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Rundreise ums Maramara-Meer


volki am 24 Sep 2021 12:06:34

Wie aus meiner geplanten "Türkei-Schwarz-Meer-Reise», eine "Rundreise ums Marmara-Meer" wurde.
Anreise:
Aus der Schweiz durch Österreich, dann nach Slowenien und weiter über den «Autoput» nach N-Mazedonien und beim Dojran-See, weiter nach Griechenland. (Übernachtet in Villach und Predjame (SRB), in Griechenland dann weiter bis Asprovalta und P. Mesi (Komotini), ab da dann zur nahen Grenze GR/TR.
Als ich die Grenze GR/TR passiert hatte, bin ich zuerst nach Kesan gefahren, dort getankt, «Euro-Diesel" tatsächlich 7.35 TRY /(10TRY= 1.10 CHF), dann auf der 4-spurigen E-550 nach Gelibolu, um mit der "obersten" der Dardanellen-Fähren auf die asiatische Seite zu kommen. Dann bin ich noch auf der 4-spurigen D-200 nach Bandirma gefahren und zur Engstelle zur Halbinsel Erdek. Dort sollte ein «vom ADAC empfohlener» Camping sein.
Aber der Eingang war durch ein Auto versperrt und das Tor geschlossen. Sah nach "schon länger zu" aus. Daher etwas zurück, zur langen Beach an der Engstelle. Da es Sonntag war, hatte es viele Familien beim "plegern und grillen", alles freundliche Leute, die mich trotzt Wohnmobil freundlich begrüssten. Auf einem "festen" Platz, an der sonst sandigen Beach, stellt ich das WoMo hin. Ausgepackt und eingerichtet, Solar-Strom-Koffer angeschlossen. Solar-Wassersack in die Sonne gelegt, usw.
Auf der Fahrt von Lapseki aus (Ankunft-Ort der Fähre auf der asiatischen Seite) wunderte ich mich, wieso es keine Bauern am Strassenrand hat, sonst hat es da immer viele Stände. Im Frühjahr zB. «Kirschen-Verkäufer», die so ihre Früchte, von ihren Kirschbäumen am Strassenrand, anboten.
Aber einige Kilometer weiter, kam die erste Tafel "Sugar-Melon", ab da hatte es "hunderte" solcher Bauernstände. Ich bin sonst kein Liebhaber von Melonen, bei uns ist das ja meist eher "Gemüse", anstatt "Frucht", aber irgendwann wollte ich es doch wissen. Also hielt ich, extra bei einem "ärmlich" aussehenden Stand, an. Rostiger Traktor mit Anhänger, auf den es nur diese Melonen hatte. Ich frage nach dem Preis und hatte meine kleinste Note in der Hand. (10TRY = ca. 1 Fr.) Aber mein türkisch besteht nur aus 2 Worten, Firmin und Ekmek. Bäcker und Brot.!
Zuerst gab der Bauer mir ein Stück Melone zum Probieren, wirklich Frucht und nicht Gemüse. Dann nahm er einen Plastik-Sack, füllte 3 Melonen hinein und deutete auf meine Note. Was? 3 Melonen für 1 Franken, waren eigentlich mehr, als ich wollte, aber ich hab’s dann so genommen. Was soll man da noch "märten". Es scheint momentan nur Melonen ab dem Feld zu haben. Auf dem weiteren Weg sah ich noch hunderte Stände, mit x-tausenden der gleichen Melonen. An ein paar Ständen sah in noch "Gelbe Melonen" aber sonst nichts, auch kein Gemüse.
Nach 3 Tagen fuhr ich weiter, ich wollte meine Schwarzmeer-Reise in Riva beginnen. Riva liegt östlich der oberen Mündung des Bosporus ins Schwarze Meer. Ab da wollte ich auf der Küstenstrasse ostwärts.
Auf der Fahrt nach Riva, wurde aus der 4-spurigen D-200, bei Karacabey, eine 6-spurige Autobahn, die Q-5. Diese führte an Bursa und Gemlik vorbei, über einen Meeres-Arm, mit einer riesigen Hängebrücke, (Osmangazi-Bridge), wegen den Schiffen, weit oben übers Meer. Aus der Q-5 wurde dann die Q-7, die alles in Richt. Istanbul und zur obersten Bosporus-Brücke führt. Die Q-7 ist sogar 8-spurig, 2 für LKW, die andern 2 Spuren für PW, die die LKW nicht befahren dürfen. An vielen Orten hat es nicht genug Platz für die Strasse in der Gegenrichtung, daher ist die meist gar nicht sichtbar, weil die eine andere Linie hat .
Die vielen Rast-/Parkplätze sind so gross, dass bei uns fast ein Dorf rein passen würde. Es scheint, Land ist in der TR billig zu haben, bei dem Verschleiss, und eine starke "Grüne Partei" oder «VCS» wohl auch nicht, die sich gegen die «Verschandelung» wehrt.
Riva stellte sich dann als Kleinstadt raus, mit einer, auch in Google Earth, gut sichtbaren, riesige Beach, heraus. Der Zugang zu den Parkplätzen ist kostenpflichtig, 10 TRY= 1 Fr., für wie lange weiss ich nicht, aber ich und 2-3 andere Auto waren dort wie verloren. Ich stellte mich dann ganz ans Ufer, des dort einmündenden Flusses und hatte meine Ruhe, wenn nur der Muezzin in der Nacht nicht rufen würde.

(Hier scheint die Religion eher lasch befolgt zu werden, ich habe niemand gesehen, der den Gebetsaufruf befolgt hätte, auch "verschleierte" Frauen sah ich nirgends. Die einzige vollverschleierte Frau sass am Strand in der Nähe von mir, am Strand bei Erez, die Tochter hatte aber "Hotpants" an. Was für ein Gegensatz).

Nur das Rauschen des nahen Meeres war zu hören, denn inzwischen hat das Wetter umgeschlagen. Sturm, schwarze Wolken und «meterhohe» Wellen.
Dank des günstigen Wechselkurses soll «Fisch-Essen» in der TR günstig sein, hat man mir gesagt. Also am Abend ins Städtchen hinein, aber wohin? Daher einen «neuern-Mercedes-Fahrer» an gehauen, ich fragte ,ob er englisch spreche, was er auch tat. Das Problem sei, es gäbe 2 Arten von Fisch-Restaurants, die mit, oder die ohne Alkohol-(Lizenz). Im Zentrum hätte es nur «ohne». Er nannte mit dann ein gutes Lokal «mit», das dann noch in der Nähe meines Parkplatzes lag.
Diese Gegend der TR hat einen Teil-Lockdown, d.h. nur draussen Essen, nicht drinnen!.
Das Restaurant hatte eine grosse Terrasse, ein Teil davon überdacht und mit Plastik-Wänden, notdürftig vor dem kalten, starken Wind «geschützt». Ich wurde dann ins Restaurant geführt, zu einem grossen «Schaufenster», hinter dem, wohl gekühlt, je Menge Fische und Speisen ausgestellt waren. So wählte ich mir meinen Fisch aus, so 30 cm lang und in der Form einer Makrele, der türkische Name sagte mir natürlich nichts.
Der Fisch, mit Pommes-Frites und einem lokalen Bier, hat dann 255 TRY gekostet, was auch nicht gerade billig war. Aber das Restaurant war wohl auch eines der «Besseren». Aber in keinem anderen Restaurant habe je so gefroren. Selbst schuld, wenn man im «Winter» draussen isst.

Der Parkplatz-Wächter, der sogar ein paar Worte deutsch konnte, sagte mit dann, dass diese Schlechtwetter-Front, im Herbst am Schwarzen Meer, quasi üblich sei und nur ! etwa eine Woche dauere.

Da hast du den Salat, eine Woche frieren, im warmen Frühherbst? Dann stellte es sich noch heraus, dass es ab Riva gar keine richtige Küstenstrasse gab, man müsse zurück auf die Q7 und weit Inland, ein gutes Stück ostwärts fahren, bis es Stichstrassen ans Meer gäbe, erst weiter ostwärts, gäbe es dann eine «Küstenstrasse».

Da ich mich im Restaurant auch noch erkältet habe, beschloss ich, meine «Schwarz-Meer-Reise» abzubrechen, und wieder zurück nach Griechenland zu fahren, wo ich ja weit in den hoffentlich noch warmen Süden fahren kann, ohne dass mir das Meer, bezw. Fähren, dann die spätere Heimfahrt kompliziert machen würden.
Ich bin dann am Morgen, bei Regen, zurück zur Q-7 rauf, und zur neuen Hängebrücke über diesen obersten Teil des Bosporus. Da kam mir der Regen fast waagrecht entgegen, aber ohne zu starke Seiten-Böen, die mir mit dem Wohnmobil Schwierigkeiten (Kippen) hätten machen können.
Die Q-7 geht bis an die Grenze der Türkei mit Bulgarien bei Edirne. Ich wechselte dann aber auf die Strasse nach Kesan und Ipsala, die entlang der Nord-Küste des Marmarameers führt.

So ab Silivri besserte sich das Wetter stark, schon hatte es blaue Löcher am Himmel und es wurde deutlich wärmer. So, ab Tekirdag schien dann auch die Sonne dauernd. Schon um die Mittagszeit war ich an der Grenze, Ausreise ohne Probleme. In der dortigen Bank konnte ich mein zu viel gewechseltes türkisches Geld wieder in Euro wandeln.

Auch in der TR wird jetzt, (wegen der Pandemie?) viel mehr per Kreditkarte bezahlt, z.B. alle Autobahn-Maut kann nicht bar, sondern nur per KK bezahlt werden. Auch im Restaurant hätten sie das lieber gesehen.

Ich bin dann noch nach Paralia Mesi gefahren, nicht weit von Komotini entfernt. Hier war es warm und sonnig und dank der Einnahme eines Medikamentes, verflüchtigten sich auch die Anzeichen meiner «Erkältung».

So wurde aus meiner «Schwarz-Meer-Reise» eine «Umrundung des Marmara-Meers»

.

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akdeniz am 24 Sep 2021 16:46:02

Schade, dass das Wetter an der Schwarzmeerküste nicht mitgespielt hat. Schwarzmeerküste ist normalerweise 10° kühler als Mittelmeerküste.
Dem türkischen Staat gehört 80 % der Türkei (Land, Wälder, Seen, Flüsse...). :) Daher kann er sich breitere Straßen und größere Parkplätze leisten.

Swch am 24 Sep 2021 17:20:12

Hi Volki,
Das war aber ein kurzer Abstecher ;-)
Ich bin heute auch in die Türkei eingefahren.

Was mich immer Ärgert sind die Gebühren beim Geld abheben.
Bei 1490tl waren
74,50tl Gebühren. TLC Bank. Wie geht's günstiger?

Hast du keine Autobahn Aufkleber? Den kann man in der App auf die Kreditkarte konfigurieren, dann lädt man per App auf.

LG, Sascha

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akdeniz am 24 Sep 2021 18:10:16

Hallo Swch,

Im Internet habe ich folgende Empfehlung gelesen:
Es ist günstiger, wenn man vom Geldautomat Euro abhebt und in einer Wechselstube oder bei einer Bank Euro in türkische Lira wechselt.

Schöne Grüße in die Türkei.

LG Hüseyin

Swch am 24 Sep 2021 19:45:47

Hi Hüseyin

Danke für den Tipp. Heute hat der Geldautomat zwar nur die Wahl aus US$ und tr gehabt, aber ich untersuche das mal genauer.
Früher hab ich einfach einen Grossen Betrag für 4 Wochen abgehoben, aber jetzt haben die Automaten Aufsteller die Gebühr relativ gemacht :-(

Naja, im Notfall führ ich noch genügend Gas mit mir Spazieren um ganz ohne Gebühren Geldabzuheben ;-)

LG, Sascha

Hab heute meine Winterdecke raus geholt, es wird frisch nachts ;-)

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