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Kauf eines van in London zur Nutzung in Deutschland


TonyM am 09 Dez 2021 11:48:03

Ich möchte 10000 € für einen Sprinter ausgeben, um ihn zu einem Kastenwagen umzubauen und in Deutschland zu fahren.

Ich stelle fest, dass es in dieser Preisklasse im Raum London viel mehr Angebote gibt als in Deutschland.

Meine Frage ist: Ist es eine gute Idee, einen solchen Van in London zu kaufen? Ich weiß, dass:

1) beim Verkauf wird eine gewisse Steuer fällig
2) es gibt Nachteile bei Fahrzeugen mit Rechtslenkung.

Gibt es außer diesen 2 Punkten noch etwas, das ich beachten sollte?

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Inselmann am 09 Dez 2021 11:56:44

und wie willst du den Kauf abwickeln? Selber hinfliegen um jedes Fahrzeug zu begutachten vorm Kauf?
UK ist nicht mehr in der EU. Mach dich auch mal schlau was da fuer Papierkram anfaellt, VAT bzw MwSt usw.

Und lass dich mal nicht blenden vom Angebot. Alles was irgendwie rollt wird fuer Paketdienst usw hergenommen. Da ein "Schaetzchen" zu finden wird auch nicht einfach.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, mit dem Lenkrad auf der falschen Seite musst du einiges an Einschraenkungen auf dich nehmen.

Jagstcamp-Widdern am 09 Dez 2021 11:58:37

du brauchst unbedingt das coc und dann deutschen tüv.
einfuhrtechnisch würde ich wegen brexit beim zollamt nachfragen...

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goorooj am 09 Dez 2021 12:01:43

England ist nicht mehr EU.

Du musst für das Auto dann bei der Einfuhr in die EU Zoll bezahlen.

Ich glaube, wenn ich nicht falsch liege, bist du mit 10% Zoll und dann 19% Einfuhumsatzsteuer dabei. das wären bei 10.000 euro kaufpreis dann 2900 euro die oben drauf kommen.

Inselmann am 09 Dez 2021 12:07:40

goorooj hat geschrieben:England ist nicht mehr EU.

Du musst für das Auto dann bei der Einfuhr in die EU Zoll bezahlen.

Ich glaube, wenn ich nicht falsch liege, bist du mit 10% Zoll und dann 19% Einfuhumsatzsteuer dabei. das wären bei 10.000 euro kaufpreis dann 2900 euro die oben drauf kommen.


Die UK VAT von 20% kann er aber vor Ausreise wieder einfordern. Falls beim Haendler gekauft.

Hier --> Link mal ne Auswahl aus ganz UK, ich wuerde mich nicht nur auf London festlegen.

Joachim260 am 09 Dez 2021 12:21:49

Die Scheinwerfer mußt du umbauen.
Rechtslenker auf unseren Straßen ist so eine Sache. Ich war mit meinem Auto schon in GB, also Linkslenker im Linksverkehr, wenn du da überholen möchtest brauchst du immer einen Beifahrer der dir sagt ob frei ist oder Gegenverkehr kommt.
Das Zoll und Steuerrechtliche wurde ja schon erwähnt.

Gruß
Joachim

TonyM am 09 Dez 2021 12:32:10

Inselmann hat geschrieben: Die UK VAT von 20% kann er aber vor Ausreise wieder einfordern.


Kannst du das genauer erklären? Bedeutet dies, dass ich die Steuer vermeiden oder zurückfordern kann, wenn ich das Fahrzeug nach Deutschland bringe?

Ich wäre wirklich dankbar für eine Antwort von jemandem, der tatsächlich einen Kauf im Vereinigten Königreich getätigt und das Fahrzeug nach Deutschland zurückgebracht hat.

Vielen Dank an alle

Inselmann am 09 Dez 2021 12:32:25

Joachim260 hat geschrieben:Rechtslenker auf unseren Straßen ist so eine Sache. Ich war mit meinem Auto schon in GB, also Linkslenker im Linksverkehr, wenn du da überholen möchtest brauchst du immer einen Beifahrer der dir sagt ob frei ist oder Gegenverkehr kommt.

Gruß
Joachim


Ich fahre ja oft mit dem Rechtslenker in D. Ueberholen ist nicht so das Problem. Was willst du in D mit nem Wohnmobil ueberholen? Kommt selten vor und wenns unklar ist, dann einfach nicht ueberholen.

Rausfahren aus Kreuzungen ist nicht ohne Probleme. Wenn ich vergesse das Rollo an der Dinette runterzulassen bin ich praktisch blind. Beifahrer Aussagen, ja ok. Aber am Ende sollte/muss der Fahrer entscheiden ob er rausziehen kann/soll.

Weiss ka nicht wie es in D mit der Versicherung ausssieht, aber in UK knallt die Versicherung gleich einen drauf fuer Lenkraeder auf der verkehrten Seite und fuer "importierte" Fahrzeuge (obwohl konform mit CoC usw)

DonCarlos1962 am 09 Dez 2021 12:33:27

Lieber Toni,

wenn man hier und in anderen Foren über Teilnehmer liest, die ebenfalls einen Kastenwagen für Van-Live ausbauen, bekommt man schon einen gewissen Einblick in die Materie.
Sicher hast Du auch schon eine Menge darüber gelesen.
Dabei stellt sich heraus, dass man zwar einen Bus ausbauen kann und dieser auch individuell auf Deine Bedürfnisse ausgerichtet ist, aber das es sich finanziell wirklich lohnt, habe ich selten gelesen.
Eine gute Isolierung ist das Wichtigste. Nicht nur im Winter, sondern auch in den Sommermonaten.

Ein professioneller Ausbauer kann auf Grund der Serienfertigung günstiger produzieren. Darüber hinaus hat er Jahre lange Erfahrung. Der Möbelbau ist sicher gut durchdacht.
Ich denke, dass Du vielleicht mit einem gebrauchen Wohnmobil, von einem gutem Hersteller, besser fährst.
Da stimmt dann auch die Gewichtsverteilung, Gas- und Wasserversorgung sowie die Heizung, ggf. sogar eine Klimaanlage.

Wenn man all diese Dinge selbst einbaut, darf man die Zuladung nicht außer acht lassen. Für den 3,5To Sprinter sind das beim Hochdach/normal lang ca. 1.400Kg.
Hört sich erst einmal viel an, aber nach allen Einbauten schrumpft die Zuladung rapide und wer drin leben will, braucht ja auch mehr als der Urlauber.

Einen Transporter in GB zu kaufen birgt einige Kosten.
Je nach Motorisierung können das ca. 22% Zoll sein, plus 19% MwSt und die Transportkosten. Damit dürfte der Preisvorteil schnell aufgebraucht sein.

--> Link

LG Carsten

Inselmann am 09 Dez 2021 12:40:35

TonyM hat geschrieben:Kannst du das genauer erklären? Bedeutet dies, dass ich die Steuer vermeiden oder zurückfordern kann, wenn ich das Fahrzeug nach Deutschland bringe?



ich habe nur Fahrzeuge NACH UK gebracht und vor Brexit.

aber hier mal lesen --> Link

Reinholderich am 09 Dez 2021 12:52:35

Wenn du die handwerklichen Fähigkeiten (und Werkzeug) hast, würde ich mich von einem Selbstausbau genau so wenig abschrecken lassen wie vom Rechtslenker. Wir (ja auch meine Frau) sind bis 2008 LR 110 gefahren, war o. k. und es hat lustige Situationen geben.
Das wir heute mit einem Pössl rum fahren liegt daran, das meine Frau mal was "Fertiges und sofort Einsatzbereites" haben wollte. Nun, sofort einsatzbereit ist er, aber ich finde auch immer noch was zum Schrauben und der Grundriss ist Sch.....

HG R.

DonCarlos1962 am 09 Dez 2021 12:59:25

Mir ist gerade aufgefallen, dass der Tacho des englischen Sprinter umgebaut werden muss.
Der Zeigt in der GB Version nur Miles an. Für Deutschland §21 ist aber eine KM-Angabe auf dem Tacho notwendig.

LG Carsten

Navigatore am 09 Dez 2021 13:01:50

TonyM hat geschrieben:Kannst du das genauer erklären? Bedeutet dies, dass ich die Steuer vermeiden oder zurückfordern kann, wenn ich das Fahrzeug nach Deutschland


Die VAT kannst Du beim Export aus GB zurückholen. Beim Import zahlst Du für PKW 10% Zoll und 19 % Einfuhrumsatzsteuer. Bei Nutzfahrzeugen ist der Zoll höher.

Tony, ich frage mich aber langsam wirklich nach dem Sinn von dem, was Du da alles planst.
Wenn man Deinen Themen folgt, lebst Du in Italien, willst Dir zur Steuererleichterung extra in Deutschland einen Wohnsitz nehmen, nur um einen Kastenwagen zuzulassen und um dann darin zu leben. Und der soll jetzt auch noch aus GB importiert werden.

Sparen tust Du mit diesen Aktionen nichts. Das Gegenteil dürfte wohl der Fall sein, wenn man die ganzen Nebenkosten für diese Aktionen betrachtet. Das geht schon mit den in D teuren Versicherungsprämien los.
Wenn Du tatsächlich in Italien lebst, solltest Du mal mit den Italienern reden. Die haben schon lange ihre Steuerlücke gefunden. Sie liegt für viele in Rumänien oder Polen, denn in Italien können Inländer mit ein paar Tricks anders als in D im Ausland versteuerte und versicherte Fahrzeuge fahren.

Bist Du sicher, dass Du nicht einfach nur ein bisschen Langeweile hast? :wink:

Gast am 09 Dez 2021 13:14:28

Ich habe mal bei einem englischen Wohnmobil gesehen daß die Schiebetür links war. Vielleicht auch was wo Du drauf achten solltest.

Wolfgang

Inselmann am 09 Dez 2021 13:22:05

WolleB hat geschrieben:Ich habe mal bei einem englischen Wohnmobil gesehen daß die Schiebetür links war. Vielleicht auch was wo Du drauf achten solltest.

Wolfgang


Bei Vans/Kastenwagen wird die Schiebtuer immer auf der anderen Seite sein. Ist ja ein Rechtslenker. Wird so ein Fahrzeug in Eigenarbeit oder von englischen Ausbauern umgebaut bleibt das so.

Kann bei "fertigen" Wohnmobilen anders sein wenn z.B. von einem EU Ausbauer eine Kastenwagen oder TI/VI nur in UK geliefert wird ist oft nur das Fahrzeug "rechts".

Unser UK gelieferter Hymer hat den Aufbau auch EU, soll heissen Eingangstuer auf die Strasse raus (also rechts).

Inselmann am 09 Dez 2021 13:24:47

Navigatore hat geschrieben:Die VAT kannst Du beim Export aus GB zurückholen.


Aufpassen, nur wenn auch VAT bezahlt wurde. Hast du das Fahrzeug privat gekauft oder im Weiterverkauf oder von einem Haendler/Firma welche NICHT VAT registriert ist, geht das nicht.

Pechvogel am 09 Dez 2021 13:53:16

Inselmann hat geschrieben:...Aufpassen, nur wenn auch VAT bezahlt wurde. Hast du das Fahrzeug privat gekauft oder im Weiterverkauf oder von einem Haendler/Firma welche NICHT VAT registriert ist, geht das nicht.

Dazu kommt dass ein italienischer Staatsbürger sich in Deutschland keine Steuern erstatten lassen kann!
Einfacher wäre es auch in England die Steuer gar nicht erst zu bezahlen ( für EXPORT ). Die Frage ist ob sich ein Händler drauf einläßt.
Dann mußt Du das Auto aus England exportieren, was Dir als nicht Engländer schon fast unmöglich sein dürfte! Du brauchst also in England jemanden der dass für Dich macht.
Dann kannst Du als Italiener nicht so ohne weiteres ein Fahrzeug in Deutschland einführen! Du bräuchtest zumindest einen Wohnsitz, ein deutsches Bankkonto und eine deutsche Steuernummer. ( alles andere ist extrem Kompliziert!! )
Dann kann eine Privatperson quasi keinen Fahrzeug-Import mehr durchführen da die Zollanmeldung nur noch online über das Atlas-System des Zolls erfolgen kann!
Du bräuchtest also in Deutschland ein Unternehmen die das für Dich machen.
Schließlich muss das Fahrzeug sowohl in England als auch in Deutschland vorgeführt werden damit kontrolliert werden kann ob die Fahrgestellnummer ( FIN ) theoretisch und real übereinstimmen. ....

Ganz ehrlich?
LASS ES!!



Grüße
Dirk

Inselmann am 09 Dez 2021 14:41:32

Pechvogel hat geschrieben:Dazu kommt dass ein italienischer Staatsbürger sich in Deutschland keine Steuern erstatten lassen kann!

Nicht Deutschland ertstattet die Steuern, sonder UK. Dort hast du sie ja auch bezahlt.

Pechvogel hat geschrieben:Einfacher wäre es auch in England die Steuer gar nicht erst zu bezahlen ( für EXPORT ). Die Frage ist ob sich ein Händler drauf einläßt.

Es gibt Haendler die diesen Service anbieten.

Pechvogel hat geschrieben:Dann mußt Du das Auto aus England exportieren, was Dir als nicht Engländer schon fast unmöglich sein dürfte! Du brauchst also in England jemanden der dass für Dich macht.

Wieso soll das nicht gehen? Wenn du als Nicht Englaender ein Auto kaufst und es selber rausfaehrst, warum soll es nicht gehen?
Oder du laesst es von der Spedition abholen usw. Aber dann musst du fuer den ganzen Service bezahlen.

Pechvogel hat geschrieben:Dann kannst Du als Italiener nicht so ohne weiteres ein Fahrzeug in Deutschland einführen! Du bräuchtest zumindest einen Wohnsitz, ein deutsches Bankkonto und eine deutsche Steuernummer. ( alles andere ist extrem Kompliziert!! )

Steuernummer? Als Privatperson?

Pechvogel hat geschrieben:Dann kann eine Privatperson quasi keinen Fahrzeug-Import mehr durchführen da die Zollanmeldung nur noch online über das Atlas-System des Zolls erfolgen kann!

das weiss ich nicht wie das geht. wie funktioniert das denn mit den US Importen wenn sich welche im Urlaub ein Cabrio in Californien kaufen?

Pechvogel hat geschrieben:Du bräuchtest also in Deutschland ein Unternehmen die das für Dich machen.
Schließlich muss das Fahrzeug sowohl in England als auch in Deutschland vorgeführt werden damit kontrolliert werden kann ob die Fahrgestellnummer ( FIN ) theoretisch und real übereinstimmen. ....


Das die Nummern stimmen muessen ist ja wohl klar.

Was wahrscheinlich auch ein Problem sein koennte ist die Bezahlung. In UK wird vermehrt auf Geldwaesche geprueft, du kannst also nicht einfach irgendwo antanzen und 10-15Mille in bar auf den Tisch hauen. 10t in cash must du beim Grenzuebergang auch anmelden.

wolfherm am 09 Dez 2021 14:44:34

In Deutschland hat jede juristische und natürliche Person eine Steuernummer.

Inselmann am 09 Dez 2021 14:51:13

wolfherm hat geschrieben:In Deutschland hat jede juristische und natürliche Person eine Steuernummer.


Ahso, ich hatte mehr an Umsatzsteuer gedacht :top:

Pechvogel am 09 Dez 2021 16:22:14

Inselmann hat geschrieben:...Ahso, ich hatte mehr an Umsatzsteuer gedacht :top:

Aha, und wie wird die Einfuhrsteuer verrechnet?
Und England, in diesem Fall, wird dir keine Steuern erstatten!
Wenn überhaupt das Bundeszentralamt in Saarlouis. Das aber wieder nur für Bürger mit deutschen Steuernummern. Und auch nur weil es ein entsprechendes Abkommen zwischen Deutschland und England gibt.
Der Verkäufer könnte eine Rechnung ohne Steuer ausstellen da er ins Ausland ( von der EU aus in ein Drittland ) verkauft. Das geht auch an Privatleute ( allerdings NICHT innerhalb der EU! ). Dafür müsste der Verkäufer aber nachweisen dass das Fahrzeug die Landesgrenze verlassen hat.

Der ganze Sachverhalt ist sehr kompliziert und nicht mit zwei, drei Sätzen erklärt. Die Tatsache dass der TE nicht die deutsche Staatsbürgerschaft hat bzw zumindest hier eine Steuer-Identifikationsnummer hat, macht die Angelegenheit nochmal viel schwieriger.

Und der Hinweis dass die Fahrgestellnummer ( FIN ) schon stimmen muss ist einfach dahergesagt: wer bringt das Fahrzeug denn auf Termin zum englischen Zoll bzw vor der Ausfuhranmeldung muss in England schon eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zu dem Fahrzeug vorgelegt werden.
Dann muss das Fahrzeug bei der Einfuhr in Deutschland dem deutschen Zoll ( bzw Europa und europäischer Zoll! ) vorgeführt werden und das wiederum kann / darf nur derjenige machen der dass Fahrzeug offiziell einführt. Und das geht seit ein paar Monaten nur noch via Atlas-System der Zollbehörden ergo über einen Spediteur,...
Der nächste Punkt ist wie das Fahrzeug nach Deutschland kommt und hier die ersten Meter fährt. Mit englischen Kennzeichen obwohl kein englischer Wohnsitz vorliegt?
Mit deutschen Kennzeichen ohne deutschen TÜV und ohne Wohnsitz in Deutschland? Und das jeweils über Landesgrenzen hinweg??

Letzlich läuft das ganz über Speditionstransport. Und bei den zusätzlichen Kosten, zzgl. Einfuhrzoll, Mehrwertsteuer, Sonderabnahme beim TÜV incl. diverser Umbauten auf europäische Strassenverhältnisse ( z.B. Scheinwerfer und Tacho ), Versicherungen,..... wird das ganze Projekt soo teuer dass sich das nicht lohnt!!
Einzige Ausnahme wäre ein Liebhaberfahrzeug ( Oldtimer ) oder im Falle eines Umzuges von England nach Deutschland ( ganz andere ( Steuer- ) rechtliche Situation ).



Grüße
Dirk

Inselmann am 09 Dez 2021 17:57:08

Pechvogel hat geschrieben:Und England, in diesem Fall, wird dir keine Steuern erstatten!

Sorry aber das ist schlicht falsch. Du bezahlst IN England VAT. Und diese VAT bekommst du an der Grenze zurueck. Und nicht in Deutschland.
Dort musst du MwSt BEZAHLEN.
Lies dir mal den Link durch den ich weiter oben gepostet habe. UK ist nicht mehr in der EU.

Pechvogel hat geschrieben:Der Verkäufer könnte eine Rechnung ohne Steuer ausstellen da er ins Ausland ( von der EU aus in ein Drittland ) verkauft. Das geht auch an Privatleute ( allerdings NICHT innerhalb der EU! ). Dafür müsste der Verkäufer aber nachweisen dass das Fahrzeug die Landesgrenze verlassen hat.

Die UK ist ein Drittland! Nicht mehr in der EU, Brexit vergessen?

Pechvogel hat geschrieben:Der ganze Sachverhalt ist sehr kompliziert und nicht mit zwei, drei Sätzen erklärt. Die Tatsache dass der TE nicht die deutsche Staatsbürgerschaft hat bzw zumindest hier eine Steuer-Identifikationsnummer hat, macht die Angelegenheit nochmal viel schwieriger.

die Sache ist ueberhaupt nicht kompliziert. Nur wenn der TE keine deutsche Adresse hat mit allem was dazu gehoert, dann wirds sicher nicht so einfach gehen.
Es wird aber weltweit gehandelt, also gibts immer eine Moeglichkeit. Obs kostenguenstig ist ist eine andere Sache.

Pechvogel hat geschrieben:Und der Hinweis dass die Fahrgestellnummer ( FIN ) schon stimmen muss ist einfach dahergesagt: wer bringt das Fahrzeug denn auf Termin zum englischen Zoll bzw vor der Ausfuhranmeldung muss in England schon eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zu dem Fahrzeug vorgelegt werden.

Das englische Fahrzeug kommt mit dem "V5" Document. Darin ist ein Abschnitt den man ausfuellt wenn das Fahrzeug exportiert wird. Ende.
Man muss in der UK noch nicht mal Fahrzeugpapiere dabei haben. Es gibt nur das V5 Papierchen.

Pechvogel hat geschrieben:Dann muss das Fahrzeug bei der Einfuhr in Deutschland dem deutschen Zoll ( bzw Europa und europäischer Zoll! ) vorgeführt werden und das wiederum kann / darf nur derjenige machen der dass Fahrzeug offiziell einführt. Und das geht seit ein paar Monaten nur noch via Atlas-System der Zollbehörden ergo über einen Spediteur,...

Pechvogel hat geschrieben:Der nächste Punkt ist wie das Fahrzeug nach Deutschland kommt und hier die ersten Meter fährt. Mit englischen Kennzeichen obwohl kein englischer Wohnsitz vorliegt?
Mit deutschen Kennzeichen ohne deutschen TÜV und ohne Wohnsitz in Deutschland? Und das jeweils über Landesgrenzen hinweg??

Bin mir sicher das es auch dafuer eine Loesung gibt. Muss man sich halt mal umschauen. Was ich noch nicht gemacht habe. Ich will ja auch kein Fahrzeug nach D bringen.


Pechvogel hat geschrieben:Letzlich läuft das ganz über Speditionstransport. Und bei den zusätzlichen Kosten, zzgl. Einfuhrzoll, Mehrwertsteuer, Sonderabnahme beim TÜV incl. diverser Umbauten auf europäische Strassenverhältnisse ( z.B. Scheinwerfer und Tacho ), Versicherungen,..... wird das ganze Projekt soo teuer dass sich das nicht lohnt!!



Da stimme ich dir voll zu. Mal abgesehen davon da man in der UK auch keine guten Fahrzeuge zum Schnaeppchenpreis kriegt.

Pechvogel am 09 Dez 2021 18:14:53

Inselmann hat geschrieben:Sorry aber das ist schlicht falsch. Du bezahlst IN England VAT. Und diese VAT bekommst du an der Grenze zurueck. Und nicht in Deutschland.

Ich will mich mit Dir nicht streiten, aber wer zahlt denn dann die VAT zurück? Der Zoll? Direkt und in Bar?
An der Grenze also obwohl das Fahrzeug noch in England ist??

Inselmann hat geschrieben:Die UK ist ein Drittland! Nicht mehr in der EU, Brexit vergessen?

Eben! Das ginge ja nur weil das Fahrzeug von England aus ausgeführt würde. Ich hatte extra geschrieben dass es innerhalb der EU bei Verkauf Gewerbe an Privat NICHT geht!

Inselmann hat geschrieben:Das englische Fahrzeug kommt mit dem "V5" Document. Darin ist ein Abschnitt den man ausfuellt wenn das Fahrzeug exportiert wird. Ende.
Man muss in der UK noch nicht mal Fahrzeugpapiere dabei haben. Es gibt nur das V5 Papierchen.

Und keiner kontrolliert ob das was ich ausgefüllt habe auch mit der Realität übereinstimmt?




Grüße
Dirk

TonyM am 09 Dez 2021 19:12:45

Navigatore hat geschrieben:Bist Du sicher, dass Du nicht einfach nur ein bisschen Langeweile hast? :wink:


Ich bin sehr ernsthaft, aber ich muss noch viel lernen. Obwohl ich seit kurzem italienischer Staatsbürger bin, bin ich Amerikaner und muss noch viel über Europa lernen.

Heute habe ich zum Beispiel gelernt (durch goorooj in diesem Forum), dass man in Frankreich ein Auto ohne festen Wohnsitz anmelden kann. Das klingt viel besser für meine Ziele. Also habe ich gerade in forum-camping-car.fr angemeldet und werde sehen, was ich dort lernen kann.

Ich danke Ihnen allen für Ihre Geduld.

Nille am 09 Dez 2021 20:02:23

Ich möchte als Negativargument den niedriegeren Wiederverkaufswert eines LHD Fahrzeuges im Vergleich zu einem RHD Fahrzeug nennen. Wenn man das ausgebaute Rechtslenkerfahrzeug in ein paar Jahren wieder vermarkten will wird man weniger erlösen als bei einem Linkslenker. Ich würde mich gleich nach einem Sprinter in Italien oder Frankreich umsehen. Kostet heute mehr, der Mehrpreis wird sich aber lohnen. Zumal als "amerikanischer Italiener" die Zollabwicklung und der Import in die EU leider aufgrund des Brexit nicht einfach so machbar ist.

Happy hunting!

babenhausen am 09 Dez 2021 21:50:04

Nille hat geschrieben:I Ich würde mich gleich nach einem Sprinter in Italien oder Frankreich umsehen. Kostet heute mehr, der Mehrpreis wird sich aber lohnen.
Happy hunting!


In Italien ,Frankreich oder gar Spanien gibt es zwar billige Fahrzeuge doch leider ist es so dass wenn ein Italiener einen guten zuverlässigen Gebrauchten will kauft er in Deutschland oder Österreich.Eine langjährige Erfahrung im Nutzfahrzeughandel bestätigt das.

pepe20 am 09 Dez 2021 22:01:35

Der TE ist aber eingewanderter Italiener und gebürtiger US-Amerikaner, wenn ich es richtig verstanden habe. Einige Posts vorher zu lesen.
Das Vorhaben verstehe ich allerdings auch noch nicht wirklich 8) .

Irmie am 09 Dez 2021 22:28:58

Hallo,

man hört und liest öffers, dass Schnäppchenangebote aus GB , die hier in Deutschland angeboten werden, häufig reiner Betrug sind! Gerade bei Fahrzeugen kommt es öfters vor, dass es diese gar nicht gibt und Anzahlungen einfach weg sind. :D

Inselmann am 10 Dez 2021 12:48:36

Pechvogel hat geschrieben:
Und keiner kontrolliert ob das was ich ausgefüllt habe auch mit der Realität übereinstimmt?
Grüße
Dirk


Da du dir ja nicht die Muehe machst den Link zu lesen den ich gepostet habe kopier ichs dir extra raus.

5.3 What you need to do when you export the vehicle

You must tell the Driver Vehicle Driver Vehicle Licensing Agency (DVLA):

if your vehicle is new you must fill in the tear-off section of the pink registration certificate (VX302) and send it to address will be on the document
if your vehicle is second-hand, fill in the relevant section of the vehicle registration certificate (V5C) to notify change of keeper, then send the whole document to address on the document

The office will send you a registration certificate. This will allow you to re-register the vehicle in the country you’re taking it to.

If you plan to leave the UK less than 14 days after buying the vehicle, you should tell the motor dealer before you buy so that they can tell the DVLA about the export. You’ll need to take the vehicle registration certificate with you when you leave (this will be in the previous keeper’s name).

You need to make your shipping arrangements in good time so that you can be sure that your vehicle is exported by the due date.


Ja so einfach geht das. Ohne irgendwo vorfahren, ohne extra Kosten, ohne langen Papierkrieg.
So wird auch ein Fahrzeug "umgemeldet" (das V5C ist noch nicht mal ein BESITZNACHWEIS), neuen Halter in das V5C eintragen, V5C per Post zur DVLA schicken und dann kommt ne Woche spaeter "dein" V5C Dokument an mit dir als Halter. Fertig.
Die schicken die dann dein Ausfuhrdokument.

Fuer die VAT musst du die Form VAT410 ausfuellen, aber das steht alles hier, lies selber wenn du mir nicht glaubst. --> Link

Deutschland wird dir keine ENGLISCHE Steuer erstatten. Das musst du selber in UK machen.

Natuerlich wird bei Ausreise dein Fahrzeug gecheckt ob die Nummern auf dem Papieren die du hast auch mit der aktuellen VIN uebereinstimmen. Und du musst natuerlich aufpassen das du alle relevanten Papiere hast um spaeter in D keine Problem zu kriegen.

Lustig wirds wahrscheinlich erst wenn du nach D kommst, die werden wohl alle moeglichen Papiere brauchen (CoC?) fuer die dan DU rumrennen must und sie selber besorgen.

Aber warum nehm ich mir die Zeit. Du wirst es ja ohnehin bezweifeln.

Inselmann am 10 Dez 2021 12:52:19

Irmie hat geschrieben:Hallo,

man hört und liest öffers, dass Schnäppchenangebote aus GB , die hier in Deutschland angeboten werden, häufig reiner Betrug sind! Gerade bei Fahrzeugen kommt es öfters vor, dass es diese gar nicht gibt und Anzahlungen einfach weg sind. :D


Ja leider, siehe mein Posting oben. Die Kontrollen sind echt lasch. Selbst ohne das V5C Dokument kann ich hier ein Fahrzeug kaufen.
Einfach ein anderes Formular ausfuellen, kleine Gebuehr bezahlen und ich krieg ne neue V5C (mit meinem Namen drauf!) zugeschickt.
Natuerlich pruefen die auch das ich das Fahrzeug rechtlich erworben habe. Mit Papieren die ich selber denen schicke....... :lol:

Was in UK beim Fahrzeugkauf wichtig ist, ist der HPI check. Dafuer muss man leider selber bezahlen und selbst das (weil das von privaten Firmen angeboten wird) ist nicht immer 100% korrekt.

Der HPI Report listet alles was an Daten fuer das Fahrzeug irgendwo gespeichert ist. Vorbesitzer, TUV, Laufleistung, Ist noch Finanzierung drauf, Unfaelle (falls offiziel von Versicherungen geregelt) usw.

pwglobe am 10 Dez 2021 12:56:03

Hallo, da man keine gültigen CoC Papiere hat bekommt man ein Fahrzeug aus England in Europa nicht mehr zugelassen.
Wenn ein Fahrzeug egal ob neu oder gebraucht das erste mal in der EU zugelassen wird muss es den neusten Vorschriften entsprechen.

Inselmann am 10 Dez 2021 12:58:22

pwglobe hat geschrieben:Hallo, da man keine gültigen CoC Papiere hat bekommt man ein Fahrzeug aus England in Europa nicht mehr zugelassen.
Wenn ein Fahrzeug egal ob neu oder gebraucht das erste mal in der EU zugelassen wird muss es den neusten Vorschriften entsprechen.


Wie geht das bei US Fahrzeugen?

ChrisL88 am 10 Dez 2021 20:10:47

Noch zum Thema VAT Rückerstattung - also der UK-MwSt.

Wehe, dass Fahrzeug hatte mal einen „privaten Besitzer“, welcher nicht VAT Pflichtig ist…
Um die VAT zurück fordern zu können, muss diese „Ausweisbar“ sein, und das ist sie eben nur, wenn sämtliche Besitzer dies bisher jeweils auch sauber machten…

Und ja, das ist genau der Grund, das wir Schweizer in Deutschland nur WoMo‘s kaufen, welche A. Neu sind, B. von einem Vermieter…

Die VAT kriegst du dann übrigens nichz vom „Staat“ zurück, sondern du musst den Original abgestempelten Ausguhrschein dem Verkäufer Retournieren - da der Verkäufer nur mit diesem Ausfuhrschein bei seiner VAT Abrechnung den entsprechenden Posten als „Export“ markieren kann - somit VAT Steuersatz 0% - muss er die von dir beim Kauf des Fahrzeuges zurück erstatten.

villadsen am 10 Dez 2021 22:26:34

Vergiss es. Wenn so ein Transit einige Jahre in London auf die extrem schlechten Strassen dort rumgefahren ist, dann ist er so was von fertig und schrottreif.

pwglobe am 13 Dez 2021 10:40:02

Inselmann hat geschrieben:Wie geht das bei US Fahrzeugen?


Geht auch bei US Fahrzeugen nur noch wenn sie die Abgasnormen erfüllen.
Man benötigt einen Fachbetrieb der die Homologation durchführt und die CoC erstellt.
Ausnahmen für Oldtimer sind im Einzelfall noch möglich, aber sehr Aufwändig. Hat ein Kollege von mir gerade durch, er hat nach seiner Zeit in unserer Niederlassung in USA einen Oldtimer mit nach Deutschland gebracht, bis zur Zulassung hat er über ein Jahr gebraucht.

Inselmann am 13 Dez 2021 21:39:25

pwglobe hat geschrieben:Geht auch bei US Fahrzeugen nur noch wenn sie die Abgasnormen erfüllen.
Man benötigt einen Fachbetrieb der die Homologation durchführt und die CoC erstellt.


Siehste, und genau so wird es auch mit UK Fahrzeugen gehen. Und da wird erreichen der CoC wohl wesentlich einfacher sein weil die ja ohnehin mit CoC gebaut wurden fuer den UK Markt.

DonCarlos1962 am 13 Dez 2021 22:10:05

Inselmann hat geschrieben:Siehste, und genau so wird es auch mit UK Fahrzeugen gehen. Und da wird erreichen der CoC wohl wesentlich einfacher sein weil die ja ohnehin mit CoC gebaut wurden fuer den UK Markt.

Aber meint ihr, dass das für den Themenstarter relevant ist?

Er will für kleines Geld einen Transporter kaufen. Und weil ihm das in GB noch günstiger erscheint, suchte er nach einem Weg.

Aber nach den jetzigen Beiträgen habe ich den Eindruck, dass man zusammenfassend sagen kann, dass es zwar möglich, aber höchstwahrscheinlich unsinnig ist.

Der Aufwand an Zeit und Geld ist einfach zu hoch und frisst den monetären Vorteil einfach wieder auf.

Besser die Zeit hier investieren und nach einem "Schnäppchen" suchen und im richtigen Moment zugreifen, oder noch besser, ein geeignetes fertiges Wohnmobil erstehen.
Kommt unter dem Strich wahrscheinlich noch am günstigsten.

LG Carsten

pwglobe am 14 Dez 2021 10:05:28

Inselmann hat geschrieben:Siehste, und genau so wird es auch mit UK Fahrzeugen gehen. Und da wird erreichen der CoC wohl wesentlich einfacher sein weil die ja ohnehin mit CoC gebaut wurden fuer den UK Markt.


UK gehört nicht mehr zur EU und folglich wird jetzt das gebrauchte Fahrzeug zum ersten mal in der EU zugelassen und ein älterer Sprinter erfüllt nicht die EU Abgasnorm, eine Zulassung ist nicht möglich.
CoC in Einzelabnahme kostet ca. 5000€ funktioniert aber nur wenn die aktuelle EU Abgasnorm eingehalten wird.

Inselmann am 14 Dez 2021 11:38:23

pwglobe hat geschrieben:UK gehört nicht mehr zur EU und folglich wird jetzt das gebrauchte Fahrzeug zum ersten mal in der EU zugelassen und ein älterer Sprinter erfüllt nicht die EU Abgasnorm, eine Zulassung ist nicht möglich.
CoC in Einzelabnahme kostet ca. 5000€ funktioniert aber nur wenn die aktuelle EU Abgasnorm eingehalten wird.


ja diese Diskussion ist wirklich unnoetig.

Mal dran gedacht das die "aelteren" Sprinter in der UK zugelassen waren als UK noch in der EU war? Und rate mal welche Abgasnormen die dafuer erfuellen mussten.....

Und selbst alles was nach Brexit in die UK geht von EU aus wird die EU Abgasnorm erfuellen. Weil die UK Abgasnorm sich bequemerweise an der EU Abgasnorm orientiert sollte das auch in Zukunkt keine unueberwindbare Huerde sein.

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