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Hallo zusammen, ich würde aus meinem 1992er Bürstner A710 auf Iveco Basis 2,5L, 103PS, ca. 110.000 KM, gerne etwas mehr Drehmoment aus dem Motor holen. Chiptuning scheidet ja aus. Wie sieht es aus mit der Erhöhung des Ladedrucks um 0,1-0,2 bar, dauerhaft oder über Dampfrad? Hat da jemand Erfahrungen? Oder hat vielleicht jemand einen anderen Lösungsansatz, der nicht soviel kostet, dass ich mir gleich ein neues WoMo kaufen könnte? Es geht mir tierisch auf den S... wenn mich die LKW verfluchen, anhupen, mit der Lichthupe nerven und mich von der Fahrbahn schieben wollen, weil ich am Berg einfach nicht über 30-40km/h komme. Teilweise fahren die SO DICHT auf, dass ich wirklich Angst bekomme. Nette Grüße Such dir ne Diesel-Werkstatt, die Erfahrung mit alten Fahrzeugen hat. An der Einspritzpumpe kann man einiges optimieren. Muss man aber meist vor der AU zurückdrehen, weil er dann zwar besser zieht, aber auch mehr russt… Ladedruck erhöhen bringt nix ohne Anpassung der Einspritzmenge. bis denn, Uwe Die Erhöhung des Ladedrucks allein wird wenig bringen. Das sollte einher gehen mit einer maßvollen Erhöhung der Lastanreicherung. Dies wiederum kann u.U. ein thermisches Problem ergeben; die stärkere Variante des Motors mit 116PS hatte daher auch einen Ladeluftkühler. Du wirst nur noch wenige finden, die sich mit mechanischer ESP noch wirklich auskennen. Der hier gehört noch dazu: --> Link LG Wolfgang Das wird dir nicht viel bringen, wie oben ja schon bemerkt. was du tun könntest, primär mal, wäre einen ladeluftkühler einzubauen. weiss aber nicht ob das da so einfach geht. Kurzerklärung: Je kälter die Luft die der Motor bekommt, desto mehr Luft, desto mehr sauerstoff ist auch drin, desto mehr wumms. Lange Erklärung: Durch den Turbo und die Kompression heizt sich die Luft auf. Heisse Luft dehnt sich aus im Volumen, weniger Sauerstoff kommt dann tatsächlich im Brennraum an. Dann wird auch weniger diesel eingespritzt, logischerweise. Gemessen wird die Luft immer schon vor dem turbo. also weiss der Motor auch wieviel diesel reinmuss, egal ob mit oder ohne ladeluftkühler. Wenn du jetzt einen ladeluftkühler hast, zieht sich das Luftvolumen in diesem wieder zusammen, der Turbo muss nicht soviel gegen den Druck arbeiten und kann mehr Luft schaufeln, das Wastegate öffnet später. Mehr Luft=Mehr Diesel=Mehr Wumms. Damit hast du genau den gleichen Effekt wie bei einer ladedruckerhöhung. ein problem in das du bei so alten kisten vielleicht fallen könntest, wäre dass die Motorsteuerung irgendwann denkt "das ist zuviel luft, das kann nicht sein". egal ob bei ladedruckerhöhung oder ladeluftkühler. aber da sollte luft nach oben sein. Was bei vielen alten Turbos funktioniert... aber ich habe keine ahnung, ob und wie bei deinem. D Du kannst den Ladedruck verstellen indem du die Spannung der Feder des Wastegates erhöhst. Das geht manchmal mit Beilagscheiben ( wie bei meinem alten toyota ), manchmal ist es auch einfach nur eine schraube zum einstellen. Edit: habe grade was dazu gefunden --> Link
Motorsteuerung bei nem 2.5 er mit mechanischer Einspritzpumpe? Bei dem Modell kann man zwar vielleicht nen LLK einbauen, aber um die Erhöhung der Einspritzmenge muss man sich dann schon selber kümmern… entweder Einspritzpumpe hochdrehen oder ne andere rein, falls es da was gibt. bis denn, Uwe Ich kann da jetzt nur von meinem frühesten Turbo ausgehen den ich hatte (und getunt habe ), das war eine 1989er Supra. Zwar benziner, aber auch die hatte schon ein Steuergerät das bei zuviel Luft abgeschaltet hat. wenn der iveco daily II die luft trotz turbo nicht misst, wie beim saugdiesel... dann bin ich da jetzt raus aus der diskussion. Hallo maxgr, wenn ich richtig liege, arbeitet in Deinem Iveco Daily mit 103 PS ein SOFIN 8140.47 Motor und hat 235Nm Drehmoment bei 2000 U/min. Die SOFIN 8140.87 Version ist mit der .47 Version identisch und besitzt lediglich einen Ladeluftkühler. Die Leistung steigt auf 116PS und das Drehmoment auf 245Nm ebenfalls bei 2000 U/min. Für das Nachrüsten eines Ladeluftkühlers sieht es demnach ganz gut aus - so hat es ja auch goorooj vorgeschlagen und prima beschrieben. Schau mal in einem Iveco Forum dazu nach oder wende Dich an einen freien Iveco Spezi. Beruhigend finde ich, dass die Teile des Motors offenbar mit der moderaten Steigerung der Belastung ganz gut zurecht kommen. Eine Ladedruckerhöhung per Dampfrad haben wir mal bei einem FIAT Uno Turbo eingebaut. Die Karre machte damit unglaublich viel Spaß, wenngleich nur kurz. (Nur weil Du nach Erfahrung fragst - repräsentativ ist das nicht) Grüße Max Eine Leistungssteigerung bei einem Turbodiesel ist nur bedingt mit einem Turbobenziner vergleichbar. Während man bei einem Benziner nicht einfach den Ladedruck anheben kann, ohne peinlich genau auf eine entsprehende Anfettung desGemischs zur Beibehaltung eines gesunden Lambda-Verhältnisses zu achten, kann man diesbezüglich beim Diesel erheblich weniger falsch machen. Grundsätzlich ist eine moderate Ladedruckerhöhung bei alten Dieselmotoren, die so oder so nicht an der mechanischen Leistungsgrenze gebaut wurden, kein großes Risiko und bringt grundsätzlich eine gewisse Mehrleistung. Das Phänomen der Abmagerung gibt es ja beim Diesel prinzipbedingt nicht, und es wird bei einem 1992'er Diesel auch keine Luftmenge oder -masse gemessen. Es kann allerdings sein, daß die eingespritzte Kraftstoffmenge nicht ausreichend ist, um die zusätzliche Luftmenge auch in Leistung umzuwandeln, von daher sollte man sich auch mit der Einspritzpumpe befassen und nach Möglichkeit die Einspritzmenge moderat erhöhen. Macht man das nicht, würde eine Turbobenziner abmagern und mit einem Kolbenfresser oder Loch im Kolben verenden. Der Turbodiesel hingegen würde einfach keine merkliche Mehrleistung liefern. Von daher: Ich würde es bei dem alten Iveco zunächst mit dem Ladeluftkühler beginnen und dabei auch den Ladedruck etwas erhöhen - wie auch immer man das bei dem verbauten Wastegate am besten hinbekommen kann (Feder, Austausch des Ventils, etc.). Dazu dann die Einspritzmenge an der Pumpe maximal erhöhen, sofern es da eine Einstellmöglichkeit gibt. So lange es dann nicht erkennbar stärker rußt, ist alles ok und die Kosten halten sich im engen Rahmen. Vielen Dank an alle für die Infos, ich denke ich belasse es dann beim Serienzustand. Das Thema LLK war mir geläufig, hat schonmal jemand gemacht in Verbindung mit einer besseren Bosch ESP. Er hat es aber auch sehr schnell wieder zurück gerüstet, weil der Motor thermische Probleme bekam. Lag wohl an einem zu kleinen Wasserkühler. Unterm Strich war der Umbau bei ihm sehr kostenintensiv, denn alleine die ESP kostet ca. 800,- EUR, die Schläuche für den LLK liegen bei gut 350,- EUR und der LLK schlägt auch nochmal mit gut 250,- EUR zu Buche. Wenn ich dann noch an die ganze Arbeit denke für schlappe 13-15PS und eine Drehmomentsteigerung von 10Nm, dann lasse ich es doch lieber :-). Ich habe halt eine einfache und sehr günstige Methode gesucht und wenn es die nicht gibt ... Ok, dann muss ich damit leben und mich weiter die Berge hoch quälen :-D. Was ich mir nochmal ansehen müsste (bin durch Zufall darauf gestoßen) wäre das hier --> Link Vielleicht währe das die Lösung?
Moin maxgr, also ich gehe die Kasseler Berge etwas schneller hoch. und jetzt kommt noch der LLK rein ( originalteile) und dann werde ich mal sehen :roll: Bin in November den Jaufenpass hoch und muß sagen das ging ganz gut, man muß nur ordentlich schalten. :top: Hallo maxgr, was du da verlinkt hast ist das was ich oben als Lastanreicherung bezeichnet habe und auch von anderen als Veränderung von Feder und Kegel in der ESP erwähnt wurde. Wenn das richtig gemacht wird, dann funktioniert das recht gut. Ich kenne das Ergebnis von der von mir verlinkten Firma bei einem 2,8L 50C12 Motor, der allerdings einen LLK hat. Ob das bei dir zu einem thermischen Problem führen würde, ist schwer zu sagen. Bei obigem Motor gibt es seit Jahren keine Probleme. LG Wolfgang
Wie machst Du das mit dem Turbolader, behält Du den originalen und baust den um oder nimmst du den aus dem 8140.43? Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt. Ich lass erstmal den Orginalen muss das ganze ja auch der Regierung schmackhaft machen ♂️ Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt. Moin , ich werde das Thema noch mal aufgreifen ;-) Ich habe mittlerweile den Turbolader ausgetauscht gegen den vom 2,8 l Motor inkl. Ladeluftkühler und bin begeistert. und wenn ich die Feinabstimmung gemacht habe hoffe ich auf noch ein wenig mehr Drehmoment . In diesem Sinne Ein schönes Wochenende Hallo, was ist denn beim Turbo vom 2,8er anders? Hast du den Originalen LLK nachgerüstet oder einen universellen? Lg Hallo, hat so eine erfolgte Leistungssteigerung dann auch ' Erfolg' bei der jährlichen AU? Ändern sich damit dann nicht auch die Parameter, die die Prüfer in ihren Messcomputer eingeben müssen, bzw. dann nicht finden? Es ist so schön oft ein Problem bei meinem Original 35-10, 103 PS das MessSignal abnehmen zu können Was denn für ein Messsignal? Bei mir hat noch nie jemand irgendwas gemessen bei meinem alten Autos oder Motorräder, vl sind da die Österreicher ein wenig kulanter :D
Moin Woifi007, Er scheffelt mehr Luft und so eingestellt wie er bei gerade ist zieht er merklich besser die Berge hoch. Und die Anschlüsse sitzen richtig ;-) Ja ich habe den Originalen verwendet, da ich günstig einen kompletten Motor und Getriebe und einiges an Kleinteilen erwerben konnte ;-) Gruß Ingo
Moin 3510Herne, Also bei der AU hatte ich noch nie Probleme, bis jetzt jedes Jahr meine Plaketten bekommen. Und das einzige Messsignal was bei mir abgenommen wird ist die Drehzahl über den + Pol der Batterie die auch das Prüfgerät mit Spannung versorgt. Gruß Ingo Hast du zufällig eine Ladedruck Anzeige verbaut? Meiner drückt max. 0,85bar, mehr traue ich mich ohne LLK auch nicht :wink:
Nein habe ich noch nicht ;-( aber am Wochenende fahre ich zum Totlachen See, das wird meine Ultimative Teststrecke. aber beim Einbautest waren es 1,0 :roll: Entschuldigung ;-( sollte Toblacher See heißen :lach: :lach: :lach: habe nur keinen Butten gefunden zum Ändern :top: Mit 1 Bar Ladedruck sollte er schon brauchbar nach vorne schieben :D Hast du den max. Ladedruck über die Wastegate Stange eingestellt oder ist die beim 2,8er original auf 1 Bar?
Moin und Entschuldigung für meine späte Reaktion , also ich habe nichts verändert so das er wohl von hause aus auf 1,0 bar eingestellt war oder schon mal nachjustiert wurde . Ich sende Dir mal eine PN. Hallo Daily 2 Selberschrauber. Ob nun 2,5 ltr oder 2,8 ltr, erste Maßnahme wäre für mich die Tuning Feder in der LDA vom Tuning-Meister Franz (bimbim im Ducato Forum). Beim Einbau Kegel der LDA auf max. Taststift -Tiefe, d.h. max. Fördermenge / Anreicherung einstellen. Ladeluftkühler ist dann Voraussetzung und auch manuelle Zuschaltung Magnetlüfter. Lüfter an, wenn absehbar, dass Leistung abgerufen wird. Motor zieht dann schon ab 1500 1 /min. Aber Achtung: Richtig durchtreten erst ab 2.000 1/min. Die verstärkten Drehschwingungen unter 2.000 1/min. erhitzen die Federn in der Kupplungsplatte, laufen blau an, können brechen. Bei schweren Daily's (4 bis 5 to.) und Getrieben unter Bj. 1996, nur 4-Punkt Verschraubung zum Motor, unbedingt mineralisches SAE140 Getriebeöl fahren, 1/2 ltr. Mehr reinstecken, Fahrzeug einseitig aufbocken. Das 6-Punkt Getriebe hat einen etwas größeren Abstand zwischen den Wellen, größeres Modul, kann mehr Leistung vertragen. Auch wenn dies ZF im Maserati Quattroporte mit ca. 280 PS seinen Dienst versah, wird es durch das brachiale Drehmoment eines getunten 2-Ventiler 2,8 ltr. 8140.43 überlastet. Ein Forumsmitglied, liest wohl gerade nicht mit, ist jetzt bei der Linerfraktion, hat mit dem auf ca. 170 bis 180 PS getunten 8140.43 vier 4-Punkt Getriebe geschrottet. Immer die Zahnräder des 4-Gang an Steigungen weggefräst. Ich habe meinen 2,8ter mit LDA Feder, größerem Ladeluftkühler, zusätzlichem Luft-Ölkühler bei verbautem original Ölwasserkühler ca. 20.000 km mit 1,2bar Ladedruck gefahren. Zwei SPAL-Lüfter mit einer Craig Davis Lüftersteuerung versehen. Gab bei 5 to. Gesamtgewicht und Pässen keine thermischen Probleme, weder Öl ( in Ablassschraube gemessen) noch Kühlwasser. Abgaswerte waren immer sehr gut bei HU. Wenn es Probleme gegeben hätte, hätte ich synthetischen Diesel getankt. Beim Beschleunigen keine Russwolken. Allerdings ist der Zylinderkopf in den Einlass-Drallkanälen auch bearbeitet. Nachdem ich mich mit dem selbst aufgearbeitetem Motor 20.000 km vergnügt habe, habe ich den Ladedrck auf max. 1,0 bar begrenzt . Einspritzpumpe ist auf 1,38 mm Eingestellt. Kaltstartbeschleuniger demontiert, da Flammstart (manuell bedient) und Motorvorwärmung vorhanden. Cruise mit dem Alkoven nur noch im Rentertempo, Verbrauch dann auch nur noch um die 13 ltr. Erste Maßnahme also Ladeluftkühler. Dann LDA Feder. Beim 2,5 ltr. kleineren Turbo vom 2,8 ltr. Oder gleich 2,8 ltr. , auch 8140.43C mit nur 108 PS, preiswerter und Antrieb Lichtmaschine über Keilrippenriemen: Lima 160W statt 55W. Allzeit gute Fahrt und erfolgreiches Schrauben. |
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