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Batterie im Winter abklemmen Auswirkung auf Korrosion


dietmardd am 29 Mär 2023 22:15:13

Wenn man die Starterbatterie im Winter abklemmt, um eine Entladung durch stille Verbraucher zu verhindern, könnte es meines Wissens nach zur verstärkten Korrosion der Stahlkonstruktion kommen.

Die Korrosion ist bei normalen Temperaturen ein elektrochemischer Vorgang, bei dem Eisen (Stahl) positiv geladen ist. Will man die Korrosion von Stahl behindern, dann ist eine Methode dazu, die Stahlkarosse und das Fahrwerk negativ aufzuladen. Das geht mit einer Opferanode oder indem man eine negative Gleichspannung anlegt. Deshalb liegt in der Regel bei einem Fahrzeug immer der Minuspol an der Masse, d.h. um die Stahlkonstruktion negativ vorzuladen.

Wenn man nun im Winter die Starterbatterie abklemmt, um eine Tiefentladung zu vermeiden, dann liegt ja nicht mehr der Minuspol an der Stahlkarosse und damit ist die ganze Stahlkonstruktion nicht mehr negativ vorgeladen.

Wenn man also die Starterbatterie abklemmt, schont man zwar die Batterie, aber die Korrosion steigt erheblich an, nicht um ein paar %, sondern um das Mehrfache. Die Stahlkarosse inklusive Fahrwerk sind aber ungleich teurer als die Batterie.

Frage: Ist es sinnvoll die relativ billige Batterie zu schonen und dadurch Karosse und Fahrwerk zu gefährden?

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Grandeur am 29 Mär 2023 22:56:44

Die angeschlossenen Batteriepole wirken gegen Korrosion genauso gut wie ein Magnet um die Spritleitung meines PKW was den Sprit viel effizienter verbrennen lässt!

Du bist 3 Tage zu früh dran! :happy:

Gruß Grandeur

FrankKiel am 29 Mär 2023 23:10:24

Ich habe 25 Jahre bei mein Hymer den minus Pol über Winter abgenommen
und keine Korrosion der Stahlkonstruktion festgestellt.
Das Wohnmobile steht wenn wir nicht Fahren in der Halle.
Bei meinen Neuen mache ich das auch so.

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dietmardd am 30 Mär 2023 01:24:18

Die angeschlossenen Batteriepole wirken gegen Korrosion genauso gut wie ein Magnet um die Spritleitung meines PKW was den Sprit viel effizienter verbrennen lässt!


Offensichtlich hast Du Dich noch nie mit der Wirkungsweise von Korrosion beschäftigt, sonst würdest Du so etwas nicht posten.

Die Wirkung einer negativen Gleichspannung auf die Korrosion von Eisenmetallen ist schon seit weit mehr als 50 Jahren bekannt und gehört zum Standardwissen in der Materialwissenschaft. Aus genau diesem Grund ist bei allen mir bekannten Fahrzeugen der Minuspol auf Masse gelegt und nie der Pluspol.

Schon im Sommerhalbjahr gibt es sehr deutliche Unterschiede zu Stahlteilen ohne Minusvorspannung. Noch sehr viel größer ist der Unterschied im Winterhalbjahr, wenn man da fährt. Das schlimmste bei der Korrosion sind Chloridionen, welche in Auftausalzen (NaCl) oder Laugen (MgCl2) enthalten sind. Wenn man nach so einer Fahrt im Winter mit Auftaumitteln auf der Straße die Batterie abklemmt, hat das gravierende Folgen für die Korrosion.

Eine ähnliche Wirkung wie eine negative Vorspannung haben Opferanoden, z.B. aus Zink, denn im elektrochemischen Element bei der Korrosion sind diese positiver geladen als die Eisenatome (siehe elektrochemische Spannungsreihe), aber die Wirkung ist nicht so gut wie eine negative Vorspannung. Das wird z.B. genutzt bei der Verzinkung von Stahl. Theoretisch dürfte da der Stahl erst zu rosten beginnen, wenn das gesamte Zn verbraucht ist. Die Praxis kennt jeder von Euch. Die Fernwirkung des Zinks ist nicht allzu groß, wenn erst einmal die Zinkschicht in einer Fläche von einigen Quadratmillimetern bis Quadratzentimetern verbraucht ist, fängt der darunter liegende Stahl an zu rosten, obwohl etwas weiter noch eine Zinkschicht da ist.

babenhausen am 30 Mär 2023 06:32:16

Die Bootsfreunde wissen das schon lange --> Link

,die Frage ist warum dies in den letzten 50 Jahren im Fahrzeugbau unbekannt geblieben ist. :D

Selbst in Oldtimerkreisen hörte man von dieser Problematik nichts.
Auch in der Langzeitlagerung von Militärfahrzeugen wird die Batterie ausgebaut und eine Konservierung mit diversen Markenprodukten durchgeführt was auch in der Praxis bestens funktioniert.

Grandeur am 30 Mär 2023 08:01:15

. Offensichtlich hast Du Dich noch nie mit der Wirkungsweise von Korrosion beschäftigt, sonst würdest Du so etwas nicht posten.


Hallo dietmardd,

wenn man Oldtimer als Hobby hat, dann ist das Thema Korrosion leider ein Thema.
Bei Schiffen wird mit Opferanoden gearbeitet, da hast Du zwischen edlem und unedlerem Material immer in stark leitendes Elektrolyt in Form von Seewasser. Wie soll das beim Wohnmobil funktionieren?

Meinst Du im Ernst, dass sich die Automobilhersteller Gedanken machen würden über KTL, Verzinken, Lackaufbauten, Hohlraumkonservierungen,… Gedanken machen würden, wenn ein Korrosionsschutz leicht über das Bordnetz-System zu realisieren sei? Das wäre viel viel billiger als die Summe der aktuellen Einzelmaßnahmen.

Gruß Grandeur

Rockerbox am 30 Mär 2023 08:06:32

Wenn das tatsächlich ein real existierendes Problem wäre, dann gäbe es schon lange irgendwelche (teure) Mittelchen / Zubehörteile, die man sich an das Fahrzeug dengeln könnte. Es gibt tausende Fahrzeuge (auch insbesondere Motorräder), die während der Winterpause mit abgeklemmter Batterie rumstehen und keines davon rostet DESWEGEN weg ....

mv4 am 30 Mär 2023 08:33:32

Wolfgang Hermann ....kannst du bitte Mal das Datum auf den 1. April umstellen.

So ein schönes Thema hatten wir am 1. 4. schon lange nicht mehr. :D

Luppo am 30 Mär 2023 08:57:51

Das mit der Korrosion stimmt schon, aber nur, wenn ein Osterlamm geopfert wird!

Energiemacher am 30 Mär 2023 09:00:44

Lieber Dietmardd,

schlage doch einfach einen Erdspieß in den Boden und stelle darüber einen Potentialausgleich her, wenn du die Batterie über Winter abgeklemmt hast. :roll:


Grüße

Gast am 30 Mär 2023 09:09:24

Kein Wunder, dass alle Stahltrailer innerhalb weniger Jahre als Rostskelett dastehen, die haben ja gar keine Batterie :lach: Zum Glück habe ich mein Boot verkauft, aber meine Bootskumpels muss ich warnen. Die sollen sich jetzt einfach einen Akku auf den Trailer schrauben...... :mrgreen:

maranot575 am 30 Mär 2023 09:16:24

An alle, die anscheinend einen Clown gefrühstückt haben - Ich denke schon, dass es eine ernst gemeinte Frage war.
Man sollte sinnvoll antworten und sich nicht lustig machen über einen Teilnehmer im Forum.
Meine Meinung
Gruss Heinz

Gast am 30 Mär 2023 09:22:25

babenhausen hat geschrieben:Die Bootsfreunde wissen das schon lange --> Link


Und hier auch nur, weil ein Boot im Wasser liegt. Ist dieses nur selten im Wasser, halten die Anoden auch eine Ewigkeit. Ich hatte meine Boote immer nur im Urlaub im Wasser und alle Ersatzanoden liegen immer noch unbenutzt bei mir im Keller.

Ein Wohnmobil ist aber selten komplett im Wasser, wo dann irgendwelche Elektronen auf Wanderschaft gehen können. Ohne leitendes Element auch kein Strom (Elektronen-)-fluß.

Gruß Axel

rkopka am 30 Mär 2023 09:31:32

dietmardd hat geschrieben:Will man die Korrosion von Stahl behindern, dann ist eine Methode dazu, die Stahlkarosse und das Fahrwerk negativ aufzuladen. Das geht mit einer Opferanode oder indem man eine negative Gleichspannung anlegt.

Aber dazu müßte der Pluspol zumindest geerdet sein. Sonst macht das negative Potential der Batterie gar nichts. Dann darf aber keinerlei leitende Verbindung zwischen Minus/Chassis und der Erde bestehen oder sie muß abgesichert sein. Braucht man dann eine sehr hohe Spannung ? Immerhin isoliert Luft sehr gut. Also würde eine Opferanode nur schwer arbeiten können.

RK

MilesandMore am 30 Mär 2023 09:54:18

Rost entsteht bei mir immer dann wenn Schmutz sich mit Feuchtigkeit paart, oder noch besser mit Streusalz, daß für dauerhafte Feuchtigkeit sorgt weil hygroskopisch.

Daher versuche ich meine Fahrzeuge sauber zu halten, auch den Unterboden, durch regelmässiges Waschen.

In den letzten 20 Jahren ist mir kein Fahrzeug durchgerostet oder hätte Rostschäden gezeigt.

Mein Neffe meinte Waschen sei Geldverschwendung, nach 8 Jahren waren die Schweller durchgerostet, natürlich wars die Schuld des Fahrzeugherstellers - was sonst.

Beste Gruesse Bernd

Ahorne7500 am 30 Mär 2023 10:02:04

Hallo,

Ob es beim Womo Sinn macht oder nicht, weiß ich nicht.

Aber
Ich hatte vorher noch nie etwas von Opferanoden gehört...
Es gibt sogar einen wiki Eintrag dazu.

Auf jeden Fall habe ich durch diesen Beitrag dazu gelernt.
.

andwein am 30 Mär 2023 10:19:28

dietmardd hat geschrieben:Will man die Korrosion von Stahl behindern, dann ist eine Methode dazu, die Stahlkarosse und das Fahrwerk negativ aufzuladen. Das geht mit einer Opferanode oder indem man eine negative Gleichspannung anlegt. Deshalb liegt in der Regel bei einem Fahrzeug immer der Minuspol an der Masse, d.h. um die Stahlkonstruktion negativ vorzuladen.

Ich kenne kein Land-KfZ bei dem diese Methode der Rostminderung eingesetzt wird, hast du Beispiele??
Und bei einem Wohnmobil ist dann die Alubeplankung die Opferanode zwischen Stahl und Beplankung???
Wenn schon so betrachtet, dann den ganzen Aufbau und nicht nur den Träger.
Ist halt meine Meinung, Gruß Andreas

duhamel am 30 Mär 2023 11:05:14

Wenn ich mir jemals darüber Gedanken mache , dann wird es Zeit das ich mein Hobby aufgebe.

Pechvogel am 30 Mär 2023 11:06:24

dietmardd hat geschrieben:...Aus genau diesem Grund ist bei allen mir bekannten Fahrzeugen der Minuspol auf Masse gelegt und nie der Pluspol...

Jaguar, Lincoln, Ford, Triumph und ich meine auch Alfa Romeo, um nur einige zu nennen, hatten früher die Pluspole auf der Karosserie.




Grüße
Dirk

Tinduck am 30 Mär 2023 11:39:04

Komische Diskussion.

Wenn ich Minus an die Karosserie klemme, ist und bleibt die potentialfrei - Minus an der Karosserie ist gleich Erde. Wo soll da bitte die Differenzspannung herkommen, die die böse Elektrochemie verhindert? Sonst würde man ja auch jedesmal einen gewischt bekommen, wenn man Karosserieteile berührt.

Im Wasser (Yachtbereich) entsteht die Differenzspannung durch die Opferanoden, dort gehen Metallionen in Lösung und dadurch lädt sich die Opferanode und die damit verbundenen Metallteile (durch die zurückbleibenden Elektronen) negativ auf, dadurch wird das elektrochemische Potential der Eisenionen verringert und sie oxidieren nicht, weil das schon die Opferanode tut.

bis denn,

Uwe

dietmardd am 30 Mär 2023 11:51:22

Und bei einem Wohnmobil ist dann die Alubeplankung die Opferanode zwischen Stahl und Beplankung???


Aluminium ist zwar von der elektrochem. Spannungsreihe her unedler als Eisen wie auch Chrom, aber trotzdem sind diese nicht als Opferanoden geeignet, da diese sehr schnell (Sekunden bis Minuten) eine nicht leitende Oxidschicht (Al) oder eine physikalische Sauerstoffschicht erzeugen . Diese Schichten sind zwar sehr dünn und mit einigen Volt kann man diese auch durchdringen, aber bei den üblichen Spannungen bei der Korrosion sind diese Schichten hinderlich. Deshalb wird meist Zink für Opferanoden verwendet.

Ich kenne kein Land-KfZ bei dem diese Methode der Rostminderung eingesetzt wird


Ich kenne mich nicht bei Land-Kfz aus, aber zumindest alle PKW-Hersteller machen das so. Man findet immer noch Produkte, bei denen elementare naturwissenschaftliche Erkenntnisse nicht beachtet werden, einfach weil diese, vor allem in kleineren Unternehmen, nicht bekannt sind, weil die kleineren Unternehmen meist nicht so hoch qualifizierte Mitarbeiter bezahlen können. Wenn man naturwissenschaftliche Erkenntnisse nicht kennt oder ignoriert, bedeutet das nicht, dass diese nicht wirken.

Übrigens habe ich vertiefte Kenntnisse zu diesem Thema (Studium, Promotion) und habe eine Zeitlang beim Marktführer Lackieranlagen insbesondere für die Autoindustrie und deren Zulieferer projektiert, von der Oberflächenvorbereitung bis zur Lacktrocknung, die komplette Werkhalle. Falls jemand von Euch einen PKW der Marken VW, Mercedes, BMW, Opel, SEAT, Skoda oder deren in- und ausländische Töchter fährt, dessen Auto wird bestimmt von Lackieranlagen dieser Firma lackiert. Auch der Maybach und die Formel 1-Boliden von Ferrero werden mit Lackieranlagen dieses Unternehmens lackiert.

Zumindest die Autos dieser dt. Konzerne haben keine verzinkte Karossen mehr. Das hat verschiedene Gründe. Stattdessen erfolgt eine Grundierung der kompletten Karosse mit Hilfe der Katodischen Tauchlackierung. Dabei wird eine Spannung von ca. 400 V angelegt, mit der die Lackpartikel auf das Stahlblech beschleunigt und quasi darauf geschossen werden. Das sorgt für einen starken Halt der Grundierung. Auch mit einem Verbiegen des Bleches sollte die Grundierung nicht beschädigt werden, Nur die darauf gespritzten Grund- und Decklacke platzen beim Biegen des Bleches ab. Nach der katodischen Tauchlackierung folgen noch mindestens 2 Lackierungen mit einem Spritzroboter. Die oberste Lackschicht ist ein Klarlack, der extrem glänzend ist. Deshalb glänzen private Reparaturlackierungen niemals so wie das Original.

Eine Pulverlackierung ist in dt. Autokonzernen bis auf Ausnahmen nicht üblich, da nicht so fest haftend, nicht so produktiv und die Oberflächen glänzen nicht so wie bei gespritztem Klarlack. In den USA werden Karossen z.T. pulverlackiert, aber deren Autos haben eben nicht den gleichen Qualitätsanspruch wie dt. Autos. Der Vorteil einer Pulverlackierung ist die Lösemittelfreiheit.

Es gibt User hier, die mangels Bildung das Thema zum Aprilscherz deklarieren. Ich würde nicht öffentlich damit prahlen, keine Ahnung bei diesem Thema zu haben. Wer Interesse hat, braucht doch nur mal dazu zu guggeln.

Aber dazu müßte der Pluspol zumindest geerdet sein. Sonst macht das negative Potential der Batterie gar nichts. Dann darf aber keinerlei leitende Verbindung zwischen Minus/Chassis und der Erde bestehen oder sie muß abgesichert sein. ...


Das ist nicht richtig. Mit dem Pluspol an Fahrzeugmasse wird die Korrosion stark verstärkt. Eine Erdung der Fahrzeugmasse bringt nichts gegen die geringe Plusspannung beim Eisen bei der Korrosion, da trotzdem örtliche galvanische Elemente entstehen, da Eisen/Stahl ein schlechter elektrischer Leiter ist und die Reifen auch schlecht den Strom leiten.

Ich hatte schon in einem vorigen Beitrag geschrieben, dass Opferanoden kein Allheilmittel sind. Das gleiche gilt für das Anlegen einer negativen Spannung. Aber die Korrosion wird zumindest behindert. Deshalb sind weitere Korrosionsschutzmaßnahmen erforderlich.

Übrigens braucht man ein Womo nicht unter Wasser zu setzen, damit Wasser als Elektrolyt da ist. Da reicht die normale Luftfeuchtigkeit bzw. gebildete Eisenhydroxide. Das elektrochem. Potential bildet sich dann u.a. zwischen Fe und Fe2O3 oder zwischen verschiedenen Metallen, z.B. wenn Kupferblech mit Stahlschrauben verbunden wird.

Übrigens entladen nicht nur stille Verbraucher eine Fahrzeugbatterie, wie z.B. Uhr, EBL, Alarmanlage, Marderschutz, Standby usw. sondern auch die negative Vorspannung der Fahrzeugmasse, da über die Reifen ein kleiner Strom in die Erde bzw. in den Asphalt geht.

dietmardd am 30 Mär 2023 11:52:29

Wenn ich Minus an die Karosserie klemme, ist und bleibt die potentialfrei - Minus an der Karosserie ist gleich Erde.


Immerhin ist das eine Neuerfindung der Physik.

dietmardd am 30 Mär 2023 11:54:05

aguar, Lincoln, Ford, Triumph und ich meine auch Alfa Romeo, um nur einige zu nennen, hatten früher die Pluspole auf der Karosserie.


Falls das stimmt, ist das ein Armutszeugnis. Außerdem liegt die Betonung auf "früher".

Gast am 30 Mär 2023 12:06:19

dietmardd hat geschrieben:Es gibt User hier, die mangels Bildung das Thema zum Aprilscherz deklarieren. Ich würde nicht öffentlich damit prahlen, keine Ahnung bei diesem Thema zu haben. Wer Interesse hat, braucht doch nur mal dazu zu guggeln.


Was ich dann aber nicht verstehe: Wenn Du alles weißt und die anderen alle mangels Bildung keine Ahnung haben, warum stellst Du dann überhaupt die obige Frage? Die solltest Du Dir dann doch selber beantworten können.

Vor allem andere User eine fehlende Bildung zu unterstellen, halte ich für ein starkes Stück.

Gruß Axel

rkopka am 30 Mär 2023 12:23:53

Aber dazu müßte der Pluspol zumindest geerdet sein. Sonst macht das negative Potential der Batterie gar nichts. Dann darf aber keinerlei leitende Verbindung zwischen Minus/Chassis und der Erde bestehen oder sie muß abgesichert sein. ...
dietmardd hat geschrieben:Das ist nicht richtig. Mit dem Pluspol an Fahrzeugmasse wird die Korrosion stark verstärkt. Eine Erdung der Fahrzeugmasse bringt nichts gegen die geringe Plusspannung beim Eisen bei der Korrosion, da trotzdem örtliche galvanische Elemente entstehen, da Eisen/Stahl ein schlechter elektrischer Leiter ist und die Reifen auch schlecht den Strom leiten.

Ich schrieb nicht Pluspol an die Karosserie sondern geerdet (Boden). Ohne das wäre der Minuspol der Batterie an der Karosserie ohne Bezug zu irgendwas anderem außer der Plusleitung, die weitgehend abgeschaltet ist oder nur zu ein paar Schaltern führt. Wo soll da ein ein negatives Potential der Karosserie auftreten ? Gegen was ?

RK

Rockerbox am 30 Mär 2023 12:54:42

dietmardd hat geschrieben:
Übrigens entladen nicht nur stille Verbraucher eine Fahrzeugbatterie, wie z.B. Uhr, EBL, Alarmanlage, Marderschutz, Standby usw. sondern auch die negative Vorspannung der Fahrzeugmasse, da über die Reifen ein kleiner Strom in die Erde bzw. in den Asphalt geht.


Jetzt wirds aber spannend .... wie groß ist denn der Strom, der über die Reifen in die Erde geht? Nachdem du ja anscheinend in allen Bereiche Bescheid weißt kannst du da ja sicher belastbare Werte nennen!

Bei der "negativen Vorspannung" ..... :lach:


Und übrigens, alle britischen Fahrzeuge hatten früher Plus auf Karosserie, ob du das als Armutszeugnis sieht oder nicht .....

UweHD am 30 Mär 2023 12:56:02

dietmardd hat geschrieben: ...Wenn man nun im Winter die Starterbatterie abklemmt, um eine Tiefentladung zu vermeiden, dann liegt ja nicht mehr der Minuspol an der Stahlkarosse und damit ist die ganze Stahlkonstruktion nicht mehr negativ vorgeladen....

Wenn ich den Minuspol einer Batterie mit der Karosserie verbinde, dann lade ich da nichts "negativ vor". Es besteht in dem Fall lediglich ein Potential zwischen der Karosse und dem Pluspol der Batterie bzw. den daran angeschlossenen Stromleitungen. Diese sind aber aus gutem Grund durchweg isoliert.
Da sich die elektrochemischen Vorgänge bei der Korrosion eines Fahrzeugs aber zwischen dem Fahrzeug (Karosserie aus Stahl) und der Umwelt (Luftfeuchtigkeit, Umgebungswasser, ...) abspielen, spielt hier die Potentialdifferenz zwischen Karosserie und Pluspol der Batterie keinerlei Rolle.

Schade eigentlich, aber anders wäre das im Sinne einer Rostvorsorge auch zu schön gewesen :)

pluplus am 30 Mär 2023 13:00:01

Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt.




Achtung Ironie!!! Weil es am Auto Schei.... aussieht.... :lach:

Pechvogel am 30 Mär 2023 13:06:47

pluplus hat geschrieben:...die Frage ist warum dies in den letzten 50 Jahren im Fahrzeugbau unbekannt geblieben ist. :D ...

dietmardd hat geschrieben:...einfach weil diese, vor allem in kleineren Unternehmen, nicht bekannt sind, weil die kleineren Unternehmen meist nicht so hoch qualifizierte Mitarbeiter bezahlen können. Wenn man naturwissenschaftliche Erkenntnisse nicht kennt oder ignoriert, bedeutet das nicht, dass diese nicht wirken...

:mrgreen: :mrgreen:



Grüße
Dirk

dietmardd am 30 Mär 2023 14:11:31

,die Frage ist warum dies in den letzten 50 Jahren im Fahrzeugbau unbekannt geblieben ist.


Es ist im Fahrzeugbau zumindest in Europa schon sehr sehr lange bekannt - nur Dir offensichtlich noch nicht.

Jaguar, Lincoln, Ford, Triumph und ich meine auch Alfa Romeo, um nur einige zu nennen, hatten früher die Pluspole auf der Karosserie.


Zumindest bei Ford Deutschland war dies vor ca. 20 Jahren bekannt (und sicher auch früher) und das weiß ich, weil ich bei Ford in Saarlouis eine große Anlage projektiert und gebaut hatte. Ich war auch bei der Einweihung dabei, bei dem der frühere Landesfürst vom Saarland (Müller CDU?) und der damalige Bundespräsident Rau als Gäste dabei waren. Ich habe davon noch Fotos, aber die sind leider in der Automobilindustrie streng geheim. Deshalb darf ich diese Bilder hier nicht veröffentlichen. Dazu bedürfte es der Genehmigung von Ford in Saarlouis.

Was in Amerika früher mal üblich war, weiß ich nicht. Aber seit in PKWs elektrische und elektronische Baugruppen verbaut werden, ist Minus auf der Fahrzeugmasse, denn diese Baugruppen werden weltweit gehandelt und passen elektrisch in jeden PKW. Das geht nur ohne größeren Aufwand, wenn Minus an Fahrzeugmasse.

Vor ca. 12 Jahren fuhr ich mal zeitweise einen Alfa Romeo Sportwagen (Leihwagen in Andalusien). Der war damals richtig gepolt.

Tinduck am 30 Mär 2023 14:26:44

Tinduck hat geschrieben:Wenn ich Minus an die Karosserie klemme, ist und bleibt die potentialfrei - Minus an der Karosserie ist gleich Erde.


dietmardd hat geschrieben:Immerhin ist das eine Neuerfindung der Physik.


Ah ja. Dann miss doch mal Erde (wörtlich, Erdboden) gegen Karosserie. Resultat: Null Volt, und das ist auch so beabsichtigt. Mehr messen, weniger schwafeln.

Irgendwie wirfst du hier gerade total wirr Elektrochemie und Fahrzeugelektrik durcheinander.

Nächster Thread von dir: Nullpunktenergie? :)

bis denn,

Uwe

dietmardd am 30 Mär 2023 14:30:42

Jetzt wirds aber spannend .... wie groß ist denn der Strom, der über die Reifen in die Erde geht?


Gummi der Reifen ist auf den ersten Blick ein Isolator, aber durch den eingelagerten Graphit fließt trotzdem ein Ministrom, da der elektrische Widerstand nicht sehr groß ist. Vielleicht erinnerst Du Dich mal an eine Modeerscheinung bei PKWs, hinten eine Kette oder einen schwarzen Gummistreifen auf der Straße schleifen zu lassen.

Der wirkliche Hintergrund war, dass damals Tankwagen für brennbare Flüssigkeiten und Gase so eine Eisenkette hinter sich hergeschleift hatten, um eine elektrostatische Aufladung zu verhindern, damit kein Zündfunke entstehen kann.

Bei einem PKW kann so eine gefährliche elektrostatische Auflandung, die zu Zündfunken führen kann, nicht auftreten, da die vier Reifen mit der geringen Leitfähigkeit des Gummis ausreichen, um statische Aufladungen in den Boden zu leiten. Aber einen kleinen Ratsch kann man schon noch bekommen. Bei einer elektrostatischen Aufladung durch einen Blitzeinschlag dauert es aber einige Zeit, bis die Fahrzeugmasse entladen ist. Gemessen habe ich diesen Strom nicht, aber er existiert zweifellos.

Und übrigens, alle britischen Fahrzeuge hatten früher Plus auf Karosserie, ob du das als Armutszeugnis sieht oder nicht .....
Falls das so war, ist es tatsächlich ein Armutszeugnis.

[/quote]


Der Graphitanteil in Reifen ist schon recht hoch. Deshalb sind Reifen in der Regel schwarz. Die Hauptfunktion des Graphit ist es, die Alterung des Gummis zu verlangsamen, der Nebengrund ist die Ableitung elektrostatischer Aufladungen. Es fließt also ein Strom durch die Reifen, nur ist dieser sehr klein, aber eine angeschlossene Batterie wird auch dadurch ganz langsam entladen.

Tinduck am 30 Mär 2023 14:41:45

dietmardd hat geschrieben:Es fließt also ein Strom durch die Reifen, nur ist dieser sehr klein, aber eine angeschlossene Batterie wird auch dadurch ganz langsam entladen.


Langsam wirds kafkaesk.

Trollst Du?

Dann als Futter die Frage, bitte mit konkreter Antwort ohne Blabla:

Wie soll aus der Batterie durch die Reifen ein Strom in den Boden fliessen? Wo ist der geschlossene Stromkreis zurück zum Pluspol der Batterie?

bis denn,

Uwe

dietmardd am 30 Mär 2023 14:43:47

Dann miss doch mal Erde (wörtlich, Erdboden) gegen Karosserie. Resultat: Null Volt, und das ist auch so beabsichtigt. Mehr messen, weniger schwafeln.


Ich würde mal nicht so mit dem Halbwissen angeben und wenn jemand schwafelt, dann der, der keine wirkliche Ahnung hat.

Wenn Du ein empfindliches Ohmmeter hast, kannst Du den elektrischen Widerstand des Reifengummis messen. Da dieser deutlich kleiner als Unendlich ist, fließt auch ein Strom, nur ist dieser sehr klein, aber er reicht, um eine gewöhnliche elektrostatische Aufladung abzubauen. Wenn die Fahrzeugmasse an Minus ist, dann besteht zweifellos ein Potentialunterschied zwischen Fahrzeugmasse und dem Boden, da dieser meist als ungeladen gilt. Bei Gewitter ist jedoch auch der Boden manchmal kurzzeitig hoch geladen.

Tinduck am 30 Mär 2023 14:46:11

dietmardd hat geschrieben:Ich würde mal nicht so mit dem Halbwissen angeben und wenn jemand schwafelt, dann der, der keine wirkliche Ahnung hat.


Erstens ist dein Ton unter aller Sau, und zweitens scheint deine Physik aus einem Paralleluniversum zu kommen.

Viel Spass noch.

bis denn,

Uwe

wolfherm am 30 Mär 2023 14:54:54

Bevor hier noch die Physik neu erfunden wird, mache ich mal lieber zu…..übrigens paßt hier auch der Ton des einen oder anderen Users nicht so ganz zur österlichen Zeit… :D

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