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meine Reise nach Senja usw 1, 2


maranot575 am 31 Aug 2021 08:50:16

Ist mir in Schottland drei mal passiert - da aber der rechte Spiegel.
Weiterhin viel Glück

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lonsome am 01 Sep 2021 21:26:05

Schweden-Abstecher

Trotz der Spiegel-Probleme habe ich es noch bis zum Abend in den Reivo-Nationalpark geschafft. Ich liebe die Ruhe dort. Am nächsten Morgen scheint die Sonne und lädt zu einem Frühstück in der Sonne ein. Die Schnaken sind noch nicht erwacht, so dass ich es mir am rustikalen Frühstückstisch bequem machen kann. Es muss nicht immer die Vollausstattung eines Campingversandes sein. Ein paar Unglückshäher kommen auch wieder angeflogen und betrachten mich aus zwei Metern Entfernung in aller Ruhe.



Der See liegt anfangs still da, aber dann wir es immer windiger. Böen bis zu 60 km/h fegen über den See, ab und zu ein Regenschauer. Es wird ein Tag zum Entspannen.







Mit dem Rad und dann zu Fuß geht es zu einem Lagerplatz auf der gegenüberliegenden Seite. Dort kann ich mich im Windschatten einer Schutzhütte hinsetzen und einfach nur schauen.



Am Abend dann noch schöner Himmel, aber Wind!



Da es so stürmisch bleiben soll, beschließe ich die Weiterfahrt an den Mardseleforsen in der Nähe von Lyksele. Zuerst parke ich auf dem ausgewiesenen Platz. Das Rauschen ist schon deutlich zu hören. Ich beginne meine Rundwanderung. Es ist ein beeindruckender Platz. Vor allem die Wechsel zwischen tosendem Wasser und der Stille kleiner Seen ist faszinierend. Die Felsen sind abgeschliffen durch die Jahrtausende lang fließenden Wasser.

Über eine Hängebrücke geht es über das tosende Wasser





Immer wieder geht es über kleine Brücken einen gut ausgebauten Weg weiter.







Auf der Wanderung sehe ich das Hinweisschild zu einem anderen Parkplatz in 300 Metern Entfernung, aber eben auf der anderen Seite des Vindelälven. Ich schaue ihn mir an: eigentlich perfekt, nur ein einziges Auto parkt dort. Aber wahrscheinlich muss ich einen weiten Weg machen? Das stimmt auch, insgesamt 37 km sind es auf die andere Seite, davon 23 km auf einer allerdings sehr guten Schotterpiste. Dann bin ich da, es ist ruhig, niemand außer mir steht hier.

Dann gibt es nach dem Abendessen noch mal eine Wanderung auf dem Rundweg. Niemand ist mehr da. Und es zeigt sich auch nochmals ganz kurz ein farbiger Himmel.



Zurück ins Womo, eine Runde schreiben!

Morgen soll es dann zurück nach Norwegen gehen an den Rand des Gressamoen-Nationalparkes.

Anne42 am 01 Sep 2021 21:42:57

man kann die Ruhe und Einsamkeit förmlich spüren, unglaublich.

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lonsome am 04 Sep 2021 18:22:29

Donnerstag – Fahren im Regen

Der Donnerstag wird wieder Fahrtag. Ich will ja in bis zum Gressamoen-Natiponalpark bei Snasa. Er ist der älteste Nationalpark Norwegens. Dort hoffe ich auf besseres Wetter.

Die Fahrt ist grausam: Regen, leichter Regen, strömender Regen, und dazu Windböen von teilweise über 70 km/h. Da ist ein Womo mit Alkoven nicht ganz so toll. Und die Reifen, die ich montiert habe, sind auch nicht so toll in der Seitenführung, so dass es nicht so lustig ist.
Dann geht es die letzten 30 Kilometer hinauf in den Nationalpark. Es ist ein kleiner, mautpflichtiger Kiesweg. Zuerst zahle ich brav die Maut von 150 NOK, dann geht es nach oben. Die Straße wird enger, hoffentlich kommt niemand entgegen. Dazu der strömende Regen, Schlaglöcher, Pfützen. Es ist anstrengend, und für die 30 Kilometer brauche ich wohl mindestens 45 Minuten. Dann sehe ich den Platz, auf den ich wollte. Er ist noch 7 Kilometer vor dem großen Parkplatz am Eingang zum Nationalpark. Ich prüfen nochmal, ob ich rein und auch wieder rauskomme, aber das muss gehen. Mein Auto sieht grausam aus, aber das war nicht anders zu erwarten. Müde stelle ich das Womo ab und es gibt etwas zu essen, dann noch einen kleinen Spaziergang im Regen. Weil dort überhaupt kein Empfang ist, kann ich auch nicht berichten.

Am nächsten Morgen lacht die Sonne vom Himmel. Und da ist dann auch sehen, warum ich auf diesen Platz wollte. Es ist eine grandiose Aussicht. Er Fluss Laarte ist angeschwollen, es muss viel geregnet haben in den letzten Tagen.





So sieht mein Womo aus. Und ich mache etwas, was ich sonst in der Pampa nicht mache: Ich muss es abwaschen. Nicht weil mich das stört, sondern weil ich bei jeder Berührung schmutzig werde. Wasser gibt es genug, und so geht es mit der Gießkanne ans Werk, natürlich nur Wasser. Aber Wasser gibt es genug. Und nach ein paar Minuten kann ich unter dem Schmutz sogar mein Womo erkennen, und auch das Fahrrad erfährt eine Reinigung. Denn das brauche ich noch.



Dann geht es mit dem Rad nach oben zum Eingang des Nationalparks. Es ist ein nicht so schwieriger Weg. Und mit dem Rad sieht man nicht nur mehr, man riecht auch: Es ist der besondere Geruch dieser Hochebenen, den ich der Nase habe, und den ich liebe. Dann fliegen auch Auerhähne auf. Dann bin ich oben am Eingang. Über eine Brücke geht es hinüber zu einem alten Bauernhof, der nun vermietet wird mit den kleinen Hütten.







Am Nachmittag schwinge ich mich nochmal aufs Rad und fahre zurück zu einem Wasserfall, über den die Brücke hinüberführt.



Nach dem Abendessen geht es noch nochmals aufs Rad. Ich will das Licht ausnützen und ein paar Fotos machen. Drei Kilometer, geht es nach oben, dann bin ich dort an der Stelle, die ich mir schon ausgesucht habe. Es geht hinein in das Moor, anfangs noch trocken, dann quietscht und quatscht es unter den Füssen. Am Rand des kleinen Tümpels bleibe ich zum Fotografieren und warte auf das richtige Licht. Dies Schuhe sind ein Stück im Wasser, das halten sie hoffentlich aus.



Das ist der Grund, warum ich hergekommen bin, warum ich hier fotografieren wollte. Darum habe ich auch mein Rad dabei. Denn nochmal vom Platz fahren will ich nicht, und hier halten wäre schon gar nicht möglich, denn es gibt keine Ausweichmöglichkeit.
Zurück am Womo freue ich mich über die wunderbaren Stunden. Es ist windstill, und ich bin noch eine Weile vor dem Womo. Dann am Abend ist es sternenklar, und es wird kalt. 3° zeigt das Thermometer. Die Laarte hat sich in der Zwischenzeit beruhigt, das Wasser ist um fast einen halben Meter gesunken. Es ist einfach so ruhig und schön, unbeschreiblich.

Samstag

Der Morgen beginnt so ruhig, wie er Abend geendet hat. Nebel liegt über den Bergen. Dann kommt auch die Sonne durch, es ist einfach nur schön. Das Wasser ist nochmals gesunken und gibt jetzt auch kleine Inseln frei.



Ich mag mich eigentlich gar nicht trennen, aber es muss sein. Jetzt kommt noch der Weg hinunter, hoffentlich kommt mir kein Auto entgegen. Und es ist so, ohne Probleme komme ch unten in Snasa an, und da der Weg abgetrocknet ist, ist auch das Womo sauber.

Es geht weiter zu meinem nächsten Ziel, an dem ich übernachten will: den Henfallet bei Aunet. Die Straße zieht sich, auf der E6 ist viel Verkehr, langsam sind auch ersten Womos unterwegs. Kurz vor Steinjker fahre ich zu einem Badeplatz zur Mittagspause. Die Luft ist kühl, aber die Sonne wärmt. Im Hintergrund sind die Kräne eniner Werft zu sehen, die Offshore-Plattformen herstellt.



Dann erreiche ich den Henfallet. Es sind 7 km von Aunet bis nach oben. Und auch hier habe ich Glück: Es kommt mir niemand entgegen. Zum Übernachten bleibe ich nicht auf dem Parkplatz direkt beim Wasserfall, denn das Rauschen ist schon enorm, sondern fahre ein Stück weiter. Da ist es leise und ruhig. Dann noch ein Spaziergang zum Wasserfall, ich bin ganz alleine dort und kann mich in die Sonne setzen und mir die Ohren volldröhnen lassen. Jetzt geht es noch zum Womo, das Abendessen ruft.


TiborF am 05 Sep 2021 09:47:41

Deine Fotos sind der Hammer - kann es nicht oft genug schreiben :daumen2:

lonsome am 07 Sep 2021 12:05:57

Sonntag - Rentierbegegnung

Für heute habe ich mir einen nicht so lange (meine ich …) Wanderung vorgenommen: Es soll zum Fuß des Wasserfalls gehen. Ich war schon einmal unten, aber ich will nun einige Fotos machen. Doch der Weg stellt als wesentlich schwerer und länger heraus als gedacht. Über eine Stunde bin ich unterwegs. Das Gelände ist tückisch, weil es über Blockgestein geht, das zwischendring bewachsen ist. Wenn man nicht aufpasst – und das passiert mir auch einmal mit schmerzhaften Folgen – tritt man in ein Loch, das überwachsen ist. Nach über einer Stunde bin ich dort, wo ich hinwollte. Gerne wäre ich noch ganz zum Wasserfall gegangen, es ist möglich, mir aber dann doch zu gefährlich ganz alleine. Dort unten rauscht es gewaltig, der Wasserfall dröhnt. Aber ich muss feststellen. Insgesamt hat es sich nicht wirklich gelohnt, die Bilder sind weit wenig gut als erhofft.







Nach noch anstrengenderem Rückweg(bei Tritt in das Loch auf dem Hinweg habe ich mir wohl einen saftigen Pferdekuss in der Wade geholt) bin ich am Womo, ziemlich erledigt, und brauche ine warme Suppe und etwas zum Futtern.

Dann beschließe ich, noch bis zum Rö-Fallene im Engerdal weiterzufahren. Es geht also den Weg hinunter, hoffentlich begegnet mir niemand. An einer Stelle kommt ein PKW entgegen, aber es geht an der Stelle gut zum Ausweichen.
Zügig geht es weiter bis auf die Höhen kurz vor Brekken. Da bietet sich ein phantastischer Ausblick. Die Bilder können die Farben nur annähernd wiedergeben. Mehrere Womos machen es mir nach und halten an der Stelle zum Fotografieren.





Dann geht es weiter an den Fehmunden. Alles geht zügig, ein wunderbares Licht liegt über allem. Ich fahre ganz anständig meine 80 km/h. Zwei Autos sind hinter mir. Und weil ich weiß, dass es am Fehmunden Rentiere gibt, achte ich auch immer auf die Straßenränder. Ich habe mir angewöhnt, dass ich nur ganz langsam an Rentieren vorbeifahre, denn die sind völlig unberechenbar. Dann aber springt aus einem Birkenwald oberhalb einer ca. 5 Meter hohen Böschung unmittelbar neben der Straße ein großes Rentier herunter, ca. 60 Meter vor mir. Ich steige in die Eisen, Vollbremsung, und hoffe, dass das Rentier weiterrennt. Aber es bleibt stehen. Noch ein Versuch auszuweichen nach links – aber ich sehe: Es reicht nicht! Ein Rumms, das Rentier fliegt ein Stück nach vorne. Ich lasse das Womo ausrollen und halte an, Warnblinker. Das Rentier ist nicht mehr zu sehen. Was soll ich tun? Polizei? Dann sehe ich das Rentier einige hundert Meter weiter laufen. Ich gehe nach vorne und schaue mein Womo an. Es sind ein paar Haare zu sehen auf der rechten Seite, mehr nicht. es scheint nichts beschädigt. Ein Frau hält und ich frage, was ich tun soll: Polizei rufen? Sie meint: Wenn das Rentier läuft und an meinem Fahrzeug weiter nichts ist, dann bräuchte ich nichts zu machen. Später stelle ich bei genauem Hinsehen fest: Im silbernen Teil des Stoßfängers ist eine kleine Dulle, wohl vom Geweih, und evtl. stimmen auch die Spaltmaße unterhalb des rechten Scheinwerfers nicht mehr ganz. Aber das ist mir eher egal. Es haben wohl beide Glück gehabt – das Rentier und ich. Aber es ist wie so oft: Die ganze Zeit schaut man – und an einer Stelle, an der es einfach nicht zu sehen ist, rennt so ein Tier auf die Straße.

Nach ein paar Kilometern halte ich an einem Rastplatz. Ich brauche Verschnaufpause. Und die Sonne lädt noch dazu ein.





Schließlich geht es weiter bis zum Platz am Wasserfall, dort ist es ruhig. Der Fall selber hat auch viel weniger Wasser als noch vor zwei Wochen. Es war hier wohl doch trockener in den letzten Tagen.

Montag
Nach einer ruhigen Nacht geht es weiter Richtung Elverum. In Trysil noch schnell einkaufen und Tanken, dann die letzten Kilometer bis zum Gebiet Tjermoen. Da gib es eine mautpflichtige Straße an einem See und Bach entlang, weiter hinten wird eine Windkraftanlage gebaut. Dann finde ich meinen Stellplatz mit dieser Aussicht.



Dann schwinge ich mich aufs Rad für eine Tour. Es sind hier sogar Radwege ausgewiesen, es ist viel beschildert. Ziel ist ein alter Flüchtlingsweg, der im 2. Weltkrieg benutzt wurde. Da wird mir erst wieder bewusst, wie nahe hier die schwedische Grenze ist. Ich mache auf dem Weg eine Schleife, es werden über 20 km bis zu einem Info-Punkt. Der Weg ist manchmal schön, führt an Mooren vorbei, manchmal aber auch frischen Holzeieschlägen, bei denen der Harveste deutliche Spuren hinterlassen hat. Immer wieder geht es steil nach oben, auf den kiesigen Wegen nicht ganz einfach. Der Weg ist schwieriger, als ich es gedacht habe. Dann erreiche ich den Info-Punkt über den Flüchtlingsweg. Direkt daneben lädt ein See zur Pause ein. Es ist warm, ich sitze einfach nur da und schaue.





Dann geht es weiter. Warum habe ich nicht doch eine Radlerhose eingepackt – mein Sitzfleisch ist langsam strapaziert. Na ja, noch das kurze Stück bergauf, dann geht es bestimmt abwärts. Nein, nochmal, bergauf. Aber bestimmt nach der nächsten Kurve? Nein, noch bergauf … Und immer wieder bergauf. Bis es dann doch einmal steil nach unten geht und ich zum Womo komme nach drei Stunden Tour.

Am Abend dann ein wunderbares Licht direkt beim Womo.





In der Nach ist es so still, wie ich es immer erhoffe. Der Morgen zeigt alles verändert: Nebel leigt über dem kleinen See.



Bei einem kleinen Spaziergang genieße ich die Stille, die über allem liegt, und die nur durch das Hämmern eines Spechtes durchbrochen wird.





Zurück zum Womo, denn es beginnt, leicht zu regnen. Dann gibt es noch „Womo-Dienst“: Saugen usw.. Und beim Blick in die Schränke stelle ich fest: Der Urlaub geht dem Ende entgegen. Vielleicht kennt ihr das auch: Die Vorräte, die man noch voller Vorfreude eingepackt hat, gehen langsam zu Ende. Die Wäsche, die man versaut hat, ist langsam aufgebraucht. Morgen geht es in Oslo auf die Fähre, Wehmut macht sich langsam breit.

Globalrider am 07 Sep 2021 20:18:06

Hallo Klaus,
danke für den Reisebericht und das Mitnehmen. Tolle Bilder unterstreichen Deine Ausführungen. Klasse gemacht und gute Heimkehr.

volkermuenster am 08 Sep 2021 10:04:18

Hallo Klaus,

eine tolle Tour hast du gemacht und auch einen echt lesenswerten und interessanten Reisbericht geschrieben.
Ich selber habe ihn nun in den letzten zwei Tagen nach und nach "verschlungen".

Selber war ich auch in hohen Norden unterwegs - vom 14.08. bis 04.09.2021 - über Finnland, Nordnorwegen und Schweden wieder zurück.

Einige Sachen kamen mir nun im Bericht bekannt vor.
Das lustigste ist dein Foto von der Tana Brücke.
Hier müssen wir unabhängig voneinender exakt an der gleichen Stelle gestanden haben für ein Foto.

Beweis:



Lieben Dank noch mal für deine Mühe und für die tollen Fotos.

Gruß
Volker

PS: Habe dir nur im letzten Bericht ein Positiv gegeben - wenn ich könnte wären es für jeten Teil mindesten eins :-).

Stefan-Claudia am 08 Sep 2021 11:39:12

lonsome hat geschrieben:Wehmut macht sich langsam breit.


Das kann ich verstehen!

Vielen Dank für die Arbeit, die so ein toller Bericht mit den vielen beeindruckenden Fotos macht :!:
4 Sterne plus von mir :gut:

fritzi2015 am 08 Sep 2021 20:12:16

Hallo Lonesome,
Ich bin gerne mit Dir gereist und habe mich sehr über Deine Berichte und Bilder gefreut. Mein Interesse am nördlichen Norwegen hast du geweckt...falls ich die Zeit habe, bis hoch zu reisen, werde ich gerne auf deinen Bericht als Inspiration zurück greifen. Danke für deine Mühe.
HG
Fritzi

Anne42 am 09 Sep 2021 21:25:31

das war eine fantastische Reise und ein wunderbarer Bericht mit unglaublich schönen Bildern, danke sehr!!!!

lonsome am 10 Sep 2021 15:12:49

Am Nachmittag mache ich mit dem Womo einen kleinen Umzug, es geht 8 km weiter an eine andere Stelle, da hoffe ich auf einen schönen Abendhimmel. Da ich festegestellt habe, dass es auf einem kleinen Waldweg noch 1,9 km bis Schweden sind, will ich einmal einen solchen Grenzübergang sehen. Könnte man einfach drüber? Nichts da! Ein Schild weist auf eine Kamera hin, und die ist tatsächlich da. Der Weg ist mir zwei rot-weißen Holzböcken blockiert. Die könnte man sicher wegheben. Aber machen würde ich das nicht. Nichts mit einfachem Grenzübertritt!

Nachdem es leicht geregnet hat, stellt sich dieser Himmel doch noch ein. Stille, Farben, Geruch – Norwegen nochmals mit allen Sinnen.



Eine letzte Nach in Norwegen, kann das sein? Aber der Morgen hat für mich einen kleinen Trost bereit: Über dem See erscheint ein Regenbogen – wie bestellt zum Abschied.



Dann geht es nach Oslo zum Hafen. Die Fähre wartet schon.



Von der Fähre aus kann man noch auf die Oper und die "Barcode-Häuser" haben. Bei meiner ersten Ankunft hier gab es davon ganz einfach nichts. Wo die Oper ist, waren noch wirr Kontainer gestanden, es gab die alte Eisenstraße.



Um 00.15 Uhr ist Zwischenstation in Frederikshavn. Eine Werft, einige Schiffe, eine Plattform im Abgas der Schiffsdiesels, und es geht weiter nach Kopenhagen.







Von dort geht es auf die letzten Etappen. Da ich noch Zeit bis zur Fähre von Gedser aus habe, gibt es noch einen Abstecher zum südlichsten Punkt Dänemarks, das sind nur ein paar Kilometer von Gedser aus.



Mit der Fähre komme ich wieder in Warnemünde an, der kleine Leuchtturm empfängt mich. Kann es wirklich schon 3 Wochen her sein, dass ich in die andere Richtung gefahren bin? Der Leuchtturm zeigt mir an: Der Urlaub geht dem Ende zu.



Noch ein ganzes Stück fahren, übernachten in Wirsberg, und dann ganz nach Hause.

Da bin ich jetzt angekommen. Die deutschen Autobahnen sind grausam, lieber die ruhigen Straßen in Norwegen und Schweden. Das Womo ist ausgepackt, die Waschmaschine läuft.
Was bleibt? Viele schöne Erinnerungen, auch schwierigere Momente, aber wieder das Wissen: Noch 11 Monate!

Allen, die sich die Mühe gemacht haben, mitzulesen, ein ganz herzliches Dankeschön, auch für die wohlmeinenden Kommentare. Die Bilder hier sind alle eigentlich ganz einfach gemacht mit dem Smartphone, die Landschaft ist einfach so grandios, dass sie keine anderen Bilder zulässt. Auch hier Danke für das Lob!

Gruß
Klaus

HaMo19 am 10 Sep 2021 15:31:55

Danke fürs mitnehmen. Dafür ein +
Ich habe deine Bilder mit Genuss verschlungen - einfach nur schön.

haroba am 10 Sep 2021 16:21:24

Moin Klaus!

Vielen vielen Dank für die wunderschönen Bilder der Ruhe, der Einsamkeit und des Friedens.
Du bist ein Meister!

Munterholln!
Hartmut

Lancelot am 10 Sep 2021 16:24:17

Ganz herzlichen Dank für einen tollen Bericht mit ausnehmend schönen Bildern.

:dankeschoen:

volkermuenster am 10 Sep 2021 16:46:33

Klus,

hier nochmal von mir ein HERZLICHEN DANK! für den Bericht, die Bilder und deiner Zeit die du hier für uns investiert hast.

:dankeschoen:
--> Link

Dafür ein dickes "+" von mir.

Gruß
Volker

Beduin am 11 Sep 2021 11:39:21

Deinen Bericht zu lesen, war keine Mühe, sondern ein Genuss :)

Dirkulation am 11 Sep 2021 11:54:56

Vielen Dank für den tollen Bericht. Ich habe ein neues Ziel für mich entdeckt.

Ich hatte mir schon gedacht, dass es "nur" Fotos vom Smartphone sind, aber auch die sind klasse.

Wenn ich mein Wohnmobil endlich habe, dann wird die Kamera immer an Bord sein. Das Hobby hat lange genug pausiert und Du hast mich motiviert die Spiegelreflex endlich wieder zu reaktivieren.

lonsome am 11 Sep 2021 12:11:37

Hallo,

meine Systemkamera war schon auch dabei, aber ich komme erst jetzt dazu, die Bilder richtig zu bearbeiten etc.. Und für einen Reisebericht aktuell aus der Reise heraus wäre das nicht gegangen. Und für die Forumsgröße reicht ein Smartphone ganz gut aus, selbst Panoramen lassen sich damit höchst einfach erstellen. Und für manche Info-Bilder (z. B. wie es auf einem Stellplatz aussieht) brauche ich keine so großartige Kamera nehmen.

Ich habe noch einige Fotoziele in Norwegen, darum muss ich nochmal hin :ja:

Gruß
Klaus

nuvamic am 11 Sep 2021 12:35:38

lonsome hat geschrieben:Ich habe noch einige Fotoziele in Norwegen, darum muss ich nochmal hin :ja:

Is ja auch der einzige Grund, ne? :mrgreen:

Aber im Ernst - wir profitieren auf diese Weise natürlich mit und sind froh drum. Danke dafür von Herzen.

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