Wir sind ja flexibel, also schafften wir es in der Zeit vom 14.08. bis 24.09.2021 die Bregenzer Festspiele, die Vogesen, die Bretagne und die Loire in unsere Wohnmobil-Tour einzubauen. Dabei legten wir 3.997 km zurück. Übernachtet haben wir in Bregenz auf einem Campingplatz in der Nähe der Seebühne, und ansonsten standen wir auf Wohnmobil-Stellplätzen.
Wer sich nun nicht mit der Kurzfassung zufrieden geben möchte findet den ausführlichen Bericht hier --> Link.
Über Crailsheim und Bad Schussenried, wo wir uns mit lieben Forumsmitgliedern getroffen haben, sind wir nach Bregenz auf den Campingplatz Weiss gefahren. Der CP wird gut geführt und liegt günstig zur Seebühne. Die Darbietung des "Rigoletto" und die künstlerische Ausgestaltung der Seebühne war phantastisch. Zum Glück hat das Wetter gehalten. Denn eine Veranstaltung im Freien kann auch schon mal ersatzlos ausfallen.

Bei der Weiterfahrt am Bodensee entlang in Richtung Frankreich machen wir noch einen kurzen Stopp in Rorschach (CH) beim Museum Würth. Die Besuche in den verschiedenen Museen Würth lohnen sich fast immer.

Unser Ziel für die Übernachtung ist Singen (Hohentwiel) mit seinem Wohnmobil-Stellplatz am Landesgartenschaugelände mit V+E (Gebühr EUR 5,00). Das Gelände ist noch immer schön angelegt und macht einen guten Eindruck.
Über die Landstraßen des Schwarzwaldes fahren wir über Breisach, wo wir auf dem Stellplatz an der Josef-Bueb-Straße übernachten, nach Frankreich. Am Col de la Schlucht herrscht Hochbetrieb. Wir biegen links auf die Route de Crête ab und fahren zur Ferme et Auberge Breitzhousen. Auf dem Parkplatz können wir mit unserem Wohnmobil bei herrlicher Aussicht übernachten, nachdem wir selbstverständlich auch etwas in der Auberge verzehrt haben. Wir bevorzugen dort ein Munsterkäse-Fondue, die aus einer kombinierten Schinken-Wurst-Platte, einem Salat und dem Käsefondue besteht.


Nach den Städten mit den berühmten Quellen wie Vittel und Contrexville erreichen wir den kleinen Ort Colombey-les-Deux-Eglises. Nun sind wir keine geschichtsbewußten Franzosen, trotzdem ist es schon interessant, dass hier der General und Staatspräsident Charles de Gaulle seinen letzten Wohnsitz hatte und auch hier verstorben ist. Tradition ist ein großes und tief sitzendes Erbe Frankreichs.

In zwei Tagesetappen erreichen wir die nächste geschichtsträchtige Stadt, Fougères, und fahren dort auf den kostenlosen Stellplatz mit V+E in der Allée des Fêtes.


Mit Fougéres hatten wir schon den Schritt in die Bretagne gemacht. Trotzdem geht es für uns jetzt erst hinein. Cancale mit seinen Austernbänken und Saint-Malo als Gesamtwerk sind einfach top. Ganz abgesehen von den Austern in Cancale gab es für uns in Saint Malo in einem kleinen Restaurant mit dem Mittagstisch ein kulinarisches Highlight. Für die Besichtigung von Saint Malo stehen wir in Rothéneuf auf dem Stellplatz mit V+E, der aber wie ein Campingplatz geführt wird. Es ist eine super Sache, und der Linienbus nach Saint-Malo fährt neben dem Campingplatz los.

Austernessen in Cancale
Unser Mittagsmenü in Saint Malo:

Aperitif: Kir Breton (Crème de Cassis – schwarzer Johannisbeerlikör aufgeüllt mit Cidre)

Gruß aus der Küche: Brot mit leichtgesalzener Butter

Vorspeise: Graved Lachs auf einem Pancake aus Buchweizen, einer Mousse aus Sahne und Ahornsirup und ein paar Tupfen Senf-Dill-Soße

Hauptspeise: Stücke aus der Lammkeule, Petersilienwurzelpüree, eine frittierte Möhrenscheibe und etwas Zucchini, Tupfer von Kürbis/Sesamöl

Nachtisch: Dacquoise à l’amande – mehrschichtiges Mandeltörtchen mit einigen Tupfern Mangomousse
Bei unserer Weiterfahrt mit Übernachtungen in Plevenon, da man am Cap Frehel nicht übernachten darf, erleben wir in Erquy eine große Enttäuschung. Den Stellplatz am Plage Caroual gibt es nicht mehr. Dort wird jetzt ein Hotelkomplex gebaut. So ziehen wir über den Plage Lermont, Guingamp und St. Pol de Leon nach nach Kerluan auf den Aire de Camping-Car de Ménéham mit V+E. Da machen wir doch erst mal einen schönen Strandspaziergang am Plage des Chardons Bleus.


Von hier aus kann man gut die alte Siedlung von Ménéham besichtigen.
Über Aber Wrac'h erreichen wir unseren westlichsten Punkt in der Bretagne - Lampaul-Plouarzel mit dem Ortsteil Porspaul und dem dortigen Wohnmobil-Stellplatz mit V+E. Dort treffen wir auch wieder zufällig einen guten Bekannten aus dem Wohnmobilforum. NAchdem schon einige Minuten der Wind bretonische Klänge an unser Ohr getragen hat, gingen wir schnell der Musik nach und erlebten noch ein Teil einer Hochzeitszeremonie am Meer.
.Die Südküste der Bretagne hatte noch zahlreiche schöne Plätze wo wir übernachtet haben.

Camaret

Concarneau

Le Croisic.
An der Loire entlang ging es dann immer weiter in Richtung Heimat. Wir haben noch zwei Schlösser und zwei Winzer besucht. Unseren Abschluss machten wir in Ribeauvillé und Rhodt u. Rietburg.
Wer jetzt unsnoch viel ausführlicher, selbstverständlich mit mehr Landschaft, Bildung und guten Speisen sehen möchte, auf der Reise folgen will, kann dies hier tuen --> Link.
Viel Spaß bei der Lektüre.



