine Reiseideen :lol: und die daraus entstehenden Diskussionen. Selten so gelacht. :lol: ) |
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