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Votronic Solar MPPT Regler - Gefahr für die Elektronik? 1, 2


Ginnes am 15 Apr 2023 17:51:57

Hallo,

irgendwo im Forum hab ich gelesen, man dürfe die Solarregler von Votronic (MPPT und auch SR) nicht ohne Bordbatterie betreiben, weil sonst die Ausgangsspannung ungewiß wäre.

Da wurde mit Angst & bang - denn: ungewiß = zu hoch, auch über der max. Ladespannung?
Doku mal genau (!) gelesen, dann auch bei Votronic nachgefragt: ja, das wurde mir bestätigt.
Mir sträuben sich da die Nackenhaare, wenn (egal unter welchen Bedingungen) der Regler jemals eine höhere Spannung als die max. Ladespannung ausgeben kann. Oder nicht wenigstens für alle Batterietypen auf bspw. max. 15V begrenzt wird & gut iss.

Wir haben LiFePo drin - und Votronic sagt in der Doku auch, daß der Regler die Verbraucher versorgt, wenn das BMS die Ladung beendet. Ist ja OK, aber dann ist m.E. die Batterie für den Regler schlichtweg auch nicht mehr da; OK, akademischer Streitfall.

Aber was passiert wenn ein Nato-Knochen drin ist und die Batterie abgeschaltet wird?
Dann haben wir zweifellos den Fall "ohne Bordbatterie" - und die Gefahr für die Elektronik ist da. Bei uns im Womo ist es so, daß auch bei ausgeschalteten Aufbau die Heizung und der Kühli trotzdem am Strom hängen. Bei der Heizung wohl auch wegen der Uhrzeit.

Ich hab nochmal bei Votronic nachgefragt ob das tatsächlich so sei und dabei versch. Anwendungsszenarien/-fälle angegeben.
Bisher noch keine Antwort - also ich hab den Regler jetzt primär und sekundär erst mal abgeschaltet bis ich eine klare Antwort bekomme.

Nun könnte man ja sagen: ja dann schalt halt in einer bestimmten Reihenfolge aus & wieder ein. Wer glaubt, daß der immer dran denkt, glaubt evtl. auch noch an den Osterhasen. So ein System sollte idiotensicher laufen. Wenn nicht fliegt´s raus.

Hat schon mal jemand gehört, daß tatsächlich was "abgeraucht" ist?
Ich habe den Nato-Knochen schon benutzt & da ist nix passiert, glücklicherweise. Alles gut, beruhigt mich aber nicht.
Leider hab ich bisher keinen anderen Regler gefunden mit 2 Ladeausgängen und AES Funktion, das finde ich gut und nutze beides.

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dral am 15 Apr 2023 18:45:33

Hallo,

deine Installation ist einfach nicht richtig gemacht worden, das hat nichts mit den Solarreglern zu tun. Wie kommst du darauf auf 15V zu begrenzen? Was sollen die Leute mit 24V Anlagen machen? Sorg einfach für eine Korrekte Installation und es wird nichts passieren, wobei ich denke das die Hersteller der Regler einen Schutz eingebaut haben und die Spannung am Ausgang abschalten sobald die Batteriespannung nicht mehr vorhanden ist. Das ist aber eine Vermutung von mir.


Alwin

Handfest am 15 Apr 2023 18:48:27

Wegen eben dieser Fragestellungen und der Ungewissheit die hier aus der BA und diversen Foreneinträgen (auch in anderen Foren) hervorging habe ich das Fabrikat gewechselt und jetzt einen MPPT-Regler von Victron verbaut, als ich auf LiFePO gewechselt habe.

Mein Szenario war das Abklemmen der Aufbaubatterie beim Einwintern. Ich habe damals auch die Paneels abgeklemmt und die Sicherung gezogen - und beim Einbau an den beschriebenen "Osterhasen" gedacht und beschlossen dass das Einhalten einer Reihenfolge beim Auswintern für mich nichts für die Zukunft ist.

Heute schalte ich den Solarregler einfach in der App ab und gut isses... Und für das Laden der Starterbatterie gibt es Cinzano01's Superlösung

Gruß Handfest

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Ginnes am 15 Apr 2023 18:54:23

dral hat geschrieben:Hallo,
deine Installation ist einfach nicht richtig gemacht worden, das hat nichts mit den Solarreglern zu tun. Wie kommst du darauf auf 15V zu begrenzen? Was sollen die Leute mit 24V Anlagen machen? ..
Alwin

Votronic Regler ist für 12V. Nix 24V.


dral hat geschrieben:Hallo,
...wobei ich denke das die Hersteller der Regler einen Schutz eingebaut haben und die Spannung am Ausgang abschalten sobald die Batteriespannung nicht mehr vorhanden ist. Das ist aber eine Vermutung von mir.
Alwin


Hätten sie einen Schutz eingebaut, würden sie nicht selbst vor Überspannung warnen.
Vermutungen helfen nicht weiter.

Ginnes am 15 Apr 2023 18:56:55

Handfest hat geschrieben:Wegen eben dieser Fragestellungen und der Ungewissheit die hier aus der BA und diversen Foreneinträgen (auch in anderen Foren) hervorging habe ich das Fabrikat gewechselt und jetzt einen MPPT-Regler von Victron verbaut, als ich auf LiFePO gewechselt habe.
Handfest


Auf diesem Weg sehe ich mich auch schon.
Aber ich traure schon den Zusatzfunktionen 2. Ladeausgang und AES nach... :cry:

Handfest am 15 Apr 2023 20:48:33

Ginnes hat geschrieben:[

Aber ich traure schon den Zusatzfunktionen 2. Ladeausgang und AES nach... :cry:


2. Ladeausgang zum Laden der Starterbatterie: Cinzano01 sei Dank! --> Link

AES: Geht mit dem Lastausgang des Victron und Batteriecomputer auch. zB. --> Link oder mit dem Votronic Batteriecomputer mit SmartShunt und dem eingebauten Relais.

Dafür kauft man einen Victron MPPT-Laderegler der bis in die letzte Faser programmierbar, super dokumentiert ist und eine vernünftige und gepflegte Steuerung per App hat.

Ich trauere da niemandem hinterher.

Gruß Handfest

ralf123 am 15 Apr 2023 20:50:30

Ich gehe davon aus, dass es kein Problem mit Überspannung gibt wenn das BMS die Batterie trennt. Man muss folgendes unterscheiden. Wenn am Regler direkt die Leitung an den Klemmen getrennt wird hängt der Reglerausgang wirklich komplett in der "Luft" und Überspannung ist sicherlich denkbar. Wenn das BMS die Batterie trennt, so ist am Reglerausgang immer noch die komplette Last, sprich Verbraucher, vorhanden. Der Regler kann Strom liefern und entsprechend nachregeln.
Eine sichere Aussage ist dies aber nicht. Mal schauen was Votronic dazu sagt.

Ginnes am 15 Apr 2023 21:06:05

Handfest hat geschrieben:2. Ladeausgang zum Laden der Starterbatterie: Cinzano01 sei Dank! --> Link

AES: Geht mit dem Lastausgang des Victron und Batteriecomputer auch. zB. --> Link oder mit dem Votronic Batteriecomputer mit SmartShunt und dem eingebauten Relais.


Jepp, wird wohl bissle teurer, aber danke für den Tipp

Irmie am 15 Apr 2023 21:51:39

Hallo,

bei uns wurde die Probe aufs Exempel gemacht. Beim Basteln am Fahrzeug wurde nicht nur einmal der Akku abgeklemmt. Alles funktioniert noch wie vorher!

Auch wurde schon im 2. Winter der LiFePo4 - Akku nicht abgeschaltet und auch er funktioniert noch so wie immer!

Wenn es zu Schäden gekommen wäre, hätte ich auf Komponenten anderer Hersteller gewechselt!

Einigermaßen narrensicher muss die Technik schon sein, sonst fliegt sie bei uns auf den Müll oder wird anderweitig verbastelt.

Scorpiostefan am 16 Apr 2023 00:14:13

Laut Handbuch schließt du zuerst die Batterie am Solarregler an. Damit lernt der Solarregler ob er in einem 12V-System oder 24V-System arbeitet. Dieser Wert wird dauerhaft gespeichert, auch wenn du die Akkus abklemmst oder über den Nato-Knochen abschaltest. wenn du diese Reihenfolge einhältst besteht keine Gefahr.
Für den Fall dass du den Solarregler in ein Fahrzeug mit 24V (vorher 12V) einbaust schaue bitt im Handbuch nach.

Gruß Stefan

Ginnes am 16 Apr 2023 09:55:36

Scorpiostefan hat geschrieben:Laut Handbuch schließt du zuerst die Batterie am Solarregler an... schaue bitt im Handbuch nach.
Gruß Stefan


Nachschauen iss immer gut.
Das Thema hier ist Votronic, nicht Victron.

andwein am 16 Apr 2023 16:49:08

Ginnes hat geschrieben:......irgendwo im Forum hab ich gelesen, man dürfe die Solarregler nicht ohne Bordbatterie betreiben, weil sonst die Ausgangsspannung ungewiß wäre. Doku mal genau (!) gelesen, dann auch bei Votronic nachgefragt: ja, das wurde mir bestätigt.

Das hast gut beschrieben: ungewiss! Geht aber nicht über der Spannung der Solarpanel, bei einer normalen 12V Anlage also ca. 20V.
Und dieses Thema gilt für alle Solarregler die keine 12V24V Umschaltautomatik haben. Aber wenn für 24V Batterieanlage auf 24V System eingestellt kann auch hier die Spannung ohne Last beim Abklemmen der Bordbatterie(n) auf halt 36V hochschnellen.
Ein Spannungssprung am Laderausgang ist bei fast jedem Custom Lader, egal ob EBL, Solar oder Lima möglich, die Frage ist nur wie lang und wie hoch!
Normale 12V Bordelektrik von Markenfirmen steckt das aber locker weg, wie die Spezifikationen von Billiganbietern (LED, Ambientebeleuchtung) ausgelegt sind steht meist in den Sternen.
Gruß Andreas

Ginnes am 16 Apr 2023 16:54:03

andwein hat geschrieben:Geht aber nicht über der Spannung der Solarpanel...Normale 12V Bordelektrik von Markenfirmen steckt das aber locker weg...


Hallo Andreas,

Meine solarseitige Nennspannung liegt bei 44V, d.h. bei Kälte kommen da schon mal fast 50V runter.
Die will ich der 12V-Elektronik besser nicht antun :oops:

Irmie am 17 Apr 2023 10:01:19

Hallo,

da die meinste Elektronik, wie Leds usw mit einer 5V Spannung betrieben werden, wird dort intern, die Spannung mit mittels eines billigen 7805 ICs auf diese Spannung begrenzt.

Laut Infos durch den einschlägigen Handel, wie Reichelt, verfügen diese ICs über eine interne Strombegrenzung, eine thermische Abschaltung und einen Schutz für den sicheren Bereich, wodurch sie im Wesentlichen unzerstörbar sind. Soweit zumindest die Theorie und die Datenblätter.

Von daher muss man sich keine unnötigen Sorgen, über eine plötzlich ansteigende Spannung machen. Daher teile auch ich die Meinung, bei Bordelektronik von Markenfirmen ist keine Gefahr zu erwarten.

Viele Wohnmobilbesitzer, wir eingeschossen, haben sich bisher noch nie Gedanken über diese Problematik gemacht. Trotzdem wurde bisher noch nicht über einen Massenausfall der Bordelektronik berichtet. Das hätte man schon früher mitbekommen. :idea:

andwein am 17 Apr 2023 11:02:52

Irmie hat geschrieben:.....Viele Wohnmobilbesitzer, wir eingeschossen, haben sich bisher noch nie Gedanken über diese Problematik gemacht. Trotzdem wurde bisher noch nicht über einen Massenausfall der Bordelektronik berichtet.

Und als beruhigende Ergänzung: Viele von denen bauen die Aufbaubatterie aus oder trennen diese per Natoknochen. Allerdings weiß man nie wie die Verbraucher bzw. Einspeiser angeschlossen sind. Direkt auf den Polklemmen oder an einem Verteiler?? Alles Fragen, die damit im Zusammenhang stehen.
Alles bleibt gut, Gruß Andreas

dietmardd am 17 Apr 2023 22:44:49

Wenn ein Solarmodul am Solarregler, aber dieser nicht an die Batterie angeschlossen ist, dann erhöht sich die vom Solarmodul abgegebene Spannung von der Arbeitsspannung auf die Leerlaufspannung. Diese Leerlaufspannung ist in den technischen Daten aufgeführt, aber es geht das Gerücht um, dass unter ganz speziellen Bedingungen die realen Leerlaufspannungen etwas höher sein können als die in den technischen Datenblättern.

Die MPPT-Solarregler von Votronic = Büttner haben eine max. zulässige Eingangsspannung von 50 V. Ich habe kürzlich noch einmal im Internet beim Hersteller nachgesehen, es sind immer noch 50 V. Schon vor etlichen Monaten hieß es, dass die zulässige max. Eingangsspannung auf 75 V erhöht werden soll, was offensichtlich noch nicht erfolgt ist.

Die meisten MPPT-Solarregler (nicht alle) von Victron haben eine max. zulässige Eingangsspannung von 100 V.

Wer nur 12 V-Module parallel an einen Votronic/Büttner-Solarregler anschließt, dürfte keine Probleme haben, diese zulässige max. Eingangsspannung zu erreichen, denn deren Leerlaufspannungen liegen deutlich unter 50 V.
Etwas anderes ist es, wenn man 24 V-Module einsetzt oder 2 Stück 12 V-Module in Reihe schaltet. Dann kommen die Leerlaufspannungen der Solarmodule in den Bereich von ca. 47 ... 52 V und im Extremfall könnte ein Votronic/Büttner - Solarregler durchschmoren. Wer sich etwas mit Elektronik auskennt, weiß, dass die Bauelemente je nach Güteklasse eine Toleranz von 10 % bzw. 20 % haben und in einer Schaltung können sich Toleranzen hochschaukeln. So ein Solarregler ist mit Sicherheit nicht mit Präzisionsbauelementen bestückt wie z.B. Technik für Luft- und Raumfahrt oder das Militär. Auch in der Mechanik kennt man einen ähnlichen Effekt der Summierung von Toleranzen.
Ein gutes elektronisches Gerät verfügt über eine Schaltung, die diese Toleranzeffekte begrenzen sollen, aber ich bezweifle, dass in solch einem primitiven Gerät wie einem MPPT-Regler eine hochwertige Schaltung dieser Art enthalten ist.

Wenn man nun stattdessen einen MPPT-Regler von Victron verwendet, dann unterscheidet sich die max. Leerlaufspannung von 47 ... 52 V sehr erheblich von der zulässigen max. Eingangsspannung von 100 V, so dass auch unter speziellen Einsatzbedingungen und der Wirkung der Toleranzen das Gerät sehr viel sicherer ist als ein Votronic/Büttner-Solarlader. Mit einem Victron-Gerät braucht man sich nach menschlichen Ermessen keine Gedanken zur Reihenfolge des Anschlusses machen.

dietmardd am 17 Apr 2023 22:57:34

Trotzdem wurde bisher noch nicht über einen Massenausfall der Bordelektronik berichtet.


Dies ist richtig. Zum einen werden zu bestimmt weit über 90 % 12 V-Module parallel geschaltet und da dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Probleme geben.

24 V-Module bzw. die Reihenschaltung von zwei 12 V-Modulen sind viel seltener und erst in letzter Zeit im Einsatz, so dass insgesamt gesehen (also mit den 12 V-Modulen) auch nur seltener die betreffenden Solarregler ausfallen. Betrachtet man aber nur die 24 V-Module bzw. zwei in Reihe geschaltenen 12 V-Module, ist die Ausfallwahrscheinlichkeit höher. Wenn man immer die richtige Reihenfolge des Anschlusses betrachtet, kann nach menschlichen Ermessen auch mit diesen Modulen nichts passieren.
Wenn man aber z.B. mit einem NATO-Knochen den elektrischen Kontakt zu den Batterien unterbricht, dann bringen die Solarmodule plötzlich Leerlaufspannung.

Das beste Argument, dass tatsächlich ein Problem besteht, ist die Ankündigung von Votronic, in Zukunft die zulässige max. Eingangsspannung auf 75 V durch Änderung der Schaltung zu erhöhen. Wenn der Hersteller ein Problem mit der max. zulässigen Eingangsspannung sieht, dann gibt es das Problem auch.

Ginnes am 18 Apr 2023 07:42:27

dietmardd hat geschrieben:Wenn man aber z.B. mit einem NATO-Knochen den elektrischen Kontakt zu den Batterien unterbricht, dann bringen die Solarmodule plötzlich Leerlaufspannung.

Na klar - aber das passiert ja auch in dem Moment in dem das BMS den Ladezweig abschaltet. Keine Belastung der Module ==> Leerlaufspanung.
Wenn das Ganze bei guter Sonne und kalter Temperatur stattfindet, muß man auf die Nenn-Leerlaufspannung nochmal ca. 15% draufschlagen.
Bei mir ist die Offizielle Leerlaufspannung 42,4V, d.h. bei Kälte ca. 48..49V. Sportlich für einen Votronic mit max. 50V, sollte aber passen.

Das ist aber gar nicht eigentliche das Problem, das ich sehe.
Vielmehr ist das Problem, daß bei abschalten mit dem Natoknochen die Ausgangsspannung des Regler "ungewiß" ist; worst case haut da mal kurz die Leerlaufspannung der Module auf den Ausgang durch. Und das möchte ich eigentlich nicht erleben...
Nun bin ich selbst Elektrotechniker (anderes Fachgebiet) und meine, wenn der Regler eine nennenswerte Last hat wird das eher kein Problem sein; ist der Aufbau aber abgeschaltet, dann sind zumindest bei unserem Womo nur noch die Heizung und der Kühl an Spannung und ziehen ein paar lausige mA Ruhestrom. Das ist praktisch nix und eine Überspannung kann entstehen und entsprechend Schaden anrichten.

Drum ist der Entschluß gefallen, es kommt stattdessen ein Victron rein; wir haben 2 Regler an verschiedenen Strings im Womo, der andere ist eh schon ein Victron.

ulfertg am 18 Apr 2023 09:13:38

Ginnes hat geschrieben:[...] und meine, wenn der Regler eine nennenswerte Last hat wird das eher kein Problem sein[...]

Wenn die Aufbaubatterie weggeschaltet wird und ohne nennenswerte Last im Kreis schwankt auch die Spannung eines Victron MPPT Reglers. Ich meine mich zu erinnern da Werte von bis zu 17V gesehen zu haben - allerdings vom Regler selber gemessen.
Da ich nicht weiß wie schnell der misst, könnten die tatsächlichen Spitzen höher liegen.

Das könnte ein weiterer Vorteil eines kleinen Standby-Laders à la Cinzano sein - der sollte solche Spannungsspitzen eigentlich gut schlucken können.
Jetzt bin ich neugierig geworden und werde es bei Gelegenheit mit dem Multimeter messen - ich habe aber einen Victron Regler, daher kann ich es leider nicht an einem Votronic prüfen.

andwein am 18 Apr 2023 11:33:30

dietmardd hat geschrieben:.........Das beste Argument, dass tatsächlich ein Problem besteht, ist die Ankündigung von Votronic, in Zukunft die zulässige max. Eingangsspannung auf 75 V durch Änderung der Schaltung zu erhöhen.

Das trifft aber nur die Hälfte der Problematik! Votronik kann zwar die Eingangspannung von den Panels (man denke an die vielen Forumsfragen zu Hauspanelen) begrenzen, aber die Ausgangsspannung des SR kann dann immer noch auf 75V hochschnellen wenn die Last (Batterie/Verbraucher schlagartig weggeschaltet wird.
Meine Meinung, nicht tatsächlich gemessen, Gruß Andreas

UweHD am 18 Apr 2023 12:23:09

dietmardd hat geschrieben: ...Wenn man nun stattdessen einen MPPT-Regler von Victron verwendet,...<..>... sehr viel sicherer ist als ein Votronic/Büttner-Solarlader. Mit einem Victron-Gerät braucht man sich nach menschlichen Ermessen keine Gedanken zur Reihenfolge des Anschlusses machen.

Du beschreibst hier das Risiko, dass bei fehlender Bordbatterie der Solarregler selbst durch Überspannung defekt gehen könnte.
Hier in dem Thread geht es aber eher darum, dass die vom Solarregler möglicherweise in das Bordnetz eingespeiste Überspannung einen Schaden an elektrischen Verbrauchern verursachen könnte. Und das wird dir mit dem Victron-Regler ebenso passieren können.

Meines Erachtens sollte man die Bordbatterie nach Möglichkeit niemals bei aktivem Solarregler einfach so trennen, ein Restrisiko durch eingespeiste Spannungsspitzen wird da immer bleiben - egal welches Fabrikat der Solarregler hat. Wenn ein unkontrolliertes, automatisches "Wegschalten" durch das BMS eines LiFePo Akkus möglich ist, dann könnte man das Risiko möglicher Spannungsspitzen durch einen kleinen AGM Pufferakku vermeiden, den man parallel zur LiFePo anschließt.

Ginnes am 18 Apr 2023 13:16:49

UweHD hat geschrieben:... ein Restrisiko durch eingespeiste Spannungsspitzen wird da immer bleiben - egal welches Fabrikat der Solarregler hat.


Da hast Du wohl recht. Hab gerade in der Victron Doku eine Beschreibung der Ein-/Ausschaltsequenz gesehen. Gilt nicht nur für das erstmalige einschalten. Beim ausschalten also erst mal PV weg, erst danach per Natoknochen abschalten. Ich finde zwar nix zu Spannungsspitzen, aber da steckt wohl dasselbe dahinter.

So.
Was hätte ich nun vom Umstieg von Votronic auf Victron?
Grüüübel.
Da ist nun der Nebenladeausgang und das AES Signal des Votronic doch wieder ganz schön.
Und an den Natoknochen kommt ein Hinweisschild "Ers ma PV aus".

An alle: Danke für Eure Beiträge

Exbulli am 18 Apr 2023 14:26:55

Ginnes hat geschrieben:Na klar - aber das passiert ja auch in dem Moment in dem das BMS den Ladezweig wegschaltet


Meiner Meinung nach steht an den Ausgangsklemmen der LiFePo Batterie aber immer noch die Batteriespannung an wenn das BMS, z.B. wegen niedriger Temperaturen, den Ladevorgang unterbricht. Da wird im BMS doch nur die Ladung verhindert. D.h. Die Versorgung des Votronic Ladereglers sowie der angeschlossenen Verbraucher mit der Batteriespannung ist immer noch gewährleistet.
Beim kompletten Wegschalten der Batterie per Natoknochen sieht das natürlich anders aus !!
Der Natoknochen dürfte also nur die Verbraucher wegschalten, so daß die Batterie weiterhin am Votronic Laderegler angeschlossen ist. Dann wäre das alles doch kein Problem und der Votronic würde auch weiterhin die Starterbatterie laden !

Ruedi1952 am 18 Apr 2023 14:51:42

Ich habe die Zuleitung von dem Akku aus dem Sitzkasten hwrausgeführt und mit einer Andersonkupplung 50A versehen. Vom Solarregler SR140 auch. So kann ich wenn es sein muss alles voneinander trennen.

BikeAir am 18 Apr 2023 15:26:08

Ginnes hat geschrieben:So.
Was hätte ich nun vom Umstieg von Votronic auf Victron?

An alle: Danke für Eure Beiträge


Ich hatte insgesamt 3 Laderegler aus dem Hause Votronic, Erstausstattung Büttner 250, wegen permanenter "Ladereduzierung" obwohl die Batterie noch nicht voll war, getauscht, dann aufgerüstet auf Votronic MPPT350, gleicher Fehler, die Hotline konnte mir auch nicht helfen, dann getauscht gegen Victron, seit dem ist absolute Ruhe auf der Baustelle und die Einstellmöglichkeiten des Victrons sind dazu noch von einem anderen Stern.
Meine Batterie wird jedesmal, wenn ich das Auto nicht brauche und in die Halle stelle, "abgeschaltet" Das interessiert den Regler garnicht. Er muß lediglich einmal vollladen, damit sich der BC sich wieder synchronisiert.

Erhaltungsladung für die Starterbatterie kann man über einen Umweg realisieren, aber ich habe schon über 3 Jahre keine mehr - habe sie bisher auch nicht vermißt.


Grüße

Ginnes am 19 Apr 2023 11:53:55

Entwarnung!

So, nun habe ich eine fundierte Antwort von einem Votronic-Fachmann erhalten.

Aussage Votronic:
Die Ausgangsspannung ist tatsächlich "ungewiß", kann aber nicht über 16V steigen.

Meine Interpretation:
Diesen Spannungspegel hält eine Fahrzeugelektrik (automotive) üblicherweise aus, das liegt im Toleranzbereich; man muß also keine Angst haben, daß da was durchbruzzelt.
Bei Verbrauchern außerhalb des automotive Bereichs könnte das anders aussehen. Aber meine "Schnarchmaschine" schluckt das auch problemlos.
Heißt für mich: Votronic MPPT bleibt drin, alles gut.

Achtung:
Das Gesagte gilt für MPPT-Regler.

PWM-Regler:
Hier ist es so, daß je nach Ladephase tatsächlich die Panelspannung (getaktet) durchkommt. Das kann schmerzhaft werden!
Daher wurden die Lithium-Kennlinien bei den Votronic-PWM-Reglern herausgenommen.
Meine Interpretation: Also besser kein PWM an LiFePo.

Ruedi1952 am 19 Apr 2023 13:19:24

Dasmit dem PWM Regler an der Lifepo habe ich auch gemerkt, da flossen dann 17 Volt.
Habe dann auf den Votronic SR140 umgerüstet.

Ginnes am 19 Apr 2023 14:10:07

Ruedi1952 hat geschrieben:Habe dann auf den Votronic SR140 umgerüstet.


Nanu, das ist doch aber m.E. ein PWM, oder nicht?
Doku nicht gefunden, aber der SR150 ist jedenfalls nicht für LiFePo, nur für Blei.

basste315 am 19 Apr 2023 14:34:42

Ginnes hat geschrieben:Hallo,
irgendwo im Forum hab ich gelesen, man dürfe die Solarregler von Votronic (MPPT und auch SR) nicht ohne Bordbatterie betreiben, weil sonst die Ausgangsspannung ungewiß wäre.

Wer über die Eingangsspannung philosophiert, hat das Thema des Tröds verfehlt. Es geht um eine möglicherweise ungewisse Ausgangsspannung des Reglers.
Der TE hat ja mittlerweile die Stellungnahme eines "Votronic-Fachmannes" hier eingestellt und "Entwarnung" gegeben, danke für die Klarstellung!

Ginnes hat geschrieben:Entwarnung!
So, nun habe ich eine fundierte Antwort von einem Votronic-Fachmann erhalten.


Wer lesen kann - auch die Bedienungsanleitung - ist klar im Vorteil - hier eine kompakte Zusammenfassung:

* Überspannungsschutz
* Überspannungsbegrenzung
* Betrieb mit abgeschalteter LiFePO4-Bordbatterie

Zusätzlich könnte bei Nutzung des LiFePO4-Programmes der optionale Temperatursensor interessant sein.



Handfest hat geschrieben:Wegen eben dieser Fragestellungen und der Ungewissheit die hier aus der BA und diversen Foreneinträgen (auch in anderen Foren) hervorging habe ich das Fabrikat gewechselt und jetzt einen MPPT-Regler von Victron verbaut, als ich auf LiFePO gewechselt habe.
Handfest


Hallo Handfest, der Victron hat auch seine Vorzüge, aber ich würde dir den guten von dir ausgetauschten Votronic MPPT-Laderegler gerne abnehmen - PN

Helmut

Exbulli am 19 Apr 2023 14:38:43

Ginnes hat geschrieben:Nanu, das ist doch aber m.E. ein PWM, oder nicht?
Doku nicht gefunden, aber der SR150 ist jedenfalls nicht für LiFePo, nur für Blei.

Das hat Votronic bei den aktuellen Ladereglern wohl geändert / angepasst.
Ich habe hier noch einen SR330 liegen, da gibt es auch noch Ladeprogramme für LiFePo, die man per Dipschalter einstellen kann.
Bei dem Nachfolger (SR350) ist das auch nicht mehr möglich !
Von daher denke ich, daß das beim SR 140 wohl auch noch möglich war !

Ruedi1952 hat geschrieben:
Das mit dem PWM Regler an der Lifepo habe ich auch gemerkt, da flossen dann 17 Volt.
Habe dann auf den Votronic SR140 umgerüstet.

Da würde ich auf jeden Fall mal überprüfen, wie sich die Ausgangsspannung verhält, wenn die Batterie abgeklemmt wird !
Denn bei dem Nachfolger (SR150) hat man auf LiFePo Ladeprogramme verzichtet.

Ruedi1952 am 19 Apr 2023 15:39:13

Habe jetzt nicht bei abgeklemmter Batterie gemessen aber er läd genau max. mit der eingestellten Voltzahl.
Da wir ganzjährig fahren lohnt es nicht den Zirkus zu machen.
Ich könnte aber die Lifepo über den Natoknochen wegschalten wenn ich möchte.

Ginnes am 19 Apr 2023 17:56:08

(das ist jetzt eigentlich off-topic, denn diese Aussage ist für Ruedi´s PWM Regler.
Ruedi: mach am besten einen neuen Thread auf wenn Du das weiter diskutieren willst, sonst gibt´s PWM/MPPT Kuddelmuddel)

Ruedi1952 hat geschrieben:Habe jetzt nicht bei abgeklemmter Batterie gemessen aber er läd genau max. mit der eingestellten Voltzahl.

Wenn eine Blei-Batterie dranhängt wird das immer so sein. Messung bringt nix.
Bei LiFePo: kommt drauf an, ob das BMS laden noch zuläßt oder nicht. Ohne das zu wissen: keine Aussage.

Ruedi1952 hat geschrieben:Ich könnte aber die Lifepo über den Natoknochen wegschalten wenn ich möchte.

Prima. Dann läufst Du genau in das beschriebene Problem rein. Denn die Batterie ist jetzt "weg", aber die Elektronik ist immer noch "da".
Kommt jetzt ne Überspannung aus einem PWM Regler, muß die Elektronik das abkönnen oder sie nibbelt ab.
Übrigens: das Problem ist bei Natoknochen EIN und LiFePo VOLL dasselbe, denn die Batterie nimmt dann keinen Strom auf.

Ruedi1952 am 19 Apr 2023 18:47:32

Nein da ich die Hybridvariante habe sitzt noch eine 70 AH Bleibatterie davor.
Die Lifepo ist Parallel an die Bleibatterie geschaltet.
Wenn kann ich den Solarregler über die Andersonstecker verbindung trennen.

Ginnes am 19 Apr 2023 19:40:12

Ruedi1952 hat geschrieben:Die Lifepo ist Parallel an die Bleibatterie geschaltet.


Alles gut :)

nkag16 am 19 Sep 2023 14:56:18

Exbulli hat geschrieben:Da würde ich auf jeden Fall mal überprüfen, wie sich die Ausgangsspannung verhält, wenn die Batterie abgeklemmt wird !


Hallo zusammen,
hat dieses inzwischen jemand gemacht?
wenn ja, mit welchem Ergebnis?
Zusatzfrage:
Wäre es sinnvoll, einfach nur die Leitung Solarpanel zum Regler abzuschalten? Damit wäre doch die Problematik einer ggf. zu hohen Spannung umgangen.
Ich weiß, damit ist der Akku über Winter immer noch nicht abgeschaltet.

Ostseebaer am 20 Sep 2023 10:17:34

Moin,

ist zwar länger her - aber das kann ich nicht so stehen lassen:
Ginnes hat geschrieben:[Wenn Batterie abgeklemmt / abgeschaltet:]
Kommt jetzt ne Überspannung aus einem PWM Regler, muß die Elektronik das abkönnen oder sie nibbelt ab.

Soweit korrekt.
Ginnes hat geschrieben:Übrigens: das Problem ist bei Natoknochen EIN und LiFePo VOLL dasselbe, denn die Batterie nimmt dann keinen Strom auf.

Soweit inkorrekt - solange die Batteriespannung anliegt, bestimmt sie die Spannung (mit), also kommt es gar nicht erst zu einer Überspannung aus dem PWM-Regler, denn er wird ja nicht ohne Batterie betrieben.
Und falls doch mal im Fehlerfall, puffert sie die Überspannung zumindest ab.

Grüße
Georg

Ruedi1952 am 20 Sep 2023 10:27:01

Der Solarregler hängt an dem Lifepo Akku und hat immer Strom.
Wenn das BMS mal den Ladezweig abschaltet hat er immer noch Strom, es wird ja nicht der Akku komplett weggeschaltet.
Bei - Temperaturen z.b. Lifepo Ladezweig abgeschaltet. Solarregler hat Strom aber in den Akku fließt nichts wo ist das Problem?

Ginnes am 20 Sep 2023 10:57:46

Ostseebaer hat geschrieben:Moin,

Soweit inkorrekt - solange die Batteriespannung anliegt, bestimmt sie die Spannung (mit), also kommt es gar nicht erst zu einer Überspannung aus dem PWM-Regler, denn er wird ja nicht ohne Batterie betrieben.
Und falls doch mal im Fehlerfall, puffert sie die Überspannung zumindest ab.

Grüße
Georg


Sorry, kenne Deine E-Technik Kenntnis nicht, aber Du scheinst Elektronik nicht wirklich zu verstehen.

Nochmal zum mitschreiben - Situation LiFePo:

1. Der Ladezweig der Batterie aus aus
2. Der ENTladezweig ist an. Dieser kann nur ENTladen, hält also die Spannung im System auf dem Niveau der Batterie. So weit so gut.
Kommt jetzt eine Überspannung durch den PWM, dann wir da NIX gepuffert - dies könnte nur geschehen, wenn die Batterie dies über den Ladezweig "schlucken" würde. Macht sie aber nicht weil Ladezweig aus. Und der ENTladezweig kann nix aufnehmen sondern nur abgeben.

Bei einer Bleibatterie wäre das kein Problem, die ist immer da. Es sei denn: Natoknochen. Dann gibt es das Problem auch hier.

Ganz allgemein:
Nutzt man einen PWM-Regler, dann sollte immer eine Batterie vorhanden sein. Ist keine da - oder ist der Ladezweig einer LiFePo abgeschaltet - dann KANN es zu Spannungsspitzen kommen, das KANN der Elektronik schaden.

Ruedi1952 am 20 Sep 2023 11:14:21

Ist das nicht alles weit hergeholt.
Ehe unsere Liefepo4 abschaltet macht bei 14,4 Volt der Solarregler sr140 dicht.
Da fließt auch kein Strom mehr.

Ginnes am 20 Sep 2023 11:43:26

Ruedi1952 hat geschrieben:Ist das nicht alles weit hergeholt.


Jeder darf glauben was er will.

Ich bin jetzt raus.

andwein am 20 Sep 2023 15:47:24

Ginnes hat geschrieben:.....Jeder darf glauben was er will..Ich bin jetzt raus.

Mit dem "glauben" hast du recht, aber wir sind nicht in der Kirche sondern in solider naturwissentschaftlichen Produkten.
Und da wir das Wort "glauben" durch die Tätigkeit "messen" ersetzt.
Und dazu ein paar Regeln/normen:
1. Das Kfz Bordnetz darf nach ISO 7637 bis zu 15V konstant und für 2ms bis zu 100V gehen. Halten die eingebauten Teile dies nicht aus sind sie für den Kfz Betrieb schlicht nicht geeignet.
2. Die Spannung kann am Ausgang des SRs nur bis zur Vmpp des Solarpanels ansteigen. Bei einem 20Voc Panel sind das 17-18V.
Allerdings ist die Kombination von 36Vmpp Panel mit autom. einstellenden 12/24V Reglern mit nicht auf 12V eingestelltem Parameter eine mögliche Gefahr. Aber dies muss man herausheben und nicht generell von Solar MPP Reglern sprechen
3. Selbst wenn die Batterie abgeklemmt ist oder das BMS den Ladezweig abgeschaltet hat sind immer noch alle Verbraucher auf die Leitung von Startbatt und/oder Solarregler geschaltet. Dies sollte im allgemeinen genügend Dämpfung für eine plötzlich hochschnellende Solarspannung sein.
4. Das Thema betrifft nicht PMS oder MPP Regler, es betrifft grundsätzlich erst einmal alle SR Regler. Nur ganz wenige 12V SR haben einen Schutz gegen hochschnellende Spannungen am Ausgang ohne Last. Für autom umschaltende 12/24V MPP Regler ohne fest eingegebene 12V Regelung gilt dies, konstruktiv bedingt, auf jeden Fall.
Meine bisher dazu festgestellten Fakten, Gruß Andreas

Ginnes am 20 Sep 2023 16:48:27

andwein hat geschrieben:Mit dem "glauben" hast du recht, aber wir sind nicht in der Kirche sondern in solider naturwissentschaftlichen Produkten.
....
Meine bisher dazu festgestellten Fakten, Gruß Andreas


Fakten.
Richtig, daran halte ich mich nun mal als Ingenieur der Elektrotechnik.
Warum hat Votronic wohl die Li-Kennlinien aus den PWM Reglern herausgenommen? Weil sie glauben, oder weil sie wissen?

O-Ton Votronic:
... bei PWM-Technik ... Diese geben je nach Ladephase die Panelspannung entweder 1:1 durch (I-Phase) bzw. die Panelspannung getaktet weiter (U-Phase). Hier kann - je nach angeschlossener Last - die Spannung im System deutlich über das verträgliche Maß steigen. Dies ist vor allem in der U-Phase der Fall. Aufgrund des fehlenden Tiefpasses (ohne Batterie) hat der Regler keine Chance auf eine vernünftige Spannung zu regeln. Dieses Phänomen bekommt mit den stetig besser werdenden Solar-Panel immer mehr Bedeutung, weshalb wir bei den Reglern in PWM-Technik die Li-Kennlinien herausgenommen haben.

rkopka am 20 Sep 2023 16:50:22

andwein hat geschrieben:2. Die Spannung kann am Ausgang des SRs nur bis zur Vmpp des Solarpanels ansteigen. Bei einem 20Voc Panel sind das 17-18V.

Warum Vmpp ? Bei niedrigerer Last (Leerlauf), kann die Spannung durchaus noch höher sein. Bei einem MPPT sollte es nicht vorkommen, da die Spannung transformiert wird, aber bei einem PWM oder Shunt durchaus.

3. Selbst wenn die Batterie abgeklemmt ist oder das BMS den Ladezweig abgeschaltet hat sind immer noch alle Verbraucher auf die Leitung von Startbatt und/oder Solarregler geschaltet. Dies sollte im allgemeinen genügend Dämpfung für eine plötzlich hochschnellende Solarspannung sein.

Das sind aber u.U. nicht viele Verbraucher. Unter Tags in der Sonne höchstens der Kühlschrank, der aber normal nicht auf 12V läuft. Vielleicht ein WR, der gerade irgendein Ladegerät betreibt. Sonst ist da nicht viel.

RK

nkag16 am 22 Sep 2023 11:59:07

andwein hat geschrieben:3. Selbst wenn die Batterie abgeklemmt ist oder das BMS den Ladezweig abgeschaltet hat sind immer noch alle Verbraucher auf die Leitung von Startbatt und/oder Solarregler geschaltet. Dies sollte im allgemeinen genügend Dämpfung für eine plötzlich hochschnellende Solarspannung sein.

rkopka hat geschrieben:Das sind aber u.U. nicht viele Verbraucher. Unter Tags in der Sonne höchstens der Kühlschrank, der aber normal nicht auf 12V läuft. Vielleicht ein WR, der gerade irgendein Ladegerät betreibt. Sonst ist da nicht viel.

RK

Was passiert denn, wenn gar kein Verbraucher eingeschaltet ist?

Ginnes am 22 Sep 2023 12:27:33

nkag16 hat geschrieben:Was passiert denn, wenn gar kein Verbraucher eingeschaltet ist?


Bei uns ist es bspw so, daß - selbst bei am Panel abgeschaltetem System - Heizung und Kühli trotzdem Strom haben. Sind diese Geräte nun abgeschaltet, haben zumindest Teile der Elektroniken trotzdem Strom, damit sie überhaupt auch wieder eingeschaltet werden können. Die haben ja keine "harte" mechanische Schalter, sondern Tipptasten bzw. vorgeschaltete Steuergeräte; beim Heizungs-Steuergerät läuft bspw. die Uhr weiter.
Und eben diese Elektroniken sind daher auch bei ausgeschalteten Geräten trotzdem in Gefahr.

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