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Bergbauwanderweg Muttental- Wiege des Bergbaus


vosu99 am 11 Jan 2023 23:04:14

Das letzte Oktoberwochenende 2022 haben wir zunächst genutzt, um mit der Familie dem Tierpark Bochum einen Besuch abzustatten.
Das Wohnmobil hatten wir Freitagabend am Stadtpark Bochum geparkt. Rund um den Zoo gibt es so gut wie keine Parkplätze, aber wir hatten Glück.
Samstags ging es dann in den Tierpark. Nachdem die Kinder wieder nach Hause gefahren waren, blieben wir noch eine weitere Nacht in Bochum .

Danach wollten wir zum Kemnader See, stellten aber fest, dass an einem langen Wochenende das halbe Ruhrgebiet die gleiche Idee hatte. Es war völlig überfüllt und einen Parkplatz für das Wohnmobil unmöglich zu finden.
Der Wetterbericht versprach weiterhin gutes Wetter und so entschieden wir uns für eine Wanderung im Muttental. Schon oft waren wir auf der anderen Seite der Ruhr an Teilen des Muttentals einfach so vorbeigefahren, ohne zu ahnen, was sich schönes auf der anderen Seite verbirgt.

Wir fuhren zum Ausgangspunkt unserer Wanderung nach Witten-Bommern. An der Nachtigallstraße gibt es einen großen, kostenlosen Parkplatz. Da es bereits dunkel war, haben wir dort auch übernachtet.




Durchs Frühstück gestärkt machten wir uns auf den ca. 9km langen Bergbauwanderweg.

Im Internet steht dazu:

"Manche sehen es sogar als die Königin aller Bergbauwanderwege im Ruhrgebiet. Keine andere Region zeigt auf so vielfältige und beeindruckende Weise die Zeugnisse des frühen Bergbaus gekoppelt mit einer wilden Romantik des Tales, Wälder und der gemächlich dahin plätschernde Muttenbach – wohlwissend, dass man hier noch im eigentlich so dicht bebauten Ruhrgebiet steht. Hier im Muttental wurde vermutlich die erste Kohle im Ruhrrevier gefunden. Zahlreiche Klein- und Kleinstzechen förderten hier einst Kohle in Stollen sowie ersten Schächten zutage. Heute lassen sich viele Relikte der vergangenen Zeit anhand von rekonstruierten und erhaltenen Objekten während eines Spaziergangs auf dem Bergbauwanderweg im Muttental besichtigen.

Erschlossen werden durch den Wanderweg auch die Ruine Hardenstein, das Industriemuseum Zeche Nachtigall sowie das Gruben- und Feldbahnmuseum auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Theresia. Auch ein Abstecher zum Schloss Steinhausen bietet sich an."

Nach wenigen hundert Metern erreichten wir die erste Sehenswürdigkeit, das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia. Leider ist das Museum nicht geöffnet, so dass wir uns nur von außen einen Eindruck machen konnten.

















Weiter geht der Weg Richtung Zeche Nachtigall. Auf dem alten Zechengelände der Zeche Nachtigall befindet sich das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall und ein Besucherbergwerk, in welches man im 130 Meter langen Nachtigallstollen unter Tage gehen kann. Leider war auch dieses Gelände geschlossen.




Der Weg führte uns an den Gleisen auf der einen Seite und auf der anderen Seite an der Ruhr entlang.
Wir liefen direkt bis zur Burgruine Hardenstein.
Die Burg ist ein altes Herrenhaus und diente als herrschaftlicher Wohnsitz. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert.
















Zwei große Rundtürme ragen beeindruckend in den Himmel. Noch heute kann man Teile der Saalkammer, den Grundriss der Kellerräume und einen Kamin sehen.

Von der Ruine aus hat man einen fantastischen Blick auf die Ruhr und die Ruhrtalfähre Hardenstein.
Als einzige Fähre auf der Ruhr ist sie eine besondere Attraktion im Radwegenetz des Ruhrtals und noch in Betrieb.




Der Wanderweg führte uns weiter durch den Wald und dann an Wiesen und Feldern vorbei. Dort wurden wir von schottischen Hochlandrindern begrüßt.











Von hier aus konnten wir schon den Schacht Margarethe sehen. Der Förderturm und das Maschinenhaus wurden rekonstruiert.










Nach einem Marsch durch den Wald erreichen wir einen Dreibaum, der zum Heben von Lasten benutzt wurde und danach die Zeche Renate.



















Auf dem Waldweg ging es weiter. Wir hangelten uns von Informationstafel zu Informationstafel.






Dieser kleine Bär ruhte sich unter einem Baum aus.





Die nächste Etappe ging zur Zeche Jupiter.








Nachgebaute Loren der Muttentalbahn



"Die Muttentalbahn war eine gut sechs Kilometer lange Schienenbahn, mit der im 19. Jahrhundert die Kohle von den Bergwerken im Muttental im Südosten des Ruhrgebietes zu den Kohlenniederlagen und den Verladestationen transportiert wurde. Sie gilt als eine der ältesten Pferdebahnen auf dem europäischen Kontinent".













Auf dem weiteren Weg tauchte das Zechenhaus Herberholz mit einer kleinen Bergbau-Ausstellung auf.

















Neben dem Gelände befindet sich die Halde der Zeche Vereinigte Hermann. Die kleine, aber offensichtlichste Bergehalde im Muttental lässt sich über einen beleuchteten Pfad komplett umrunden und ist nur wenige Meter über der Umgebung hoch. Leider war dieses Gebiet zum Zeitpunkt unserer Wanderung gesperrt.

Auf einer ruhigen und schmalen Waldstraße ging es dann zum Bethaus der Bergleute. In den Sommermonaten und bei gutem Wetter ist hier auch Gastronomiebetrieb.






Kurz danach gabelt sich die Straße und wir gingen nach rechts. Der Feldweg führt bergauf durch ein ruhiges Tal und endet direkt am Schloss Steinhausen.



Das Herrenhaus beherbergt ein Restaurant. Der Außenbereich kann besichtigt werden, der Innenbereich nicht.
Rund um das Schloss und im Innenhof gibt es eine riesige Ausstellung von Skulpturen aus Metall.
































Vom Schloss aus führt der Weg bergab direkt wieder zum Ausgangspunkt. Mit qualmenden Füßen und hungrig kehrten wir ins Wohnmobil zurück.

Fazit der Wanderung:

Der Bergbauwanderweg im Muttental ist ein abwechslungsreicher und interessanter Wanderweg, der anschaulich die Geschichte des Bergbaus erzählt. Auch für Untrainierte sind die 9 km zu bewältigen, aber der Weg ist nicht barrierefrei. Neben den Stationen des Bergbaus bietet der Weg auch eine wunderschöne Landschaft mit viel Ruhe.

Von dort ging unsere kurze Wochenendreise noch auf den Stellplatz nach Wetter(Ruhr). Dort haben wir schon oft übernachtet. Der Stellplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe des Harkortsees und ist ein guter Ausgangspunkt für Unternehmungen an der Ruhr und/oder zur Besichtigung von Wetter(Ruhr).
Am 01.11.2022 gings dann wieder nach Hause.

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Beduin am 12 Jan 2023 09:58:24

Vielen Dank für die schönen Einblicke in den "Pott" sein Muttental :)
Hast schön gemacht

frankjasper8 am 12 Jan 2023 10:29:44

Von mir zu Dir ein Dankeschön für diesen schönen Reisebericht!
Auch ein Wochenende kann zu einer schönen Mobiltour werden und man lernt dadurch seine nähere Umgebung noch besser kennen. :)

Wie heißt doch das Sprichwort: Erst wenn Du in der Fremde bist, weißt Du, wie schön die Heimat ist...

Von mir auf jeden Fall mal ein "positiv" für Deine Mühen, diesen Bericht zu verfassen mit so vielen ausschmückenden und erklärenden Fotos. Dankeschööön! :)

Anzeige vom Forum


travelbug am 12 Jan 2023 20:39:07

Vielen Dank dafür!
Da möchte ich auch hin. Wo ist denn der Stellplatz von dem
du schreibst?
LG Andreas

vosu99 am 12 Jan 2023 23:12:42

travelbug hat geschrieben:Vielen Dank dafür!
Da möchte ich auch hin. Wo ist denn der Stellplatz von dem
du schreibst?
LG Andreas


Hallo Andreas,
es ist kein Stellplatz, sondern nur ein Parkplatz, wenn Du den Ausgangspunkt der Wanderung meinst.
LG Susanne

vosu99 am 12 Jan 2023 23:20:14

Der Parkplatz ist Nachtigallstraße, Abbiegung Auf Steinhausen. Genau gegenüber der Einfahrt zur Straße "Auf Steinhausen" befindet sich der Parkplatz.

Der Stellplatz in Wetter (Ruhr) ist am Anfang der Ringstraße. Nach Einfahrt in die Ringstraße muss man sofort links abbiegen. Es ist allerdings auch ausgeschildert. Der SP ist ohne Ver-und Entsorgung und kostenlos.
Er ist hier auch in der Stellplatzdatenbank zu finden.

rentner2011 am 28 Okt 2023 16:37:09

Hallo ‍♂️ vosu99,
vielen Dank für deinen Bericht durch das Muttental. Meine Frau und ich waren Heute da und sind den wundern Waderweg gegangen. Es war super ! Nochmals vielen Dank !

WomoToureu am 28 Okt 2023 16:57:54

vosu99 hat geschrieben:Der Parkplatz ist Nachtigallstraße, Abbiegung Auf Steinhausen. Genau gegenüber der Einfahrt zur Straße "Auf Steinhausen" befindet sich der Parkplatz..

vosu99 hat geschrieben:es ist kein Stellplatz, sondern nur ein Parkplatz, wenn Du den Ausgangspunkt der Wanderung meinst.


Der Parkplatz von dem hier offenbar die Rede ist, am Schloss Steinhausen ist ein Privatparkplatz vom Schloss Steinhausen / Restaurant Steinhausen.

Korrekterweise wurde der Stellplatz in Wetter genannt, der darf selbstverständlich genutzt werden.

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