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das Forum hat es geschafft. Ich probiere mich jetzt auch am Selbstbau und dachte ich dokumentier den Fortschritt hier mal in der Hoffnung ebenfalls etwas für zukünftige Selbstbauer beizutragen.
Hintergrund:
Wohnmobil ist bestellt. Ein Sunlight T68 auf Maxi Fahrwerk mit 4,25t ZGG. Lieferung KW52 unverbindlich. Ich rechne also mit allem zwischen Januar und Juni. Ursprünglich hatte ich die 2te Aufbaubatterie (2x AGM 95Ah) für 299€ mit bestellt. Aufs Dach kommen 2x 120WP PV Module an einem Victron 100/20. Letzterer ist so dimensioniert, dass ich bei Bedarf ein weiteres Modul mit anschließen kann.
Stromverbrauch im normalen Urlaub verschwindend gering. Kein Bedarf für WR. Wenig Fernsehen. LED Licht abends, Handys/Tablet laden, im Winter Ventilator der Heizung. Wir waren mit dem T68 schon zwei Wochen unterwegs und auch nach 3 Tagen ohne Landstrom zeigt das Schaudt Schätzeisen immer noch "volle Spannung" an. Wieviel Spannung dann noch wirklich ungefähr da ist, weiß man ohne Shunt halt nicht. Ebenfalls geplant sind aber Home Office ins WoMo legen touren. Dann läuft da 8-10h ein 12V Netzteil für den Laptop durch.
Oder kürzer: Meinen tatsächlichen Bedarf kenne ich noch nicht.
Um die Wartezeit zu überbrücken habe ich mich dann mit dem Thema etwas mehr beschäftigt. Fertige LiFePo hatte ich eigentlich erstmal ausgeschlossen. Mit dem Mehrgewicht einer zweiten AGM kann ich gut leben und der Preis hat mich abgeschreckt. Irgendwann bin ich hier gelandet und wurde angefixt. Danke Hajot, Acki, fschuen, basste und noch ganz viele andere. :) Die zweite Aufbaubatterie beim Händler storniert und über Selbstbau nachgedacht...
Vernünftig wäre es zu warten, bis dass WoMo vor der Haustür steht. Und die Use Cases mal in der Praxis zu probieren. Vor allem die Home Office Geschichte und den realen Verbrauch mal zu evaluieren. Dann könnte ich auch selber mal den Platz unter dem Sitz in genau meinem Mobil messen oder die Alternativen durch gucken.
Aber irgendwie juckte es zu sehr in den Fingern und ich konnte es nicht lassen. Nachzulesen im Thema von Hajot.
Preis/Ah ist ganz klar aktuell bei >200Ah am besten. Aber die Zellen bauen alle in der Höhe so hoch, dass es wenn dann nur gerade so mit Tricksen unter den Beifahrersitz passt. Habe mich dann für 120Ah CATL Zellen entschieden. Ich habe nicht geplant einen Wechselrichter zu betreiben. Das Laptop 12V Netzteil mit 90W max. wäre auch schon das Gerät mit der größten Leistung, was mir aktuell einfällt. Ein kleines 80-120A BMS hätte also vermutlich dicke gereicht. Habe aber auch gelesen, dass man den Angaben der Chinesen da lieber nicht traut und sich einen guten Puffer anlegt. Das 150A sollte es dann werden. 200A war nicht wesentlich teurer. Also dachte ich mir nicht kleckern, klotzen.
0,8mm x 20mm. Lochabstand dürfte für meine Zellen passen. Notfalls ein wenig biegen. Einer hat einen Querschnitt von 16mm2. Davon würde ich dann drei übereinander nehmen. Also 48mm2. Verbindung zum Shunt und zu den Terminals baue ich dann selber. Aus 3mm Kupferstangen. Hat jemand Erfahrung, wie gut sich 3mm noch biegen lassen?
Gast am 03 Sep 2021 10:18:36
ThomasDh hat geschrieben:Hallo zusammen,
das Forum hat es geschafft. Ich probiere mich jetzt auch am Selbstbau und dachte ich dokumentier den Fortschritt hier mal in der Hoffnung ebenfalls etwas für zukünftige Selbstbauer beizutragen.
Grüße, Thomas
Schau mal erst selber die Beiträge der Selbstbauer an. Dann erübrigen sich deine bisherigen Fragen.
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ThomasDh am 03 Sep 2021 11:18:06
Guter Tip, genau das mache ich ja die letzten Tage. :) Im Moment sind auch keine direkten Fragen offen. Aber die werden sicher kommen. Hier wollte ich nur den Fortschritt dokumentieren. Nehme aber natürlich auch gerne Hinweise/Kritik an, wenn ich auf dem Holzweg bin.
Stocki333 am 03 Sep 2021 20:48:35
ThomasDh hat geschrieben: Verbindung zum Shunt und zu den Terminals baue ich dann selber. Aus 3mm Kupferstangen. Hat jemand Erfahrung, wie gut sich 3mm noch biegen lassen?
Besorg dir Kupferstangen. 25 x 3. So bekommst du vernünftige Verbindungen zu den Polen und am Shunt.Ausserem kannst du damit gleich schöne Verteiler bauen. Und der Kabelsalat auf einer Schraube hat ein Ende. Und biegen am Schraubstock ist auch kein Problem. Ausserdem weißt du nicht, was dir zum Stromverbrauch noch einfällt. Dann kannst du auch einen WR anschliessen. Ohne Bauchweh. Rundmateriel hätte ich Bedenken. Und 3 mm. :cry: Franz
Ulf_L am 04 Sep 2021 08:49:37
Hallo
Ich hab die Pohlverbinder und die Verbindungen zu den Relais und zur Masseschiene mit mehreren Lagen 0,6er Kupferblech gemacht. Das läßt sich sehr gut biegen und ist auch im Bündel noch flexibel. Das Bohren der Löcher hab ich dann immer im Paket gemacht und oben und unten jeweils Hartfaserplatten untergelegt und in den Schraubstock gespannt. Da gabs dann keine Probleme beim bohren der dünnen Bleche. Die obere Hartfaserplatte hatte dann immer schon das Loch in Nennweite, damit man besser zielen kann ;-). Die mitgelieferten Polverbinder hatte ich doppelt genommen, desshalb und wegen der Verschaltung 2P4S mußte ich mir den Rest selber biegen.
Gruß Ulf
ThomasDh am 19 Sep 2021 20:57:56
Die Polverbinder aus China sind schon seit über ner Woche hier und machen erstmal einen sehr guten Eindruck. Material sieht für mich als Laien sehr "rein" aus. Die müssten auf meine "Blaue Dosen" ziemlich genau so passen. Wenn nicht, dann wird die Biegung verstärkt oder verringert. Über die Mitte packe ich dann noch Schrumpfschlauch.
Die Dosen und BMS sind angeblich auch unterwegs. Allerdings steht in der Sendungsverfolgung seit ziemlich langer Zeit: Shipment pending by seller. Ich warte mal ab. Hab keinen Stress. Wohnmobil ist in weiter Ferne.
basste315 am 20 Sep 2021 09:18:43
ThomasDh hat geschrieben:Folgende Bestellung ist gestern raus: Die Zellen: --> Link Das BMS: --> Link
Jetzt habe ich bis November Zeit Kleinteile, Netzteil, Kupferblech, etc. zu besorgen. Dann um den Dreh sollten die Zellen und BMS ankommen.
Thomas
Die Warterei ist schwer auszuhalten ..... Viel Geduld und gutes Gelingen! :wink: Helmut
ThomasDh am 22 Sep 2021 22:31:20
Och, ich hab Zeit. Wohnmobil kommt sowieso erst irgendwann im nächsten Jahr. :)
Würde gerne wissen wie funktioniert das mit der Bezahlung bei Aliexpress. Werden einfach dem Chinesen die Kreditkarten gegeben??? .
strunzi am 23 Sep 2021 13:19:35
elmenossl hat geschrieben: Würde gerne wissen wie funktioniert das mit der Bezahlung bei Aliexpress. Werden einfach dem Chinesen die Kreditkarten gegeben??? .
Ich bezahl da per PayPal!
ThomasDh am 23 Sep 2021 16:40:35
Habe ebenfalls per Paypal bezahlt.
Habe mir jetzt doch noch ein Wanptek 30V 10A Labornetzteil bei Ali bestellt. Wollte mir erst eins selber bastlen, dann ggfs. eins von einem Forumsmitglied leihen. Auch um Ressourcen zu sparen. Aber wer weiß, ob das der letzte Akku ist, den ich bastel oder ob ich den vorhandenen mal nachladen möchte. Etwas erstaunt war ich bei der Preisspanne für exakt dieses Netzteil je nach Händler. Von 30-100€ alles dabei. Habe mir dann einen ausgesucht der nicht dubios klang, gute Bewertungen hat und länger dabei ist und bin bei 57€ mit Versand aus Tschechien gelandet.
ThomasDh am 27 Sep 2021 22:44:36
Das Netzteil war schon am Freitag bei mir. Bin immer wieder überrascht, wie effizient und schnell die Transportlogistik arbeitet. Aus Tschechien von meiner Bestellung bis zu meiner Haustür in 3 1/2 Tagen.
Wenn jemand noch eins sucht, ich hab bei diesem Händler gekauft: --> Link
Praxistest folgt, sobald die blauen Dosen ankommen.
basste315 am 28 Sep 2021 09:03:08
ThomasDh hat geschrieben:Das Netzteil war schon am Freitag bei mir.
Praxistest folgt, sobald die blauen Dosen ankommen.
Ich habe mich mit dem Laborlader vertraut gemacht (Bleibatterie, Kfz-Lampe, Messzange ...) , bevor ich an die teuren Zellen ging......
Helmut
ThomasDh am 29 Sep 2021 12:08:15
Guter Tip, Basste. Werde ich genau so nachmachen.
ThomasDh am 20 Nov 2021 22:40:17
Ein ausführlicher Bericht folgt, versprochen.
Hier die Kurzform:
Zellen sind am Mittwoch überraschend per UPS gekommen. Hat also ein paar Tage gedauert, wie erwartet. Habe sie erstmal parallel initial geladen bis ca. 3,67V, bis der Strom laut Labornetzteil unter 0,005A war. Dann habe ich sie noch über Nacht am Netzteil gelassen. Danach nochmal >12h parallel stehen gelassen.
Dann erster Testaufbau mit BMS. Funktioniert alles auf Anhieb. Komisch. Delta laut BMS und Multimeter ca. 10mV. 12V LED Licht kurz angeschlossen. Tut. Schnell wieder ab, weil 14,xV doch ein wenig viel für die kleine LED sind. Dann noch kurz probiert, ob das BMS bei Überspannung abschaltet. Tut es. Dann nochmal parallel aufgebaut und nochmal viele Stunden laden lassen. War zwar nicht nötig, aber mich hat interessiert, ob das Delta auch noch kleiner geht. Vorweg: Tut es.
Vom Nachbarn habe ich einen 300W Wechselrichter geliehen bekommen. Und ich hab noch eine 150W Glühbirne (eigentlich heilig, weil die gibt es nicht mehr). Also das mal + ein weiteres 50W Licht angeschlossen. Alles wieder umverkabelt und...nix...tot. Mhh BMS geschrottet? Wann? Wie? Ist doch gar nix passiert? Hab doch aufgepasst? Kurz gegoogled...aufwecken mit Ladestrom. Ah ... habe ich beim ersten Mal zufällig gemacht. Neues Delta zwischen 0-2mV. Wobei alles unter 10mV vermutlich sowieso Messtoleranzen vom BMS sind?!
Damit habe ich den Akku dann mal leer gezogen. Leider lief das schon ca. 1-2h bevor der kurzfristig nachbestellte Victron Shunt kam. Bei 108Ah hat das BMS dann wegen under Voltage brav abgeschaltet. Als das BMS abgeschaltet hat, hatte Zelle 2 als erstes die 2,5V erreicht. Alle anderen waren noch bei deutlich über 2,8V. Bedeutet dann wohl, dass Zelle 2 weniger Kapazität hat, als die anderen? Ist das dann normal?
Aktuell lade ich gerade mit Labornetzteil wieder auf. Balancing läuft. Bin gespannt, wo das Delta ist, wenn die Batterie wieder voll ist.
Fotos und Aufbaubericht folgen.
ThomasDh am 20 Nov 2021 22:59:09
Kurzes Update: Bin jetzt wieder bei 13% und das Delta ist wieder bei 0,007V.
ThomasDh am 23 Nov 2021 15:11:36
Weiter geht es. Habe mittlerweile drei Ladezyklen hinter mir. Funktioniert so weit alles, wie gewünscht.
Folgende Erkenntnisse gab es:
- Kapazität
Ca. 115Ah dürfte das ganze haben. Ich hab nie genau das Entladeende erwischt. Der folgende Screenshot war am nächsten dran:
Dabei ist das Delta dann schon bei 330mV. Ich hab ja keine Ahnung (aber davon dafür viel!), aber denke die Zelle hat einfach die kleinste Kapazität und deshalb der Drift im niedrigsten Spannungsbereich. In der Praxis werde ich bis dahin hoffentlich nie entladen. Ist ja nur die Notabschaltung vom BMS.
- Delta
Ist am höchsten, wie oben beschrieben, wenn die Batterie so gut, wie leer ist. Ansonsten habe ich ein kleines Delta bei Ladeschlussspannung:
Das Daly zeigt dann auch an, dass gebalanced wird (siehe Screenshot). Wie effektiv das ganze ist...keinen Schimmer.Am Delta tut sich auf jeden Fall nicht mehr viel. Habe versucht mit möglichst niedrigem Strom zu laden. Ca. 1,5A (auch wenn das Daly >2.0A dabei anzeigt).
Überall dazwischen ist das Delta <10mV. Sowohl unter (kleiner, ca. 150-200W) Last. Als auch in Ruhe.
Fazit für mich als Laie:
Die Delta im oberen und unteren Spannungsbereich sind klein. Das untere wird sich wohl nicht verhindern lassen, weil die eine Zelle einfach weniger Kapazität haben wird. Das obere kann ich mir nicht erklären. Ist allerdings auch so klein, dass es wohl keine Rolle spielen wird. Kurz in der Praxis wird das Dingen funktionieren. Liege ich hier richtig?
Das Daly ist ein wenig zickig beim Ändern von Werten hakt es teilweise. Passwort lässt sich nicht ändern. Meins ist von Ende August
Ansonsten geht es jetzt wohl ans Kiste basteln. Wenn jemand einen Tipp hat, wie ich 3mm Kupferstangen vernünftig gebogen bekomme...immer her damit. :) Hab kein Biegewerkzeug.
Grüße, Thomas
deacheapa am 23 Nov 2021 17:29:31
ThomasDh hat geschrieben:Kurz in der Praxis wird das Dingen funktionieren. Liege ich hier richtig?
Ja. wie die allermeisten LFP. :)
rollermanne am 23 Nov 2021 19:33:39
[quote="ThomasDh"
Das Daly zeigt dann auch an, dass gebalanced wird (siehe Screenshot). Wie effektiv das ganze ist...keinen Schimmer.Am Delta tut sich auf jeden Fall nicht mehr viel. Habe versucht mit möglichst niedrigem Strom zu laden. Ca. 1,5A (auch wenn das Daly >2.0A dabei anzeigt).
Fazit für mich als Laie:
Das Daly ist ein wenig zickig beim Ändern von Werten hakt es teilweise. Passwort lässt sich nicht ändern. Meins ist von Ende August
Grüße, Thomas[/quote] Hallo Thomas, hast du die DalyApp auf einem IPhone oder Android? Frage weil es bei mir keine Option gibt das Balancieren ein oder auszuschalten. Wenn Android, wo hast du diese denn her? Gruß Manne
ThomasDh am 24 Nov 2021 11:22:42
Hi Manne,
das Balancieren an sich kann ich auch nicht ein- oder ausschalten. Das sieht aus, wie ein Schalter auf den Screenshots, aber es ist keiner. Er balanciert nicht unter ca. 1,5A Ladestrom. Hab auch mal den Balancerstrom gemessen. Der ist verschwindend gering klein (aber das war ja bekannt). 15-30mV. Was ich nicht verstehe ist, dass er den Balancerstrom ständig ein- und ausschaltet. Das sieht man dann auch an dem “Schalter”, der eigentlich nur eine Anzeige ist. Kann hier nur vermuten, dass dazwischen immer wieder gemessen wird, ob noch balanciert werden muss. Irgendwas werden die sich hoffentlich dabei gedacht haben.
Was ich einstellen kann ist die Spannung, ab der balanciert wird und die minimale Differenz zwischen den Zellen ab der balanciert wird. Habe ich auf 3,4V gesetzt, weil die schwächste Zelle im oberen Spannungsbereich zur Spannungsstärksten wird und bei mir bis auf bei extrem niedrigen und hohen Spannungen die Zellen gut beieinander sind.
Batterie ist jetzt bei ca. 60%. So werde ich den Testaufbau heute wieder auseinander nehmen und es geht ans Kiste bauen.
Macht auf jeden Fall viel Spass das ganze und lehrreich ist es auch.
Grüße, Thomas
rollermanne am 24 Nov 2021 18:50:40
Moin Thomas, das mit dem balancieren nur ab 1,5A hatte ich noch nicht bemerkt, werde ich noch testen. Meine Frage nach deiner App beruht auf meiner die etwas anders ist. Schaut bei mir so aus. Wie du siehst habe ich auch eine andere Software Version, ist aber laut Daly die aktuelle, liegt evtl. daran das mein Daly etwas älter ist, 03.2021 quasi ein Museums Teil. Was die Differenzen der Zellen angeht, ist bei mir genauso, aber bei 14,4V 50mv Differenz machen mir noch keine Kopfschmerzen. UPS, gerade noch gesehen, Du hast ja das 200A Daly, evtl. liegt hier der Unterschied von der Anzeige der App, ich hatte mich für das 250A entschieden da auch Senseo, Toaster, Induktionsplaatte und E-Bike am WR bedient werden. Wünsche dir noch viele schöne Touren ohne Landstromkabel. Gruß Manne
ThomasDh am 30 Nov 2021 15:12:36
Moin Manne,
kann mir nicht vorstellen, dass die unterschiedliche Versionen für die verschiedenen BMS pflegen. Bist du vielleicht einfach auf Android und ich auf iOS und das erklärt die Unterschiede? Ich hab meine Version ganz normal aus dem Apple Store geladen. D.h. die gleiche Version solltest du dort auch auf jeden Fall finden.
Zum Projekt:
Es geht langsam weiter. Kiste ist gebaut. Hatte überlegt auf das WoMo zu warten, weil ich dann die genauen Maße und auch Position/Länge der Originalanschlüsse habe. Nunja...auch hier hat es zu sehr in den Fingern gejuckt. Mit ein paar Kleinigkeiten bin ich noch nicht zufrieden. Vorgabe war möglichst Kompakt und nicht zu schwer. Mit Metall bin ich einfach ungeschickt (Löcher nicht exakt Mittig, Biegungen nicht schön, etc.). Die Plus Schiene wird mir durch die Länge des Sicherungshalters auch etwas knapp. Habe mittlerweile die obere Halterung vom Sicherungshalter entfernt und damit sollte ich zwei Anschlüsse auf der Schiene unter bekommen. Shunt, Kupferleitungen, etc. werde ich noch so mit Holz zubauen, dass man nur noch bei den Anschlüssen von einer Seite dran kommt. Das mache ich aber wirklich erst, wenn das WoMo da ist. Keine Lust auf Kurzschlüsse, wenn sich das Dingen doch mal bewegen sollte oder beim Ein- und Ausbau.
Zwischen den Akkus sind 1mm GFK Platten. Die Folien der Akkus habe ich alle mit Panzertape verstärkt (auf den Fotos nur zwei). Die Originalen waren wirklich schlecht verklebt und darunter kommt direkt das leitende Gehäuse.
ThomasDh hat geschrieben: Langsam ahnt man, was es werden soll.
Schaut tatsächlich nicht aus wie eine Mausefalle fürs Womo. :mrgreen: :mrgreen: Eines ist mir aufgefallen Das Blaue Kabel hängt in der Luft. DU bekommst dadurch zuviel Druck auf den Pol. Das würde ich noch abfangen. und vernünftig befestigen. Franz
rollermanne am 30 Nov 2021 21:11:09
Moin Thomas, das wird es sein, du iOS und ich Android. Achte darauf das der Pluspol keinen Kontakt zum Holz hat, hatte das mal ganz bewusst gemacht, Resultat ca. 3,3 Volt zwischen BMS und Holz. Gruß Manne
ThomasDh am 30 Nov 2021 22:15:05
Danke für die Tipps! Das blaue Kabel werde ich dann vor dem Pol noch fixieren. Jemand einen Tipp? Stockschraube und ne kleine Schelle? Gibt es schönere Varianten?
Die Kupferschienen bekommen alle noch Schrumpfschlauch verpasst. Aber really? Du hast auf dem Holz 3,3V gemessen? :eek: :eek:
basste315 am 30 Nov 2021 22:50:53
rollermanne hat geschrieben:Achte darauf das der Pluspol keinen Kontakt zum Holz hat, Gruß Manne
Plus sitzt schön am Sicherungshalter und hat m.E. eh keinen Kontakt zu Holz, aber der Hinweis ist korrekt.
Helmut
ThomasDh am 04 Dez 2021 00:10:55
Point of no return:
Ziemlich genau 15kg. Es kommt noch Schrumpfschlauch und ein wenig Holz zum Schutz der Kontakte dazu:
An der Kiste kann ich jetzt nicht mehr viel ändern. Ist verklebt und lässt sich zerstörungsfrei nicht mehr öffnen.Holz ist verschliffen. Alle Kanten bis auf der Boden abgerundet. Eine Acrylscheibe wird noch eingeschoben. Zwischen den Zellen sind 1mm GFK Platten. Balancerkabel sind nochmal gekürzt. Die billigen Kabelschuhe gegen Klauke getauscht. Man gönnt sich ja sonst nix und da habe ich mehr vertrauen.
Zellen sind ohne Last immer noch bei ca. 50% und 0,000-0,001mV auseinander.
Wird langsam!
ThomasDh am 20 Dez 2021 17:41:14
Aufgrund von akutem Spieltrieb und ausreichend Zeit habe ich dann nochmal alle Zellen einzeln auf 3,65V geladen. Jeweils eine Nacht am Netzteil gelassen und dann nochmal min. 12h ruhen gelassen. Die Spannung geht bei allen Zellen in Ruhe nochmal ein wenig zurück. Habe dann nochmal alle nacheinander nachgeladen und bei ziemlich gleicher Spannung dann den Akku wieder zusammen gebaut.
Jetzt sind ein paar Dinge passiert, die ich mir nicht erklären kann. Vielleicht kann mich ja jemand von euch erhellen und vielleicht hilft es auch dem ein- oder anderen:
a) Nach dem parallel balancieren oben war Zelle 2 scheinbar die erste, die die Ladeschlussspannung erreicht und auch die erste mit Unterspannung. Jetzt ist es Zelle 3 die als erstes voll und als erstes leer ist. Zellen sind durchnummeriert. Vertauscht habe ich sie nicht. Das klingt ja nach: Doch nicht richtig balanciert?! b) Bis etwas über 3,5V ist Zelle drei die mit der höchsten Spannung. Dann überholt Zelle 4 und bleibt bis zur Ladeschlussspannung die mit der höchsten Spannung. c) Davon ab sind immer noch alle Zellen sehr nah beieinander. Ohne Last unter 0,010V Delta. Mit Last schwankt es bis zu 0,040V. Wobei sich unter Last die Zellen abwechseln mit höchster und niedrigster Spannung.
Hier ein paar Bilder dazu:
Bis ca. 3.4V (konnte die Grenze leider noch nicht beobachten) sind alle nah beieinander. Ab dann bis ca. 3,5xV haut Zelle 3 nach oben ab. Ca. 0,030V ... macht mir eigentlich keine Sorgen. Sollte es? --> Link
Dann überholt Zelle 4 und Zelle 3 hat plötzlich die niedrigste Spannung: --> Link
Während des Entladens und Ladens sind alle relativ nah beieinander: --> Link
Nahe der Unterspannung haut wieder Zelle 3 ab, diesmal nach unten: --> Link
Tatsächliche Kapazität liegt bei etwas über 115Ah ungefähr. Die Zellen sollen 125Ah haben. Damit wäre ich aber zufrieden.
Jetzt würde ich gerne verstehen, wieso bis 3,5xV Zelle 3 am meisten Spannung hat und dann Zelle 4 überholt. Nahe der Unterspannung sieht es eher wieder so aus, als wäre Zelle drei die mit der geringsten Kapazität. Vor meinem Einzelbalancieren hat diese Rolle aber Zelle 2 eingenommen. Sollte ich nochmal an meiner Balancierung arbeiten?
Was ist die beste Spannung, wo das Balancieren beginnen sollte? Hatte das bisher auf 3,4V gesetzt. Dann wird Zelle 3 balanciert bis eben die 4er überholt und dann Zelle 4. Oder wäre es besser deutlich später (3,5xV) zu balancieren, weil am Schluss Zelle 4 als erstes voll ist und 3 eigentlich noch was vertragen könnte?
Vermutlich geht es jetzt nur noch darum das letzte bisschen Kapazität raus zu kitzeln, oder? Denn alles in allem funktioniert die Geschichte jetzt schon ganz gut. Entladen mache ich mit 2x150W Glühbirne über einen 300W Wechselrichter + 12V Laptop Netzteil. Es wird kein Kontakt oder sonstiges deutlich wärmer, als Raumtemperatur (max. 1-2 Grad). Nur das 12V Netzteil wird an die 50 Grad heiß. Aber das hat mit dem Akku nichts zu tun und dürfte normal sein.
Was meint ihr? Final zusammen bauen oder noch weiter balancieren/optimieren?
Macht auf jeden Fall viel Spaß die Sache!
Grüße, Thomas
ThomasDh am 20 Dez 2021 17:43:19
Und warum macht das Forum aus meinen Bildern manchmal simple Links? Und manchmal bleiben sie eingebettet, wie sie sollen?
Stocki333 am 20 Dez 2021 19:41:03
ThomasDh hat geschrieben:Das klingt ja nach: Doch nicht richtig balanciert?! b) Bis etwas über 3,5V ist Zelle drei die mit der höchsten Spannung. Dann überholt Zelle 4 und bleibt bis zur Ladeschlussspannung die mit der höchsten Spannung.
Jetzt würde ich gerne verstehen, wieso bis 3,5xV Zelle 3 am meisten Spannung hat und dann Zelle 4 überholt. Nahe der Unterspannung sieht es eher wieder so aus, als wäre Zelle drei die mit der geringsten Kapazität. Vor meinem Einzelbalancieren hat diese Rolle aber Zelle 2 eingenommen.
Preisgelder reduzieren für den Sieger. dass Hilft vielleicht. :mrgreen: :mrgreen: Nicht ganz richtig. Aber 14 Volt ist zu früh, das eine Zelle abhaut. Stell die Balancing Precision auf 10 mV. NT auf 14,6 Volt und lass mal ausbalncieren. Dann nimmst du eine Lampe 55 Watt. Und entladest einfach auf 13,4 Volt und lasst du wieder laden. Auf 14,6. Mach das 3 x mal, dann müßte dass weg sein. Zumindest stark reduziert.
Macht auf jeden Fall viel Spaß die Sache!
Ja mei. Wenn das so ist, darfst es 10 x machen. Will dir ja nicht den Spass verderben.
Was meint ihr? Final zusammen bauen oder noch weiter balancieren/optimieren?
Zusammenbauen und das machen, was ich dir geraten habe. Und unten kannst du es eh nicht beeinflussen. Und unter 11 Volt kommst selten mit einem Zellensatz der neu ist. Da schaltet das BMS meist vorher ab. Kommst du darunter. Dann sag DANKE. Und freu dich. Franz
ThomasDh am 21 Dez 2021 10:52:44
Stocki333 hat geschrieben:Nicht ganz richtig. Aber 14 Volt ist zu früh, das eine Zelle abhaut. Stell die Balancing Precision auf 10 mV. NT auf 14,6 Volt und lass mal ausbalncieren. Dann nimmst du eine Lampe 55 Watt. Und entladest einfach auf 13,4 Volt und lasst du wieder laden. Auf 14,6. Mach das 3 x mal, dann müßte dass weg sein. Zumindest stark reduziert.
Balancing Precision ist aktuell sogar auf 0,005V und Balance Open Start Voltage bei 3,4V. Genau das habe ich ja schon ein paar mal gemacht. Der Drift bleibt trotzdem bei ca. 0,020-0,030. Und der Grund dafür wird vermutlich sein, dass er bis ca. 3.5xV die richtige Zelle balanciert (Zelle 3) und dann überholt Zelle 4 und er balanciert zurück in die vermeintlich falsche Richtung.
Deshalb würde ich gerne physikalisch/chemisch verstehen, warum Zelle 4 ab einer bestimmten Spannung auf die Überholspur geht.
Ich setze mal die Ladeschlussspannung am Netzteil runter auf 14,4V und beobachte mal, ob die 4er in dem Bereich immer noch überholt. Wenn ja, gehe ich noch weiter runter.
Und ein Dankeschön bekommst du und alle anderen die hier berichten sowieso! ;) Freuen tue ich mich auch. Ich denke ich kann das Ding so einbauen und nie wieder drüber nachdenken. Der Rest ist eine Mischung aus Spieltrieb, Perfektionismus und Wissbegierigkeit.
rolfk am 21 Dez 2021 15:01:20
Mögliche Gründe für eure Probleme können sein
dass eure Wunsch-Drift Differenz viel zu klein ist, relativ zu den Spannungsdifferenzen durch den Ladestrom Durch Unterschiede in den Akkus Durch Ungenauigkeiten der Kontaktpunkte der Balancerleitungen
Und sogar: schlechte Übergangswiderstände Pol zu Verbinder.
rollermanne am 21 Dez 2021 15:35:01
rolfk hat geschrieben:Durch Ungenauigkeiten der Kontaktpunkte der Balancerleitungen
Und sogar: schlechte Übergangswiderstände Pol zu Verbinder.
Balancieren geht bei mir auch nicht so recht. Deshalb werde ich diese Punkte bei mir auch noch überprüfen und ggf beseitigen. Werde wohl erst Ende Januar berichten können.
ThomasDh am 24 Dez 2021 15:02:23
Moin,
neue Erkenntnisse. Ich habe mal die Widerstände überall und vor allem von den Balancerkabeln gemessen. Alle nicht der Rede wert. Dann blieb noch das Problem, dass er bis ca. 14,1-14,2V die vermeintlich schwächste Zelle drei balanciert. D.h. Wenn ich nur bis in diesen Spannungsbereich hin lade, dann bekomme ich dort auch ein Delta von <5mV hin. Danach überholt Zelle 4, wie gesagt rasant und Zelle 3 ist auf einmal die mit der niedrigsten Spannung (bis dahin liegen alle nahe beieinander, außer Zelle 3 mit der niedrigsten Spannung). Balanciere ich hier weiter, indem ich bis 14,4-14,6V lade, dann zieht er mir die Zellen wieder auseinander. Das ist der Punkt, den ich mir mit meinen laien Physikkenntnissen nicht erklären kann. Jetzt ist die Frage, wo sollte der Pack bestenfalls ausbalanciert sein? Bei 14,2 oder eben darüber. In der Praxis vermute ich mal, wird es keinen nennenswerten Unterschied machen. Das ist nur noch Spieltrieb.
Aber viel interessanter. Ich habe die Sinowealth Software in einem Virtualbox Windows auf meiner MacOS Kiste ans Laufen bekommen und hier interessante Dinge entdeckt.
Er hat bei mir ja nur ab ca. 2A Ladestrom balanciert. Da ist das Verhältnis Balancerstrom (selbst wenn es die versprochenen 200mV sind) zu Ladestrom nicht so gut und damit die Zeit zum Balancieren klein. Ist irgendwie dämlich.
Es gibt zwei interessante Settings: Balancer open current: War bei mir auf 30mA. Balancerfitter und das war bei mir auf 2000mA gesetzt. Das passte ziemlich gut zu meiner Balanciergrenze. Also einfach mal auf 1800mA gesetzt und siehe da. Er balanciert jetzt ab 1,8A Ladestrom. Und current in der App war vorher auch unter 2A immer 0. Und jetzt zeigt er auch Werte darunter an. Ich schließe daraus, dass es mal wieder ein Übersetzungsfehler ist und eigentlich Balancerfilter bedeuten soll. Habe ich jetzt auf 200mA gesetzt und kann jetzt auch bei kleinsten Ladeströmen balancieren. Bei 0 balanciert er die Zellen auch wenn das Netzteil einfach nur die Spannung hält. Nachteil, er zeigt jetzt auch ohne Verbraucher/Ladestrom immer 0,5A Stromfluss an. Wird dann so vermutlich die SOC Anzeige durcheinander bringen.
Zusätzlich hat er aber für das SOC ähnlich dem JBD für das SOC Spannungswerte hinterlegt, die man ändern kann. Aber eben nur über Sinowealth und nicht die Bluetooth App. Also 100% = xV, 85% = xV, usw. die gesetzten Werte passen ganz gut. Werde also den Balancerfitter auf 200mA lassen und mal den SOC beobachten.
Damit wird das Balancieren über das BMS sehr viel einfacher. Frage mich, warum die Default Werte so gewählt worden sind, wie sie sind. Vielleicht, damit die SOC Berechnung besser passt?!