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Hallo in die Runde, habe letztens meinen Trinkwassertank (60l) einer präventiven Stoß-Desinfektion mit Chlordioxid (Oxosanum in der vergebenen Konzentration) unterzogen. Mache ich normalerweise jedes Jahr, bin aber in 2020 nicht dazu gekommen. Entkalkt habe ich zuvor nicht, da es in den letzten beiden Jahren nichts zu entkalken gab (keine Ablagerungen an den Tankwänden). Das Wasser, das nach dem Spülen und Wiederauffüllen des Tanks aus dem Hahn kam, war nicht klar und an der Oberfläche bildeten sich Blasen. Das Wasser roch anders als sonst und schmeckte auch merkwürdig. Als nächsten Schritt werde ich den Tank mit Amidosulfonsäure entkalken und hoffe, dass das Problem dann behoben ist. Meine Frage ist, ob es sein kann, dass sich durch die Desinfektion mit ClO2 eines nicht kalkfreien Tanks unlösliche Rückstände gebildet haben könnten, die ggf. gesonderte Maßnahmen erforderlich machen. Bin, wie immer, für hilfreiche Hinweise dankbar. :) Liegt es vielleicht am Mischungsverhältnis? In den vergangenen 10 Jahren, in denen ich die Tankdesinfektion mit ClO2 durchgeführt habe, gab es nie so einen Effekt. Es war jetzt eben das erste Mal, dass auf das vorherige Entkalken verzichtet habe. Werde demnächst entkalken und berichten.
:tach: Hallo Allradmobilist Um Deine Frage(n) schlüssig zu beantworten müsste ich mit meinem alten Laborequipment anreisen. :ja: Ich versuche mal eine ganz einfache Erklärung. Die Desinfektionsmittel auf Chlorbasis (auch andere) sind sicher eine gute „Waffe“, können aber selten oder keine festen Ablagerungen aufbrechen. Dein Ansatz mit Amidosulfonsäure zu agieren wird ganz sicher zum Erfolg führen. :!: Lass diese Lösung wirken und durch alle Leitungen (Toi-Spülung nicht vergessen), strömen, spülen. Danach die Anlage entleeren, Probespülen und dann würde ich mit Danchlorix (mehrfach im Forum beschrieben) die Anlage desinfizieren. Entleeren (über Grauwasserbehälter empfohlen), und ein bis zwei mal spülen. Ich wette zwei Kilo Eisen, Dein Problem ist behoben. :lach: Viel Erfolg wünscht Klaus Ich nehm da immer Phosphorsäure her. 5 Liter Wasser 1 Liter Phosphorsäure läßt den Kalk aufschäumen und der ganze Krempel ob Frisch oder Abwassertank sind blank. Ebenso sind die Armaturen wieder frei. Kann man noch mit klarem Wasser nachspülen aber wenn da wirklich noch ein paar Gramm drin sind bringts auch niemand um. Im Cola ist es auch drin. Halt dementsprechend verdünnt.
Das ist mir klar. Ich hatte nur fälschlicherweise angenommen, dass da keine Ablagerungen wären.
Das sind ja gute Aussichten! :) Vielen Dank dafür! :)
Das scheint mir gegen Kalk a bisserl too much. :? Wenn ich ein Problem mit Urinstein hätte, würde ich darüber nachdenken. Kann man ja, je nach Verkalkung verdünnen. So arg ist das Zeug auch nicht. Ich nehm´s auch zu passivieren, entrosten, entfernen jeglicher Art von Oxyd, entkalken der Kaffeemaschine und eben auch zum entkalken der Toiletten her. Nach dem entkalken des Frischwassertanks läuft alles in den Abwassertank rein. Nach ein paar Meter beschwipstem fahren hat das ganze seine Brisanz verloren und schäumt, wenn überhaupt, nur noch schwach. Damit werden die Toiletten gesäubert und alles ist gut. Der ganze Bio-Essigschmäh taugt überhaupt nix. Beim Cola meckert ja auch niemand rum wenn er die Phosphorsäure schlürft. Da hab ich doch lieber ein Tröpferl Phosphorsäure im Brauchwasser als Dan-Chlorix oder sowas. Das nehm ich, wenn überhaupt, zum desinfiszieren vom Grauwassertank bzw. es kommt vor längeren Standzeiten rein.
Doch, ich schon. Sowas kommt mir nicht in den Körper. :? Dass das Zeugs auch beim Tankreinigen hilft, wollte ich in keiner Weise in Abrede stellen. Alles gut! :) Schade das es diese Seite nicht mehr gibt. --> Link So würden sich alle Bemerkungen über anzuwendende Mittel erübrigen und es würde doch klar werden wem diese viel zu teuren Campingmittelchen nützen. Auch die Sinnhaftigkeit von Alternativen würde sich uns ... Warum diese Seite nicht mehr existiert? :idea:
Wenn es um eine längere Stillstandszeit unserer offenen Wasseranlagen geht, so empfehle ich Micropur von Katadyn. --> Link Grüße aus dem südöstlichsten Zipfel Sachsens Klaus Das Camping Wiki existiert zwar nicht mehr, die Artikel aber weiterhin als PDF-Dateien. Entfernen von Kalkablagerungen. --> Link Tankdesinfektion und Tankreinigung in Campingfahrzeugen. --> Link Silberhaltige Mittel zur Trinkwasserbehandlung im Campingfahrzeug. --> Link
Sehr umstritten. Man kann einiges dazu in den einschlägigen Zeitschriften für Wohnmobile und Boote lesen. Meine eigenen Erfahrungen mit Silberionen: Beim Boot Lochfraß im Aluminiumwassertank (war dämlich, hätte ich wissen müssen). Im Wohnmobil nach 10 Jahren ein durchgerosteter Boiler. Bei letzterem waren nach Aussage von Truma auch wieder Silberablagerungen die Ursache, die zu Kontaktkorrosion geführt haben. Den Rat einer bekannten Publikation für Wohnmobilisten haben wir uns schon vor vielen Jahren (nach dem teuren Austausch der Trumaheizung, weil es den Boiler nicht einzeln gab) zu eigen gemacht. Wir machen einfach gar nichts mehr. Wasser ablassen und fertig. Wir vertrauen der europäischen Trinkwasserverordnung, zapfen überall wo wir gerade sind Wasser und trinken es auch unabgekocht. Wir leben wider allen Prophezeiungen noch und das bisschen Kalk im Tank, das sich da so bei unserem letzten Mobil über die Jahre angesammelt hat, ist noch nicht mal der Rede wert gewesen
ich würde mir nie Chemie in mein Trinkwasser geben.
dein Vertrauen in die europäischen Trinkwasserverordnung ist ja gerechtfertigt, aber gar nichts zu machen ist auch nicht die Lösung. Wir bunkern Wasser in bester Trinkwasserqualität und verändern dieses durch zu lange Lagerzeiten oft mit zu hohen Temperaturen, dadurch verändert sich das Trinkwasser so negativ, dass man eben gewisse Maßnahmen treffen muss um die gesundheitliche Risiken so weit wie möglich zu minieren. Maßnahmen wären: - kleinere Wassermengen Lagern um einen erhörten Durchsatz der Lagermenge zu erreichen (Stagnationswasser), damit öfters Frischwasser im Tank . - Wassertank und Leitungen bei längeren nicht Gebrauch entleeren - 1-2 x Jährlich - Desinfektion von Tank, Leitungen, Füllschlauch - nur aus vertrauten Bezugsquellen Wasser bunkern
Hallo Scout das ist ja für mich persönlich die beste Nachricht seit langem im Forum. :lol: Verrate uns doch noch die Quelle dieser hervorragenden Artikel von Wolfgang Geiger! Beste Grüße Klaus
Es gibt einen Unterschied zwischen Silber als Edelmetall und Silberionen. Die Silberionen waren für die Korrosion nicht verantwortlich, sondern das metallische Silber. Für die Behandlung des Trinkwassers gibt es Silbermittel in Pulverform, in Form eines Silberdrahtes, oder fest auf Trägermaterialien verankertes Silber. Bei den Pulvermitteln entstehen im Wasser feine Silberpartikel die sich im Wasser verteilen und Korrosion verursachen. Bei den Silbermitteln, die fest auf Träger verankert sind können sich keine metallischen Silberpartikel im Wasser verteilen und damit auch keine Korrosion verursachen. Silberkugel, WM Aquatec oder andere verursachen keine Korrosion. Gruß Scout Das ist klar Scout, war aber nicht das Thema. Es ging um dieses Mittelchen, dass auch ich dummerweise viele Jahre benutzt habe:
Hallo, Ich desinfiziere zum Saisonstart immer mit Danklorix und entkalke mit Zitronensäure. Das ganze Jahr über kommt nix ins Wasser. Sorgen mache ich mir nur wenn das Fahrzeug länger steht. Für das nächste Jahr hatte ich geplant. Wasser raus und neues Wasser rein mit flüssigen Silberionen. Vor dem Start Wasser aus dem Tank ablassen und Wasser ohne Zusatz in den Tank. Nachdem ich aber von Korroion gelesen habe mache ich mir aber Sorgen. Michael naja, bei mir hat es 10 Jahre gedauert, bis der Boiler durch war. :D
Ich hoffe doch in umgekehrter Reihenfolge :lach: Beim Entkalken mit Zitronensäure ist Wärmezufuhr sehr dienlich, damit z.B. das entstehende Calziumzitrat in Lösung bleibt und nicht ausfällt. Da ist eben die Amidosulfonsäure weitaus praktischer und reaktionsfreudiger.
Wir sprechen hier von 1g Micropur auf 100 Liter :!: Bei der Konzentration wage ich Auswirkungen auf den z.B. aus Edelstahl bestehenden Boiler anzuzweifeln. ;D Soweit aber auch nur meine Meinung. Grüße aus der Oberlausitz Klaus Hallo, ich entkalke einmal im Jahr mit Zitronensäure, entsprechende Verdünnung und Einwirkzeit vorausgesetzt sind alle Verkalkungen weg. Dann Desinfektion mit Chlorbleichlauge, da ich Wasserstoffperoxid nicht mehr in der erforderlichen Konzentration bekomme. Während Stillstandzeiten bleibt kein Wasser im Tank oder den Leitungen, daher brauche ich auch keine Silberionen oder Konservierungsmittel. Desinfektion zweimal im Jahr.
dann fährst du zum abwiegen mit geeichter Apothekerwaage und geeichter Wasseruhr im Befüllschlauch spazieren? Micropur ist bei Überdosierung gesundheitsschädlich und bei Unterdosierung unwirksam! Hallo Zusammen was wäre euer Mischungsverhältnis, Wasser zu 3% Wasserstoffperoxid? Hab bisher 1 Liter auf 20 Liter Wasser gegeben. 3 Stunden gewartet, dann Wasserleitungen auf, in den Abwassertank rein, und nach 3 weiteren Stunden diesen abgelassen. Zum Schluß alles mit 50 Liter Klarwasser nachgespült. Entkalken wegen geringer Nutzungszeit nicht notwendig.
In dem Behälter von Micropur (Pulver) ist ein kleiner Dosierlöffel...
Auf die sachliche Präzisierung dieser Aussage bin ich aber nun wirklich neugierig. Schöne Grüße aus Niederschlesien Klaus P.S. Wir sind dabei das Thema vom TE zu sprengen :evil: Wenn die Phosphorsäure fertig ist, haben auch Bakterien einen schweren Stand. Bei normalem Wasserverbrauch mit Dusche und kochen hat ein Biofilm keine Chance. Ich hab aber eine interessante Beobachtung gemacht. Nach langen Jahren mit meinem Südwind hat sich mit "normalem" Leitungswasser sehr schnell ein Biofilm an der Pumpe im Kannister gebildet. Als ich mal Wasser aus einer nahen Quelle die aus dem Wald kam und gefaßt wurde hernahm, war da nix davon zu sehen. Ich hab das mal längere Zeit beobachtet und Vergleiche gemacht. Das "lebendige" Wasser aus dem Wald blieb länger frisch. Dementsprechend war auch das Leben im Brunnentrog. Köcherfliegen, Wasserasseln und anderes Krabbelzeug hat sich da angesiedelt. Fazit: was da aus unseren Wasserhähnen kommt mag schon trinkbar sein aber richtiges Wasser ist das schon lange nimmer.
Diesen Arbeitsschritt des Entkalkens nicht nur als solches wegen dem "Kesselstein" sehen. Hier geht es auch und gerade um das Aufbrechen und Beseitigen des Biofilms, also sowohl als auch. :!: Siehe (und lese :ja: ) hierzu die Verlinkungen von Scout --> Link Mehr kann man eigentlich nicht hierzu erklären. :!: Wenn man nach dem Entkalken sich die Brühe genauer anschaut, weiß man um was es da geht. Grüße an die Community Klaus Habe nun also mit Amidosulfonsäure entkalkt, den Tank gespült und nun ist, wie drkklaus schon vorausgesagt hat, alles wieder paletti. :) Gebrauchsanleitung Oxosanum: --> Link
Ich erwärme daher das Tankwasser mit dem Boiler im Umlauf.
Phosphorsäure? Entkalken? LOL Du willst also schwerlösliches Calciumcarbonat loswerden, indem Du es in praktisch unlösliches Calciumphosphat überführst? Ja, ne, is klar..... |
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