JohnDeere am 04 Apr 2023 16:47:14 Vor längerer Zeit hatte ich mir einen Wechselrichter zugelegt 3000/6000. Grund für die höhere Amperezahl war, dass er günstig war und ich Arbeitsgeschirr im WoMo anschließen wollte, dass doch in Spitzen hohen Strom gebaucht hatte. Zu der Umsetzung mit dem Arbeitsgeschirr ist es jedoch nie gekommen, so ist am Wechselrichter nur der TV und die Kaffeemaschiene angeschlossen worden.
Verstehe ich richtig, dass zu der Nutzung des jeweiligen Gerätes immer der Stromverbrauch des Wechselrichters hinzugerechnet werden muss, der sich aus dem Laststrom des angeschlossenen Gerätes ergibt. Also nicht nur ein immer gleicher Strom, sondern variabler Strom abhängig vom Verbraucher?
Es wäre also ratsamer alles auf 12V umzurüsten, damit der Stromverbraucher Wechselrichter wegfällt?
Ginnes am 04 Apr 2023 17:01:22 Na klar, der Wechselrichter hat auch einen Standbyverbrauch von ca. 10W, zudem unter Last einen Wirkungsgrad von sagen wir mal 90%. Das geht flöten ohne daß Du irgendwas davon hast. Eine Umstellung aller Geräte auf 12V ist daher vorteilhaft. Aber genau das ist auch der Punkt: Kaffeemaschine für 12V? Gibt´s nicht - na ja, irgendwelche Spielzeugkaffeemaschinen evtl. schon. Haarföhn auch nicht. Brauchst Du solche Dinge nicht, kannst Du Dir den WR sparen und die Gewichtsersparnis für Wein nutzen :razz:
Pechvogel am 04 Apr 2023 17:05:17 JohnDeere hat geschrieben:...Es wäre also ratsamer alles auf 12V umzurüsten, damit der Stromverbraucher Wechselrichter wegfällt?
Das mal auf jeden Fall!! JohnDeere hat geschrieben:...Verstehe ich richtig, dass zu der Nutzung des jeweiligen Gerätes immer der Stromverbrauch des Wechselrichters hinzugerechnet werden muss, der sich aus dem Laststrom des angeschlossenen Gerätes ergibt. Also nicht nur ein immer gleicher Strom, sondern variabler Strom abhängig vom Verbraucher...
Zum Stromverbrauch des Gerätes muss man den Stromverbrauch des Wechselrichters hinzuzählen. Aber der Wechselrichter verbraucht ( nicht nur ) im Verhältnis zur angeschlossenen Last sondern hat vor allem auch einen Grundverbrauch! :eek: Und dieser Grundverbrauch ist in der Regel höher je mehr Leistung der Wechselrichter kann! :eek: D.h. ein 2000W Wechselrichter, an den ein Gerät angeschlossen ist, hat einen niedrigeren Eigenverbrauch als z.B. ein 3000W Wechselrichter. Wenn der ( 12V?- )Fernseher also an einem kleinen 300W Wechselrichter "hängt" dann verbraucht die Kombi weniger Strom als wenn gleicher Fernseher an einem 3000W Wechselrichter "hängt". Würde dieser Fernseher aber an 12V betrieben ( so er das kann ) wäre der Stromverbrauch noch geringer. Grüße Dirk
KAWADO am 04 Apr 2023 17:19:34 Kleine Verständnisfrage....was ist ein "Arbeitsgeschirr" ?
Pechvogel am 04 Apr 2023 17:43:31 KAWADO hat geschrieben:Kleine Verständnisfrage....was ist ein "Arbeitsgeschirr" ?
Winkelschleifer, Bohrmaschine, Betonmischer, Kran,... :mrgreen: Grüße Dirk
HartyH am 04 Apr 2023 17:59:54 Brauchst Du solche Dinge nicht, kannst Du Dir den WR sparen und die Gewichtsersparnis für Wein nutzen :razz:
oh schön: Wein! Ist das jetzt egal ob roten oder weißen?
dietmardd am 04 Apr 2023 20:26:24 Wir fahren eher selten mit dem Womo mit Betonmischer und Co. in Urlaub :D , aber eine Bohrmaschine kann man schon mal brauchen, wenn man im Womo etwas baut und keinen Landstrom hat. Einen Wechselrichter braucht man nur für Geräte mit 230 V Wechselspannung und er sollte nur dann an sein, wenn man ihn tatsächlich braucht (Fernbedienung ist sinnvoll, wenn irgendwo verbaut, wo man schlecht hinkommt). Wo möglich, sind 12 V-Geräte vorzuziehen, weil die keinen Wechselrichter brauchen. Bei Kaffeemaschinen gibt es da nur wenig Auswahl, aber TV-Geräte für 12 V gibt es. Wofür brauchen wir einen Wechselrichter (kleine Auswahl): - Föhn für die Frau, ohne Föhn nörgelt meine Frau - Kaffeemaschine, da will meine Frau etwas ordentliches. - Wasserkocher (für mich), da eher Teetrinker - Induktionskochplatte - "Schnarchgerät" (CPAP) - es gibt auch Adapter für 12 V vom Hersteller, aber die sind zu schwach für den Befeuchter - Klappcomputer - es gibt aber auch Adapter zu 12 V - kleiner Drucker Vor einem Umrüsten sollte man erst einmal überlegen, welche 230 V-Geräte man wirklich braucht oder perspektivisch mal für das Womo haben will. Insbesondere Geräte mit induktiven Verbrauchern (z.B. mit E-Motoren, Induktionskochplatte, Klimatechnik usw.) haben oft einen hohen Anlaufstrom, der schnell mal das Dreifache des Normverbrauches ausmacht. Da steigt schnell mal die Sicherung des Wechselrichters aus oder das BMS der LiFePO4-Batterie. Wechselrichter und LiFePO4-Batterien sollten das von der Auslegung her berücksichtigen. Mit der Zeit findet man immer mal wieder etwas, was man auch auf Reisen gerne hätte, z.B. eine Mikrowelle mit Umluft. In 14 Tagen Urlaub kann man auf so etwas verzichten, aber bei zum Beispiel 3 Monaten ohne Landstrom ist so etwas ganz schön. Da wir in der Regel Freisteher sind, haben wir keinen Landstrom und brauchen deshalb eine leistungsstarke Elektroanlage. Wer meist auf CP/SP übernachtet, hat oft Landstrom zur Verfügung und damit 230 V aus der Steckdose und braucht deshalb nicht unbedingt einen Wechselrichter (wenn man kein CPAP-Gerät braucht, da nicht jeder Stellplatz Landstrom hat).
Ginnes am 04 Apr 2023 21:14:16 dietmardd hat geschrieben:"Schnarchgerät" (CPAP) - es gibt auch Adapter für 12 V vom Hersteller, aber die sind zu schwach für den Befeuchter
Das betrifft ja nun doch viele Leute: ich hab mir für das Womo eine "CPAP-Schnarchmaschine" zugelegt, die direkt mit 12V läuft - mit oder ohne Befeuchter. Prima Sache. Die Schnarchmaschine, die mir meine Krankenkasser verpaßt hat kann nur 230V (Netzteil auf ca. 40V).
Teamavanti am 05 Apr 2023 07:40:54 JohnDeere hat geschrieben: Es wäre also ratsamer alles auf 12V umzurüsten, damit der Stromverbraucher Wechselrichter wegfällt?
Hallo JohnDeere, da das Gerät schon mal drin ist würde ich es nicht ausbauen. Sinnvoll wäre es z.Bsp. mit einem Natoknochen gegen Ruhestromverbrauch abschalten zu können(unabhängig von Fernbedienung). Den TV auf 12 Volt zu ändern ist eine gute Idee. Mit dem Spannungswandler gibt es einfach die Möglichkeit auch mal auf spontane Ideen zu reagieren. Genannt wurde noch nicht : den Staubsauger zum Frühjahrsputz, die E-Bikebatterie laden, den Abstellplatz mit dem Rassentrimmer mähen oder mal kurz was mit der Stichsäge zerkleinern und vielleicht noch ein Kabel mit dem guten alten Lötkolben zu bearbeiten. Sicher gibt es für vieles davon auch 12Volt-Lösungen. Aber wenn man nicht für jedes Gerät was man eh schon hat eine neue Version kaufen will ist der WR einfach toll. Wenn das Teil keine zig Kg wiegt drin lassen. Gruß Andi
Luppo am 05 Apr 2023 08:48:27 Da wir recht streng unseren Minimalismus leben und lieben, wäre ein Wechselrichter für uns nie eine Alternative. Standardmäßig läuft alles im Womo auf 12V, im Urlaub trocknen die Haare viel besser an der Luft, den besten Kaffee gibt es als Brühkaffee auf dem Herd, Elektronik lädt mit USB und eine Bohrmaschine packe ich nicht mal zuhause an. Wir haben uns für einen guten fränkischen Portugieser entschieden :-)
Tinduck am 05 Apr 2023 10:20:42 Erstmal wäre zu klären, woher der Monster-Wechselrichter denn seine Energie bekommt?
Bei Bleibatterien brauchst du dafür (wenn du die 3000 kVA nutzen willst) schon ne sehr ordentliche Batteriebank, ich würde sagen mindestens 3 x 100 Ah AGM oder mehr, wenn die Batterien nicht nach kurzer Zeit den Heldentod sterben sollen. Bei Gel eher noch mehr Batterien.
Selbst mit LiFePOs musst du da schon bessere Modelle haben, die 150 A Dauerentnahmestrom haben, und davon dann 2 Stück.
Davon abgesehen muss die Verkabelung der Batterien untereinander und hin zum Wechselrichter in sehr hoher Qualität ausgeführt werden, nicht die üblichen Womo-Klingeldrähte, die die Hersteller so einbauen.
Nur für 'man-könnte-mal' ist das irgendwie ein bisschen viel Aufwand, wenn kein konkreter Nutzungsfall dahinter steht.
Genau aus diesem Gedankengang heraus haben wir noch keinen fest eingebauten WR. Für einige Ladegeräte, die es nur in 230 Volt gibt, haben wir ein kleines 150W-Modell für die 12-V-Steckdose, der Rest läuft nativ auf 12V oder über USB. Für Kaffee etc. gibts den Gasherd, und alle üblichen Arbeitsgeräte gibts mit Akku. Ich brauch auf Reisen keine 3000-Watt-Flex und auch keinen Hilti-Bohrhammer.
Wenn man mal Vollzeit im Womo unterwegs ist, würde ich schon einen WR einbauen, für 'Eventualitäten'. Für den Urlaub nicht.
bis denn,
Uwe
Teamavanti am 05 Apr 2023 11:24:31 Hallo zusammen,
der TE hat wenn ich das richtig gelesen habe den WR schon installiert. Auch wenn er kein Volksfest mit Strom versorgen will könnte es ja trotzdem sein das er 1-2 Geräte hat die er , wenn auch nicht regelmäßig, mit 230Volt betreiben will?
Gruß Andi
Pechvogel am 05 Apr 2023 11:31:30 Teamavanti hat geschrieben:... Auch wenn er kein Volksfest mit Strom versorgen will könnte es ja trotzdem sein das er 1-2 Geräte hat die er , wenn auch nicht regelmäßig, mit 230Volt betreiben will?
Ja, aber trotzdem: 3000 / 6000W Wechselrichter an zwei 100Ah AGM-Batterien?? Grüße Dirk
rkopka am 05 Apr 2023 11:55:06 dietmardd hat geschrieben:Wir fahren eher selten mit dem Womo mit Betonmischer und Co. in Urlaub :D , aber eine Bohrmaschine kann man schon mal brauchen, wenn man im Womo etwas baut und keinen Landstrom hat.
Die meisten Werkzeuge, die im Womo sinnvoll sind, gehen auch gut mit Akku. Vielleicht kein Stemmhammer :-). Oder man stellt sich wohin, wo es auch Strom gibt. Dazu hat man ja lange Kabel dabei. Teamavanti hat geschrieben:da das Gerät schon mal drin ist würde ich es nicht ausbauen. Sinnvoll wäre es z.Bsp. mit einem Natoknochen gegen Ruhestromverbrauch abschalten zu können(unabhängig von Fernbedienung).
Bei WR, die zumindest einen Schalter am Gerät oder extern haben, kann der Ruhestrom (nicht Standby) so klein sein, daß man das nicht berücksichtigen muß. Bei drahtlosen FB sieht das vermutlich schlechter aus. Luppo hat geschrieben:Da wir recht streng unseren Minimalismus leben und lieben, wäre ein Wechselrichter für uns nie eine Alternative. ... eine Bohrmaschine packe ich nicht mal zuhause an.
Und ich habe eine Akkubohrmaschine im Womo, die schon öfter mal im Einsatz war. Der WR ist eine Möglichkeit, auch mal Geräte, für die es keine USB oder 12V Möglichkeit gibt, zu betreiben. Oder Geräte für die es sich nicht lohnt, weil nur kurzfristig benötigt oder weil die 12V Lösung zu teuer ist. In meinem Fall gibt es kein 12V NT für meinen Laptop, daher über den WR. RK
Teamavanti am 05 Apr 2023 12:44:39 Pechvogel hat geschrieben:[ Ja, aber trotzdem: 3000 / 6000W Wechselrichter an zwei 100Ah AGM-Batterien?? Grüße Dirk
Hallo Dirk, er muss ja nicht die volle Leistung abrufen. Wenn Dir heute ein Händler sagt du bekommt einen 3000er zum Preis eines 1500er WR ..............? Batterie kann man ja noch später anpassen. Aber wenn der WR zu klein ist nochmal von vorn anfangen? Bei mir war das z. Bsp. die Frage bei der Batterie. Hier könnte mir auch 100 oder 160Ah reichen. Hab 200Ah genommen. Gruß Andi
andwein am 06 Apr 2023 10:29:45 Teamavanti hat geschrieben:........er muss ja nicht die volle Leistung abrufen. Wenn Dir heute ein Händler sagt du bekommt einen 3000er zum Preis eines 1500er WR ..............? Gruß Andi
Nein, muss er nicht. Aber der Wirkungsgrad ist dann erheblich schlechter. Also nicht 90% sondern vielleicht nur noch 70%. Der Wirkungsgrad in den meisten techn. Unterlagen ist bezogen auf eine 70% Last zur Nennleistung. nur so am Rande, Gruß Andreas
Teamavanti am 06 Apr 2023 11:27:56 andwein hat geschrieben: Aber der Wirkungsgrad ist dann erheblich schlechter. Also nicht 90% sondern vielleicht nur noch 70%.
Hallo Andreas, die Kröte müsste er tatsächlich schlucken wenn er keinen anderen kaufen will. Mir persönlich wäre das in diesem Fall , und da ich LiFePo und Solar hab, egal wenn der WR sonst läuft und schon bezahlt , eingebaut und verkabelt ist. Aber das darf der TE für sich entscheiden was er will. Gruß Andi
dietmardd am 06 Apr 2023 13:36:32 ich hab mir für das Womo eine "CPAP-Schnarchmaschine" zugelegt, die direkt mit 12V läuft - mit oder ohne Befeuchter.
Hast Du einen Link oder eine Typ-Bezeichnung?
dietmardd am 12 Mai 2023 01:21:48 Unser Vertragshändler ist im Werkstattbereich momentan gnadenlos unterbesetzt, so dass ich gezwungenermaßen vieles selbst machen muss. Dazu gehört auch der Einbau eines Wechselrichters mit einer Netzvorrangschaltung. Dazu habe ich eine Frage an die Spezis unter Euch. Unser neues Womo (Hymer BMLT 780) hat im doppelten Boden einen Batteriekasten, in dem auch Platz für einen Wechselrichter wäre. Dadurch wäre das dicke Kabel von der Lithiumbatterie zum Wechselrichter (3000 W) sehr kurz. Allerdings hat so ein Wechselrichter nur einen Wirkungsgrad von ca. 90 %, was bedeutet, dass rund 10 % Abwärme entsteht. Zur Abführung der Abwärme haben leistungsstarke Wechselrichter einen internen Lüfter. Wenn ich den Wechselrichter mit im Batteriefach einbaue, pustet dessen Lüfter die Abwärme ins Batteriefach, so dass im Batteriefach ein Wärmestau entstehen könnte. Nun gibt es ja unser uns sicher Wohnmobilisten, deren Womo auch einen doppelten Boden mit Batteriefach hat. Wie ist das Abwärmeproblem des Wechselrichters bei Euch gelöst?
BS600 am 12 Mai 2023 07:43:56 Hallo,
ich habe auch einen Hymer mit Doppelboden. Habe die AGM ausgebaut, einen DIY 200Ah LiFeYPO4 plus 1500W Wechselrichter ins Bodenfach eingebaut. Abwärme der WR kann vernachlässigt werden. Der WR läuft im Regelfall max. 5 Minuten ununterbrochen (Kaffemaschine, Toaster, Haarfön,...). Nach Nutzung einer Induktionskochplatte mit 1200W über ca. 20 Minuten habe ich mal die Luke aufgemacht. Viel Wärme war nicht zu fühlen. Also für mich kein Problem.
Gruß Dirk
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