Hallo ich möchte folgende Idee zur Diskussion stellen.
Ausgangslage:
Mein Wohnmobil wird für 3 Monate in Uruguay abgestellt.
Alle Verbraucher werden stillgelegt.
Ich will sichergehen, dass sich die Batterie nicht tiefentlädt, will aber auch nicht, dass der Solarlader die Batterie ständig am Ladelimit hält und habe mir hierzu folgendes überlegt.
Ich stelle den Solarlader auf 14, 4V Ladeentspannung (LiFePo Programm). Ich benutze den Relaiskontakt des BMV 712 Smart und steuere damit den Freigabeeingang des Solarladers.
Die Solarladung wird nur freigegeben wenn die Batteriespannung unter 13,1V sinkt und wird wieder gestoppt, sobald Batteriespannung über 14,3V ansteigt.
Ich hab schon mal mit den Einstellungen getestet und es funktioniert soweit was die Schaltlogik betrifft.
Jetzt überleg ich mir was alles schief laufen könnte und hoffe auf Feedback von euch.
Verbaute Komponenten:
- 200Ah Winston LiFePo Batterie im Auto verbaut. (Notnagel Set)
- Solarlader MSTE Dual MPT 30
- Batteriemonitor BMV 712 Smart
- Solarzellen 2x120W, Solarswiss
Folgendes habe ich überlegt:
- Zellen entladen sich ungleichmäßig. ….. deshalb starten des aufladens bei 13,1 V. Die Spannung müsste hoch genug sein, damit mit hoher Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist, dass keine Zelle je unter die Mindestspannung absinkt.
- Abschalten bei 14,3V sollte eine Zelle eine deutlich höhere Spannung haben als die anderen 3 so müsste der Balancer bereits ansprechen und für einen ausreichenden Ausgleich sorgen. Die relativ hohe Spannung von 14,3V müsste auch dafür sorgen, dass hierfür ausreichend Zeit für das Balancieren zur Verfügung steht.
- Sollte aus irgendeinem Grund das BMV Relais nicht ansprechen, würde der Solarlader ganz normal bei 14,4V Ladeentspannung die Ladung beenden.
- Worst case das BMV erkennt nicht, dass die Spannung unter 13,1 V sinkt und gibt die Ladung nicht frei, dann muss ich mich auf das Batteriemanagement verlassen, welches die einzelnen Zellspannungen überwacht und beim unterschreiten der Mindestspannung den Hauptschalter trennt.
- Schutz vor Ladung bei Minustemperaturen. Nicht relevant am Standort. Da dort auch im Südamerikanischem Winter +Temperaturen herrschen. ……
- Bei dieser Lösung könnte man auch die Standheizung auf Frostschutz programmieren, da durch die vorhandenen Sonnenstunden auch immer eine ausreichende Ladung der Batterie gewährleistet ist und die Energie für das gelegentliche anspringen der Standheizung ausreicht.
PS: Meiner Ansicht nach sollte man die Freigabe nicht von dem angezeigten Wert der Batterieladung (%) abhängig machen, da die Verbräuche sehr gering sind und auf diese Angabe daher kein Verlass ist da eine Synchronisierung der Anzeige nicht 100% gewährleistet ist und deshalb wegdriften kann.
Was haltet ihr von diesem Ansatz?
Würdet ihr eventuell die Schaltschwellen anderst legen oder ganz anderst vorgehen?
Gruß Günter

