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Feuchtigkeitsmessung Wohnmobil mit Messgerät


turbokurtla am 22 Feb 2022 12:39:02

Feuchtigkeitsmessung Wohnmobil


Für eine anständige Feuchtigkeitsmessung in einem Womo braucht es erst einmal ein gutes, kapazitives Messgerät, reichlich Erfahrung damit und die Erfahrung wo in einem Womo überwiegend Nässeschäden auftauchen können.
Dann sollte man natürlich um den Aufbau des zu messenden Fahrzeuges Bescheid wissen,
also ist z. B. ein konservatives Holzgerüst in Sandwichwänden verbaut, ein holzfreier Aufbau mit PU Schaum ( mit oder ohne Holz im Fußboden ) oder ein neuerer Aufbau, meist bei teuren Wägen, völlig ohne Holz mit ganz anderen Materialien ( die lasse ich hier weg ).
Wichtig sind auch aus welchen Materialien die Innen- und Außenwände bestehen, man sollte also wissen welche Materialien aufgrund Inhaltsstoffen hohe Werte anzeigen ohne nass zu sein. Früher gabs mal Dekore mit Metallanteilen a la Textiltapete, da misst man immer „nass“. Gleiches wenn man den schwarzen Fenstergummis zu nah kommt, da ist was drin was „nass“ anzeigt.
Bei GFK Wänden außen kann man z. B. von außen messen, bei Blech geht das nicht.
O.K., fangen wir mit dem Dach an. Klar natürlich muss man alle Einbauten messen, von unten innen wenn das geht. Dachluken, Lüfter, Antennen, Kabeldurchführungen u.s.w.
Immer um z.B. eine Dachluke im Kreis herum. Und da geht’s auch schon los mit Erfahrung,
ist ein Holzrahmen verbaut oder nicht. Der Unterschied von Messwerten ist gravierend, egal ob nass oder trocken.
Also weiter, wo könnte Wasser eindringen und wo setzt man diese Messpunkte.
Alle Dachkanten natürlich, rechts und links, angefangen vorne unter/über einem Alkoven bis hinten/unten in Staukästen hinein. Immer die Dach- und die Seitenwand messen weil sie jeweils separate Rahmen haben. Mal stecken undichte Schrauben von Abdeckleisten im Dachrahmen und mal im Seitenwandrahmen, je nach Bauart des Herstellers.
Zu beachten ist auch das anhalten der Messkugel. Geht man genau ins Eck ermisst man beide Rahmen gleichzeitig und erhält höhere Werte als einzeln.
Ganz wichtig am Dach sind auch Querleisten, also Abdeckungen von Blechstößen z. B. von Alkoven/TI Hutze zum restlichen Dach. Besonders hinten die Abdeckungsleisten von Dachblech zur Heckwand werden sehr oft durch Temperaturverwindungen der beiden Bauteile undicht.
Am Heck sind oft Anbauten die stark belastet werden, z. B. Radträger. Ganz wichtig diese genau zu checken. Besonders die oberen Befestigungen sind sehr oft falsch montiert und müssen einfach undicht werden.
Wichtig auch, wo steht oder läuft permanent Wasser. Am Dach oft durch die Neigung der Fahrzeuge hinter Hutze oder Alkoven. Dann meist seitlich vor den erhöhten Kantenleisten.
Genau hier sind sehr oft Undichtheiten weil 3 Sachen zusammen kommen. Stoß der Kantenleiste, Stoß der Querleiste ( also die Verbindung der Bauteile Alkoven/restl. Dach ) und stehendes Wasser. Tja, und dann sind da noch sehr oft Plastikabdeckungen drübergeschraubt.
Eine Dachreeling, besonders wenn oft benutzt, ist auch eine große Gefahr. Meist sind deren Halterungen ganz einfach und ohne spezielle Abdichtung in die Kantenleiste geschraubt. Eine angebaute Leiter am Heck um da rauf zu kommen ist auch sehr oft undicht. Beide Sachen kann man aber von innen leicht ermessen.
Wenn Wasser vom Dach weiter abläuft, dann nach hinten. Durch erhöhte Kantenleisten kann es weder rechts noch links weg, also läuft alles rechts oder links hinten übers Heck ab. Hier wieder Quer- oder Kantenleisten und natürlich Radträger, Fenster, Serviceklappen und dergleichen mehr.
Auch die Seitenwände muss man überprüfen. Alle Fenster, Tür, Radläufe, Serviceklappen u.s.w. sollten ringsrum gemessen werden. Die Haltepunkte der Markise sind auch wichtig. Hier unterhalb der Schrauben messen. Ansonsten immer oben messen, denn da kommt das Wasser her. Natürlich zählt auch hier wieder Erfahrung. Rahmen oder vorgehängte Fenster, mit oder ohne Holzrahmen, Querhölzer unter den Querleisten bei vorgehängten Fenstern, u.s.w.
Ein wichtiger Punkt der Seitenwand sind die Fender, also die Verbindung vom Führerhaus zum Aufbau. Auch hier durch Bewegungen/Verspannungen und unterschiedliche Befestigung treten besonders im oberen Bereich oft Undichtheiten auf.


Ihr seht also, es ist ein komplexes Thema, das man nicht nur mit einigen kurzen Antworten abhaken kann.
Ich wage auch zu bezweifeln, dass bei den vorgeschriebenen Dichtheitsprüfungen bei Händlern alles anständig geprüft wird. Sei es aus Zeitmangel oder durch fehlende Kompedenz.
Trotzdem empfehle ich diese, schon aufgrund der Garantie, machen zu lassen. Den Monteur, wenns geht, dabei beobachten und daraus lernen.
Zusätzlich selbst ein gescheites Gerät kaufen und daheim in Ruhe alle vakanten und vom Monteur vergessene Stellen selbst regelmäßig nachmessen.

Luftfeuchtigkeit beim Messen im Womo spielt eigentlich eine untergeordnete Rolle solange kein Wasser an den Wänden steht. Einfach kurz durchlüften und gut ists. Egal auch obs draußen regnet oder nicht, man misst ja die Wände und nicht die Luft.

Sehr schwer ist es ältere und schon abgetrocknete Nässe/Fäulnisschäden zu entdecken. Z. B. wenn ein Womo jahrelang in einer Halle stand, vorher aber undicht und nass war. Jedes noch so gute Messgerät würde hier überall trocken anzeigen obwohl alles verfault ist.
Das kann man nur durch optische Begutachtung rausfinden, also alle vakanten Stellen genauestens auf Wasserflecken und weiche Stellen untersuchen, abdrücken oder abklopfen. Ganz besonders unten in den Staukästen und den Unterboden.

Bezügl. der angezeigten Messwerte der jeweiligen Geräte, die immer unterschiedlich sind,
muss man einfach lernen durch üben. Manche Geräte messen, je nach der Dichte des Materials bis zu 12 cm, oder auch nur 4 cm tief. Diese Tiefen erreicht man aber nur bei sehr dichtem Material wie z. b. Beton. Bei Holz ist das deutlich weniger, bei Iso so gut wie gar nix mehr.

Messgeräte :
Eh klar, dass man nur mit kapazitiven, also in die Tiefe des Materials messenden, Geräten gut messen kann. „Einsteckpieckser“ sind dafür nicht geeignet. Auch Geräte mit denen man durch Auflegen einer größeren Fläche misst sind eher ungeeignet.
Bei einer Neuanschaffung sollte man auf eine möglichst kleine und lange Messkugel achten. Nur mit so einer „Spitze“ kommt man überall gut hin. Ob so ein Gerät bei erhöhtem Wert piepst oder ihn nur anzeigt, ob es an einem Kabel hängt oder nicht ist eigentlich nur beim Handling entscheidend. Wichtig das man es nach einer Messung im nicht einsehbaren Bereich noch ablesen kann, also z. B. eine hold Funktion hat.
Solche Geräte gibt es mittlerweile sehr viele und gute und kosten so etwa ab 100.- Euro aufwärts.

Immer wieder alles Mögliche messen um zu begreifen was diese Werte bedeuten. Referenzwerte von wirklich trockenen Sachen nehmen.
Vielleicht auch mal eine dünne Holzplatte auf ein Stück Styropor legen. Ein nasses oder trockenes Stück Holz drunter und schon sieht man den Unterschied der Werte oder ob es sich überhaupt noch ermessen lässt.


Nur so kann man richtig messen und verstehen,
dann allerdings ist man auf der sicheren Seite.

Hoffe geholfen zu haben
Gruß Kurt

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frantep am 22 Feb 2022 14:54:21

Hallo Kurt!
Das ist mal verständlich erklärt! So kann ich mein „Dorstmann Pinless Moisture Meter“ in Gebrauch nehmen.
Danke! :lol:

NeuerCamper2021 am 22 Feb 2022 15:04:54

Vielen vielen Dank für deine Mühe.

Anzeige vom Forum


womostocki am 22 Feb 2022 15:15:05

Servus Kurt,

das nenne ich Mal geballte Information! Vielen herzlichen Dank für Deine Mühe! Die positive Bewertung ist raus!

Es grüßt

Andreas

luedra am 22 Feb 2022 15:24:42

Hallo Kurt,
vielen Dank für die Informationen.
Du hast wie immer mit Deinen Beiträgen geholfen.

Bergbewohner1 am 22 Feb 2022 17:37:45

An dieser Anleitung sieht man, wer Ahnung und ganz wichtig, Erfahrung hat. :dankeschoen:

stranieri am 22 Feb 2022 21:47:02

Hallo Kurt,

ich finde es super, dass Du schon seit Jahren hier im Forum so wertvolle Hilfe leistest und so viel Zeit investierst, das ist nicht selbstverständlich, deshalb an dieser Stelle von mir ein fettes

DANKE :klatschen:

Viele Grüße

JackSchmidt am 23 Feb 2022 08:37:43

Hallo Kurt,

danke das Du dein Fachwissen hier schon seit Jahren teilst. Dafür von mir ein Plus ➕.

rollermanne am 23 Feb 2022 08:46:06

Moin Kurt, auch ich lese deine qualifizierten Beiträge immer gerne da sie von einem Fachmann sind und immer ohne Umwege auf das Problem bezogen sind.
Danke für deine Ausdauer

JoergZ am 23 Feb 2022 09:26:16

Kurt, auch von mir grossen Dank für deine sehr ausführliche Information. Toll, daß du dir diese Zeit genommen hast.

Ich habe nur Erfahrung mit altem Holzaufbau und Nässeschäden. Das neue Mobil ist ja annähernd holzfrei und dadurch anders, schwieriger zu beurteilen.
Heute sind wir in der Werkstatt für eine Kleine Nachbesserung und ich werde mal nach den Messpunkten fragen.
Ansonsten mache ich mir eine eigene Messpunktekarte.
LG Jörg

caradoroland am 23 Feb 2022 10:08:41

turbokurtla hat geschrieben:Diese Tiefen erreicht man aber nur bei sehr dichtem Material wie z. b. Beton.


Moen Kurt,

ich will Dich garantiert nicht verbessern,

aber, Beton zu messen auf eine Restfeuchtigkeit macht keinen Sinn. Beton ist von Natur aus nass und feucht ( auch alkalisch) und je nach Bauteil, z.B. Fundament, hast Du massiv Metall/Bewehrungen drin, und deine Messung ist somit ungenau.

Aber wie gesagt: Du bist der Profi, keine böse Absicht steckt dahinter.

Ich messe immer mit der Kugel. Dabei achte ich auch darauf, dass ich das Kabel mit der Hand/Finger nicht berühre. Denn dann zeigt die Messung auch "Nass" an.
Unseriöse Unternehmen/Techniker unterstelle ich einfach mal, dass so auch der Verbraucher getäuscht wird. Es werden Messungen gemacht, der Kunde sieht auf dem Display den erhöhten Wert, und erkennt nicht, dass der Techniker mit dem Finger am Kabel ist.

Hats alles schon gegeben.

turbokurtla am 23 Feb 2022 10:12:06

Das passt schon so Leute,
hab i. M. Zeit weil krank daheim.
Ich geb dann noch einen drauf. Ist zwar ein alter Hut,
aber trotzdem noch interessant um sich Infos rauszuziehen.
Ein Test von verschiedenen Messgeräten aus 2008.
Zieht sich unendlich lange hin,
2 Links von mir auf Seite 3 führen allerdings zu einer Liste mit Messwerten
und einem Abschlussbericht mit Empfehlungen.
--> Link

turbokurtla am 23 Feb 2022 10:21:30

caradoroland hat geschrieben:aber, Beton zu messen auf eine Restfeuchtigkeit macht keinen Sinn. Beton ist von Natur aus nass und feucht ( auch alkalisch) und je nach Bauteil, z.B. Fundament, hast Du massiv Metall/Bewehrungen drin, und deine Messung ist somit ungenau.

Ja, hast schon Recht.
Trifft natürlich bei Womos hier nicht zu und sollte auch nur ein Beispiel bezügl. Messtiefe in unterschiedlichen Materialien sein.

Da ich aber im Job sehr oft mit Wasserschäden in Gebäuden, also Wände/Böden/Decken, zu tun habe,
weiß ich schon damit umzugehen. Ist halt was ganz anderes.

turbokurtla am 23 Feb 2022 10:35:41

JoergZ hat geschrieben:Das neue Mobil ist ja annähernd holzfrei und dadurch anders, schwieriger zu beurteilen.


So, und genau das ist bei durchzumessenden Materialien der Punkt.
Material mit höherer Dichte kann man ermessen, Iso fast nicht weil zu viel Luft drin ist.

Soll heißen, eine feuchte Holzleiste kann man unter einer Dekorplatte deutlich ermessen. Ist aber kein Holz drin,
also nur Außenwand/Iso/Innenwand geht da meist nix.
Dann ist Nässe meist an der Innenseite der Außenwand zu finden. Misst man von innen müsste man durch 3 cm dicken, trockenen PU Schaum durchmessen. Das geht nicht.
Von außen durch GFK ginge es.

Achtet mal bei Händler Messungen darauf wie und wo die messen und mit welchen Ergebnissen.
Ihr werdet erstaunt sein was da manche messen obwohl es gar nicht geht.

Trashy am 23 Feb 2022 17:23:43

Vielen Dank.
Dafür ein dickes Plus

Alter Hans am 23 Feb 2022 19:48:31

Hallo Kurt,

auch von mir meinen Dank für Deine ausführliche, verständliche und natürlich sachkundige Anleitung zum Feuchtigkeit messen.

Eine Frage hätte ich zu einer PUSchaum isolierten Wand mit GfK Deckschichten aussen und innen:
ist Dir irgendwann mal eine verrottete solche Wand begegnet? ZB wegen Rissen im GfK oder anderen Undichtigkeiten.
Man liest ja etwas diverse Angaben über die Wasseraufnahmefähigkeit von PU Schaum. So von fast Null bis ca 5 %.

JoergZ am 23 Feb 2022 21:05:46

turbokurtla hat geschrieben:Das passt schon so Leute,
hab i. M. Zeit weil krank daheim.
...

Uff - na dann mal die besten Genesungswünsche von hier - krank ist alles Käse :(

P.S.: mir wurde heute auf Nachfrage beim Händler mitgeteilt, daß nicht nur mittels Hygrometer gemessen wird, sodern auch mit einem Scanner die gesamte Wand untersucht wird und dazu alle Schränke leergeräumt sein müssen.
Na, ich bin gespannt, da ich noch bis Herbst warten muß bis zur ersten Dichtigkeitsmessung

JoergZ am 23 Feb 2022 21:09:13

Alter Hans hat geschrieben:Hallo Kurt,...
Man liest ja etwas diverse Angaben über die Wasseraufnahmefähigkeit von PU Schaum. So von fast Null bis ca 5 %.

Ich würde mal auf die Verklebung und Grenzflächen tippen, die durch Feuchtigkeit und Temperaturschwankung zerstört wird. Das wird sich alles voneinander lösen, befürchte ich.
Was sagt der Fachmann?

Ausderasche am 24 Feb 2022 01:22:33

Ein supertoller Beitrag Kurt! Danke dafür!

Einen der Kernsätze sehe ich hier, wenngleich ich für mich selbst eine andere Interpretation ableite.

turbokurtla hat geschrieben:Ich wage auch zu bezweifeln, dass bei den vorgeschriebenen Dichtheitsprüfungen bei Händlern alles anständig geprüft wird. Sei es aus Zeitmangel oder durch fehlende Kompedenz.
Trotzdem empfehle ich diese, schon aufgrund der Garantie, machen zu lassen. Den Monteur, wenns geht, dabei beobachten und daraus lernen.


Das mit dem "anständigen Prüfen" sehe ich genauso. Und insbesondere die fehlenden Kompetenz, weil .....Personalmangel, Einstellung von Handwerkern aus verschiedenen Berufen, die dann angelernt die Dichtigkeitsprüfung durchführen, unterschiedliche Hersteller im Angebot der Händler, viele Fahrzeugtypen, moderne und alte Fahrzeuge mit unterschiedlichen Aufbauten und Aufbautypen, Zeit- und Gewinndruck. Und deswegen zweifele ich, dass bis auf ganz wenige "Alte Hasen" dieses Prüfgeschäft auch tatsächlich beherrschen und beherrschen dürfen. Wobei zusätzlich in vielen (Vertrags-)Werkstätten aus Sicherheitsgründen (und vielleicht anderen Gründen) das Betreten und Beobachten der Tätigkeiten an den Fahrzeugen untersagt ist. D.h. das von Dir empfohlene Zusehen bei der Dichtigkeitsprüfung ist gar nicht möglich.

Deshalb jetzt meine abweichende Interpretation:

turbokurtla hat geschrieben:Trotzdem empfehle ich diese, schon aufgrund der Garantie, machen zu lassen.


Die Prüfung mache ich nur die ersten 3 Jahre. (Wobei aufgrund Gewährleistung doch das erste (?) Jahr sowieso gedeckelt sein sollte) Bei Preisen, die zwischen 150-200 Euronen je Prüfung liegen, summieren sich die (wie wir gerade gelernt haben, potenziell qualitativ fehleranfälligen) Prüfungen über 10 Jahre für z.B. mein Fahrzeug auf satte 2000,--€ und bei steigenden Preisen auf viel mehr. Dafür kaufe ich mir lieber ein qualitativ hochwertiges Prüfgerät und mache selbst eine Dichtigkeitsprüfung ala KURT! Und zwar sooft ich das will und für nötig halte! Bei Herstellern, die 10 Jahre Dichtigkeitsgarantie geben, habe ich in diesem Forum selten (nie) von Undichtigkeitsbeschwerden gelesen. Wobei das Undichtigkeitsproblem zunimmt, je älter das Fahrzeug wird.

Bei Fahrzeug mit kurzer Dichtigkeitsgarantie stimme ich Kurt zu und würde auch, wie von Kurt empfohlen in der Garantiezeit intensiv kontrollieren.

Gruß
Frank

turbokurtla am 24 Feb 2022 10:30:20

Alter Hans hat geschrieben:Eine Frage hätte ich zu einer PUSchaum isolierten Wand mit GfK Deckschichten aussen und innen:
ist Dir irgendwann mal eine verrottete solche Wand begegnet? ZB wegen Rissen im GfK oder anderen Undichtigkeiten.
Man liest ja etwas diverse Angaben über die Wasseraufnahmefähigkeit von PU Schaum. So von fast Null bis ca 5 %.


Nein, ich habe keine praktischen Reparatur Erfahrungen mit GFK/PU Schaum.
Einzigst bei meinem Test Messungen und dem Einweichen von solchen Sandwichplatten
habe ich bemerkt, dass sich nasser Kleber langsam löst.
Ergo, obwohl der Schaum so gut wie kein ( hab ich ja gewogen ) Wasser aufnimmt, würde sich bei einer Undichtheit, die ja trotzdem sein kann, Feuchtigkeit in der Klebefläche breitmachen.
Wie weit, wie arg und welche langfristigen Auswirkungen das haben könnte.
keine Ahnung.

turbokurtla am 24 Feb 2022 10:47:27

JoergZ hat geschrieben:P.S.: mir wurde heute auf Nachfrage beim Händler mitgeteilt, daß nicht nur mittels Hygrometer gemessen wird, sodern auch mit einem Scanner die gesamte Wand untersucht wird und dazu alle Schränke leergeräumt sein müssen.

Es gibt mit Sicherheit auch viele gute Händler und Monteure.
Es gibt auch garantiert immer wieder neue Möglichkeiten diesen Wasserschäden auf die Spur zu kommen.
Scanner, Ultraschall, Wärmebildkameras und vieles mehr.
Mag mal gut sein und manchmal halt nicht, man muss hier differenzieren was man wo sucht.
Ob das dann wirklich immer zielführend ist, wage ich manchmal zu bezweifeln.

Alter Hans am 24 Feb 2022 11:02:22

Danke Kurt für die klare Antwort,
gewogen hatte ich bei Baubeginn auch mal ein Reststück PU Sandwich trocken und nach einem Monat Wasserbad. Da war der Unterschied marginal gewesen (1%?).
Die Rundkanten die die Klebeflächen der Sandwiches bei meinem Mobilchen recht großflächig überdecken leiten die Kräfte von GfK Sandwich auf GfK Rundkante und wieder auf GfK Sandwich ein. Wenn da die PU Verklebung sich lösen würde wäre das wohl noch nicht katastrophal?
Dass sich das GfK vom PU lösen kann hatte ich bei meinem Mobilchen bisher nicht feststellen können. In diesem Fall würden wohl meine Hängeschränke runterfallen. Sie sind am GfK verklebt (über verklebte Holzklötze die mit den Schränken verschraubt sind). Das hat vor vielen Jahren auch wenige hundert Pistenkm überstanden.
Ich fragte Dich, Kurt, deshalb an weil ich wenige Risse in der Fläche des äußeren GfK habe die nicht repariert, aber wasserfest überklebt sind. Sie reissen seit vielen Jahren nicht weiter.

proff56 am 24 Feb 2022 11:39:22

Hallo Kurt,
ein schöner Bericht, dem man Deine Kompetenz und Erfahrung anmerkt. Danke! Für mich habe ich dazugelernt: Das Protokollieren der Messpunktorte und deren Anzeigewerte ist wichtig, wenn man rechtzeitig Undichtigkeiten (oder Problemzonen) erkennen will.

Darf ich noch etwas dazu ergänzen?

Zunächst: Ich würde stärker darauf hinweisen, dass diese "Kugelmessgeräte" immer erst kalibriert werden müssen an einem gleichen "Stoff", der trocken ist. Das ist m.E. im Wohnmobil in der Praxis nicht möglich, da ich ja keine Probestücke in der Hand halte, von denen ich die vorhandene Feuchtigkeit kenne.

Also gehe ich persönlich anders an die Sache ran: Die gesamte Fläche, die ich vermute, dass sie aus gleichem Material und Aufbau (!) besteht, wird abgetastet. Der niedrigste Wert kann als "trocken" angesehen werden, wenn ich aus Erfahrung weiß, dass ich bisher keine Probleme an diesen Stelle kenne/hatte. Und erst dann kann ich bei Stellen mit höherem Messwert entscheiden, ob dieser Wert eine zu hohe Feuchtigkeit anzeigt. Ob dies aber auf Undichtigkeit zurückzuführen ist, ist eine ganz andere Frage.

Aus diesem Grund lasse ich mein WoMo ersteinmal trocken stehen und "aklimatisieren", d.h. ich muß mir sicher sein, dass sich vor der Kontrolle keine "niederschlagende Feuchtigkeit" (Kondenswasser) bilden konnte. Beispiel: WoMo kalt, außen viel wärmer, das ist ganz schlechte Grundlage für eine Kontrollmessung.

Und wenn ich eine "sichere" Undichtigkeitskontrolle durchführen will, muß ich entweder nach einer ersten Kontorllmessung durch kräftigen Regen fahren ..... oder den Rasensprenger längere (!) Zeit benutzen, und dann die (Vergleichs-)Messungen wiederholen. Und genau diesen Punkt kritisiere ich bei den Dichtigkeitsprüfungen, für die ich viel Geld hinlegen soll. Hat irgendjemand schon mal festgestellt, dass ein Händler solchen Aufwand betreibt?

Übrigens: wenn ich falsch liege, korrigiere mich bitte - ich lerne gerne dazu.

Undann gleich eine Frage: Leitfähige Teile innerhalb der kontrollierten Flächen verfälschen die Messung gravierend .... in vielen Wänden(Decken) werden vom Hersteller Leitungen verlegt. Andererseits sind dies Hohlräume, in denen eingedrungenes Wasser gerne entlangfließt. Es ist folglich praktisch unmöglich, an diesen Stellen vernünfitige Schlüsse zu ziehen, korrekt?

JoergZ am 24 Feb 2022 14:54:16

proff56 hat geschrieben:...
Zunächst: Ich würde stärker darauf hinweisen, dass diese "Kugelmessgeräte" immer erst kalibriert werden müssen an einem gleichen "Stoff", der trocken ist. Das ist m.E. im Wohnmobil in der Praxis nicht möglich, da ich ja keine Probestücke in der Hand halte, von denen ich die vorhandene Feuchtigkeit kenne.
...

Ich würde davon ausgehen, daß eine Stelle mittig auf der Wand, weit weg von Fenstern o.ä., als Referenz herangezogen werden kann (muss).
Die Wahrscheinlichkeit, daß Feuchtigkeit sich bis in die Mitte breitgemacht hat, sollte recht niedrig sein.
Von da aus dann der immer gleiche Messablauf...

Bergbewohner1 am 24 Feb 2022 17:25:01

Alter Hans hat geschrieben:Ich fragte Dich, Kurt, deshalb an weil ich wenige Risse in der Fläche des äußeren GfK habe die nicht repariert, aber wasserfest überklebt sind. Sie reissen seit vielen Jahren nicht weiter.

Naja, das mußt da aber dann genau beobachten, normalerweise sollen Haarrisse ausgefräst werden und dann wieder fachgerecht verschlossen werden.

turbokurtla am 24 Feb 2022 18:43:42

proff56 hat geschrieben: diese "Kugelmessgeräte" immer erst kalibriert werden müssen ...
Aus diesem Grund lasse ich mein WoMo ersteinmal trocken stehen ...
muß ich entweder nach einer ersten Kontorllmessung durch kräftigen Regen fahren ...
Es ist folglich praktisch unmöglich, an diesen Stellen vernünfitige Schlüsse zu ziehen


1. Nicht alle Geräte muss man kalibrieren. Ansonsten halte das Gerät an eine trockene Innenwand und dann an die Backe,
dann siehst wo es nass und trocken ist.
2. Hab ich doch geschrieben, kurz durchlüften reicht. Man misst ja direkt in die Wand und nicht die Luft.
3. Wenn du glaubst das man Undichtheiten nach einer Regenfahrt entdecken kannst liegst du völlig falsch. Wasser dringt tropfenweise über Monate oder Jahre ein. Außer es fehlt ne Dachluke.
4. Hab ich auch geschrieben, durch Luft kann man nichts messen, und Kabel liegen meist in einem Hohlraum.
Ein zu ermessendes Kabel müsste direkt an der Dekorplatte anliegen.

mithrandir am 27 Okt 2022 15:33:30

Hallo,
ich hole den Thread mal hoch.
Mein neuer Kastenwagen verlangt eine jährliche Prüfung um die Dichtigkeitsgarantie zu erhalten.
Abgesehen, davon, dass ich eine Undichtigkeit beim Kastenwagen für relativ unwahrscheinlich halte, würde ich ja gerne selbst messen.
Aber ist das überhaupt sinnvoll bzw. welches Messgerät ist für einen Kastenwagen tauglich?
Das Ding hat ja eine Metallhau. Und die Wanddicke ist doch relativ dünn, so dass die normalen Messgeräte hier nicht wirklich was bringen. Oder liege ich da falsch?

Reibi am 27 Okt 2022 16:18:56

[quote="mithrandir"]
Abgesehen, davon, dass ich eine Undichtigkeit beim Kastenwagen für relativ unwahrscheinlich halte, würde ich ja gerne selbst messen.

Hallo mithrandir,

ein Bekannter hat auch einen Kastenwagen und einen Wasserschaden gehabt weil der Abluftkamin nicht sauber abgedichtet war. Während der Garantiezeit also unbedingt die Intervalle der Prüfung einhalten.

Gruß
Reibi

mithrandir am 28 Okt 2022 07:03:09

Reibi hat geschrieben:ein Bekannter hat auch einen Kastenwagen und einen Wasserschaden gehabt weil der Abluftkamin nicht sauber abgedichtet war. Während der Garantiezeit also unbedingt die Intervalle der Prüfung einhalten.


Vielleicht habe ich mein Kernanliegen etwas missverständlich formuliert, deshalb noch mal:
WElches Feuchtigkeitsmessgerät kann man für Kastenwagen nutzen? Sind die bekannten "Kugelkopfgeräte" sinnvoll?

Die Dichtheitsgarantie geilt, so lange ich die Prüfungen mache. Die Frage ist, ob ich das nicht selbst mache, weil die Gefahr doch relativ gering ist und eine Reparatur günstiger als die Prüfungen im gesamten Und mir geht es nicht nur um die Kosten der Prüfung, es geht auch um den Aufwand (Fahrt vom und zum Händler usw.).

proff56 am 28 Okt 2022 08:15:12

mithrandir hat geschrieben:WElches Feuchtigkeitsmessgerät kann man für Kastenwagen nutzen? Sind die bekannten "Kugelkopfgeräte" sinnvoll?
Die Dichtheitsgarantie geilt, so lange ich die Prüfungen mache. Die Frage ist, ob ich das nicht selbst mache, ....

Moin,
Ich habe ein "Kugelkopfgerät" (dielektrisches Messverfahren). Doch dies ist kein "Zaubergerät", man muss damit umgehen können und gewisse Erfahrung besitzen. Aber das anzueignen ist kein Hexenwerk: "Learning bei Doing" und vorher etwas Theorie lesen.

Auf Kosten der Dichtigkeitsgarantie habe ich bewußt von Anfang an verzichtet, ua. auch wegen Deinen genannten Argumenten. Außerdem: Undichtigkeiten sind meist erst nach (längerem) Regen festzustellen .... aber ich habe noch nicht davon gehört, dass sich eine Werkstatt die Arbeit macht, dass WoMo längere Zeit zu beregnen. Mein letzter Schaden trat an der Antennenleitungdurchführung auf: Es hatte sich eine Pfütze um dieser gebildet, weil das WoMo ungünstig stand. Ein Schaden, den die Werkstatt zu verantworten hatte - und wäre dort sicherlich nie in der "Garantiezeit" aufgefallen. Mich hat die Reparatur weniger Zeit und Kosten verursacht, als hätte ich die "Profis" es machen lassen.

Pechvogel am 28 Okt 2022 08:31:58

mithrandir hat geschrieben:Das Ding hat ja eine Metallhau...

Eine Metallwand ist sicherlich was anderes wie eine nasse Metallwand?!?
Aber davon mal abgesehen hast Du ja vielleicht auch Schränke in Deinem Metallhau? Und wenn die Feuchtigkeit da rein zieht misst das so ein "Kugelkopf-Messgerät" bestimmt.

Dichtigkeitsgarantie ist eben eine Garantie / eine Versicherung die Dir angeboten wird.
Willst Du diese haben musst Du dafür bezahlen. Sind dann halt jedes Jahr 100,-€ ( +X ) dafür kannst Du jemandem "an die Karre pis.en" wenn was undicht ist / wird.
Ob man dabei dem Händler entsprechend die Dichtigkeitsprüfung zutraut bleibt ja jedem selbst überlassen. Wenn ich selber messe und dem Händler dann sagen kann "... da vorne links in der Ecke..." wird er es ja vermutlich auch sehen?!

Wenn Du diese "Dichtigkeits-Versicherung" nicht haben willst dann kaufst Du die halt dadurch nicht, dass Du die Dichtigkeitsprüfung nicht durchführen läßt.
Du musst Dein neues Fahrzeug ja auch nicht Vollkasko versichern, wenn Du nicht willst.




Grüße
Dirk

turbokurtla am 28 Okt 2022 09:43:19

mithrandir hat geschrieben:Mein neuer Kastenwagen verlangt eine jährliche Prüfung um die Dichtigkeitsgarantie zu erhalten.
... dass ich eine Undichtigkeit beim Kastenwagen für relativ unwahrscheinlich halte
Aber ist das überhaupt sinnvoll bzw. welches Messgerät ist für einen Kastenwagen tauglich?

Servus
O.K., ich versuch mal zu antworten.
1. Scheinbar verlangen nicht alle Hersteller von Kastenwagen eine Dichtheitsprüfung/-garantie.
Ich selbst habe ja seit 2 Jahren auch einen Pössl aus 2016, da gibts das nicht.
2. Klar ist zwischen herkömmlichen Womos und Kastenwägen ein riesiger Unterschied bezügl. Dichtheit.
Das geschlossene/verschweißte Blechdach ohne Aluleiste/Abdeckleisten ist der gravierende Unterschied.
3. Wenn Messgerät dann kommt eh nur ein kapazitives Gerät in Frage. Immer !

Wenn ich ehrlich bin habe ich mir da noch keine große Gedanken drüber gemacht. Messen wie in einem TI
ist natürlich aus den genannten Gründen sehr sehr schwierig.
Klar kann mal was undicht werden, aber alles was von oben kommt würde man sehr schnell durch Wassereintritt entdecken.
Auch seitlich, z. B. an Fenstern oder Klappen würde man Wasser sofort sehen.
Ich persönlich halte eine gute optische Kontrolle eines Kastenwagens viel wichtiger als messen.
Diverse Wasserschäden aus Foren sind meiner Meinung nach meist hervorgerufen durch unprofessionelle nachträgliche Anbauten,
durch sehr seltenen Murks der Hersteller
oder eben wie so oft durch keinerlei optischer Kontrolle, z.B. bei Fenstern oder Dachluken.
Ich hab ja auch so einiges selbst aufs Dach gebaut, aber halt höchst professionell und mit Profi Materialien.
Da wird nix undicht.
Ansonsten geh ich immer mit offenen Augen durchs Auto und würde jeden Tropfen an der falschen Stelle bestimmt sofort sehen.
Gruß Kurt

proff56 am 28 Okt 2022 09:46:09

Also, bei einer Metallwand kann Feuchtigkeit nur außen anliegen. Die kann man fühlen, aber mit üblichen Geräten nicht messen. In jedem Wohnmobil gibt es diese Situation, zumal an Metall (oder auch Glas) bevorzugt Kondensfeuchtigkeit entsteht. Aber letzteres wird ja nicht versichert, im Gegenteil, dies könnte die Werkstatt beflügeln zu einer Ausrede, die "Garantie" zu verweigern.
Aber es geht ja um Nässe wegen Undichtigkeit. Das kann auch im "Metallbau" der Fall sein.

"Dichtigkeitsgarantie" ist keine Garantie und auch keine Versicherung - es ist lediglich ein eingeschränktes, auf Bedingungen basierendes Versprechen. Die Schäden (nur die unmittlebaren) aufgrund einer Undichtigkeit, welche Hersteller oder Werkstatt zu verantworten hat, werden (kostenlos) behoben. Aber hier liegt der erste "Hase im Pfeffer" - und ein Streit häufig schon vorprogrammiert. Zudem sind es nicht nur die Werkstattkosten vor Ort, i.d. Regel summieren sich Anfahrt, Zeitaufwendung etc noch stärker.

Und wie ich schon erwähnte: Bei Trockenheit eine Dichtigkeitsmessung durchzuführen ist, in den meisten Fällen, eigentlich paradox: Ob eine vor langer Zeit eingedrungene Nässe bis zum Termin der Dichtigkeitsmessung (ausreichend an einem Ort) verbleibt? Womöglich stellt eine Werkstatt das Fahrzeug vor der Messung in die warme Halle und lüftet gut durch. :roll: :D

mithrandir am 28 Okt 2022 09:58:11

turbokurtla hat geschrieben:Wenn ich ehrlich bin habe ich mir da noch keine große Gedanken drüber gemacht. ....
...
Ich persönlich halte eine gute optische Kontrolle eines Kastenwagens viel wichtiger als messen.


Danke, das ist doch schon mal eine Aussage.
Für mich heißt das erst mal folgendes.
Augen aufhalten und wenn ich die entsprechende Muse und Kleingeld übrig habe, besorge ich mir vielleicht doch mal ein Feuchtemessgerät und versuche selbst herauszufinden, ob es geeignet ist Feuchteschäden hinter einer dünnen Isolierung auf Blech zu finden.
Dass die Dichteprüfung sowas wie eine Versicherung ist, ist mir ja klar. Meine Frage ging ja genau dahin, ob sich die Versicherung für mich lohnt. Risiko, Aufwand, Kosten.
Mit den Infos von Kurt kann ich mir hierzu jetzt ein Bild machen.

Pechvogel am 28 Okt 2022 10:16:48

mithrandir hat geschrieben:...Meine Frage ging ja genau dahin, ob sich die Versicherung für mich lohnt...

Versicherungen lohnen sich nie!
Sonst wären die Versicherungen pleite!

Es geht rein nur um Risikominimierung.




Grüße
Dirk

turbokurtla am 29 Okt 2022 09:41:09

Also das interessiert mich jetzt wirklich.
Ich werde in den nächsten Wochen mal Testmessungen in meinem Pössl machen.
Kann aber etwas dauern,
melde mich aber definitiv hier wieder.
Bin gespannt.
Gruß Kurt

turbokurtla am 31 Okt 2022 13:50:31

Ich konnte es nicht erwarten und hab das heut Mittag mal genau gecheckt.
Die Seitenwände und das Heck (Türen ) sind ja in meinem Pössl aus 2016 alle aus Kunststoff.
Man kann zwar messen, aber Plastik und dahinter Iso, da gibts nix zum Messen weil sich nix vollsaugen kann.
Gleiches vorne in der Hutze, da ist entweder Schaumstoff oder ein kleines Stück Holzplatte mit Abstand zum Dach.
Also auch hier nix zu messen.
Das Dach, o.k. hier ist eine Holzplatte. Auch hier wieder mit dahinterliegendem Iso. Man kann gut um die Dachluken
rum messen. Das ist aber auch das Einzigste wo man einen Wassereintritt ermessen könnte.
Aber wie gesagt, wenn eine Dachluke undicht ist, tropft es und man merkt es sofort, auch ohne messen.
Fenster ? Sehr sehr schwierig wenn nicht unmöglich hier eine Undichtheit zu ermessen. Es sind ja keine verklebten Sandwichwände mit Holz sondern außen Blech innen Kunststoff und dazwischen angeklebtes Iso. Wasser würde innerhalb der Wand sofort nach unten durchlaufen.
Mein Fazit :
Man kann überall messen ohne dass das Blech von außen durchschlägt.
Oberhalb der Schiebetür am Dach hatte ich 2 Stellen die einen erhöhten Wert anzeigen.
Ich vermute Metall Winkel weil alles trocken ist.
Eine Dichtheitsprüfung für solche Kastenwägen ist
meiner Meinung nach völliger Blödsinn.

Gruß Kurt

huohler am 31 Okt 2022 14:15:44

turbokurtla hat geschrieben:Eine Dichtheitsprüfung für solche Kastenwägen ist
meiner Meinung nach völliger Blödsinn.

Gruß Kurt


Das ist aber bei Weißware mit Holzfreien Sandwichwänden und PUR Dämmung auch nicht anders. Ich habe Alu-PUR-Alu Wände und Dach, der Boden ist Multiplex-PUR-GFK.
Der Aufbau schützt zwar nicht vor Undichtigkeiten. Aber wenn es undicht wird läuft das Wasser genau an der Stelle durch. Es läuft aber nicht in die Wand weil dort nichts ist was Wasser aufnehmen kann (geschlossenzelliger Schaum). Wenn es am Fensterrahmen tropft wird das Fenster neu eingedichtet - fertig. Die Wandkonstruktion wird von der Undichtigkeit nicht betroffen. Ich halte deshalb diese Dichtheitsprüfungen bei Fahrzeugen mit modernen holzfreien Sandwichwänden auch für reine Geldmacherei. Bei Aufbauten mit Holz und Styropur sieht das natürlich ganz anders aus.

Hubert

mithrandir am 31 Okt 2022 16:59:26

turbokurtla hat geschrieben:Ich konnte es nicht erwarten und hab das heut Mittag mal genau gecheckt.
...

Das war mal wieder so ein Ding, wo ich lange überlegt habe die Frage zu stellen, weil ich dachte "Bestimmt wurde das schon hundertmal erklärt und ich bin zu doof zum Suchen."
Aber wenn du das erst noch testen musstest ;-) war die Frage doch nicht so abwegig.
Coole Sache Kurt, vielen herzlichen Dank für deine Arbeit und die ausführliche Erklärung.

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