Hi,
irgendwie scheine ich ja in den letzten Wochen in eine Pechsträhne geraten zu sein :( :(. (Gemeint sind die anderen Geschichten, die ich hier über Batterien und so veröffentlicht habe)....
naja..in NRW scheint Zahltag zu sein, und ich habe auch meinen rückwirkenden Steuerbescheid vom 24.06.2005 bis 19.11.2006 erhalten, den Tag, an dem ich mein WOMO einen Knaus 685HFG, 3850 kg, 2500ccm Baujahr 1996 verkauft habe..und gleichzeitig meinen geänderten Steuerbescheid für meinen Neuen, einen 6,5t.
und jetzt kommt es für den Knaus:
Steuerfestlegung für die Zeit :
24.06.2005 bis 31.12.2005 - 123,00€
01.01.2006 bis 19.11.2006 - 831,00€
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Forderung: 954,00€
gezahlt
(für den genannten Zeitraum:)332,22€
Nachforderung: 621,78€
Einstufung: Sonderkraftwagen - PERSONENWAGEN (nicht WOMO) - obwohl er als WOMO gemeldet war.
und hinten drauf die freundliche Bemerkung: Wenn ich nachweisen kann, dass das Fahrzeug ein WOMO sein (mit den üblichen Beschreibungen), dann könnte das Fahrzeug auch als WOMO besteuert werden....Jetzt haben wir hier im Forum ja schon gelernt, wenn man das Fahrzeug beim FA vorführt, dann wäre das alles kein Problem..nur: ich habe das Fahrzeug von Köln nach HH verkauft...jegliche Vorführung ist illusorisch, ich habe auch keine Kopien der Fahrzeugpapiere mehr, warum auch...
(Das Fahrzeug hat jemand gekauft, der auch hier im Forum aktiv ist, also besteht berechtigte Hoffnung, Kopien der aktuellen Papiere zu bekommen)
Aber jetzt stellt Euch mal vor: Das Fahrzeug verkauft an irgendeinen dieser windigen Händler, die einem die Tür einlaufen und angeblich nach Osten exportieren..keine Chance an irgendwelche Unterlagen zu kommen.
Und was an dem Fall DEUTLICH wird: Das rückwirkende Abzockgesetz + die Ausführungsverordnungen haben weder Hand noch Fuß: Die Finanzämter haben offensichtlich keine verläßlichen Daten, auf deren Basis die Steuer erhoben werden können (da wurde hier von Snoopy64, glaube ich, darüber geschrieben), dann werden Annahmen getroffen und DU als STEUERPFLICHTIGER mußt beweisen, dass diese Annahmen falsch sind.
Das widerspricht (für mich) jeglichem Rechtsverständnis, weil die Beweislast umgekehrt wird. Oder anders gesagt: Hier wird deutlich, welche politisch verantwortlichen Stümper (und ich habe nicht die Beamten in den Finanzämtern als gezwungenermaßen Ausführende gemeint !!!!!) in Berlin und den Bundesländern bei der ganzen Sache am Werk waren (und sind).
Nächste Maßnahmen: Widerspruch und Foto beilegen. Natürlich habe ich an den Käufer geschrieben. Der 6.5t kostet übrigens nur 470,-€ pro Jahr. Klar, da haben sie ja auch die aktuellen Daten vorliegen und müssen nicht rückwirkend versteuern.
Habt Ihr sonst noch Tips?
Frank

