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Gebrauchte Transporter versus Dieselskandal


caddycamper am 04 Okt 2021 18:05:47

Wir suchen einen ausgebauten Transporter. Wir wollen ein Festbett, drehbare Vordersitze, Standheizung und 200W Solar und haben ein Budget von 20-25.000€. Das eine oder andere können wir sicher noch nachrüsten (lassen), aber die Grundkonstruktion muss passen.
Unsere Vorstellung wäre ja
- Baujahr 2008, lieber jünger
- max. 175.000km
Das Fabrikat ist uns *eigentlich* egal. Wir fanden Fiat (und die baugleichen Citroen und Peugeot) interessant, weil das Bett quer passt und wegen der geringeren Rostanfälligkeit.
Aber: Angesichts des Dieselskandals würden wir keine Euro 5 oder Euro 6 kaufen, zumindest nicht von Fiat.
Leider tue ich mich schwer zu verstehen, welche Baujahre und Motoren der anderen infragekommenden Modelle betroffen sind und bei welchen es eventuell noch unklar ist.
Was ist mit dem Peugeot Boxer? Welche Baujahre / Euronormen kann man da bedenkenlos kaufen?
Was ist mit Citroen Jumper? Laut einem P-M Artikel, den ich nicht verlinken kann ist er ja auch betroffen- aber welche Baujahre?
Wie sieht es bei dem Crafter aus? Zumindest im oben verlinkten Artikel kommt er ja gut weg. Auch sonst habe ich von Craftern nichts zu Manipulationen gelesen. Täusche ich mich?
Welche Baujahre des Sprinters sind problematisch?

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Gast am 04 Okt 2021 19:59:49

Du denkst einfach zu viel. ;-) auch wenn das ehrenwert gemeint ist. Für Dein Budget, wirst Du eh kein aktuelles Modell mit Euro6Dtemp oder ähnliches bekommen, von daher ist es völlig egal was Du nimmst.

Kauf einfach das was Dir am besten gefällt und habe Spaß damit

Gruß

caddycamper am 04 Okt 2021 20:17:29

Für Dein Budget, wirst Du eh kein aktuelles Modell mit Euro6Dtemp oder ähnliches bekommen, von daher ist es völlig egal was Du nimmst.

Interessanter Gedanke, aber ist es das wirklich? Sind nicht die manipulierten Euro5/6 letztlich größere Drecksschleudern als die Euro 4, bei denen die Messwerte zumindest stimmen und keine Stilllegungen drohen?

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bhomburg am 04 Okt 2021 21:02:25

Es ist extrem unwahrscheinlich dass die betroffenen Fahrzeuge stillgelegt oder mit Fahrverboten belegt werden.
Fahrbeschränkungen wurden in Europa immer nur auf Basis von Euronormen ausgesprochen, d.h. mit einem Euro6-Fahrzeug ist man z.Z auf der sicheren Seite, egal ob das nun die aktuelle oder die alte Schummel-Euro6 ist.

Um auf Nummer sicher zu gehen, einen Citroen Jumper oder Peugeot Partner mit den ab Herbst 2016 erhältlichen "blue HDI" Motoren kaufen. Statt 2.2 hatte der nur noch zwei Liter Hubraum, gab es mit 110, 130 oder 165 PS. Die verfügen über einen SCR-Kat mit Harnstoffeinspritzung und hier kann wie das auch vielfach schon praktiziert wurde per Softwareupdate so weit nachgebessert werden dass die Motoren in allen Betriebszuständen die richtige Menge von dem Zeug dosieren und die Abgasgrenzwerte dann auch einhalten. Nachteil ist hier nur der nach einem Update u.U. höhere Adblue-Verbrauch (der Tank ist mit 15 Litern nicht besonders gross).
Bei den Fiat-Motoren die Euro VI auf dem Papier mit mehrstufiger AGR erreicht haben, das aber im Realbetrieb nicht einhalten geht das nicht.

Der aktuelle Crafter kam erst 2018 auf den Markt, der ist vom Dieselskandal nicht betroffen. Allerdings ist der nicht im Budget.
Der alte Crafter hatte als Vierzylinder den skandalträchtigen EA189-Diesel.

caddycamper am 04 Okt 2021 21:43:41

Vielen Dank, bhomburg! Das ist genau die Art von Antwort, die ich mir erhofft hatte: Klar, auf den Punkt und mit Bezug zur eigentlichen Frage. Mir hast Du damit sehr geholfen.

bhomburg am 05 Okt 2021 10:49:55

Nachtrag dazu noch:
Weil die Fiat-Fahrzeuge keine in Deutschland ausgestellte Typgenehmigung haben (im Gegensatz zu den Fahrzeugen von VW und MB die per Update zu Nachbesserungen gezwungen wurden) ist das KBA nicht zuständig und kann da überhaupt nichts machen. Die Wurden mit italienischer Typgenehmigung auf Europas Strassen losgelassen, und das Ganze liegt in der Zuständigkeit der italienischen Behörden. Bisher gibt es keine Rückrufe, Updatezwang oä. Ob das je kommt ist noch offen, Klagen laufen. Gesunder Menschenverstand sagt bei einem Blick in die Glaskugel dass es da nix geben wird und die Fahrzeuge unbehelligt weiterbetrieben werden dürfen.
Es ist technisch auch gar nicht ohne weiteres möglich die "Schummel-EuroVI"-Fiat-Motoren im Realbetrieb zur Einhaltung der Grenzwerte zu bringen, weil da eben die SCR-Anlage fehlt. Die nachzurüsten wäre zwar prinzipiell möglich (Mercedes bietet das bei ein paar EuroV-Schummeldieseln an, siehe --> Link, das ist aber eher als Feigenblattmassnahme zu verstehen - in der Regel wurde betroffenen Fahrzeugbesitzern ein extrem grosszügiges Inzahlungname-Angebot unterbreitet und denen ein neues Modell verkauft.
Jedenfalls wäre eine solche Nachrüstung der technisch einzig gangbare Weg diese Motoren die Grenzwerte einhalten zu lassen. Die Kosten dafür liegen bei ca. 3000 Euro pro Fahrzeug - das würde Stellantis Milliarden kosten und Jahre dauern weil pro Fahrzeug ein halber Werkstatt-Arbeitstag draufgeht. Bei Wohnmobilen wohl noch mehr weil die ja nicht immer mit dem Serien-Rahmen Aufbauen und unterm Fahrzeug schon Zeugs verbaut ist.

Der ADAC hat auf seiner Webseite eine gute Zusammenfassung der ganzen Situation: --> Link

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