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Argentinien - Rundreise durch den Nordwesten des Landes


Kletterin am 12 Mär 2023 15:01:53

Hallo Zusammen,

sechs Wochen ist es jetzt her, seit wir den Grenzfluss zwischen Uruguay und Argentinien überquert haben. Uruguay hat uns ja schon gefallen, aber Argentinien lässt uns einfach nicht mehr los.
Okay, zugegeben, die Durchquerung der Pampa war ein bisschen eintönig und langweilig. Von der Grenzstadt Gualeguaychu sind wir auf schnellstem Weg in Richtung Mendoza gefahren. In der schönen Oasenstadt haben wir erstmal einen Teil unserer gestohlenen Ausrüstung wieder organisiert und uns von der Sommerhitze in der Pampa erholt. (Wen es interessiert: den Bericht zum Diebstahl auf dem RoRo-Schiff gibt es hier --> Link.




Von dort begann dann unser Abenteuer in den argentinischen Norden. Und auch wenn wir erst ein kleines Stück des Landes erkundet haben, wollen wir hier gar nicht mehr weg. Die Menschen hier sind uns gegenüber immer sehr aufgeschlossen und freundlich. Zu keiner Zeit haben wir uns irgendwie unwohl oder unwillkommen gefühlt. Im Gegenteil: man versucht ständig, uns irgendwie behilflich zu sein, wenn es mal irgendwo hakt.
Vor allem unser kleiner, blonder Tim wird immer von allen sofort bemerkt und schließt schnell Freundschaft mit den einheimischen Kindern. Da werden Staudämme gebaut, Karten gespielt oder Bälle gekickt. Ja, kindliche Unbefangenheit und Google-Übersetzer machen es eben möglich.



Von Mendoza ging es durch die trockene, wüstenartige Landschaft langsam nach Norden. Teilweise auf der berühmten Ruta 40, teilweise auf anderen Straßen oder Pisten. Letztere gefielen uns immer enorm gut, weil wir hier oft Stunden- oder Tagelang alleine unterwegs waren, nur umgeben von Natur und Wildnis. Freicampen ist in Argentinien nicht nur offiziell erlaubt, sondern das Camping und Draußensein ist auch Teil des Lebensstils. In Städten und Dörfern gibt es immer offizielle Parkanlagen mit Grillplätzen, Wasseranschluss und Sitzgelegenheiten. Diese eignen sich perfekt für einen Aufenthalt zum Kochen, Essen und Entspannen auf der Durchreise. Der Kontakt mit interessierten Dorf- oder Stadtbewohnern ist hier obligatorisch aber stets angenehm. Mit etwas Glück hat man hier auch öffentliche, kostenlose Pools. Bei über 35°C im Sommer ist das eine willkommene Abwechslung. Die städtischen Campingplätze sind meist sehr günstig, manchmal kostenlos, und eigenen sich als Ausgangspunkt für die Stadtrundgänge gut. Man darf nicht vergessen, Kleinkriminalität ist dennoch ein Thema und ein Auto, das ungesichert irgendwo steht, kann schnell mal aufgebrochen werden.





Wir gewöhnten uns mit Ausflügen auf kleinere Plateus der Andenausläufer schon ein bisschen an die Höhe, trafen unsere ersten Guanakos und vor allem Füchse (die zu schnell waren, als dass wir sie hätten fotografieren können), ebenso wie wilde und halbwilde Esel und Pferde (Tiere der 2. und 3. Generation in Freiheit) und bald ging es zum ersten Mal richtig in die Höhe.
Wir wollten zu den Balcones de Pissis, unterhalb des Mt. Pissis. Der Mt. Pissis ist der zweithöchste Vulkan der Erde und die Piste dahin spektakulär. Dank des Minenverkehrs auf großen Teilen der Piste ist auch die Piste selbst spektakulär gut in Schuss. Unser Steyr "Ben" hat die Höhe auf bis zu 4750 Meter über Null gut gemeistert und im optimalen Drehzahlbereich nur wenig gerußt - wir dagegen machten teilweise die erste Bekanntschaft mit der Höhenkrankheit. Für uns hieß es deshalb: wieder runter fahren. Nichts desto trotz war der Ausflug zu den Balcones de Pissis supertoll. In den Lagunen konnten wir Flamingos beobachten, links und rechts der Piste waren wieder kleinere und größere Guanako-Herden zu sehen und das Wetter mit seinem blauen Himmel und den spektakulären Gewitterwolken rundete das Bild meisterhaft ab.






Von hier ging es für uns nach Cafayate und danach durch den roten Cafayate-Canyon. Ebenfalls wieder eine spektakulär bizarre Landschaft, die die Grenze von der Wüsten-/Steppenregion bei Cafayate zur wieder eher grünen Region Salta darstellt. Immer gründer wurde es, nachdem wir den Canyon hinter uns ließen und in Salta gefiel es uns so gut, dass wir bisher 3 mal wieder dorthin zurückkehrten. Zum Teil wegen der wirklich angenehmen und abwechslungsreichen Stadt, zum Teil, weil man hier eben so gut wie alles findet, was es außerhalb nicht gibt.

Auch den Dschungel, nördlich von Salta in der Provinz Jujuy besuchten wir. Im Nationalpark Calilegua machten wir uns auf Jaguar- und Pumapirsch. Aber sehen konnten wir keine. Trotzdem waren die Dschungelwanderungen ein Highlight, genauso wie das Dorf San Francisco, oberhalb des Nationalparks. Das malerische Dorf wurde generell erst 1990 an das Straßennetz (wobei Straße wohl zu viel gesagt ist und für unseren LKW die eine oder andere Herausforderung bereithielt) angeschlossen und ist heute Ausflugsziel für Touristen. Diese ermöglichen erst, dass ein monetäres Einkommen gesichert ist und nicht alle jungen Leute zum Arbeiten in das Tal ziehen müssen. Trotz des Tourismus hat das Dorf seinen ursprünglichen Charme nicht verloren und wir haben uns ein bisschen in die Andenkulisse des Dorfes verliebt. Bei einer 3-stündigen Reittour durch den Dschungel lernten wir viel von unserem Guide über das Leben hier und genossen fantastische Ausblicke von den Bergen in das Dorf hinunter.




Nach dem Dschungel zog es uns nochmal in die Wüstenlandschaft. Hier brach leider unser Stoßdämpfer auf einer Piste und durchschlug unsere Bremsleitung. Dumm gelaufen, denn in die große Stadt Salta waren es über 2.000 Höhenmeter bergab. Uns blieb erstmal nur der Rückzug in das kleine Städtchen Cachí. Dort begutachteten wir den Schaden. Uns blieb nichts anderes übrig, als mit dem Taxi eine Tagestour nach Salta zu machen, um die benötigten Ersatzteile zu besorgen. Glücklicherweise brachte mich der Taxifahrer nicht nur bis Salta, sondern half auch aktiv bei der Suche mit und nach nur 8 Stunden waren wir wieder zurück und konnten mit der Reparatur beginnen.
Cachí hatte uns aber so in seinen Bann gezogen, dass wir spontan noch eine Woche blieben, bevor wir wieder nach Salta fuhren, wo wir gerade unsere Blattfedern aufrüsten lassen und die Stoßdämpferaufhängung verstärken wollen.






Sobald alle Arbeiten an unserem rollenden Zuhause erledigt sind, geht es nochmal in die Puna (die argentinische Seite der Atacama-Wüste) und anschließend wohl irgendwann weiter nach Bolivien. Jeder, der mit dem Gedanken spielt, Argentinien zu bereisen, dem kann ich nur sagen: macht das auf jeden Fall!

Mehr Bilder zu Argentinien und den detaillierten Bericht findet ihr natürlich auf unserer Webseite --> Link.
Freunde der bewegten Bilder können unser neues Youtubevideo --> Link ansehen.

Liebe Grüße und hasta luego
Christa & Co.

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clamat am 12 Mär 2023 15:56:22

Hi Christa & Co,
Ja, Argentinien ist wirklich traumhaft schön.
Falls ihr noch mal in den Norden wollt, dann lasst euch den Lauca NP und den Salar de Suriere nicht entgehen
--> Link
LG
Claudia

cheldon am 12 Mär 2023 16:22:43

Im Pantanal habt ihr sicher noch die Möglichkeit, Jaguare zu entdecken…
url=https://www.wohnmobilforum.de][/url]

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TiborF am 13 Mär 2023 10:02:33

Das war ja ganz sicher eine Traumreise - super tolle Bilder und ein schöner Bericht

Dafür Daumen hoch :daumen2:

Kletterin am 13 Mär 2023 12:43:45

Danke ihr lieben,
den Lauca NP und den Salar de Suriere schauen wir uns sicher auch an. Und das Pantanal zu besuchen ist seit Jahren ein großer Traum für uns und steht auch noch auf der To-Do-Liste hier. Vielleicht klappt es ja dort mit den Jaguaren :)
Wir haben ja jede Menge Zeit im Gepäck - andererseits bei so vielen Möglichkeiten und tollen Landschaften rast die Zeit auch gerade so dahin.

Jetzt muss nur noch unser Wohnmobil aus der Werkstatt kommen, damit es für uns weitergehen kann.

Liebe Grüße aus Salta / Argentinien
Christa

schneggenhaus am 24 Mär 2023 16:31:06

Traumhaft schön und vielen Dank fürs mit nehmen und weiterhin gute Reise und bleibt ganz einfach Gesund mit lieben Grüssen Inge

JackSchmidt am 24 Mär 2023 18:32:19

Hallo Christa,

danke fürs mitnehmen. Wünsche Euch weiterhin eine tolle Zeit und das technisch alles passt.

Kletterin am 15 Apr 2023 02:38:04

Hallo ihr lieben,

wem unser Argentinienbericht gefallen hat, dem mag ich noch unser neuestes Video ans Herz legen. Denn wir haben zum Abschluss unseres dreimonatigen Aufenthalts in Argentinien noch 10 Tage in der Puna verbracht. Dieses Ökosystem liegt auf der alpinen Höhenstufe zwischen ca. 3.000 und 5.000 Metern über Null und erstreckt sich von Nordwestargentinien über Chile, Bolivien bis nach Peru.
In Argentinien ist diese Wüstenregion ziemlich abwechslungsreich und äußerst beeindruckend. Schaut doch mal ins Video rein:
--> Link

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