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Webasto Air Top Evo 40 nach 600h verkokelt


BikerCamper am 16 Sep 2022 10:05:54

Hallo zusammen,

seit einiger Zeit lief unsere Webasto Luftheizung nur noch sehr geräuschvoll. Nun habe ich das WoMo zum Boschdienst
gebracht und der hat sie zerlegt. Es stellte sich heraus, dass die Kohle schon den Rotor berührt hat, daher das
Geräusch. Er hat die Betriebsdaten ausgelesen und diese waren 600 Betriebsstunden und ca. 240 Brennerstunden.

Aber er konnte es sich auch nicht erklären, dass der Brenner schon so verkohlt war, zumal wir das WoMo erst letzten
Dezember neu gekauft hatten. Seine Vermutung ist nun, dass wir entweder mal schlechtes Diesel getankt hatten,
oder die Heizung wurde falsch benutzt.

Wir haben das WoMo im Winter nicht benutzt, meine Frau hat jedoch im Frühling von April - Mitte Mai mal ein Test Dauercampen
bei uns im Ort gemacht. Soviel ich weiß, war da die Heizung immer so auf 22 Grad eingestellt.

Ich vermute mal, dass wir die Wartungskosten nicht auf Gewährleistung ersetzt bekommen, evtl. sagt Webasto noch
was dazu, Anfrage läuft. Der Techniker meinte noch, dass evtl. eine bereits benutzte Heizung eingebaut wurde, Anhaltspunkte
sah er aber nicht.

Was gibt es jetzt für Möglichkeiten?

1) kleinere Heizung einbauen 2000W statt 4000W, damit sie nicht immer in Teillast läuft zB. Autoterm Air 2D (ist auch billiger)
2) Gar nicht mehr heizen, 600€ Wartungskosten/Jahr find ich bissel viel :( , dann halt immer mit Strom
3) Brenner 1x pro Woche freibrennen (Vollast)
4) Oder immer auf 30 Grad laufen lassen, vielleicht dann immer mit offenen Fenstern :rolleyes:

Hat vielleicht jemand ne Idee, wie man die Heizung richtig verwenden könnte?

Hier noch ein paar Daten: 4000W, ca. 23qm innen, gute Isolierung (XPS 4-6cm), kein Wintercampen.

Vielen Dank schon mal!

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ManfredK am 16 Sep 2022 10:36:49

Ich betreibe die gleiche Heizung wie du und habe bei mir folgende "Einsatzregeln"

1. Während der Heizungszeit (Vorrang Oktober - April) benutze (wenn möglich) Premiumdiesel um Ablagerungen möglichst zu reduzieren
2. Während der ersten Betriebsstunde lasse ich die Heizung möglichst auf Volllast laufen um vorhandene Ablagerungen frei zu brennen
3. Ich vermeide kurzfristige Einschaltzeiten, also nicht mal 15 Minuten ein und dann ausschalten
4. Teillastbetrieb sollte wenn möglich vermieden werden

Pechvogel am 16 Sep 2022 11:03:32

BikerCamper hat geschrieben:...Es stellte sich heraus, dass die Kohle schon den Rotor berührt hat...

Das sollte eigentlich immer so sein. Sonst läuft so´n Bürstenmotor nämlich nicht.

BikerCamper hat geschrieben: Er hat die Betriebsdaten ausgelesen und diese waren 600 Betriebsstunden und ca. 240 Brennerstunden....

Das ist doch schon mal ganz ordentlich?!
Aber so Kohlebürsten sollte man doch wechseln können?! Kosten nur "´n paar Euro". Dazu dann gleich noch ein neues Brennersieb ( keine 10€ ) und weiter geht´s?!?




Grüße
Dirk

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BikerCamper am 16 Sep 2022 11:13:56

Pechvogel hat geschrieben:...Es stellte sich heraus, dass die Kohle schon den Rotor berührt hat...
Das sollte eigentlich immer so sein. Sonst läuft so´n Bürstenmotor nämlich nicht.
Grüße
Dirk


Nene, nicht die Motor-Schleifkontakte, sondern Kohlestückchen aus dem Brennraum ...

ManfredK am 16 Sep 2022 11:14:24

Nicht die Kohlen des Bürstenmotors sondern die Ölkohle durch Verbrennungsablagerungen......

Marsu123 am 16 Sep 2022 11:53:53

Pechvogel hat geschrieben:...Es stellte sich heraus, dass die Kohle schon den Rotor berührt hat...
Das sollte eigentlich immer so sein. Sonst läuft so´n Bürstenmotor nämlich nicht.
Grüße
Dirk


BikerCamper hat geschrieben:Nene, nicht die Motor-Schleifkontakte, sondern Kohlestückchen aus dem Brennraum ...


Moin,

kann eigentlich nicht sein.
Brennraum und Warmluftraum sind baulich getrennt.
Wenn Ölkohle aus dem Brennraum mit dem Warmluftraum (in dem sich der Ventilator befindet) zusammenkommt, ist die Brennkammer defekt.
Dann habt ihr aber größere Probleme als nur Geräusche, dann kommen auch Abgase ins Fahrzeug !

Grüße Ralf.

Ginnes am 16 Sep 2022 12:19:02

Tja, aber woher kommt die Luft für die Verbrennung?
Dazu gibt es eben auch einen Lüfter, sonst würde die Flamme bald ersticken.
Wo genau dieser Lüfter sitzt, ist mir allerdings nicht klar.

Tinduck am 16 Sep 2022 12:29:38

Für Dieselheizungen ist Teillast generell Gift, weil die Brennkammer sich nie ordentlich aufheizt, um mal freizubrennen.

Wenn deine Frau da wochenlang drin gewohnt hat und die Heizung dabei nie richtig ballern konnte, weil es draussen zu warm war, ist der Schaden leider als normal anzusehen. Sowas sollte man wissen, bevor man sich für eine Dieselheizung entscheidet.

Wenn man mit sowas nix am Hut haben will, muss man halt mit Gas heizen und Flaschen schleppen oder den Gastank / die Tankflasche gefüllt halten.

Der Einbau einer schwächeren Heizung ist für die Teillastsituation vielleicht eine Linderung (keine Lösung), aber das hilft ja dann auch nix, wenn die Heizung bei großer Kälte zu schwach ist.

Es ist leider so, dass dieser Nachteil der Dieselheizung gern verschwiegen oder kleingeredet wird - bis dann der teure Service fällig ist.

bis denn,

Uwe

Marsu123 am 16 Sep 2022 12:57:16

BikerCamper hat geschrieben:..
Was gibt es jetzt für Möglichkeiten?
..
Brenner 1x pro Woche freibrennen (Vollast)



Moin noch mal,

ich denke das wird eine gute Lösung für Euch sein.

Grüße Ralf.

BikerCamper am 16 Sep 2022 14:11:50

Ginnes hat geschrieben:Tja, aber woher kommt die Luft für die Verbrennung?
Dazu gibt es eben auch einen Lüfter, sonst würde die Flamme bald ersticken.
Wo genau dieser Lüfter sitzt, ist mir allerdings nicht klar.


Auf der anderen Seite der Rotorachse sitzt das Gebläse für den Brennraum. Also getrennt von der Heizluft

BikerCamper am 16 Sep 2022 14:30:05

Hab jetzt das WoMo abgeholt und mich noch mal mit dem Techniker unterhalten. Dabei noch das Betriebsprotokoll
gesehen und den Brenner mitbekommen. Hänge ich mal als Bilder an.

Der Einbau einer kleineren Webasto würde zw. 1500 - 2000€ kosten. Er hatte vor Kurzem einem Kunden
die Autotherm 2D (2000W) auf eigene Gefahr eingebaut und da warten wir jetzt mal bis nächstes Jahr ab,
wie die sich schlägt ;-)

Ich konnte ihm auch entlocken, dass es wohl nach ca. 20h sinnvoll wäre, die Heizung
mal paar Stunden auf Vollast laufen zu lassen und eben den Teillastbereich zu meiden.

Alles nicht sehr befriedigend und ja, über diese Dinge klärt einen keiner auf... Jetzt müssen wir das Leergeld bezahlen :(
Wir haben uns diese Heizung auch nicht speziell ausgesucht, sondern sie war eben dabei.




akany am 16 Sep 2022 15:49:02

Hochinteressant, vielen Dank fürs Teilen der Informationen.

Ich suche ja im Moment, um bei mir die Thermo Top Evo 4 einbauen zu lassen, aber das wird ja dann selbst bei einer Wasserheizung aufs Gleiche rauslaufen... ^^ denn im Prinzip ändert sich ja nur das Medium zur Weiterleitung der Wärme.
Man hatte mir zwar gesagt, dass die Teillast nicht mögen und ich deshalb lieber die "kleine" nehmen soll und auf Vollast laufen lassen, aber wenn da mal gerade weniger als 300 Stunden Betrieb drin sind und dann 500 Euro "Wartung" anfallen, dann lass ich mir lieber was anderes einfallen...

Wie schlägt sich eigentlich die Autotherm Flow, ehemals Planar, im Vergleich? Hat da jemand Erfahrungen?

Tinduck am 16 Sep 2022 16:06:39

Ich weiss ja jetzt keine genauen Daten, aber da diese ganzen Dieselheizungen alle das gleiche Funktionsprinzip haben, werden sie auch alle das gleiche Problem mit Teillast haben - ob da jetzt eine 50% länger durchhält als eine andere, tut eigentlich nix zur Sache.

Die Lösung des Problems ist eine Änderung des energiezuführenden Mediums.

Also entweder eine Benzin-Standheizung (gibts auch) mit extra Tank oder eben mit Gas heizen.

Wenn es Diesel sein muss, hat man halt leider ein bisschen mit der Pflege zu tun (Freibrennen) und irgendwann ist die Brennkammer dann doch fällig.

Oder man nimmt nen Holzofen :)

bis denn,

Uwe

ManfredK am 16 Sep 2022 16:08:17

akany hat geschrieben:....aber wenn da mal gerade weniger als 300 Stunden Betrieb drin sind und dann 500 Euro "Wartung" anfallen, dann lass ich mir lieber was anderes einfallen...


Du solltest jetzt bitte nicht davon ausgehen, dass die "Lebensdauer" vor einer Wartung so niedrig ausfällt und zwar unabhängig vom Hersteller.
Es waren besondere Bedingungen mit unzureichender Volllast, die zu diesem vorzeitigem Ausfall geführt haben.

Die normale "Lebensdauer" liegt beim Gebläsemotor bei 3000 - 5000h (je nach Hersteller), dann dürfte üblicherweise auch ein neuer Brennereinsatz fällig sein.

Einfach ein bisschen auf die Einsatzbedingungen achten und ausreichende Volllastanteile nutzen, damit die Ablagerungen minimiert werden.

akany am 16 Sep 2022 17:36:15

ManfredK hat geschrieben:...
Die normale "Lebensdauer" liegt beim Gebläsemotor bei 3000 - 5000h (je nach Hersteller), dann dürfte üblicherweise auch ein neuer Brennereinsatz fällig sein.

...



Danke. Ja, das sind auch ungefähr so die Zahlen, die ich bisher gehört bzw. gelesen hatte. Deshalb war ich hier etwas bestürzt...

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