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Hallo Forum, mich würde mal interessieren, warum an Entsorgungsstationen zwei Abflussmöglichkeiten installiert sind. Einmal Grauwasser und einmal Schwarzwasser = Fäkalientank. Ganz zum Schluss gibt es doch auch nur eine Kläranlage, in die alle Abwässer fließen. Ist zwischen Fäkalabfluss und Kläranlage noch ein besonderer Filter oder so, den es beim Grauwasser nicht gibt? Nur das wir uns richtig verstehen, ich habe kein Problem mit den verschiedenen Entsorgungs- Rohren. Ich kippe grundsätzlich sortenrein mein Abwasser weg. Aber interessieren würde es mich schon, warum es zwei verschiedene Abwasserrohre gibt. Danke für die Erklärung. WoMo NK 19
Vermutlich nicht. Aber es ist auch vermutlich schöner anzusehen, wenn im Grauwasserbereich/Grauwassergitter kein Toilettenpapier und keine "Rest-Häufchen" sammelt. Deshalb wahrscheinlich häufig ein eigener Einlass ;) Ganz einfach, die Fäkltanks sind geschlossen, haben in der Regel keinen Abfluß. Diese werden gesondert abgepumpt und werden auch gesondert geklärt, da diese in der Regel mit Chemikalien versetzt. Die zugesetzten Chemikalien können die empfindlichen Mikriorganismen des Klärwerkes schädigen. Hallo deine Frage kann pauschal nicht beantwortet werden, das kommt darauf an wo du dich gerade befindest. Wie schon erwähnt finde auch ich es unapetitlich wenn im Grauwassergitter noch die hinterlassenschaften der letzten Schwarzwasserleerung hängen. Wenn die VE an die zentrale Wasserentsorgung mit Kläranlage angeschlossen ist werden beide Abflüsse vermutlich im gleichen Rohr enden, kommt aber eventuell auch auf die größe der Kläranlage an. Da werden die zugegebenen Chemikalien fürs WC soweit verdünnt, daß es der Kläranlage nicht schadet. Hat VE/CP aber eine eigene Kläranlage können die Chemikalien des Schwarzwassers durchaus schaden anrichten, da wird das Schwarzwasser dann tatsächlich in eigenen Gruben gesammelt und dann abgepumpt. Also kommt es drauf an wo auf dieser Welt du dich gerade rumtreibst und was dort mit deinem Abwasser passiert und natürlich auch wie die entsprechenden Gesetzte und Regelungen sind. Gruß Joachim Es gibt ein und zweikreisige Abflusssysteme.Bei den einkreisigen Systemen fließt alles in ein Rohr und kommt zusammen in der Kläranlage an.Bei den zweikreisigen Systemen wird Oberflächenwasser wie z.B. Regenwasser usw.getrennt abgeleitet und nur die Fäkalien in die Kläranlage geleitet. Gruß Bernd
Das dürfte für geschätzt <1% der Entsorgungsstationen gelten. Der Normalfall ist, dass Kloausguss und Grauwasserablass im gleichen Rohr landen, vielerorts gibt es auch nur den Bodenablass für beides. Die Chemikalienbelastung ist nur bei Kleinkläranlagen ein Problem, grosse Klärwerke kommen in der Verdünnung problemlos mit Aquakem und co klar - sonst dürfte man das Zeug gar nicht benutzen. Entsorgungsstationen, die Chemietoiletten nicht vertragen, sind auch entsprechend beschildert. Wo nichts dransteht, darf die Sosse auch rein. bis denn, Uwe Ich denke, das soll die Bedienung erleichtern. So einen Kacketrolley in einen Bodeneinlauf zu kippen kann ja ein spritziges Vergnügen werden, während es einfacher geht, das Teil in einer Schüssel zu entleeren. Die WoMos mit zwei Tanks können sich nur in Bodeneinläufe erleichtern und wenn ich es richtig verstanden habe, sind Fäkalientanks ohne Chemie auch "Grauwasser". Gruß Matthias
Moin, ganz ehrlich gesagt, ist mir noch nie aufgefallen das es zwei verschiedene Bodenrinnen gibt. Gruß Bosko Und warum nicht einfach so handeln, wie es der Anbieter der Entsorgung vorschreibt? Was bringt dieses Anzweifeln? Ich finde das „ich weiß es eh besser“ schon fragwürdig…
Und du glaubst wirklich daß Grauwasser mit Regenwasser zu vergleichen ist und das ungeklärt in Bäche geleitet werden soll? Oder hab ich da was falsch verstanden? Gruß Joachim
Moin, ich hab an einer Bodenrinne auch noch nie ein Schild gesehen auf dem stand: Nur Grauwasser. Kann da jemand etwas anderes berichten? Ich lass mein Schwarzwasser immer in die Bodenrinne ab. Allerdings ist mein Schwarzwasser auch Schwarzwasser und kein sichtbares Gemisch aus Köttel und Papier. Mein Schwarzwasser hat eine Konsistenz und Farbe wie Altöl, stinkt aber mächtig. Gruß Bosko Hallo, Joachim Da hast Du was falsch verstanden.Regenwasser wird nicht in die Kläranlage abgeleitet,sondern direkt wieder in Bäche usw.zurückgeleitet,das entlastet die Kläranlagen vor allem bei starken Regenfällen.Es gibt >Kommunen,bei denen es Vorschrift ist bei Neubauten Zisternen für Regenwasser einzubauen,ich selbst benutze oberirdische Tanks, in denen ich das Regenwasser von meiner Wohnmobilgarage auffange. Gruß Bernd Hallo, Wir hatten einige Jahre lang ein Ami-Wohnmobil. Da gab es einen festen Schwarzwasser- und einen festen Grauwassertank. Keine Kasette. Jeder Tank hatte einen Schieber, den Ausgang nach aussen hatten die Tanks aber gemeinsam. Wegen der ungünstigen Lage des Abflusses mussten wir meistens mit Schlauch ablassen. Da haben wir erst Schwarzwasser geöffnet und dann das Grauwasser, um damit den Schlauch zu spülen. Alles in den einen/gleichen Bodeneinlass. ............ Ich denke es gibt die getrennten Abflüsse, damit zB das Toilettenpapier und xxx nicht auf dem Gitterrost des Einlasses liegen bleibt. ... mal ehrlich, ich glaube keiner von uns würde es dort nach dem Entleeren vom Gitter entfernen. . Hallo, wir haben einen Fäkaltank mit 230l und den entleeren wir immer in den Bodeneinlass, wir haben noch keine VE gesehen wo dies verboten war oder es einen separaten Bodeneinlass gab. Zuerst wird der Fäkaltank geleert und dann mit Grauwasser nachgespült, durch den Zerhacker gibt es keine groben Rückstände und alles fließt ab.
:top: Das Mißverständnis kam daher, daß du nur von Fäkalienwasser geschrieben hast und ich vom Womo ausgegangen bin, bei dem das Grauwasser ja vom Fäkal getrennt ist. Wir haben also den selben Stand, auch beim Regenwassersammeln, wenn es bei uns auch nicht vorgeschrieben ist. Gruß Joachim Diese Vorschrift ist ein zweischneidiges Schwert.Die Kanalisation muss durch den Mangel an Wasser zusätzlich gespült werden,kostet Arbeit und wird mit kostbarem Trinkwasser durchgeführt,ich halte das für unsinnig. Gruß Bernd
Ist aber halt für jede Gemeinde und Gegebenheit eine Kosten/Nutzen Rechnung. Kläranlage/Sammler größer oder Regenwasser wo anders hin und Spülen. Und aus diesen unterschiedlichen Konzeptionen ist für die ständig wechselnden Entsorgungsplätzen eines Womos diese Diskussion absolut witzlos. Meine Meinung, Gruß Andreas Ich war jetzt am WE auf dem Stellplatz von Freyung am Skilift. Es gibt dort mehrere Stromsaulen und eine VE Saule für den Bongo und für Frischwasser. Aber es gibt keine Bodeneinlass. Auch nicht für Grauwasser.
Moin, das kommt gar nicht so selten vor, das es keinen Bodeneinlas gibt. Wenn ich an so einem Stellplatz unbedingt entsorgen muss, habe ich die Möglichkeit Grau und Schwarzwasser in den Einlass für die Kassette zu Pumpen. Mach ich aber nur im Notfall, lieber ist mir ein Bodeneinlass. Gruß Bosko Um mal bißchen Klarheit zuschaffen. Es gibt 2 Abwassersysteme: Mischsammler, geht Grauwasser und Regenwasser in einem Rohr zur Kläranlage. Sind die Mengen aber beschränkt, weil sonst bei viel Niederschlag die Kläranlage kippen kann, das bedeutet die Microorganismen werden zu sehr geschädigt. Dann das Trennsystem, da wird Grauwasser und Regenwasser getrennt abgeleitet, Grauwasser geht in die Kläranlage und Regenwasser in die Vorflut, damit nicht zu viel auf einmal in die Vorflut läuft, gibt es Rückhaltebecken mit Rückstauklappen. In solchen Abwassersystemen darf kein Inhalt einer Chemietoilette eingeleitet werden. Deshalb separate Tanks, dessen Inhalt separat zur Kläranlage transportiert wird und dort auch dementsprechend vorbehandelt wird, ehe diese Brühe der Klärung zugeführt wird. Es sind nicht alle Klärwerke dafür ausgelegt, dafür gibt es EU Vorschriften. Ganz ehrlich, woher nimmst du deine Erkenntnisse? Wir haben hier in Dortmund teils Misch-, teils Trennkanalisation. In beiden Kanalisationssystemen darf ins Grauwasser JEDERZEIT beliebiges Fäkalabwasser eingeleitet werden, was ja alle Toiletten auch tun - das hat mit der Regenwasserabtrennung NULL zu tun, weil daran auch keine Entsorgungsstation angeschlossen wird bzw. jede Entsorgung am Kläranlagenzulauf und nicht am Regensammler hängt, falls diese getrennt sind. Es gibt wie gesagt Kleinkläranlagen, die mit Aquakem nicht gut klarkommen - dann sind die Entsorgungsstellen aber entsprechend gekennzeichnet! bis denn, Uwe Ich muss Uwe zu 100% zustimmen. Nicht nur der Beitrag von Bergbewohner zeugt von Unwissenheit und reinen Vermutungen. Auch so einige Beiträge weiter oben. Ich finde es gut wenn jemand mit Ahnung hier aufklärt. Wenn ich mir nicht sicher bin und nur vermute halte ich besser meine Finger still. Ich bin als Kind mit Abwasserentsorgung aufgewachsen weil das der Beruf meines Vaters war. Ich habe den Bau von vielen Kanälen, Rückhaltebecken und Kläranlagen in den 70ern miterlebt und so auch viele Hintergrundinfos bekommen. Die Kleinkläranlagen die keine Chemieklos vertragen hat es mal gegeben. Die sollte es eigentlich nicht mehr geben. Das muss schon eine ganz ganz große Ausnahme sein. Normale Kläranlagen haben alle damit kein Problem. Zu 99,9% kann man deshalb sagen - wo Grauwasser rein darf, darf auch Schwarzwasser und Chemietoilette rein. Es kann allerdings sein, dass der Betreiber vor Ort aufgrund der Art des Einlaufs eine Trennung vorgesehen hat. Beispiel - Toilettenpapier am Gitter. Hubert
Jup so isses. Lass mich das bitte mal salopp und aus meiner Sicht aus beschreiben. Wenn ich an den Bodeneinlass zur Grauwasserentsorgung fahre und dabei neben das Mobil muss um den Abwasserhahn zu bedienen möchte ich weder in dier Kacke der Vorher-Entsorger treten noch deren Geruch wahrnehmen. Auch möchte ich beim Überfahren des Bodeneinlasses nicht irgendwelche Hinterlassenschaften mit meinen Reifen bei der Weiterfahrt verteilen.
Das kann ich dir genau sagen und den Anderen auch, die meinen ich habe keine "Ahnung". war sehr viele Jahre im Aufsichtsrat unseres Verbandes und habe dort nicht geschlafen. :lach: Warum bist du immer gleich so auf der Palme :?: Ich habe nichts anderes geschrieben, wie die nach mir auch. Es ist halt so, die wenigsten Kommunen haben schon neuere Kläranlagen, Fäkalien aus Kleinkläranlagen haben im normal Fall keine chemischen Zusätze, weil die Wasserspülung haben.
Moin, das rührt noch aus den Anfängen von den Chemietoiletten. Die ersten Chemischen Zusätze waren NICHT Biologisch abbaubar und mussten aufgefangen und dann über den Entsorger verbrannt werden. Das war sehr teuer, deshalb wollten die Campingplatzbetreiber dies Menge an Chemie Abfällen möglichst gering halten. Heutzutage sind alle in der EU erhältlichen Zusätze fürs Chemieklo Biologisch abbaubar und dürfen bedenkenlos über die normalen Wege den Kläranlagen zugeführt werden. Grüße Ralf. |
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