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Nabend, habe mal eine allgemeine Frage zur Erdung von Wohnmobilen. In meinem Womo ist nicht viel Strom, also keine große aufwendige Installation, sondern was ganz einfaches. Es gibt eine Außensteckdose, die zwei Schmelzsicherungen hat, dann geht von dort ein Kabel zu einer Steckdose, wobei das Gehäuse der Steckdose so groß ist, daß es als Verteilerkasten benutzt wird. Aus diesem Verteilerkasten geht einmal eine Leitung zu einer weiteren Steckdose, eine zweite Leitung zum Kühlschrank und eine dritte Leitung zur Therme. Die Therme hat einen Schalter, da kommt die Leitung vorher vorbei. Vor der Therme ist nochmal ein Verteilerkästchen, da geht nochmal ein Abzweig zu einer Steckdose. Das war alles schon original so, ist halt schon etwas älter, die Kabel sind mittlerweile erneuert, aber die Anschlußart ist wie original. Nur die Therme und die zweite Steckdose habe ich eingebaut. An der kompletten Verdrahtung ist der Schutzleiter mit durchgezogen und angeschlossen. Somit würde im Fehlerfall der FI der jeweiligen Steckdose, an der das Auto angeschlossen ist, ausgelöst werden, sollte diese einen FI haben. Das Auto selbst hat keinen Fehlerstromschutzschalter. Der Rest der Aufbauelektrik (eigentlich nur noch Lampen und die Wasserpumpe) laufen direkt an der Aufbaubatterie auf 12V. Der Aufbau besteht überwiegend aus Holz, aber die Außenhaut besteht aus Aluminiumblech, Fenster- und Türrahmen sind Aluminiumprofile. Und natürlich die Fahrerkabine, das ist ein Stahlblechtransit. Jetzt meinte neulich jemand, daß die Außenhaut bzw. die Karosse auch mit dem Schutzleiter verbunden werden müsste. Was ist davon zu halten? Gruß Jürgen Hi, Auf jeden Fall muss der Schutzleiter der Landstomsteckdose mit der Masse des Fahrzeugs verbunden sein. Und ein FI ist, allein schon in Deinem Sinne, auch Pflicht. Klar, wenn "alles ok" ist, wirst Du den Unterschied nicht merken, aber für "alles ok" sind solche Schutzmaßnahmen ja auch nicht da. Gruß
Grausam und verboten
Wo steht das?
Ich bin zwar nicht "WomoToureu" und das Womoforum auch nicht das "in Stein gemeißelte Grundgesetz" für Wohnmobile ( oder doch? :gruebel: :mrgreen: ) aber hier mal ein bisschen was zum lesen dazu: --> Link Grüße Dirk DIN VDE 0100-721, das im Januar 2022 aktualisierte TÜV Merkblatt MB FZMO 0740 zur 230 Volt in Wohnmobilen ....usw. [code]aber hier mal ein bisschen was zum lesen dazu: --> Link Grüße Dirk[/quote] Und genau da steht das es nicht verboten ist, zumindest gibt es einen Bestandschutz Ich hab sowas in meinem drin und denke auch das es sinnvoll ist.
Gilt denn Bestandschutz auch wenn die elektrische Anlage überholt / modernisiert und erweitert wird?? :gruebel:
Grüße Dirk die alten Wohnmobile hatten nie einen Fehlerstromschutzschalter... was aber ja nicht heißt das man das auch Nachrüsten kann. von welchen Baujahr reden wir hier? ab welchen Baujahr war der Einbau für Neufahrzeuge verpflichtend ? (und nicht nur eine Empfehlung) Nur mal aus Neugierde: Die 230 V liegen ja nur an, wenn Landstrom dran ist. Dann ist diese Landstromsteckdose ja auch über einen FI abgesichert (Vorschrift?). Warum benötigt man jetzt unbedingt auch noch einen FI im Womo? Ich weiss, dass es in der Norm steht, aber was ist der Grund dafür? Als Reserve, falls die Landstomsteckdose mal von der exotischen Sorte ist? Oder wegen der zu hohen möglichen Übergangswiderstände bei der Landstromanbindung (Kabeltrommel, Leitungslänge...)? bis denn, Uwe Die Schmelzsicherungen lassen mich aufhorchen, scheint ein älteres Semester zu sein. Also von vorne: wie sieht die "Steckdose" aus, dan der du das Wohnmobil an Landstrom anschliesst? Hier muss es sich um eine blaue CEE-Einspeisdose handeln. Alles andere ist nicht zulässig, auch nicht im Bestand. Dann sind die Kabel einen Blick wert, es muss sich um Kupferlitzen handeln. Wenn das allzu vergammelt aussieht (Kupfer wird schwarz), würde ich über Ersatz nachdenken, aber vermutlich ist das in Ordnung. Jede Art von unflexiblem Draht oder irgendwas mit Aluminium unbedingt auswechseln. Dann gehört das Chassis an den PE, Schutzleiter, grün/gelb, relativ nah an der Einspeisdose. Vielleicht kannst du aus der grossen Dose was abzweigen. Die Absicherung beider Leiter ist vorgeschrieben, bei dir aber auch vorhanden. RCD (FI) braucht es erst seit 2010, und es besteht keine Pflicht zur Nachrüstung. Allerdings sind Schmelzsicherungen nicht mehr Stand der Technik, und vor allem dann blöd, wenn du in der Pampa keinen Ersatz dabei hast. Ich würde die Schmelzsicherungen gegen Sicherungsautomaten ersetzen und noch einen RCD (FI) ergänzen, was am einfachsten durch ein Kombigerät (RCBO) zu bewerkstelligen ist, welches vermutlich auch nicht mehr Platz braucht als die Schmelzsicherungen. Gruss Manfred
Der offizielle Grund: aufgrund der Impedanz der (nicht kontrollierbaren) Leitungslänge zum Womo ist die Abschaltung der Säule nicht unter allen Umständen innerhalb der kritischen Parameter gewährleistet. Der inoffizielle Grund: es soll Womos geben, die aus Deutschland rausbewegt werden und/oder an windigen Elektroinstallationen hängen. Gruss Manfred
Danke Manfred! bis denn, Uwe Hallo, MV 4 Mein Womo ist Baujahr 92 und hat einen FI Schalter drin,und der ist nicht nachträglich eingebaut worden. Gruß Bernd welcher Hersteller ? sorry das ich nachfragen muss...es steht nix davon in deinen Profil. bei dem Baujahr dürfte das sehr selten sein wenn das Original ist. Ich fahre seit über 30 Jahren Wohnmobile verschiedenster Hersteller. Und in den Anfangsjahren war die Auswahl an Herstellern und Modellen gegenüber heute begrenzt. Nabend, es ging mir nicht um den FI, es ging mir um die Verbindung der Karosse und der Außenhaut mit dem Schutzleiter. Auto ist Bj. 1977, Hersteller CI Travelhome. Gruß Jürgen auf Ford Basis.. hat der überhaupt schon eine CEE Steckdose gehabt? Ja der Schutzleiter muss mit der Karosserie vom Fahrzeug verbunden sein. Hallo, MV 4 Ist ein Bürstner A 630. Gruß Bernd Interessant das Bürster schon so weit gedacht hat...das hatten meine Hymer und Knaus aus dieser Zeit nicht Moin, [quote=WomoToureu]DIN VDE 0100-721, das im Januar 2022 aktualisierte TÜV Merkblatt MB FZMO 0740 zur 230 Volt in Wohnmobilen ....usw.[/quote] Ich bin auf der Suche nach einer Aussage bezüglich FI im Wohnmobil auf diesen Thread gestoßen. In meinem Challenger ist einer verbaut. Nun helfe ich einem Freund eine LifePo4 samt Wechselrichter und Netzvorrang in seinen Bürstner Lyseo Bj. 2018 ein zu bauen und habe mit Schrecken festgestellt, das es keinen FI-Schalter gibt. Es ist ein 2poliger LS im Badschrank verbaut, weit entfernt von Elektroblock und Einspeisesteckdose. War das 2018 noch den Vorschriften entsprechend? Ich werde ihm jedenfalls dringend dazu raten nach zu rüsten. Grüße, Manfred
Nein
Würde ich ebenfalls. Ich würde nachschauen, ob es wirklich nur ein LS ist - es gibt ja kombinierte LS/FI-Schalter namens RCBO. Kann man ja einfach rausfinden über die Typenbezeichnung oder das Vorhandensein einer Prüftaste. Wenn nicht, würde ich auch umrüsten (am einfachsten durch Austausch gegen einen RCBO). Die Hersteller machen selten mehr als vorgeschrieben, aber normalerweise auch nicht weniger. Vielleicht war das Womo für das europäische Ausland? Die RCD-Vorschrift gilt meines Wissens seit 2010, aber nur für Deutschland. Gruss Manfred
Danke, ich werde nochmal genauer hinschauen, aber ich glaube mich zu erinnern keine Prüftaste gesehen zu haben. Ich denke nicht dass das Mobil fürs Ausland war. Er hat es 2018 auf der Messe bestellt und vor Weihnachten in Saarbrücken abgeholt. Ich hätte von der Marke Bürstner mehr erwartet, wenn ich mit meinem Challenger vergleiche kommt die Elektrik nicht so gut weg. Gruß, Manfred
Wir hatten auch mal nen Bürstner und ich kann dir sagen, die bemühen sich sehr um ein fesches Aussehen (wie alle anderen auch), aber unter dem Rock siehts dann oft eher nicht so doll aus. Nach den Erfahrungen sind die für mich eher im unteren Mittelfeld. bis denn, Uwe Hallo, wo bekomme ich denn die Erdung her, wenn ich meine EcoFlow DELTA MAX 2000 Powerstation als 230 Volt Quelle nutze? Da reagiert der Fehlerstrom-Schutzschalter nicht ! Hab ich ausprobiert. Wo bleibt bei diesen Geräten die Sicherheit? Auch bei anderen Anwendungszwecken im Haus als Notstromversorgung. Oder im Garten mit einer elektrischen Heckenschere? Hab in der Verlängerungsschnur von der Powerstation zur Nutzung von Elektrowerkzeugen einen entsprechenden Schutzschalter eingebaut. Der spricht aber Fehlerstrom auch nicht an ! Aber die Dinger werden auf den Markt gebracht. Wo bleibt da die geforderte Sicherheit ? Gruß Rolf Schutztrennung. Kein Fehlerstrom bei einfachem Fehler, kein Schlag, kein Auslösen des RCD. Das ist sicherer als Landstrom mit RCD, weil keinen Schlag bekommen sicherer ist als einen Schlag bekommen, bei dem man hofft, dass der RCD abschaltet. Gruss Manfred
Gilt dann aber, wie oben diskutiert, auch nur bei Anschluss von nur einem Gerät, falls dies geerdet ist. Viele dieser Powerstations haben ja auch zwei Steckdosen, da dürfte dann das gleiche gelten wie beim Moppel. Aber so wie die Powerstations unters Volk geworfen werden, interessiert das wahrscheinlich niemanden, dass die Dinger exakt genausoviel elektrisches Gefahrenpotential haben wie mobile Generatoren. Wirken halt harmloser, weil sie keinen Lärm machen und nicht stinken. bis denn, Uwe
Das würde ich unterschreiben. Wobei "genauso viel" vermutlich besser mit "genauso wenig" geschrieben wäre, denn das elektrische Gefahrenpotential eines schutzgetrennten Netzes ist vernachlässigbar gering, auch beim Anschluss beliebig vieler beliebiger Geräte. Jedenfalls geringer als das von millionenfach vorhandenen Hausinstallationen ohne FI, und da gibt es im Jahr weniger Tote als Verkehrstote an einem einzelnen Tag. Das Gefahrenpotential von Benzingeneratoren liegt zum einen beim Kohlenmonoxid, wenn man das Ding in geschlossenen Räumen betreibt und/oder nicht ordentlich auf die Abgase achtet; und zum anderen im Gesundheitsrisiko bei Verwendung von Benzin von der Tanke. Das ist billiger als Alkylatbenzin und erwiesenermassen krebserregend. Beides hat man bei den Powerdings nicht. Allerdings besteht bei beiden Geräten das Risiko, dass man drüberstolpert und sich den Hals bricht. Noch ein Wort zur "Erdung", weil das hier mit dem Schutzleiter durcheinandergeworfen wird: der Schutzleiter (PE, grün-gelbes Kabel) funktioniert als Sicherheitseinrichtung auch ohne Erdung, weil er alle Metallgehäuse leitend verbindet. Sollten wirklich zwei Fehler an verschiedenen Aussenleitern in verschiedenen Geräten auftauchen, führt dies zu einem Kurzschluss, und die Stromquelle schaltet ab. Anders ausgedrückt: eine potentialfreie, niederohmige Verbindung verhindert unter allen denkbaren Umständen, dass zwischen zwei Punkten eine gefährliche Berührungsspannung entstehen kann. Gruss Manfred
Das verstehe ich jetzt nicht. Du hast ein RCD zweipolig eingebaut in N und L Leitung. Jetzt berührst du eine der beiden Leitungen - wenn Strom > 30mA durch deinem Körper oder Testobjekt fließt, schaltet der RCD ab! Wenn du auf einer Isolationsmatte stehst und kein Strom fließt, passiert dir auch nichts. So wie hier beschrieben muss ich ja N/L und die Erde berühren! Wo habe ich da einen Denkfehler? Ich habe mein RCD/FI hinter der Netzvorrangschaltung geschaltet. |
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