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Hallo Mitreisende/Mitbastelnde ich habe gerade einen Umbau der Bordelektrik unseres Dethleffs auf einen DIY 280Ah LiFePo4 Block 4S12V beendet. Oder zumindest fast. Dabei habe ich ein 200A Daly Smart BMS für die 4 EVE Zellen verwendet. Im Moment sind der Victron Shunt und der Cerbo GX noch nicht angeschlossen, so bleibt als Auslesetool zur Zeit nur die Daly App. Es ging mir zunächst um einen reinen Funktionstest. Hierfür habe ich die im WoMo verbaute Unterflur Klima Thule Frostair 2300 über den jetzt eingebauten Wechselrichter in Betrieb genommen. Funktioniert prinzipiell auch. Minutenlang läuft die Klima, alles fein. Allerdings schaltete das BMS irgendwann ab. Zellspannung einer Zelle bei nur 2,5V. ??? Die 4 Zellen waren letzten Woche bis 3,53V Zellspannung geladen worden und standen dann fast 6 Tage parallel geschaltet zur Selbstbalancierung. Heute morgen vorm Zusammenbau hatten alle Zellen 3,39V. Jetzt im Betrieb unter Last fällt beim Beobachten der Daly App auf, dass die Zellspannungen schnell variieren und im Besonderen eine Zelle immer wieder deutliche Ausreißer der gemessenen Spannung nach unten zeigte. Die Differenz über alle Zellen lag im Mittel bei bis zu 200mV, sporadisch sogar bis 400mV. Die Last hat das BMS auch mit lediglich -8,8A angegeben, wobei die Frostair bis 960W ziehen sollte. Das lasse ich aber mal aussen vor im Moment. Hier kommt jetzt aber vielleicht ins Spiel, dass die Prüfung der QR-Codes der Zellen, die ich bei einem als zuverlässig geltenden Ali Verkäufer bezogen habe, ein Herstellungsdatum von Juli 2019 ergeben hatte. Bis auf dieses Ergebnis sahen die Zellen aber absolut gut und ungebraucht aus. Ich rechnete mit einer eventuellen kleinen Kapazitätseinbuße. Ärgerlich, aber aufgrund der aktuellen Liefermöglichkeiten alternativlos. Dass nun aber eine Zelle so verrückt spielt, macht mich nervös. Brauchen diese Batterien erst ein paar Zyklen um sich "einzugrooven" oder was mag dahinter stecken? Ist das DalyBMS ein derart unzuverlässiges Messinstrument? Was sagen mir die wilden Variationen in der Zellspannung unter Last? Nach dem Test (15 min oder so) haben sich die Zellspannungen laut BMS dann wieder mit kleinen Abweichungen bis 20mV auf einem vergleichbaren Niveau bei 3,32 Volt eingependelt. Gibt es jemanden unter Euch, der mir hier mit seinem Wissen weiterhelfen kann?? Wäre fantastisch. DAnke schon mal vorab! Grüße Sven Interessant wären die Zellspannungsdifferenzen der Zellen nahe 14,4 Volt Ladeschlussspannung. Evtl hast du dir das Problem da schon eingefangen. Wieviel Kapazität in Ah und in %SOC hast du denn vor der UVP-Abschaltung entnommen? Dass bei UVP eine Zelle nach unten ausreisst, ist bei einem Top-balanciertem Akku nicht ungewöhnlich - ist halt die Frage, nach welcher entnommenen Kapazität das war. bis denn, Uwe
Moin, Wie oder womit sind die geladen worden? Parallel oder in Reihe? Hintergrund: Zum Initialisieren schaltet man die Zellen alle parallel und lädt die auf 3,65V voll, bis kein Strom mehr fließt. (Labornetzteil) Wenn kein geeignetes Gerät: In Reihe schalten mit BMS und versuchen auf 14,6V zu laden. Dabei so ab 14,2V aufwärts schauen, wie die Differenzen sind. Ich würde mal die Zellen einzeln unter Last mit dem Multimeter nachmessen. Bei solchen Problemen traue ich dem BMS und der App nicht mehr so ganz. Ansonsten die üblichen Verdächtigen: schlechte Kontakte mit Übergangswiderständen, zu dünne Kabel/Verbinder, eine schlechte Zelle etc... Gruß Thomas
Das sollten dann aber wohl um die 74A sein...Balancerkabel in der richtigen Reihenfolge angeschlossen? Geladen habe ich sie mit dem Victon IP22 bei 15A in Reihe inklusive BMS, da kein Labornetzteil für 3,65V. Da habe ich mich das erste Mal gewundert, dass kein Strom mehr floss bei 3,5x V angezeigter (BMS) Zellspannung. Hatte dann die Ladeschlussspannung des Ladegeräts auf 14,7V gesetzt und geschaut, was passiert. Das Ladegerät zeigte nach wenigen Sekunden wieder 0.0A an und blieb in Absorption. In dieser Phase waren die Zellspannungswerte auch sehr "volatil" aber viel enger beieinander. Vielleicht 10mV max Varianz. Auch angezeigt in der App Mit dem Multimeter habe ich vielfach gegengemessen. A) die Reihenfolge des Balancerkabels - ist korrekt. Und jetzt gerade auch nochmal über das Balancerkabel am Multimeter. Dort sind die Werte völlig konstant. Okay - es hat nur zwei Nachkommastellen, aber die sollten ähnlich nervös variieren (im Sekundentakt) wie es das BMS anzeigt. Die Kontakte habe ich nach bestem Gewissen ausgeführt. An den Polen musste ich allerdings auf Unterlegscheiben aus verzinktem Stahl zurückgreifen. Die angeblich zu dieser Batterie passenden Zellverbinder hatten M8 Langlöcher. Die EVE Zellen M6 Gewindestifte. Das waren grob über den DAumen 20qmm Auflagefläche. Die ist jetzt mit den Unterlegscheiben so groß wie möglich. Sollten die einen so großen Übergangswiderstand bieten?? Hatte gehofft, dass der Nachteil weniger schwer wiegt, wie die viel zu kleine Auflagefläche. Habe zudem statt Noalox die Wago-Paste 249-130 für CU-Al Verbindungen verwendet. Das Noalox/die Wagopaste kommt doch direkt auf die Kontaktflächen um dort Korrosion zu verhindern?!! Die Kabelenden des Balancerkabels habe ich abisoliert, einmal umgelegt auf doppelten Querschnitt und dann mit kleinen Ringkabelschuhen gepresst. Zugtest war okay. Ist das verbesserungswürdig? Das BAlancing mit einer Zellspannung knapp über 3,5V zu starten statt bei 3,65V war also ein Fehler? Die Zellverbinder sollten ausreichend dimensioniert sein. Sind diese typsichen mit 5 Lagen Kupferblech und Buckel in der Mitte. Wie gesagt, irritiert mich diese nervöse Varianz in der anzeigten Zellspannung im BMS gegenüber der konstanten Anzeige im Multimeter (wenn auch nur aufgelöst bis 10mV) Ach - vergessen: die entnommene Kapazität bis zur Abschaltung, Kann nicht viel gewesen sein: max. 10Minuten Klima und vorher ein vielleicht einminütiger TEst mit einem 600W-Verbraucher. Das BMS schaltete auch gleich wieder ein, da der flink wechselnde Wert der dritten Zelle sogleich wieder bei 3,irgendwas lag. Ging 3-4mal so, bis es mir zu bunt wurde Du benutzt also eine Cu/Al Kontaktpaste zwischen Cu und Stahl sowie zwischen Stahl und Alu. Außerdem, zwei Kontaktstellen in Reihe statt einer. Ich kann dir nicht sagen, worin dein(e) Problem(e) bestehen, aber ich würde folgendes machen: Schmeiße die Stahlscheiben raus. Baue neu zusammen mit deiner Kontaktpaste. Finde den Fehler, warum dein BMS den Strom falsch anzeigt. Finde den Fehler, warum die BMS Spannungsanzeige schwankt. Lade voll. Balancieren den Akku, das alle Zellen voll sind. Entlade mit 10 bis 20 A, um festzustellen wie die Kapazität der einzelnen Zellen ist. In dieser Zeit kannst du bequem den Übergangswiderstand an allen Kontaktstellen messen, einfach indem du den Spannungsabfall misst. Fließt ja genug Strom drüber, 0,1 mOhm ergibt 1 mV Spannungsabfall bei 10 A. Das solltest du messen können. Alles, was über 0,2 mOhm ist, ist Murks. Und wenn du soweit bist, dann kann man sich das Ergebnis bzw. Den Zustand Anschauen.
Stahl :!: - "Er hat Jehova gesagt." (tm) :wink: Der spezifische Widerstand unterscheidet sich etwa um den Faktor 10. Wenn Du sie zum Verspannen obendrauf gesetzt hättest, ok - aber dazwischen ... würde ich auf jeden Fall ändern. Z.B. als Kompromiss mit Amazon Link Besser wären passende Verbinder, um doppelte Übergangswiderstände zu vermeiden. Und dann nochmal mit 3,65 V (resp. 14,6 V) initialisieren - und beten, dass die Zellen zueinander passen. Edit: Zulange am Text gefeilt - rolfk hat es besser formuliert. Danke erstmal für den Input bisher. Ich konnte mich nicht erinnern, dass ich bis heute zum Einbau derartige Schwankungen gesehen hatte. Euren Hinweis auf die schlechten Unterlegscheiben (aka Jehova ;-) ) werde ich mindestens durch den Einbau des vorgeschlagenen Kompromisses von Cu-Unterlegscheiben beherzigen. Jetzt habe ich soeben die Batterie wieder aus dem WoMo geholt und auf die Werkbank gestellt. Und siehe da: Im WoMo noch das beobachtete Gezappel der Werte im kleinen Umfang aber doch stetig. Auf der Werkbank: 3,335V alle vier Zellen wie festgenagelt. Genauso kannte ich das bisher. Derzeit hängt an der 12V Verteilung alle DC Verbraucher im Aufbau - aber alle aus. Ein Orion TR-Smart Ladebooster, angeklemmt an die Starterbatt. Ein MPPT 100/50 noch ohne Solarmodule, nur die Verdrahtung der bisherigen alten Module hängt dran - also kein Input. Und zu guter Letzt der Multiplus II 12/3000/50 im Standby. Bringt einer von denen das BMS durcheinander? Mal schauen, ob ichs heute noch schaffe, die genannten Mitspieler mal einzeln aus der Verteilung zu nehmen. Die Batterie sitzt bei mir leider mittig im Doppelboden des Aufbaus. Gewichtsverteilungsmäßig super, aber zum Ein-/Ausbau muss ich komplett in das vordere Staufach kriechen... :roll: Nix, was man gerne mehrmals am Tag macht.
Und genau das ist dein Problem. Den diese Spannung intressiert keinen Menschen. Weil er nix wert ist. Geschrieben, gefühlt zum 51 x. Du brauchst kein NT. Nimm deinen Multiplus. Stelle die Absorbationsspannung und Erhaltungsspannung auf 14,55 Volt. Und dann die Zellenspannungen posten. Aber bitte bei der ereichbaren maximalen Spannung bevor das BMS abschaltet. Und ein paar Fotos von der Verteilung und Accu wären hilfreich. Nähmlich für dich. :mrgreen: :mrgreen:
Beschreib das mal genauer. Und was ist Selbstbalancierung. Das kenn ich noch nicht. Ist das neu.
Sehr gut. Was ich davon halte. Ist Nr. 52. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Normal für nicht balancierte Zellen. Eine Schwache Zelle ausgenommen.
Nichts. Weil du das Thema verkehrt angefangen hast. Nett böse sein wegen der Ironie. Aber der Fehler lag bei dir. so zu 90 %. Erst wenn du es Richtig machst kann man eine Aussage über die Zellen machen. Das sind die restlichen 10 %. Vorschlag. Poste mal die Zellspannungen bei max Ladespannung. Und besorg dir 2 Lampen 12V 55 Watt und mit 2 Kabeln drann mit Krokoklemmen. Dann kann man dir helfen. den Accu auch so auf die Reihe zu bekommen. Und weil so ein schönes Wetter ist. Hier kannsdt du wunderbar deinen Horizont erweitern. --> Link Schätze mal, das wirst du auch machen dürfen. :evil: :cry: Und hier wie es korrekt gemacht wird. Die ersten 5 Zeilen passen ja ganz gut zu dir. Also willkommen im Club. --> Link Gruß Franz Hallo Franz, ich bin sicher nicht böse. Ironie hilft nicht immer, aber hier ist sie ja "deklariert". Und dass der Fehler bei mir liegt ist wohl unbestritten. Deinen zweiten Link hatte ich auch gelesen, den aber nicht als "Rezept" genutzt, da ich eben kein passendes NT habe. Jetzt gerade hatte ich nur die Zeit, den zweiten der von dir verlinkten Beiträge zu überfliegen. Würde nun erstmal deinen "Anweisungen" in Deiner Antwort hier unmittelbar folgen. Gerne würde ich wieder das Victron IP22 nutzen statt des Multiplus. Der MP ist schon im BAuch des WoMos verschraubt. Sollte ja aber kein Problem sein. Das IP ist auch einfacher kontrollierbar über BT. Fotos mache ich sobald ich das schaffe. Erstes Laden wie gesagt mit dem IP 22 bei 14,4V eingestellter Ladespannung. Im BMS konnte ich die Spannung ganz langsam auf die genannten 3,53V pro Zelle wandern sehen. Dann über Nacht keine Änderung mehr, STromaufnahme lt. BMS und lt. Victron Ladeteil bei 0.0A Zellen parallel geschaltet und stehen lassen. Dieses passive Balancieren durch "parallel geschaltet stehen lassen" hatte ich mit "Selbstbalancierung" gemeint. Ich werde jetzt als erstes das Victron Ladegerät auf 14,55 für Absorption und Erhaltung einstellen und die Batterie so wie sie jetzt ist, mit Ladespannung versorgen. Und dann die Werte posten. Abgegriffen mit einem MM an den Zellpolen bei maximaler Spannung Das ist hoffentlich erstmal korrekt so. Rückbau auf der Werkbank mit Parallelschaltung ggf. dann, wenn zu bestellende passende Zellverbinder oder mindestens Cu-Unterlegscheiben vorhanden sind. Einverstanden? Vielen Dank für euer aller Input bisher Franz, Vorsicht, sein gezappel können Übergangswiderstände sein, dann hat's mit initialisieren nichts zu tun. Ist wahrscheinlich unnütze Information, da der Fehler grundlegender ist, aber gestern ergab der erneute Einbau, dass die Zellspannungsdifferenzen unter der minimalen Last des Multiplus (der keine Last hatte) bei etwa 20mV waren. Sollte mich das Alter der Zellen von drei Jahren zu irgendeiner Handlung (gegenüber dem VErkäufer) veranlassen? Gehe bisher davon aus, dass vielleicht nicht mehr die volle Kapazität da ist, bin aber froh, überhaupt welche zu haben. Ich würde die fragliche Zelle einfach mal ausbauen und einzeln vermessen (laden, entladen und dabei Strom und Spannung messen). Dann kann man feststellen, ob die Zelle als solches in Ordnung ist. Sven: Bist du zufällig auch aus dem Heidelberger Raum? :) Hier mal Fotos von dem Akku, so wie er jetzt auf der Werkbank steht und von einem der Pole um mal zu zeigen, warum ich Jehova gesagt habe... ![]() ![]()
Ja. ich sitze im Steinachtal...
Jo, oder das Daly hat nen Knall. Mir machen noch die 8A Verbrauch der Klima zu schaffen. Und bei kleinen Verbräuchen sind's wohl auch nicht die U-Scheiben... Wieder Mal spannend... Schon Mal die Balancerkabel samt Ringschuhe geprüft? Ich meine nicht den Zugtest. Habe auch schon Mal die Isolierung bei dünnen Drähtchen mitgecrimpt... Mal eine kurze Frage. Ich weiß vom JBD BMS, das man dies vor Benutzung kalibrieren sollte. Bei meinen damaligen Testaufbau waren die Angaben vom BMS 0,2-0,05V auseinander. Die einzelnen Zellen gemessen und die Werte auf das BMS übertragen. Macht unheimlich was aus. Ob das beim Daly BMS auch so zu machen ist? So, Versuch der Ladung mit 14,55V wie aufgebaut. Ergebnis: BMS schaltet ab, da die Zelle, die gestern Ausreißer nach unten in der Entladung zeigte, nun unmittelbar nach Aufschalten der 30A vom Victron auf 3,9xx hochschiesst und so zur Schutzabschaltung führt. Fällt sofort wieder ab und BMS schaltet Ladung wieder durch. Wieder auf 3,9xx und so weiter... Hab das beendet. Der Pluspol der Zelle "davor" zeigte hierbei eine fühlbare Erwärmung. Neue Busbars mit M6 Löchern sind bestellt. Werde heute abend mal die Unterlegscheiben und die Wago-Paste entfernen. Zur Frage der Kalibrierung: ich habe nichts dergleichen gefunden...
Wie schon gesagt: Wenn du das Equipment hast, baue die Zelle mal aus und lade/entlade die Zelle mal separat. Das von dir geschilderte Verhalten deutet auf eine defekte Zelle mit zu hohem Innenwiderstand. Das kann man aber leicht überprüfen, und hat dann auch alle anderen Faktoren (z.B. Übergangswiderstände in den Verbindern, Defekt des BMS etc.) ausgeschlossen.
Moin, Dann sieht's leider nach Zelldefekt aus, Du hast ja beim Test mit Klima effektiv kaum Kapazität entnommen. Um ein BMS-Defekt auszuschließen: die 3,9V der einen Zelle mit MM gegengeprüft? Den üblichen Kapazitätstest von Franz mit den Birnen kannste trotzdem machen. Die effektive Gesamtkapazität ist immer die, der schwächsten Zelle. Wenn die Zelle defekt ist, kommen da keine 3-stelligen Ah mehr raus, ich tippe mal auf max. 20. An Übergangswiderstände glaube ich jetzt auch nicht mehr, egal welche Verbindungen da schwächeln könnten, lasse mich aber gerne überraschen... Gruß Thomas Oh Mann, das wäre ein Desaster. Wir wollen eigentlich nach Himmelfahrt auf die Fähre rollen... Equipment zum Laden einer einzelnen Zelle mit 3,65V habe ich nicht zur Hand. Zum Entladen eine 12V H7 Birne? Sollte gehen. Warum hat denn dann das erste Laden zunächst mal so halbwegs unauffällig - schön gleichmäßiger Anstieg der Spannung der Zellen über BMS angezeigt - geklappt? Die 3,9xxV konnte ich nicht mit dem MM messen. Die Zellspannung war zunächst im erwartbaren Bereich, ging dann eher schlagartig hoch und das BMS schaltete unmittelbar ab. Bin nicht sicher, ob mein MM nicht zu träge ist, um dieses kurze Event wiederzugeben. Muss ich heute abend nochmal probieren. Aber erst baue ich mal die Kontakte zurück ohne Unterlegscheiben/Paste. In dem Zustand ging zumindest das Laden über Stunden. Hat jemand zufällig ne 280Ah Zelle übrig? :? :cry: ... ziemlich komisch alles. Du bist aber schon auf dem richtigen Weg: erst mal möglichst viele Möglichkeiten ausschließen. Komplett defekte Zellen kommen nicht so häufig vor, unterschiedliche Kapazitäten schon, aber meist nur so 10-20%. Davon warst du aber weit entfernt. Kannst du die Einzelzellspannungen im Balancerstecker abgezogen messen? Ohne Ladung oder Entladung. Die müssen der Reihe nach unterschiedliche Spannungen gegen Minus zeigen. Also Zelle1 3,6V, Zelle2 7,2V, Zelle3 10,8V Zelle4 14,4V, jedenfalls ungefähr. Oder erst mal alle auf Durchgang messen. Das MM beim Laden einfach kontinuierlich an der fraglichen Zelle dran lassen und beobachten. Spannungsmessungen sind meist auch mit den einfachsten MM gut zu beurteilen. Ich hab immer noch die -8,8A bei Klimabetrieb im Kopf...??? Das passt schon nicht, wenn der Kompressor läuft. Und nicht aufgeben, wenn's nicht die Zelle ist, werden wir's schon finden...und sonst auch. Gruß Thomas p.S.: so ein Labornetzteil ist schon nicht schlecht für unsere Zwecke, da gibt's dann aber bei den Einstellungen auch wieder Fallstricke :mrgreen: Danke für die Aufmunterung. Noch bin ich zuversichtlich ;-) Die Spannungen über den Stecker des Balancing-Kabels habe ich mehrfach mit dem MM gemessen. Immer eine passend aufsteigende Reihe. Labornetzteil hatte ich vor zu kaufen, allerdings war damals alles ausverkauft, was infrage kam. Bitte nicht schlagen, aber das hatte ich nicht mehr in Fokus: um der seltsamen Anzeige von wenig Ampere auf den Grund zu gehen habe ich gestern noch einen Test im WoMo gemacht. Den Mixstab aus der Küche geklaut, der sollte max. 600W haben. An den genauen Wert im BMS erinnere ich mich, aber es war zu wenig 10-20A rum. Jetzt lief das Ding ja aber auch ohne Last. Also hab ich mich getraut, die Alde auf der 1kW Stufe zu einzuschalten. Ampere lt. Daly App gingen dann auch auf bis 100A Ampere rauf. Allerdings gab es ein sehr leises brizzelnd/surrendes Geräusch aus Richtung BMS/Batterie. Bevor ich abschalten konnte (Testdauer nicht mehr als 10sec) hatte das BMS abgeschaltet. Danach die Pole und das BMS nach Geruch/Wärme oder verändertem Aussehen kontrolliert: nix. Habe dann angenommen, dass die Last bei den schlechten Kontakten zu groß war und das BMS abgeschaltet hätte. Zellspannungen hatte ich da nicht beachtet. Werde gleich daheim mal die Zellen separieren und einzeln messen. ...die Zellen geben keinen Laut von sich, wenn, dann das BMS. Das kenne ich leider nicht, habe aber hier noch nie von irgendwelchen Geräuschen gehört, da kann dir aber sicher jemand was zu sagen. Also jetzt weiter Richtung BMS-Fehler. Kurzfristig kannste auch mal die Batterie ohne BMS testen, unter Beobachtung der Einzelspannungen. Passiert nix, außer eine Zelle ist wirklich Schrott, aber dann ist auch egal, wenn die tiefendladen wird. Also Last einfach an + und - der Zellen. BMS kannste sogar dran lassen. Vielleicht auch mal ein paar Screenshots der BMS-App hier reinstellen... Das letzte mal, als hier jemand ein Brizzeln aus dem Akku gehört hat, waren die Sperr-Mosfets gebraten (Ladung abgeschaltet und dann ordentlich Strom gezogen => keine gute Idee). War aber ein JBD. bis denn, Uwe Sodele. Jehova. Sie war's! Sie war's! ER war's. Also die Unterlegscheibe. Und ich, natürlich. Verbindungen auseinander. Sauber gemacht. Über die kleine Auflagefläche hinweggesehen. Wieder zusammen ohne Unterlegscheibe. Ladegeräte dran und ich war da, wo ich mich vor Tagen beim ersten Laden wähnte: die Zellen luden und die Zellspannungen laufen "ruhig" nach oben. Ladegerät steht nach Franz auf 14,55V und ich messe die Zellen durch, wenn Ladeschlussspannung anliegt. Gerade schaltet das BMS wegen zu hoher Zellspannung ab und das Ladegerät geht in Absorption (auch auf 14,55V eingestellt). Die Zellen hatte ich direkt davor mit dem MM gemessen: alle bei 3,62 oder 3,63V oben am Pol abgegriffen. Auch in Screenshot 1 von diesem Zeitpunkt ![]() Screenshot 2 zeigt unmittelbar nach der Abschaltung: ![]() Screenshot 3 gerade jetzt (5min nach Abschaltung) ![]() Einfach weiter dran lassen? Spannungen per MM alle bei 3,55V Die Ausreisserzelle war bisher übrigens immer Nummer 3 Ja, die Summe der Einzelspannung ist 14,24V. Weiter Richtung 14,55 laden und balancieren lassen, bis kein Strom mehr fließt. Kann ruhig bis Morgen dauern... edit: Einzelspannungen dann alle nahe 3,65V Die Zellenspannungen sind mal ok. Als nächstes nimm die Lampe am besten 2 parallel. Eine Lampe verbraucht ca.4,5 A. Bei 2 also ca 9 A. So bekommst du einen Wert von den Ampere, die ungefähr der Anzeige des BMS entsprechen sollte. Und entlade mal damit den 12 Volt Block. Wenn du auf eine Zelle gehst, zu dem Zeitpunkt. Bringst du die Zellen aus der Balance. Das ist noch zu früh. Unm das zu machen. Durch die hohen Stromstärken kommst du gar nicht so schnell schauen, was am Accu passiert. Mit der Definierten Stärke der Lampen kannst du nachmessen mit dem MM. Du weißt somit die entnehmbare definitive Kapazität. wenn eine Zelle so einen Schaden hat. Driftet die relativ rasch nach unten weg. Gegenüber die anderen Zellen. Noch etwas zu der Messung der Balancerleitung am Stecker. Du mißt im Leerlauf. Also ohne Last. Eigentlich müßtest du dort auf jeden eine Last, Birne, draufgeben und dabei Messen. So kommst du Fehler auf die Spur. Sollte dort ein Fehler sein. bei ca 2,0 A pro Zelle( 2 Kabel = 1 Zelle) sihst du sofort ob dort ein Fehler in der Crimpung ist. Das so mal als Tipp. Franz Nach den Anstiegen der Zellspannungen über Nacht resümiere ich mal. ![]() a) ich war zu naiv/ungeduldig/unbelesen und habe meinen ersten Ladevorgang viel zu früh beendet b) zu denken, Unterlegscheiben aus verzinktem Stahl helfen gegen zu kleine Auflagefläche am Pol war ein grober Schnitzer c) ich bin nach der Korrektur von b) wieder auf einem guten Weg Das Entladen mit 2 Lampen, wie von Franz vorgeschlagen, ist mehr ein Erkenntniszugewinn über die Qualität der Zellen und die tatsächliche Kapazität denn ein technisch notwendiger Schritt für die Inbetriebnahme der Zellen als WoMo-Batterie, richtig? Ich fahre als fort mit diesem Test? Oder soll ich den Block lieber nach dem Erreichen der 14,55V parallel geschaltet stehen lassen für eine gewisse Zeit? Und mir ganz wichtig an dieser Stelle: großer Dank an Euch für euren so schnellen und konstruktiven Support!! Keine 24h und so viel guter Rat. Danke! Moin du Frühaufsteher, Also doch die U-Scheiben... Jetzt sind Deine Spannungen perfekt. Kannst noch auf 14,6V gehen, aber ich denke nicht, dass sich da noch viel Differenz ergibt. Parallel Schalten ohne Ladestrom bringt meiner Meinung nach nix, da sich die Einzelspannungen sehr schnell auf das Ruheniveau einpendeln, und bei Gleichstand fließt natürlich auch kein Strom mehr hin und her. Das macht auch schon das BMS, wenn es genug Zeit hat. Kapazitätstest (Birne) kann man machen, muss man nicht. Also haben wir's doch. Einbauen, fertig. Gruß Thomas Juhu! :-) Einbauen aber noch nicht. Ich muss noch die Lieferung der neuen Verbinder abwarten, du zumindest mal ein M6 Loch haben. Wahrscheinlich sollte sich auch die Wago-Paste weglassen. Kann man Noalox auch später applizieren? Würde dann für die anstehende Reise erstmal mit blanken Kontaktflächen fahren. Auf welches Niveau ist ein Absinken der Zellspannung nach Entfernen des Ladegeräts zu erwarten? Dank und Grüße Sven
Du vergisst den weiteren Ratschlag, den ich schon gegeben habe. Die Entladung mit 10 A ist eine gute Gelegenheit, die Übergangsstellen auf Widerstand zu überprüfen. Habe ich gerade selber gemacht, an einen 8s. Trotz gleicher Bearbeitung, Reinigung, Kontaktpaste 3 Ausreißer gefunden, einer mit 4 fachen Widerstand wie die anderen. Erneut nachgearbeitet -> OK. Es ist also nicht nur Erkenntnissgewinn über die Zellen, sondern vor allem auch Erkenntnisgewinn über deine korrekte Arbeit. Vielen Dank für die Erinnerung. Dann mache ich das sobald ich die neuen Zellverbinder eingebaut habe. Du hast auch Kontaktpaste verwendet?! Noalox oder was anderes? Die Wago fühlt sich beim Verarbeiten und Anziehen der Schrauben an wie ein ganz feines Schleifmittel. Sehr feinsandig irgendwie. Das ist sicher auch nicht optimal auf der Kontaktfläche !?! Grüße Sven
Äronix. "Sythetische Paste mit hochreinem Aluminiumpulver."
Doch. Genau das ist die Absicht. Beim Anziehen drücken sich die "Körnchen" beiderseits in die Metalloberflächen ein.... Oder erzeugen zumindest sehr hohe Flächenpressung, die die Aluminiumoxidschicht durchdringt. Und die vom Kupfer auch.... Das ergibt den besseren Kontakt. Deswegen auf keinen Fall "einschleifen", das ist keine Ventilpaste ! Hallo Sven Ist immer schön, wenn man so etwas liest. Und bei den Zellen brauchst du nix mehr machen. Gleich ist gleich. Und die 3,62 Volt sind ausreichend. Und die Ruhespannung ist ca 3,40 Volt einer Zelle. Dahin kommen sie zurück und bleiben dort stehen. Solltest du mal eine Ruhespannung sehen von unter 13 Volt. Ist der Accu auf ca 20 -25 % Restkapazität. Der Hauptarbeitsbereich ist normalerweise 13,0-13,4 Volt. Ausnahme natürlich WR Betrieb. Aber nach abschalten stellt sich schnell die Ruhespannung ein. Wirst noch lernen. Aber wenn er funktioniert. Dann kommt das Automatisch. Das richtige Denken. Den eines mußt du beherziegen. Schmeisse den Bleidenken über Bord. Hilft ungemein. Franz Und noch ein wichtiger Punkt. Bevor du ihn einbaust. Wr Anschliessen. Hohe Last aufschalten. ca.100 A. 20 min laufen lassen. Dein Finger nimmst du als Temperaturfühler. Es darf nur ganz leicht Erwärmung stattfinden. Wird was Heiß. Nacharbeiten. Ich mache das jedes Jahr bei meinem Accu. So bin ich beruhigt. Franz Mal sehen. Vielleicht geht die Batterie auch gleich ins WoMo, wenn ich ein gutes Gefühl beim Zusammenbau der Kontakte habe. Habe heute erstmal die 2x345Wp aufs Dach gebracht. Die Zellen wollen ja mit irgendwas gefüttert werden :-) Das "Wärme ertasten" hab ich jetzt auch schon gemacht, das geht auch gut wenn eingebaut. Und "Bleidenken" brauchen wir uns nicht abgewöhnen. Das hatten wir nie. So haben wir die alten 2x165Ah Bleiklötze kaputt gemacht... Wenn alles fertig ist und läuft, mach ich mal nen Bericht über den kompletten Umbau. Kein EBL mehr, alles neu. Ich bin sicher mit 280Ah und den 690Wp auf dem Dach sind wir mehr als gut ausgerüstet unterwegs. 60L Gastank und LPG-Generator mit 2kW haben wir ja auch noch an Bord.... Grüße Sven |
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