Hallo,
ich habe seit drei Jahren einen amerikanischen Schulbus als Womo zugelassen, den ich mit Genuß fahre; noch mehr, weil ich alles selbst umgebaut habe.
Verwirrend sind aber die Regeln zum Fahrtenschreiber, jetzt auch teuer, weil ich gerade in Dänemark 12000 DKK (>1600€) Strafe zahlen durfte, weil ich keinen habe.
Mein Kenntnisstand war der, dass Womos, egal wie groß und schwer, keinen Fahrtenschreiber benötigen. Meinte auch der TÜV. Wurde leider eines Besseren belehrt und die Urlaubskasse ist jetzt leer. War sicher etwas naiv hinsichtlich Fahrten im Ausland, aber wer kennt schon die Ausnahmen der jeweiligen STVZO im fremden Land.
Grunddaten zum Fahrzeug:
- Thomas Freightliner, 11.5m lang, 9.6t zulGG, 8+1 Sitze
- In USA erstmalig 2005 zugelassen
- In DE Zulassung als SonderkFz- Wohnmobil in 2019
- keine Eintragung hinsichtlich Befreiung vom Fahrtenschreiber
- das Fahrzeug ist auf mich als Freiberufler zugelassen, also auf eine Firma, aber ohne gewerblichen Güter- oder Personentransport (ich mache Schulungen/ Ausbildungen und fahre mit meinem "Hotel" zu Kunden; die Schulungen finden aber nicht im Womo statt)
Nach vielem Lesen in Foren und Gesetzblättern glaube ich folgendes:
- ich benötige in DE einen Fahrtenschreiber, den ich aber ausgeschaltet lassen kann (was für ein Schwachsinn...)
- im Ausland muss der Fahrtenschreiber benutzt werden
--> Liege ich mit meinem Glauben richtig?
Wie aber kann ich selbst einen Fahrtenschreiber nachrüsten? Bei mir ist ein Mercedes- Motor OM906 verbaut, aber die amerikanische Variante und ich komme mit keinem Diagnosegerät an das gute Stück heran.
Ich spinne mal: Kann ich einen alten analogen Fahrtenschreiber zusätzlich einbauen? Wie holt der sich aber seine Geschwindigkeitsdaten? Gibt es fahrzeugtyp- unabhängige nachrüstbare analoge Fahrtenschreiber? Ich könnte mir vorstellen, dass es einen Magnetsensor z.B. an der Kardanwelle gibt, der Impulse an den Fahrtenschreiber sendet, also das Prinzip alter Fahrradtachos.
Hat so etwas schon mal jemand gemacht?
Vielen Dank.

