dank der vielen Bauberichte und toller Unterstützung durch die Wissenden hier (mein Dank geht an alle hierzu!), habe ich micht auch an einen Selbstbau getraut. Hier also mein Baubericht.
In einigen anderen Fäden hatte ich ja schon mal einige Fragen und Details zu meinem Winterprojekt gepostet.
Es soll ein Hybridsystem aus 1 existenter Varta 95AH AGM und einem LiFePo4 Akku zur Untersitzmontage werden.
siehe --> Link
und --> Link
Also jetzt: Ich haben fertig :)
Aber der Reihe nach:
bei Faktor habe ich mir 4 Stück Elerix 135Ah inklusive Initialisierung, einen Würfelsicherungshalter, einen ANL Sicherungshalter und Sicherungen je 150A bestellt, dazu noch ein JBD 150A lang bei emotion-e. Für die Busbars habe ich 2 Kupferflachstangen 500 x 30 x 3 mm besorgt.
Die Ruhespannung direkt nach dem Auspacken war je Zelle sehr gleichmäßig bei 3,34 V.
Hier die Zellen:

Im Baumarkt Siebdruckplatten zuschneiden lassen, zu Hause dann gebohrt und gesenkt:

Als Isolierung zwischen den Zellen und zur Kistenwand habe ich die Antiklappermatten von Ikea zugeschnitten. Zwischen Zelle 2 und 3 so viele Lagen, daß der Temperatursensor nicht die Zellenwände eindrückt.
Aus den Kupferschienen die Busbars gesägt (zum Glück war es draussen trocken und nicht zu kalt :D , Keller haben wir nicht :( ), gebohrt, gesenkt und entgratet, mit Gewebeklebeband isoliert, beschriftet und montiert:

Dann konnte die Kiste rundum erstmal mit Klemmzwingen geschlossen werden.

Für den Pluspol habe ich aus dem Kupfermaterial eine Schiene gefertigt, welche durch einen Schlitz durch die Seitenwand geht. Darauf dann den Würfelsicherungshalter mit einer 150A Sicherung.
Die blauen Kabel für den Balancer des JBD sind mit Bezeichnerfähnchen versehen, zur Erleichterung der späteren Anschlusses 8)
Über die Zellen soll das Balancerboard kommen. Da habe ich so eine Stunde Löcher in die Luft geguckt, bis ich dann die Idee hatte, wie die Befestigung erfolgen kann:
Ich hatte noch ein Alu-C-Profil rumliegen, entsprechend abgelängt, mit Löchern versehen, Isolierung (kam mit den Zellen mit) angegklebt und dann das Board mit der Schmalseite zum Reinschieben:


Den Minuspol habe ich auch aus dem Kupfermaterial gefertigt. Insgesamt brauchte ich 3 Stücke:

Damit kann ich den Minuspol auch zur Befestigung des Boards nehmen:


Ein bisschen fummelig war dann das Befestigen der zwei 16er Kabel für den Aussenminuspol der Batterie. Damit ich keinen Kurzen produzieren, lag die ganze Zeit eine Luftpolsterfolie auf den Zellen.

Jetzt nur noch die Balancerkabel mit Wagoklemmen an das Board anschliessen:

Auch die Wagoklemmen habe ich mit den entsprechenden Bezeichnungen der Balancerkabel beschriftet.
Das Bluetoothmodul habe ich mit einem Schalter versehen, um es ganz ausschalten zu können. Vorgesehener Befestigungspunkt: die Kunststoffverkleidung des BF-Sitzes zum Durchgang zwischen den beiden Sitzen.
So ganz zufrieden war ich aber mit der 2 Kabel-Lösung zum Aussenminuspol nicht. Sind doch schon ganz schön starr... :D
Also habe ich nach Alternativen gesucht und bin dann auch fündig geworden:
extrem flexible und isolierte Gewebeflachkabel in 25 mm²:

Diese Flachverbinder werden auch im Kranbau verwendet, sollen bis 185A belastbar sein.
Also ein bischen umgebaut, ein M10 Strompfosten bei Anumot und 2 Stromverteiler M8 (je einer rot und schwarz) am Fluss bestellt:
.Den Deckel (4mm Siebdruck) fix im Baumarkt besorgt, gebohrt und mit zugesägten Rohrstückchen aus Kunststoff als Distanzstücke auf den Kasten geschraubt. So kann die Wärme abgeführt werden.
Und so sieht die Batterie jetzt aus und wartet auf den Einbau. Der erfolgt wohl aber erst, wenn die Temperaturen ein bisschen angenehmer werden.



Den neuen Bluebattery x200 habe ich schon mal montiert, obs so bleibt, weiß ich noch nicht :?:

Der Anschluss der AGM, der Verteilerschienen und des schon vorhandenen WR erfolgt wohl auf einer Installationsebene am Sitzgestell. Aber das auch erst, wenn es Draussen angenehmer ist.

Zwischendurch hatte ich einen Belastungstest mit anschliessendem Aufladen gemacht. Für diese Geschichte inklusive Fotos mache ich dann einen zweiten Faden auf.
Viele Grüße
Ralf














