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Hallo! Irgendwann muss ich mich jetzt der Aufgabe stellen und Solarmodule aufs Dach meines Pius kleben. Ich bin total verwirrt von Primern, Spezialoberflächenreinigern, Kleb und Dichtstoffe mit vielen unterschiedlichen Nummern, die aber irgendwo dann doch irgendwie wieder alle das gleiche können.... Nun meine Fragen: 1) Welches Mittel eignet sich euerer Meinung nach am Besten von den ganzen Sammelsurium von Klebern zum Verkleben von z.B. ABS-Teilen und Aluminium auf dem Fahrzeug? Gemeint sind die Klebeeigenschaften, Alterung, Witterungsbeständigkeit (z.B UV, extreme Hitze/Kälte etc...) 2) Kann ich durch Primern generell die Klebeeigenschaften des verwendeten Klebstoffs verbessern? Kann bei Klebstoffen, die keinen Primer benötigen, die Klebeeigenschaft durch den Primer evtl. sogar verschlechtert werden? Wenn nicht, sollte man prinzipiell mit Primer arbeiten? 3) Wieviel Zeit darf zwischen dem Auftrag des Klebers und der Anbringung des Teils am Fahrzeug vergehen, um eine gute Klebeverbindung zu bekommen? 4) Bei Primern hab ich was von Ablüftzeit von z.B. 10min gelesen. Heißt das, das ich nach 10min den Kleber auftragen muss um das Bauteil sofort zu Verkleben - oder könnte ich nach Auftrag des Primers auch eine Stunde später den Klebstoff aufbringen - d.h. ich darf nur in den ersten 10 Minuten nach Auftrag des Primers keinen Klebstoff aufbringen? 5) Welches Produkt lässt sich eurer Erfahrung nach am einfachsten anwenden? 6) Pleiten, Pech und Pannen - was sollte auf keinen Fall passieren? Danke für eure Erfahrungen, das ist alles völliges Neuland für mich.
MS-5.
Ja. Nein. Ja.
Ein paar Minuten. Aber was soll die Rumknüngelei?
Ja.
MS-5.
Kleber anne Finger und / oder Schweinerei am Fahrzeug.
Ein paar Minuten. Aber was soll die Rumknüngelei? Für mich ist die Frage schon wichtig weil ich wissen muss ob ich Teil für Teil nach Kleberauftrag einzeln aufkleben muss oder ob ich einige Teile mit aufgetragenen Kleber vorbereiten und dann zusammen aufkleben kann. Module auf die Halter schrauben und dann ankleben Und wichtig die Halter an der Klebeseite anschleifen/anrauen, für eine bessere Haftung, dann an die Platten schrauben und Primern danach hätte ich die Platten an die Entgültige Position gelegt und an den Ecken angezeichnet so hast du es beim Kleben einfacher und brauchst nicht viel oder überhaupt nicht verschieben. Ich habe für alle Klebe Arbeiten auf dem Dach immer MS5 Kraftkleber genommen. Gruß Johnmax
Wenn du doch schon MS-5 empfiehlst, wozu dann noch einen teuren Primer? Das ist doch gerade der Vorteil des neuen MS-5, dass man laut Dekalin keinen Primer braucht. Danke für die Tipps! Werde wohl das Dekalin MS-5 verwenden und ein Modul komplett mit Halterung auf einem Rutsch verkleben. Hab das Datenblatt im Internet gefunden. Die offene Zeit des Produkts beträgt nur 15 min./20Grad. Muss also schnell gehen. Werde mir besser eine Akku-Silikonspritze kaufen da mit mich das Leimauftragen nicht aufhält. Soll der Dekavator von Dekalin nur auf das ABS Teil oder auch auf denb angerauhten Lack aufgetragen werden? - Danke!
Das gewissenhafte Reinigen, Entfetten und Anätzen empfiehlt sich immer, egal was womit geklebt wird. Man kann alle Arbeitsschritte auf einen reduzieren, wenn man Aceton verwendet. Das gehört ohnehin in jeden guten westdeutschen Haushalt.
Man kann mit Aceton wie mit jedem anderen Lösemittel (Alkohol, Benzin, Spülmittel ...) nur scheinbar entfetten, aber nicht wirklich. Das Fett/Öl löst sich im Lösemittel auf und wird anschließend schön auf die gesamte "gereinigte" Fläche verteilt. Spülmittel sind selbst Öle. Wenn das Wasser verdampft, bleibt eine dünne Ölschicht zurück. Diese dünnen Ölschichten sind zwar meist so dünn, dass nicht zu sehen, aber sie sind da und verschlechtern das Anhaften von Leim auf jeden Fall. Wie entfettet man richtig? Wie schon geschrieben, ist es falsch, mit einem Lösemittel das Fett zu lösen und dann dabei auf der ganzen Fläche fein zu verteilen. Man darf zum Entfetten also nicht das Öl/Fett auflösen, sondern muss das Öl/Fett chemisch abbinden. Das geht mit einer Lösung mit Waschpulver (nicht Flüssigwaschmittel!!!). Durch eine Verseifungsreaktion wird das Öl/Fett abgebunden. Danach mit klarem Wasser nachspülen.
Zum Schnüffeln? Die einzige halbwegs sinnvolle Anwendung, die mir so schnell einfällt, ist die Entfernung von Nagellack. Ansonsten ist Aceton recht gesundheitsschädlich, sowohl beim Einatmen als auch bei Hautkontakt. Hier mal ein paar Bilder, wie ich das gemacht habe. Vorher alles gut geplant und die Klebeflächen abgeklebt. ![]() Klebe auch im Hobbybereich des öfteren. Bei flächigen Verklebungen trage ich den Kleber immer beidseitig auf. Vorher anschleifen, reinigen und Primer drauf. Durch das "Einarbeiten" des Klebers mit der Zahnspachtel kommt eine bessere Verbindung zustande, bilde ich mir zumindest ein. So muss sich nur Kleber mit Keber verbinden. Keine Ahnung, ob das so ist. Bis jetzt hat noch jede Verklebung gehalten. ![]() Überquellender Kleber wird abgezogen, wie eine ordentliche Silikonfuge. ![]() Die Höhe wird mit einer Lehre kontrolliert. Dann liegt das Modul verzugsfrei auf. ![]() Fertig sieht´s dann so aus. ![]() Am Schluß hab ich noch vorne und hinten einen Spoiler montiert. Ist ja kein Problem bei den K2 Schienen. ![]() Der Aufwand für diese Art der Montage ist schon etwas größer, aber das Arbeitsergebnis entschädigt in jedem Fall. Grüße Andreas Sieht gut aus! Respekt!
Also ich oute mich mal als auch einen Aceton Anhänger. Schon seit Jahrzenten im Gebrauch. Man muss halt auch aufpassen was und wo man damit abreibt. Kleiner Test vorher ist schon notwendig. Zu deiner Ausführung weiter oben zwecks richtigem Entfetten, mag ja alles stimmen. Aber man kanns auch übertreiben. Wir kleben ja nur Solapanels auf ein Wohnmobil und nicht auf den Marsrover. Ich will gar nicht an den Tag denke wenn ich vielleicht mal gezwungen bin meine Halter vom Dach zu kriegen. Und das ohne Primer vorher, nur sauberwischen mit Aceton. Wenns sein muss dann zweimal, aber immer mit frischem Lappen und nicht hin und herreiben. Und schnüffeln sollte man gar nichts, egal ob Aceton, Verdünnung, Primer oder Kleber. Es gibt sogar Masken die man aufsetzen kann... was vermisse ich das gute Trichlor......(nicht wirklich, elends Zeugs. Aber zum entfetten :eek:) AnReg, WOW ein Top Job! Besonders die Höhenlehre. Gleich abgespeichert. Ich hab einfach 3mm O-Ringe unterlegt.
Ich klebe dazu kleine 2 mm dicke ABS-Reststücke mit UHU-Modellbaukleber auf. Festgeklebt verrutschen die nicht. Eine 2 mm dicke Klebeschicht ist ausreichend, bei 3 mm braucht man nur unnötig viel Kleber. Wie entfettet man richtig? Wie schon geschrieben, ist es falsch, mit einem Lösemittel das Fett zu lösen und dann dabei auf der ganzen Fläche fein zu verteilen. Man darf zum Entfetten also nicht das Öl/Fett auflösen, sondern muss das Öl/Fett chemisch abbinden. Das geht mit einer Lösung mit Waschpulver (nicht Flüssigwaschmittel!!!). Durch eine Verseifungsreaktion wird das Öl/Fett abgebunden. Danach mit klarem Wasser nachspülen.[/quote] Klingt eigentlich logisch. Aber sind im Waschpulver nicht auch irgendwelche Substanzen die vielleicht zurückbleiben? Wäre da eine Lösung aus Kernseife nicht am geeignetsten? at AnReg Tolle Arbeit! Respekt. Danke für die Fotos! ...die Arbeit mit Abstandshalter gefällt mir. Die K2 Montage kannte ich nicht. Hab mal kurz danach gegoogelt und werde es mir später genauer anschauen. Welche Dicke sollte eigentlich die Klebefuge besitzen um Materialbewegungen ausgleichen zu können? Gibt es ein Mittel mit dem sich der frische Kleber gut entfernen lässt? Ich nehme an das ich ein paar Anläufe brauche bis ich die optimale Raupenstärke habe.
Laut allen, mir bekannten, Kleber-Herstellern reichen 2 mm.
Kernseife besteht auch aus Tensiden und Tenside sind Öle. Manche Kernseifen enthalten zusätzlich Hydroxide bzw. basische Salze. Diese Art Kernseifen reinigen und entfetten besser. Bei Kernseife wie bei anderen Seifen wurden Öle und Laugen miteinander verkocht, so dass Tenside entstanden. Aber die Herstellung einer Waschlösung aus Kernseife ist aufwändig, denn dazu muss die Kernseife erst geraspelt und dann in warmen Wasser gelöst werden. Waschpulver (ohne Zusätze wie bei Waschpulver für farbige Textilien) ist chemisch viel besser zum Entfetten geeignet und löst sich sehr gut in Wasser, ist also wesentlich anwenderfreundlich. Noch einmal: Flüssigwaschmittel sind alle Tenside, d.h. Öle, und reinigen und Entfetten nicht gut. Nur in der Werbung sind Flüssigwaschmittel super, in Praxis aber minderwertig. Nur ungebildete Hausfrauen fallen auf Flüssigwaschmittel herein. Hier ein Beispiel für unerwartete Wirkungen von Tensiden: Hat man eine Schüssel mit einen Spritzer Spülmittel ausgewaschen, bleiben Reste des Spülmittels auf der getrockneten Oberfläche der Schüssel zurück. Wenn man in diese Schüssel Eiweiß gibt und dieses zu Eischnee schlagen will, so gelingt das nicht, da Tenside die Oberflächenspannung absenken und dadurch der Eischnee sofort wieder zusammen fällt. Das kann jeder mal probieren. Die getrockneten Tenside sind zwar nicht zu sehen, aber noch vorhanden und diese Tenside verschlechtern auch die Klebkraft von allen Klebern deutlich. Waschwirkung: Tenside: Durch Herabsetzung der Oberflächenspannung des Wassers. Die Tenside (Öle) und die Öle/Fette der Verunreinigung bleiben chemisch erhalten und werden auf der Oberfläche der zu reinigenden Fläche nur fein verteilt. Waschpulver: chemische Verseifungsreaktion zwischen einer Lauge und einem Fett/Öl. Fette und Öle werden also chemisch abgebunden, d.h. hören auf zu existieren.
Nach der Aussage solltest du aber meiner ungebildeten Hausfrau aus dem Weg gehen. Die zieht dir einen neuen Mittelscheitel mit ihrem Tensiden verseuchten Nudelholz für diese unangebrachte Aussage. Hallo! das mit dem entfetten der Oberflächen lässt mir jetzt keine Ruhe. Wenn ich Metall lackiert habe, ist es mir schon ein paar mal passiert das sich die Farbe an bestimmten stellen zusammengezogen hat. Für meine Vorstellungen habe ich aber wirklich peinlich genau die zu lackierenden Flächen mit reinem Isopropyl-Alkohol und Aceton gereinigt. Silikonentferner getestet. Auch Shit. Selbst der teure Reiniger von Hammerit und hat nicht immer das gewünschte Ergebnis gebracht. Wäre dann nicht eine Natriumhydroxit Lösung das Beste??? Das ist eine absolut reine Lauge und dazu noch sehr billig. P.S: (Nur für Hausmänner) Ich wasche meine Wäsche mit einer Mischung aus Kernseife und Natron. Ich bin gegen manche Zusatzstoffe in den normalen Waschmitteln allerigsch und hasse die Duftstoffe....Wenn man ein paar Schnitze mit einem von der Kernseife in einen z.B. 1l Messbecher mit etwas Wasser schält und dann einen Stabmixer benutzt, ist die Sache sofort erledigt und man hat eine gebrauchsfertige Lösung :) In einer Autolackiererei werden die Autos auch nicht mit Waschpulver entfettet.... Ich würde es machen wie der Hersteller des Lackes oder des Klebers empfiehlt. Die sollten ja am besten wissen wie ihr Produkt reagiert. Vor kurzem wurde bei uns in der Firma ein Klebeseminar abgehalten. Da wurde unter anderem das Thema Reinigen/Entfetten behandelt. Bremsenreiniger z.B. enthält geringe Mengen eines Öles, damit die gereinigten Bremsscheiben nicht rosten. In Spiritus, ist ja Ethanol, ist irgendein Zusatzstoff, damit niemand das Zeugs säuft. Das einzige, was wirklich funktioniert und zum Entfetten geeignet wäre, ist Loctite 7063, ist wohl das in der Industrie übliche Mittel zum Entfetten. Grüße Andreas Habe bis dato mit Isopropanol noch keine Probleme gehab. Wenn du anschleifen willst mache dieses nach dem entfetten, ansonsten bekommst du die feinen Riefen nicht mehr fettfrei
Hallo Andreas, mich würde interessieren, was das für Spoiler sind, die du da verwendet hast. |
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