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Hallo zusammen, ich möchte mindestens 3 Solarplatten Offgridtec® SPR-Ultra-100 110W auf dem Dach montieren. Evtl kann es später noch eine 4. werden. Diese sollten auf dem Dach mit den werksseitig gelieferten MC4 Steckern parallel mit 2 auf 1 Adapter vebunden werden.
Eine CBE Dachdurchführung habe ich eingeplant.
Der Weg von der Dachdurchführung zum Laderegler Victron Smartsolar 100/30 beträgt ca 3 Meter.
Die Kabellänge vom Regler zu den 2x100 ah Liontron beträgt ca 50-70 cm. Der Regler sollte direkt an die Liontrons angeschlossen werden, nicht über den EBL
Jetzt habe ich folgenden Frage zur Montage bzw Kabeldimensionierung:
Welchen Kabelquerschnitt und welche Sicherung und Sicherungshalter sollte ich für das Batterieanschlusskabel nehmen? Das Gehäuse hat einen Anschluß für eine Erdung, ist das im Reisemobil erforderlich ?
Welchen Kabelqueschnitt sollte ich für das Solarkabel verwenden? Worauf sollte man beim Bohren der Dachdurchführung achten? Mir ist schon klar, dass man an der richtigen Stelle raus kommt und das man kein Kabel trifft. Es ist eine Hymer VI mit GFK Dachbeschicktung. Nach dem Vorbohren, habe ich an einen Forstnerbohrer gedacht. Es geht mir nicht um die ausgewählten Komponenten, die habe ich teilweise schon.
Ich bin jetzt nicht der Spezi... aber ich denke das du mit 6mm2 am besten fährst da gängig und total ausreichend für deine Ströme. die Platzierung des Ladereglers ist mit den Kabellängen optimal gewählt. und daher der Querschnitt auf der Solar wie Batterieseitig voll ok. Sicherung müsste je eigentlich eine 30A Reichen (Victron 100/30) , ich würde aber eine 50A nehmen weil ja nur den Kurzschluss absichern will.
Bei den Sicherungen würd ich auf jeden Fall ein Sicherungsblock nehmen der dann ein dickes Kabel als Versorgung hat. Plötzlich kommt noch ein Wechselrichter oder sonst was dazu.
Erdung wurde mir gesagt erledigt die Masse im Gerät intern. Habe ich so aber nicht kontrolliert.
F.G
leverkusen3 am 09 Aug 2021 11:47:15
Kirchberg hat geschrieben:....
Beim Bohren Augen zu und durch
.......
F.G
Hallo
Vorsicht, bloß nicht so wie oben zitiert!
Auf gar keinen Fall einen Forstnerbohrer verwenden !!! Wenn der sich verhakt, hast du einen Riß im GFK und dein Dach ist undicht !!
Besser so: An der Stelle, wo du Innen rauskommen willst, von innen nach aussen mit einem 6 mm Spiralbohrer vorbohren. Diesen Bereich mit Tape abkleben und den benötigten Durchmesser der Bohrung auf dem Klebeband aufzeichnen. Die Pilotbohrung wird dann mit der Dremel/Proxxon und einem Schleifkörper vorsichtig erweitert.
Das Klebeband erst vor der Verklebung der Dachdurchführung entfernen.
Das dauert vielleicht länger, rettet aber dein Dach.
Als Dachdurchführung empfehle ich die von Kathrein, da sind die Kabel vor scharfen Kanten gut geschützt.
Wichtiger als der maximale Kabelquerschnitt erscheint mir der ordentliche Schutz der Kabeln durch ein Kunststoff Wellrohr und der Steckverbindern durch selbstvulkanisierendes Kautschukband.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas
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HartyH am 10 Aug 2021 02:58:06
hackenschmidt hat geschrieben:Welchen Kabelquerschnitt und welche Sicherung und Sicherungshalter sollte ich für das Batterieanschlusskabel nehmen? Das Gehäuse hat einen Anschluß für eine Erdung, ist das im Reisemobil erforderlich ?
Hallo Eddy, Da du einen Victron Smartsolar 100/30 verbauen willst, reichen 6 qmm Kabel aus. Besser ist immer ein stärkeres Kabel, z.B. 10 qmm. Aber wegen 700 mm Länge? Ok, es gibt online-Anbieter, welche diese Kabel komplett konfigurieren.
Als Sicherung würde ich immer eine "Schraub"-Sicherung mit z.B. diesem Halter --> Link nehmen. Die dazugehörige MIDI-Sicherung einen Wert von 40A bei 6qmm Kabel und 50A bei 10qmm haben.
Der MPPT muß nicht geerdet werde.
Welchen Kabelquerschnitt sollte ich für das Solarkabel verwenden?
Ebenfalls 6 qmm, es sollte aber spezielles Solarkabel sein.
Es ist eine Hymer VI mit GFK Dachbeschicktung. Nach dem Vorbohren, habe ich an einen Forstnerbohrer gedacht. Es geht mir nicht um die ausgewählten Komponenten, die habe ich teilweise schon.
Einen Forstnerbohrer habe ich dazu auch schon benutzt. Dieser sollte aber schnellaufend und scharf sein. Eventuell kommen dazu noch andere Meinungen.
hackenschmidt am 11 Aug 2021 22:33:45
Kirchberg hat geschrieben: Querschnitt auf der Solar wie Batterieseitig voll ok. Sicherung müsste je eigentlich eine 30A Reichen (Victron 100/30) , ich würde aber eine 50A nehmen weil ja nur den Kurzschluss absichern will.
Danke, ich werde auf jeden Fall eine Midi-Sicherung nehmen
hackenschmidt am 11 Aug 2021 22:43:04
leverkusen3 hat geschrieben:Vorsicht, bloß nicht so wie oben zitiert!
Auf gar keinen Fall einen Forstnerbohrer verwenden !!! Wenn der sich verhakt, hast du einen Riß im GFK und dein Dach ist undicht !!
leverkusen3 hat geschrieben:Besser so: An der Stelle, wo du Innen rauskommen willst, von innen nach aussen mit einem 6 mm Spiralbohrer vorbohren. Diesen Bereich mit Tape abkleben und den benötigten Durchmesser der Bohrung auf dem Klebeband aufzeichnen. Die Pilotbohrung wird dann mit der Dremel/Proxxon und einem Schleifkörper vorsichtig erweitert.
Danke für die Ausführungen, mit der Methode bin ich noch nicht sicher.
Was ist von Stufenbohrern zu halten für eine Dachdurchführung?
leverkusen3 hat geschrieben:Wichtiger als der maximale Kabelquerschnitt erscheint mir der ordentliche Schutz der Kabeln durch ein Kunststoff Wellrohr und der Steckverbindern durch selbstvulkanisierendes Kautschukband.
Wellrohr habe ich eingeplant
hackenschmidt am 11 Aug 2021 23:02:22
HartyH hat geschrieben:Hallo Eddy, Da du einen Victron Smartsolar 100/30 verbauen willst, reichen 6 qmm Kabel aus. Besser ist immer ein stärkeres Kabel, z.B. 10 qmm. Aber wegen 700 mm Länge? Ok, es gibt online-Anbieter, welche diese Kabel komplett konfigurieren.
HartyH hat geschrieben:Als Sicherung würde ich immer eine "Schraub"-Sicherung mit z.B. diesem Halter --> Link nehmen. Die dazugehörige MIDI-Sicherung einen Wert von 40A bei 6qmm Kabel und 50A bei 10qmm haben.
Hallo Harty, ich werde mich für 40A bei 6qmm Kabel oder 50A bei 10qmm entscheiden. Je nachdem, was leichter zu bekommen ist.
Spezielles Solarkabel würde ich 6qmm von Lapp nehmen, ich denke allerdings, dass es ca 5 Meter sein werden. Meine grobe Schätzung war zu wenig.
HartyH hat geschrieben:Einen Forstnerbohrer habe ich dazu auch schon benutzt. Dieser sollte aber schnellaufend und scharf sein. Eventuell kommen dazu noch andere Meinungen.
Ich warte noch ein Paar Antworten ab. Bin mir da noch nicht sicher. Je nach Bohrer, müsste ich sowieso neu kaufen.
Viele Grüße Eddy
leverkusen3 am 12 Aug 2021 10:17:37
hackenschmidt hat geschrieben:....
Was ist von Stufenbohrern zu halten für eine Dachdurchführung?
Hallo
Die Problematik ist das GFK der Dachhaut. das Glasgewebe hat eine höhere Festigkeit als Stahl und lässt sich deshalb präzise nur schleifen und nicht schneiden.
Das zweite Problem sind handgeführte Elektrowerkzeuge bei großen Bohrungsdurchmessern. Unterschätze niemals die Kraft, die ein kleiner, moderner Akkuschrauber in der Lage ist aufzubringen wenn der Hebel nur groß genug ist. Beim Stufenbohrer steigt die Hebelwirkung mit jeder Stufe. Das Risiko, das sich ausgerechnet bei einer der letzten Stufen der Bohrer verhakt und Schaden anrichtet ist am Größten.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas
rkopka am 12 Aug 2021 12:34:44
leverkusen3 hat geschrieben:Die Problematik ist das GFK der Dachhaut. das Glasgewebe hat eine höhere Festigkeit als Stahl und lässt sich deshalb präzise nur schleifen und nicht schneiden.
Seit wann ? Zugfestigkeit und Bearbeitbarkeit sind nicht so einfach vergleichbar. Oder meinst du CfK oder Aramid ? Da wird es zumindest etwas schwieriger. GfK ist einfach zu schneiden, bei geringen Dicken auch mit einer Schere. Bohren und Sägen sind kein Problem.
Das zweite Problem sind handgeführte Elektrowerkzeuge bei großen Bohrungsdurchmessern. Unterschätze niemals die Kraft, die ein kleiner, moderner Akkuschrauber in der Lage ist aufzubringen wenn der Hebel nur groß genug ist.
Das stimmt. Vor allem sollte man immer gut auf die Führung achten und nicht einfach freihand ansetzen, gerade bei größeren Durchmessern.
Beim Stufenbohrer steigt die Hebelwirkung mit jeder Stufe. Das Risiko, das sich ausgerechnet bei einer der letzten Stufen der Bohrer verhakt und Schaden anrichtet ist am Größten.
Aber gerade durch die kleinen Stufen und die fehlende Steigung ist der Stufenbohrer (wenn es für den Durchmesser reicht) ein sehr sicheres und sauberes Werkzeug, das kaum zum Verhaken neigt. Und wenn dann springt er normalerweise nicht einfach irgendwo hin.
RK
Solarcomputer am 12 Aug 2021 12:38:56
Man muss sich immer fragen wodurch und woher ein Überstrom entstehen kann. Die Solarmodule werden hier nur den maximalen Kurzschlussstrom abgeben können, also kleiner 30A. Batterieseitig sollte der Solarregler auf jeden Fall abgesichert werden, da hier die Batterie einen Überstrom liefern kann.
Daher ist eine Sicherung zwischen Solarmodulen und Laderegler unnötig, sogar kontraproduktiv (höhere Verluste, weitere Fehlerquelle mit den Anschlüssen).
☀️Kai
leverkusen3 am 12 Aug 2021 12:56:43
Solarcomputer hat geschrieben: Daher ist eine Sicherung zwischen Solarmodulen und Laderegler unnötig, sogar kontraproduktiv (höhere Verluste, weitere Fehlerquelle mit den Anschlüssen).
☀️Kai
Hallo
Wenn schon keine Sicherung zwischen Panel und Solarregler eingebaut wird, dann auf jeden Fall einen Schalter. Wie soll ich sonst vor Arbeiten an der Batterie den Solarregler abschalten?
Bei mir ist an einer auffallenden Stelle das Kabel vom Solarpanel mit einem Sicherungshalter für KFZ Flachsicherungen unterbrochen. Diese Sicherung lässt sich zum Abschalten des Solarreglers ziehen und mit nur einem Fuß wieder Einstecken, damit sie auch nach getaner Arbeit wieder parat ist.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas
Solarcomputer am 12 Aug 2021 13:54:09
Auch ein Schalter ist unnötig - wenn es stromlos sein sollte, dann entweder Sicherung an der Batterie ziehen, Solar abdecken oder das Panel kurzschliessen.
Nicht falsch verstehen: jeder kann sich da eine Sicherung oder Schalter einbauen. Ich gebe lediglich zu verstehen, dass dies nicht für einen sicheren Betrieb notwendig ist und es auch dadurch Verluste, Ausfälle entstehen können.
☀️Kai
uwet am 13 Aug 2021 16:12:08
Solarcomputer hat geschrieben:Auch ein Schalter ist unnötig - wenn es stromlos sein sollte, dann entweder Sicherung an der Batterie ziehen, Solar abdecken oder das Panel kurzschliessen. ☀️Kai
Solarpanel kurzschließen ist eine ganz schlechte Idee wenn man einen Victron benutzt, jedenfalls wenn er noch an der Batterie hängt, danach ist er defekt. Es raucht eine interne Sicherung ab und er tut nur noch so als würde er funktionieren. Den Fall hatte ich schon.
Gruß Uwe
Silverio am 13 Aug 2021 16:26:05
Wobei ein Stufenbohrer ungeeignet sein "kann", da er ja zur Spitze verjüngt. Bohrt man von oben, hat man bei dickeren Wandstärken zwar oben den richtigen Durchmesser, nach unten verjüngt es sich. Werden nur Kabel durchgeführt, ist das egal oder sogar gut. Hat man eine Dachdurchführung mit so einem "Rohr", wäre es aber blöd.
StulleHH am 27 Sep 2021 14:17:37
Warum schaltest die die Paneele nicht in Reihe wenn der Wandler schon 100V verträgt? Dann wird auch der Strom von den Modulen geringer.
7xy am 13 Dez 2021 00:04:23
hackenschmidt hat geschrieben:Das Gehäuse hat einen Anschluß für eine Erdung, ist das im Reisemobil erforderlich ?
Diese Frage wurde hier noch nicht abschließend beantwortet. War auch das einzige Suchergebnis zu dem Thema. Ich habe einen Victron MPPT 100/50 und der hat auch einen Anschluss für eine Erdung / Potentialausgleich. Soll oder muss der angeschlossen werden und wenn ja wo, Masse mit eigenem Kabel zur Masseverteilung? Der Kollege aus den Staaten macht das so: --> Link
HartyH am 13 Dez 2021 04:54:03
7xy hat geschrieben:"Das Gehäuse hat einen Anschluß für eine Erdung, ist das im Reisemobil erforderlich?"
Diese Frage wurde hier noch nicht abschließend beantwortet.
Hallo Hannes,
ich habe vor langer Zeit auch versucht, eine Antwort darauf zu finden. Leider keine eindeutige Aussage ob 'ja' oder 'nein'. Ich habe deshalb in Reisemobilen auch keinen Erdanschluß an die Victron MPPT´s installiert. Wahrscheinlich wäre es besser, das Gehäuse mit dem Minusanschluß bzw. Fahrzeugmasse zu verbinden, um wirkungsvoll die mögliche Abstrahlung von elektronischen Oberwellen des Gerätes zu unterbinden. Für was anderes ergäbe das sonst keinen Sinn.
7xy am 13 Dez 2021 09:26:39
HartyH hat geschrieben:Hallo Hannes,
Ich habe deshalb in Reisemobilen auch keinen Erdanschluß an die Victron MPPT´s installiert. Wahrscheinlich wäre es besser, das Gehäuse mit dem Minusanschluß bzw. Fahrzeugmasse zu verbinden, um wirkungsvoll die mögliche Abstrahlung von elektronischen Oberwellen des Gerätes zu unterbinden. Für was anderes ergäbe das sonst keinen Sinn.
Hallo HartyH,
vielen Dank für die Antwort, dafür einen Guten. Ich werde mal bei Victron nachfragen. Mal sehen was die so von Ihrem Erdungsanschluss halten.
7xy am 13 Dez 2021 17:13:07
Hallo Zusammen,
von Victron ist niemand zu erreichen. Die verweisen auf Ihre Händler, kennen wir ja zur Genüge. Anscheinend ist dieses zusätzliche Erdungsthema eine gesetzliche Vorgabe in den USA. Dort ist auch eine Unterbrechungsmöglichkeit der Solar-Eingangsseite vorgeschrieben. Wichtig ist der Erdungsschutz bei stationären Anlagen, wie aus dem Bild zu sehen ist. Da ist ein GFP = Ground Failure Protection System verbaut. Ich denke da die Erdung auch auf Masse gelegt wird, schützt diese nur das Gehäuse, wenn es zu Fehlströmen kommen sollte. Damit bekommt der Insasse dann keine gewischt, wenn der unwahrscheinliche Fall eintreten sollte. Im Dokument Victron Wiring-Unlimeted-DE.pdf habe ich dazu diese Information gefunden: Ich werde daher einen Anschluß an den Masseverteiler legen, erhöht die Sicherheit und gibt ein gutes Gefühl.