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PE Leitung an Multiplus 2 und weitere Komponenten


DiEitsch am 10 Jan 2022 22:56:12

Hallo Wertes Forum,

Dies ist nach meiner Vorstellung mein erster thread und ich muss trotz ausgiebiger Recherche diverser Elektrik-threads hier eine Frage stellen, zu Anschluß von PE Schutzleitern an meine Komponenten.

Kurz zum Vorhaben:

Ich baue eine PV-Anlage, einen Victron Multiplus 2 und eine LiFePo Batterie in meinen Eura A770.
Das besondere ist, daß ich die Komponenten komplett parallel betreiben will, die Serienversorgung des Eura und meine PV, Multi, Batterie „Insel“ sind nur über den AC Out des Multiplus verbunden.

Meine Gründe warum ich das mache werde ich nach Abschluss hier ausführlicher Vorstellen, soll aber hier nicht das Thema sein.

Nun zu meinen Fragen:

Den Multiplus 2 schliesse ich exakt nach Bedienungsanleitung an, sprich ein RCBO kommt zwischen CEE Eingang und AC In des Multi und der schon vorhandene RCBO der CBE Anlage des Eura kommt an AC Out 1 des Multi. Die LiFePo hängt wie gesagt rein am Multi und hat keine Verbindung zum Serien 12V Netz, an der Batterie hängen über einen MPPT von Victron die PV Module.

Der Multi hat einen Gehäuse PE Anschluß, ebenso der MPPT. Ich grüble nun darüber, diese beiden PE Leiter noch ergänzt um einen PE vom Minus der LiFePo ans Chassis anzuschließen. Die Komponenten sind im Heck des Wagens, daher möchte ich die Schutzleiter an einen neuen Punkt am Alko Rahmen (am langen Längsträger) hinten anschliessen.

Frage 1: Passt das so oder ist der Schutzleiter des MPPT und der Batterie evtl. Unnötig? Der PE vom Multi ist für mich obligatorisch.

Frage 2: Gehe ich am Heck ans Chassis oder schleife ich besser alles nach vorne an einen bestehenden Massepunkt? Die CBE 230V Verteilung geht am Sitzbock mit dem PE ran, die Schraube will ich lieber in Ruhe lassen?

Frage 3: Reicht ein PE Querschnitt von 4 Quadrat pro Leiter oder sollte ich dicker werden?

Ich freue mich auf euere Rückmeldungen!

Herzliche Grüße
Dennis

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andwein am 11 Jan 2022 11:05:36

DiEitsch hat geschrieben:.......Ich baue eine PV-Anlage, einen Victron Multiplus 2 und eine LiFePo Batterie in meinen Eura A770.
Das besondere ist, daß ich die Komponenten komplett parallel betreiben will, die Serienversorgung des Eura und meine PV, Multi, Batterie „Insel“ sind nur über den AC Out des Multiplus verbunden. Dennis

Nur aus meiner Sicht, ohne Verdrahtungsplan!
Frage 1: Passt das so oder ist der Schutzleiter des MPPT und der Batterie evtl. Unnötig? Der PE vom Multi ist für mich obligatorisch.
Da deine Batterie/Solar/230V Anlage einen gemeinsamen Massepunkt haben sollte ist eine Einzelverdrahtung der Komponenten überflüssig
Frage 2: Gehe ich am Heck ans Chassis oder schleife ich besser alles nach vorne an einen bestehenden Massepunkt? Die CBE 230V Verteilung geht am Sitzbock mit dem PE ran, die Schraube will ich lieber in Ruhe lassen?
Ich würde nicht ans Längsträger etc gehen sondern eine Leitung nach vorne führen, an den gemeinsamen Massepunkt (wo auch die Startbatt angeschlossen ist)
Frage 3: Reicht ein PE Querschnitt von 4 Quadrat pro Leiter oder sollte ich dicker werden?
Lt. VDE reicht 4 Quadrat, die sagen aber nichts über die Länge. Zieh einfach 2x4 Quadrat, doppelt genäht hält besser!
Gruß Andreas

DiEitsch am 11 Jan 2022 12:18:35

Hallo Andreas,

danke für deine Antwort!

Frage 1 und 3 sind für mich klar!

Zu 2 möchte ich nochmal nachfragen, warum du eher nach vorne auf einen bestehenden Massepunkt gehen würdest? Der Massepunkt des Triebkopf ist gut 6 Meter entfernt, gefühlt würde ich daher eher den kurzen Weg nehmen. Welches Risiko siehst du da dabei?

Grüße Dennis

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andwein am 11 Jan 2022 14:02:37

DiEitsch hat geschrieben:Hallo Andreas,
Zu 2 möchte ich nochmal nachfragen, warum du eher nach vorne auf einen bestehenden Massepunkt gehen würdest? Der Massepunkt des Triebkopf ist gut 6 Meter entfernt, Grüße Dennis

Weil ich Verschraubungen eines Chassis nie traue. Der Rahmen hinten wird nach der Tauchlackierung des Fahrerhauses angeschraubt. Man schiebt kein Kompettchassis ins Tauchbad.
Und jetzt ist halt die Frage: wurden die Schraubstellen vorher abgeklebt oder danach entlackt?? Das ist ein Fiat!
Ich hatte auch mal zwei davon. Da war der Massepunkt am lackierten Fahresitzrahmen und dieser war mit vier dicken Schrauben ohne Zahnscheiben im lackierten und grundierten Fahrzeugboden verschraubt. Die Gewindegänge der eingeschweißten Muttern im Bodenblech waren lackiert!!. Fazit: 0,1V Spannungsabfall von Minuspol zum Chassis.
Gruß Andreas

DiEitsch am 11 Jan 2022 14:55:37

Ok, ich habe schon vermutet daß du die Übergangswiderstände der Karosserie/Chassisbauteile aus den genannten Gründen kritisch siehst.

Die Messgröße ist ja der Widerstand des Chassis verglichen mit dem Widerstand eines Kabels richtig? Ab welchem Widerstand wäre es für die Anwendung kritisch? Es geht ja darum, daß über den Schutzleiter der ungewünschte Strom auch zum Chassis abfließt und nicht irgendwo hin, wo der Widerstand geringer ist und dort dann Schaden anrichtet oder?

Den Kabelwiderstand kann ich einfach rechnen, den Widerstand des Chassis müsste ich messen um zu vergleichen.

Grundsatzfrage: Reicht es nicht aus wenn ich den PE an das grösste Chassisteil anschliesse? das ist ein gut 6 Meter langer Längsträger gut 150-200mm hoch, Blechstärke ca. 2mm also ca. 200kg Stahl

Grüße Dennis

andwein am 11 Jan 2022 16:34:11

DiEitsch hat geschrieben:....Die Messgröße ist ja der Widerstand des Chassis verglichen mit dem Widerstand eines Kabels richtig?
Grüße Dennis

Die Antwort habe ich schon gegeben, aber trotzdem
Ab welchem Widerstand wäre es für die Anwendung kritisch?
Immer wenn die Übergangswiderstände der Chassisverbindungen größer sind als der Kabelwiderstand. Letzeren kannst Du bestimmen (Querschnitt)
Den Kabelwiderstand kann ich einfach rechnen, den Widerstand des Chassis müsste ich messen um zu vergleichen.
Dann tu es
Grundsatzfrage: Reicht es nicht aus wenn ich den PE an das grösste Chassisteil anschliesse?
Die Größe/Masse hat nichts mit dem Übergangswiderstand zum gemeinsamen Massepunkt am Motor/Anlasser/Startbatterie zu tun.

Aber bitte beachten: Der PE ist der Schutzleiter einer 230V Installation im Zusammenspiel mit einem RCD Schutzschalter und einem guten Haus/CP Erder. Das über was du hier fragst fällt eigendlich unter das Thema "gemeinsamer Massepunkt/Potentialausgleich" einer 12V Anlage
Gruß Andreas

DiEitsch am 11 Jan 2022 18:13:12

Passt, alles verstanden!

Aber mir geht es tatsächlich um den PE Schutzleiter der 230V Anlage welche ich um den Multiplus erweitere. Die 12V Anlage fasse ich ja nicht an.

In der Installation des Multi steht, der PE Schutzleiter des Gehäuse muss leitend ans Chassis. Und diesen Punkt wollte ich neu auf den Längsträger setzen am Heck.
Wenn natürlich das Chassis ein Unsicherheitsfaktor dann sollte ich die neuen PE Leitungen auf den selben Punkt legen wie die schon serienmäßig vorhandenen, am Sitzbock.

Ich muss noch die neuen Umstände in mein Prinzipschaltbild einbauen, dann schicke ich das mal durch!

Jedenfalls danke soweit für deine Hinweise und Erläuterungen!

Grüße Dennis

DiEitsch am 11 Jan 2022 20:47:32

So hier mein Prinzipschaltbild

Blau sind die N, grün die PE, Rottöne die Leiter.

Die noch übrige Frage war ja, ob ich einen neuen Schraubpunkt am Chassis mache für die Schutzleiter meiner 3 neuen Komponenten (Multi, MPPT, Batterie) oder ob ich die auch auf den bestehenden Punkt am Sitzbock /mit Chassis verschreaubt) lege. Dort ist auch der PE der Serien 230V Verteilung angeschlossen.
Der Massepunkt für die 12V Geschichten ist der dritte im Bunde, der sitzt vorne am Triebkopf des Fiat.
31573

Und hier noch der Passus aus der Anleitung des Multi wie er das schaltet bei Landstromanschluß und wenn der Wechselrichter die Stromquelle ist
31572

andwein am 12 Jan 2022 12:05:29

DiEitsch hat geschrieben:So hier mein Prinzipschaltbild
Blau sind die N, grün die PE, Rottöne die Leiter.

So ist besser. Der PE muss hinter der CEE Dose an Chassismasse und dieser Punkt sollte mit dem Erdsymbol der WR verbunden werden! Kurze Wege!!! Der Rest ist Prio 2
Gruß Andreas

ChristianF am 21 Sep 2022 23:47:00

Ich suchte gerade nach etwas anderem und wurde zufällig auf diesen Thread aufmerksam.
Da ich auch just eines Besseren belehrt wurde: der Multiplus II ist NICHT für den Einbau in Fahrzeugen zugelassen!

Tinduck am 22 Sep 2022 10:27:58

ChristianF hat geschrieben:Ich suchte gerade nach etwas anderem und wurde zufällig auf diesen Thread aufmerksam.
Da ich auch just eines Besseren belehrt wurde: der Multiplus II ist NICHT für den Einbau in Fahrzeugen zugelassen!


Woher kommt diese Info? Die Dinger werden massenweise in Expeditionsmobilen und auf Yachten verwendet. Victron selber redet bei der Netzanbindung von 'Landstrom' und 'Bordstrom', also ist der primäre Anwendungszweck wohl kaum die Inselanlage im Gartenschuppen.

bis denn,

Uwe

ChristianF am 22 Sep 2022 11:39:26

Tinduck hat geschrieben:Woher kommt diese Info? Die Dinger werden massenweise in Expeditionsmobilen und auf Yachten verwendet. Victron selber redet bei der Netzanbindung von 'Landstrom' und 'Bordstrom', also ist der primäre Anwendungszweck wohl kaum die Inselanlage im Gartenschuppen.


Achtung: es geht hier nur um den MPII! Nicht um die MP (ohne II).

Die Info kommt von Victron. Um in einem Fahrzeug in der EU eingesetzt werden zu dürfen, braucht es ein sog. ECE R10 Zertifikat. Das gibt es nur für die Multiplus (ohne II) Geräte, die MPII haben es nicht. Natürlich KANN man es auch ohne Zertifikat einbauen, aber ZUGELASSEN ist es halt nicht.

Wie es bei Yachten ist, weiß ich nicht, soweit ich weiß fallen die nicht unter Automotive, aber das ist nicht sicher. Dass in der Doku von Landstrom gesprochen wird kommt vermutlich daher, dass man im Englischen von "Landline" spricht wenn das Netz gemeint ist.

Tinduck am 22 Sep 2022 13:03:14

ChristianF hat geschrieben:
Die Info kommt von Victron. Um in einem Fahrzeug in der EU eingesetzt werden zu dürfen, braucht es ein sog. ECE R10 Zertifikat. Das gibt es nur für die Multiplus (ohne II) Geräte, die MPII haben es nicht. Natürlich KANN man es auch ohne Zertifikat einbauen, aber ZUGELASSEN ist es halt nicht.


Das ist aber nur relevant für Händler/Gewerbetreibende. Was sich Paul Privatmann in sein Wohnmobil schraubt, ist erstmal egal, solange das Mobil deswegen nicht abbrennt. Ich wage z. B. zu bezweifeln, dass Nespressos und Kaffeevollautomaten offiziell in Fahrzeugen betrieben werden dürfen - und wie wir gerade in einem anderen Thread gelernt haben, haben z. B. Hubstützenanlagen auch keine E-Nummer, sind aber an Womos recht verbreitet. Und die werden sogar von Fachfirmen eingebaut.

Scheint mir so eine typische Grauzone zu sein, die deutlich anders gelebt wird, als es die Formalie festzulegen versucht.

bis denn,

Uwe

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