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4 Gelbatterien parallel betreiben


mobile8585 am 30 Jan 2023 21:57:28

Hallo liebe Forumgemeinde

Ich möchte meine etwas ungewöhnliche Stromspeicherlösung vorstellen und bin gespannt auf euer Feedback.

Mein 7m Womo habe ich aufgelastet und es hat jetzt eine Zuladung von gut einer Tonne.
Achslastprobleme habe ich damit nicht.
Ab Werk hat mein Womo 2 x 80Ah Moll Gelbatterien und 2 CBE 522 Ladegeräte.

Um die Batteriekapazität aufzurüsten hatte ich nicht die Gelbatterien rausgeschmissen und auf LiFePo4 umgerüstet, wie das ein Freund bei seinem Frankia gemacht hat sondern habe seine 2 Moll Gelbatterien übernommen und diese parallel zu meinen beiden vorhandenen angeschlossen. Vom Alter her hat das gut gepasst und die Platzbedingungen passten soweit dass alle 4 Batterien direkt nebeneinander stehen und die 25 qmm Kabel kurz gehalten werden konnten. Somit lädt jetzt jedes Ladegerät jeweils 2 Batterien. In der Regel erfolgt die Ladung der 4 Batterien aber über den Solarregler Victron 100/30.

Das ganze funktioniert für mich problemlos aber ich könnte mir vorstellen dass Fachleuten Bedenken haben, oder irre ich mich?

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SidOmsa am 30 Jan 2023 22:38:55

Hast Du die sauber "kreuzverkabelt"?
Also Plus an die "Hintere" und Minus an die "Vordere"?
Das lastet alle dann relativ gleichmäßig aus (der Strom sucht den kürzesten Weg)
Gruß

mobile8585 am 30 Jan 2023 22:47:47

Ja, das hatte ich mir im Forum angelesen...

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dietmardd am 31 Jan 2023 00:59:39

Prinzipiell kann man 4 Blei-Gel-Batterien parallel schalten. Solange diese i.O. sind, wird es funktionieren.

Blei-Gel-Batterien leben zwar etwas länger als Blei-Säure-Batterien, aber nicht ewig. Deine 2 bisherigen Batterien und die 2 neuen sind alle nicht mehr ganz neu, d.h. sie haben schon einige Jahre ihres Lebens hinter sich.

Nun die erste Frage:

Wenn zwei Batterien parallel geschalten werden - was passiert, wenn eine der beiden Batterien einen Plattenschluss bekommt, also einen internen Kurzschluss hat?

Antwort: Dann wird auch die zweite Batterie kurz geschlossen und durch diesen Kurzschluss zerstört. Blei-Gel-Batterien haben kein BMS, welches sich bei Kurzschluss abschaltet, um eine LiFePO4-Batterie zu schützen

Jetzt die Preisfrage:

Wenn von 4 parallel geschalteten Batterien nur eine einen Plattenschluss hat und kurz geschlossen wird und sich der Kurzschluss automatisch auf die anderen 3 Batterien auswirkt - was passiert dann?
__________________________________________________________

Ich weiß nicht genau, ob diese meine Gedankengänge richtig sind, aber wenn ja, hast Du einige entspannte Monate oder Jahre, bevor der Schaden um so größer ist.

Da alle Blei-Batterien eine wesentlich kürzere Lebensdauer als LiFePO4-Batterien haben, ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis in einer Kombination aus Blei-Batterie und LiFePO4-Batterien die Stunde der Wahrheit kommt. Deshalb lehne ich prinzipiell so eine Kombination ab. Ich möchte mein Leben und das meiner Familie und das Womo nicht einem BMS aus China anvertrauen.

Kürzlich kam die Nachricht, dass ein E-Auto abgefackelt ist, weil die Li-Ionen-Batterie sich spontan selbst entzündet hat. Die Feuerwehr brauchte 20000 Liter Löschwasser, um den Brand zu löschen.

Eine spontane Selbstentzündung braucht man bei Blei-Batterien und LiFePO4-Batterien kaum befürchten, aber werden diese extern kurz geschlossen, wird auch deren gesamte gespeicherte Energie in extrem kurzer Zeit in Wärme umgewandelt, was dazu führen kann, dass sich das Womo entzündet.

Vielleicht könnten dazu mal die Spezis etwas dazu schreiben.

SidOmsa am 31 Jan 2023 01:15:57

Hi,

bitte in Gedanken, im Beschreiben und in Vergleichen LiFePO4 und Li-Ionen immer sauber trennen.
LiFePO4 kann praktisch nicht brennen. Die kannst Du theoretisch auf ein Feuer werfen, um es zu löschen.
Das ist bei Li-Ionen eine ganz andere Welt.

Klar, die Energie, die den "Dingern" steckt, wird bei einem Kurzschluss sichtbar, wenn kein BMS und/oder eine echte Sicherung nahe des Akkus verbaut ist. Das möchte niemand wirklich erleben. Da bist Du aber selbst beim günstigen BMS bei LiFePO4 aus China vermutlich besser aufgehoben, als bei einer AGM, Gel oder Säure...
Selbst ein güntiges BMS würde wohl abschalten oder einfach durchbrennen, das passiert bei einer Bleibatterie nicht.
Sorry schonmal vorab, wenn ich da falsch liege.

Gruß

dietmardd am 31 Jan 2023 02:39:38

LiFePO4 kann praktisch nicht brennen.


Das ist nicht richtig!

Es ist sehr sehr unwahrscheinlich, dass LiFePO4-Batterien zur spontanen Selbstentzündung neigen, obwohl es in Italien? so einen Fall schon gegeben haben soll, aber wie gesagt, fast nie. Li-Ionen-Batterien anderer Bauart neigen aber nicht allzu selten zu Selbstentzündungen und gegen eine Selbstentzündung hilft kein BMS.

Ganz anders ist es bei einem externen Kurzschluss. Dann wird die gesamte geladene Stromkapazität in sehr kurzer Zeit frei gesetzt. Das ist bei alle Arten von Batterien so.

Bei Bleibatterien ist dieser plötzliche Entladevorgang etwas langsamer als bei Li-Batterien, dafür haben Bleibatterien gewöhnlich kein BMS, welches bei externen Kurzschlüssen die Batterie abschaltet. Ein Lichtbogen ist dabei nicht selten.

Bei allen Arten von Li-Batterien ist der Entladevorgang bei einem externen Kurzschluss viel schneller und ein dabei entstehender Brand ist sehr viel heißer und praktisch nicht löschbar, solange die Batterie noch Strom abgibt und danach auch nicht so schnell, weil bei der großen Hitze Löschwasser sofort verdampft und eine Art Wärmeisolation entsteht. Alle Arten von Li-Batterien außer unsachgemäßen Eigenbauten haben zumeist ein Batteriemanagementsystem, welches schnell abschaltet, wenn der max. zulässige Entladestrom überschritten wird, also auch bei externen Kurzschlüssen. Ob diese BMS aber auch 100 %-ig funktioniert, weiß ich nicht, aber es ist eine Überlebenschance für die Batterie bei externen Kurzschlüssen.

Warum habe ich die LiFePO4-Batterien in diesem Threat ins Spiel gebracht?

a) um das unterschiedliche Verhalten von Blei- und LiFePO4-Batterien bei externen Kurzschlüssen, z.B. bei einem Plattenschluss zu erläutern (BMS)
b) um ein bestehendes Risiko bei Hybridsystemen hinzuweisen, falls er statt 2 neuen Gel-Batterien eine LiFePO4-Batterie zuschalten will. Ein Plattenschluss einer Gelbatterie verursacht nicht immer einen Kurzschluss der LiFePO4-Batterie. Wenn der Entladestrom nicht größer ist als der max. Entladestrom lt. Einstellung des BMS, dann wird die LiFePO4-Batterie nur Tiefentladen, was aber auch zum Totalverlust führt, wenn man es nicht sofort merkt und die LiFePO4-Batterie wieder lädt.

Gast am 31 Jan 2023 08:18:45

dietmardd hat geschrieben:... Ein Plattenschluss einer Gelbatterie verursacht nicht immer einen Kurzschluss der LiFePO4-Batterie. Wenn der Entladestrom nicht größer ist als der max. Entladestrom lt. Einstellung des BMS, dann wird die LiFePO4-Batterie nur Tiefentladen, was aber auch zum Totalverlust führt, ....


Sorry, aber das stimmt eben alles nicht:
Bei der LiFePO schaltet das BMS ab, wenn es zu einem Kurzschluß mit einem entsprechenden Strom kommen würde.
Ebenso schaltet das BMS ab, wenn die LiFePO an einen unteren Spannungswert gelangt. Tiefentladung ist also nie möglich, somit auch kein Totalverlust der LiFePO.
Das ist ja das Schöne an der LiFePO in Verbindung mit dem BMS, dass hier alle Parameter überwacht werden und eigentlich nichts passieren kann.

Gruß Axel

Gast am 31 Jan 2023 08:30:10

mobile8585 hat geschrieben:Hallo liebe Forumgemeinde
Ich möchte meine etwas ungewöhnliche Stromspeicherlösung vorstellen und bin gespannt auf euer Feedback.
....Das ganze funktioniert für mich problemlos aber ich könnte mir vorstellen dass Fachleuten Bedenken haben, oder irre ich mich?


Das Ganze funktioniert in der Regel ausgezeichnet, vielleicht hast Du nicht die volle Kapazität, weil die Akkus einwenig unterschiedlich sind, aufgrund des Alters.
Eine Parallelschaltung von mehreren Akkus haben die Hersteller der großen Wohnmobile schon immer gemacht, vor der LiFePO waren es ebenso Gel- oder AGM-Akkus. Und das hat jahrzentelang funktioniert.

Was ich aber machen würde und so habe ich auch meine 3 LiFePOs jetzt bei mir eingebaut: Nimm einen Victron Lynx Distributor. Der geht bis 1000A und hat 4 Anschlüsse, die alle mit Sicherungen abgesichert sind. Sollte ein Akku einen Defekt haben, dann fliegt für den die Sicherung, Deine anderen 3 Akkus bleiben weiterhin am Leben und versorgen weiterhin Dein Womo mit Strom.



Der Distributor kostet einwenig, bringt aber echt Sicherheit mit und bietet einen sauberen Anschluß. Momentan für 200,- zu bekommen, da bei vielen Händlern Mwst.-befreit.

Gruß Axel

fschuen am 31 Jan 2023 09:40:07

Mir wäre die Lösung viel zu gross und zu schwer, das Gewicht ist ja nicht nur für die zGm relevant. Aber elektrisch funktioniert das einwandfrei, warum auch nicht. Vorausgesetzt, das Zeug steht rum. Kaufen würde ich dafür nichts.

Ein Plattenschluss entsteht, wenn die Platte durch Magnetkräfte bei starker Stromentnahme mechanisch bricht und die Nachbarplatten kurzschliesst. In der Batterie wird dadurch eine Zelle kurzgeschlossen, die anderen fünf werden überladen. Das ist nicht vergleichbar mit einem externen Kurzschluss. Ein Topf heisser Schwefelsäure im Auto ist trotzdem nicht nett, lässt sich aber einfach vermeiden, wenn man Schmelzsicherungen (200A oder so) zwischen die Batterien hängt. Weiss selbst nicht, ob ich das in gegebenen Fall machen würde. Einen Plattenschluss bei Gel halte ich für halbwegs unmöglich.

LFP brennt nicht, aber zum Womo anzünden taugen sie trotzdem. Mit BMS können LFP-Batterien langlebiger sein und es schützt vor Fehlbedienung, aber als Sicherheitseinrichtung ist es untauglich. Hier aus dem Forum habe ich zwei Brände in Erinnerung und einmal fast, und alle drei hatten BMS. Als Feuerversicherung einfach alle Plus-Abgänge, auch den zum Shunt, mit billigen Schmelzsicherungen absichern.

Gruss Manfred

mobile8585 am 31 Jan 2023 09:57:05

Ich habe den Beitrag speziell wg dem Thema Plattenschluss eingestellt. Das Mehrgewicht oder ev geringere Leistung ist für mich nicht wirklich relevant denn dafür ist mein System ja quasi umsonst. Auch wenn ein Defekt einer Batterie die anderen mitreisst wäre das zwar unschön aber eben kein Drama. Auch die Gefahr eines Kurzschlusses ist nicht mein Hauptfokus
Bleibt die Gefahr des Abfackeln durch den berühmten spontanen Plattenschluss. Wie könnte man dieses Risiko einschätzen bzw reduzieren?

Bei geringer Leistungsauf- oder -abnahme ist das Risiko vermutlich weniger hoch als wenn die Lichtmaschine volle Leistung in die Batterien pumpt? Würde einer Temperaturkontrolle aller 4 Gelbatterien was bringen oder kündigt sich sowas nicht an?
Über Hinweise in dieser Richtung würde ich mich freuen. Langfristig werde natürlich auch ich bei LiFePo landen...

mobile8585 am 31 Jan 2023 10:02:36

Super Manfred, unsere Beiträge haben sich überschnitten aber genau auf solchen Hinweis hatte ich gehofft.

Also bei geringen Leistungsentnahmen ist das Risiko geringer und einen Föhn über Wechselrichtet brauchen wireh nicht.

Sicherungen zwischen den Batterien habe ich aktuell nicht verbaut

Tinduck am 31 Jan 2023 12:01:03

Danke für den Tip oben mit dem Victron Lynx - dafür nen Guten.

Sowas kommt bei mir auf jeden Fall rein, falls mal mehrere Batterien parallel arbeiten sollen.

Ist halt eine Art BMS auf Batterie- und nicht auf Zellebene... die gibts für Notstrombänke schon länger, aber die können dann auch noch mehr und sind nicht ganz billig. Der Lynx scheint ein guter Kompromiss zu sein.

bis denn,

Uwe

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