Um das nochmal aufzugreifen:
Die Skiorte da oben liegen alle auf um die 2500m Höhe (Aspen 2438m, Breckenridge 2927m, Telluride 2667m, Snowbird 2365m, Vail 2484m.....). Da wird es im Winter RICHTIG KALT sobald die Sonne untergeht, -30 Grad sind nichts Ungewöhnliches.
Da mit einem normalen US-Miet-Wohnmobil- also diesen Zweizimmer-Wohnungen auf Rädern - Urlaub machen ist problematisch. Erstens haben die alle keine frostsicheren Abwasseranlagen, sondern die Tanks hängen überall ungeschützt unterm Auto. Deshalb stellen die Vermieter in Gegenden mit Frost (Denver) die Wasseranlagen ab und es gibt in den Autos keinen Tropfen Wasser. Kein WC (die US-Wohnmobile haben WCs mit Festtanks), keine Dusche, kein Wasser in der Küche.
Dann die Heizung. US-Wohnmobile haben Gas-Festtanks. Unserer hatte 76 lbs, grob der Inhalt von drei europäischen Flaschen, also nicht gerade sehr gross. Das reicht für zwei Tage bei
Heizung auf Dauerlauf und praktisch Dauerbetrieb des Generators, dann muss man den nachfüllen, d.h. wegfahren zur nächsten Füllstation. Bei einem Mietwohnmobil an der Gasinstallation rumbasteln um mit einem "Extend-a-Stay" adapter (
--> Link) den Anschluss von Flaschen zu ermöglichen (die man dann auch wieder wechseln muss, bei 30 Grad unter Null in der Nacht wenns hochkommt...) naja, macht man nicht.
Die Dinger sind auch schlecht isoliert und die Heizung läuft praktisch dauerhaft mit voller Pulle.
Beim Freistehen läuft der Generator ebenfalls praktisch im Dauerbetrieb, mitsamt störendem Krach.
Zusammengefasst: Diese Fahrzeuge sind im Winter praktisch nur nutzbar wenn man auf einem RV resort mit speziellen Winterangeboten steht, da gibts dann Wasseranschlüsse mit beheizten Rohren und eine Gasversorgung.
Kleine Kastenwagen bei denen die Tanks im Fahrzeuginneren liegen gehen. Da gibts Vermieter die auch wintergeeignete Fahrzeuge mit entsprechender Ausrüstung (Reifen, Ketten!) haben. Empfehlenswerter Vermieter (Denver): Titus Adventure Company, die vermieten speziell auch an Skitouristen und wissen worauf es ankommt.
--> LinkNur sind die eher spartanisch eingerichtet und für mehr als 2 Personen ungeeignet. Kosten pro Woche inkl. Versicherung und Steuern inzwischen ca. 2200 Dollar, kein preiswertes Vergnügen.
Da hat man das Problem das wir alle von hier kennen: Strom. Die haben nämlich keinen eingebauten Generator, also ist die Freistehdauer von der Batteriekapazität begrenzt. Maximal zwei Tage (eher weniger), dann muss Strom her. OK, man kann den (Benzin-) Motor starten und über die Lichtmaschine die Batterien aufladen.
Wer was grösseres oder ausgefalleneres sucht bei den Privatvermietungsplattformen umschauen:
--> Link.
Auch hier sind die Preise stark gestiegen (ich hab da noch 2017 für unter 100 Dollar/Tag mieten können).