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FAZ exclusiv Vermieter Zusammenschluß


Koblenzo am 24 Aug 2023 22:23:21

Bevor's ein Bezahlartikel der FAZ wird:

Großfusion unter Wohnmobilvermietern

Wohnmobile nach Art von Airbnb: Über Camper-Plattformen mieten Urlauber das Zuhause auf Rädern von Privatleuten. Nach F.A.Z.-Informationen fusionieren die beiden größten Betreiber Europas.

Urlauber können Wohnmobile nicht nur kommerziell mieten – sondern auch privat nach Art von Airbnb. In dieser Branche der Camperplattformen kommt es nach F.A.Z.-Informationen zu einer Großfusion: Goboony aus den Niederlanden und Yescapa aus Frankreich haben sich zusammengeschlossen – woraus Europas Marktführer und einer der drei größten Anbieter der Welt entstehen soll. Die entsprechenden Verträge seien unterzeichnet, beide Parteien wollten das auf der Camping-Leitmesse „Caravan Salon“ in Düsseldorf bekannt geben, ist in der Branche zu hören. Der Wert der Transaktion wird auf 100 Millionen Euro beziffert. Yescapa halte eine Mehrheit der Kapitalanteile, doch sei vertraglich die Gleichberechtigung beider Partner vereinbart.

Die Anbieter stellen Onlineplattformen bereit, über die Urlauber von Privatleuten deren Wohnmobile mieten können. Der Markt kam zuletzt wieder in Bewegung: Der namhafte deutsche Konkurrent Paulcamper aus Berlin ließ sich von der australischen Camplify übernehmen. Die niederländische Camptoo – wesentlicher heimischer Wettbewerber von Goboony – wurde Ende vergangenen Jahres für insolvent erklärt. Kunden werden beim Aufsuchen der Website jetzt auf Goboony umgeleitet. 30.000 Fahrzeuge im Angebot

Goboony und Yescapa gelten als größte Camperplattformen Europas. Die Niederländer bezeichneten sich im F.A.Z.-Gespräch im vergangenen Jahr als Nummer zwei – gleichauf mit Paulcamper und etwas hinter Yescapa. Sie wollten die Franzosen noch 2022 überholen, wie ihr Ko-Chef Foppe Mijnlieff sagte – was am Ende nicht gelungen ist. Das fusionierte Unternehmen soll 30.000 Wohnmobile in zehn Ländern anbieten und 210 Mitarbeiter beschäftigen. Yescapa hatte in der Vergangenheit Shareacamper in Deutschland, Areavan in Spanien sowie einen französischen Anbieter übernommen, Goboony wiederum Geschäfte von Camptoo.

Im Zuge des Zusammenschlusses entsteht eine Holding mit Sitz in Amsterdam, operativ arbeiten beide Seiten aus ihren jeweiligen Ländern weiter. Die vier Gründer – Mijnlieff und Mark de Vos auf Goboony-Seite und Benoit Panel und Adrien Pinson von Yescapa – sollen im Management sitzen, Vorstandsvorsitzender wird Yescapas stellvertretender Vorstandschef Sergio Branco. Die Unternehmen arbeiten vorläufig unter den Namen Yescapa und Goboony weiter. Mindestens bis zum Jahr 2026 sollen beide Marken, Geschäftsmodelle und Plattformen bestehen bleiben.
Beide auch in Deutschland aktiv

Yescapa ist in Deutschland seit dem Jahr 2016 auf dem Markt, Goboony seit vergangenem Jahr. Das Geschäftsmodell nutzt aus, dass Wohnmobileigner ihre Fahrzeuge oft nur ein bis zwei Monate jährlich nutzen. Den Rest der Zeit können sie die Fahrzeuge über eine der Onlineplattformen vermieten – ähnlich wie das bei Ferienhäusern schon lange gang und gäbe ist. Die Plattformbetreiber erhalten für die Vermittlung eine Provision, das Goboony-Management bezifferte sie im F.A.Z.-Gespräch auf 17,5 Prozent. Auf der Goboony-Plattform wird jedes Wohnmobil im Durchschnitt fünf- bis sechsmal im Jahr gemietet, so jedenfalls die Aussage im vergangenen Jahr.

Wie weiter zu hören ist, wollen Yescapa und Goboony weitere Mittel von Start-up-Investoren einwerben. Die bestehenden Aktionäre No Such Ventures und MAIF Avenir sowie iXO Private Equity sollen kürzlich 7 Millionen Euro eingeschossen haben.

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Tinduck am 25 Aug 2023 08:37:26

Die interessanteste Frage ist, warum ein paar (gemietete?) Büroräume mit 210 Mitarbeitern 100 Millionen Euro wert sein sollen... das Geschäftsmodell kann ja nicht besonders solide sein, wenn schon ein Anbieter (trotz quasi Null-Invest, weil reine Vermittlungsplattform) insolvent gegangen ist.

Sobald da ein 'Großer' einsteigt, sind die 'Kleinen' sowieso nach 3 Jahren pleite. Die können nur beten, dass die Nische Marc Zuckerberg und Konsorten nicht interessiert.

bis denn,

Uwe

rkopka am 25 Aug 2023 10:36:21

Tinduck hat geschrieben:Die interessanteste Frage ist, warum ein paar (gemietete?) Büroräume mit 210 Mitarbeitern 100 Millionen Euro wert sein sollen...

Apple hat auch nicht wirklich die Milliarden an Werten, sondern nur soviele Aktien verkauft.

RK

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Tinduck am 25 Aug 2023 10:50:10

rkopka hat geschrieben:Apple hat auch nicht wirklich die Milliarden an Werten, sondern nur soviele Aktien verkauft.

RK


Apple hat zumindest noch 'ein paar' Patente und Produkte vorzuweisen, nicht nur eine Vermittlungs-Webseite für irgendwas (Partner, Wohnmobile, Ferienwohnungen - beliebig austauschbar).

Da sehe ich schon einen gewissen Unterschied.

bis denn,

Uwe

Gast am 25 Aug 2023 11:11:23

Gleiche Baustelle wie Uber und die ganzen Essenslieferdienste....

.... die eigene Leistung ist lediglich eine Maklerfunktion zwischen Womo-Eigentümer und Mieter.


Und wenn ich mir die Versicherungen z.B. bei Yescapa anschaue, dann sieht das für Laien ziemlich komplett aus....

--> Link

.... aber wenn der Mieter mit der Kiste abhaut, dann ist nichts versichert.... weil es eben kein Diebstahl, sondern eine Unterschlagung ist.

wolfherm am 25 Aug 2023 11:23:11

Uwe,

schau mal unter Firmenbewertung im Internet nach. In den Wert eines Unternehmens fließen nicht nur materielle Werte ein. Auch so Faktoren wie Idee, Umsatz, Gewinn, Geschäftsaussichten usw. beeinflussen einen Firmenwert.

Tinduck am 25 Aug 2023 11:59:48

Die Argumente dafür kenne ich schon. Halte ich persönlich aber nicht für valide; aber ich muss ja auch keine Beteiligungen von solchen Luftnummern kaufen. Dotcom-Blase lässt grüßen - oder Wirecard, wenn man nicht so weit zurückdenken möchte.

bis denn,

Uwe

wolfherm am 25 Aug 2023 12:02:32

Uwe,

das sind anerkannte Bewertungsgrundsätze. Du hast ja wahrscheinlich von vielen Dingen eine Ahnung, aber hier….

Lassen wir es lieber, das führt zu weit.

Tinduck am 25 Aug 2023 12:04:20

tztz2000 hat geschrieben:.... aber wenn der Mieter mit der Kiste abhaut, dann ist nichts versichert.... weil es eben kein Diebstahl, sondern eine Unterschlagung ist.


Ohne genaues Studium der einzelnen Versicherungsscheine würde ich erstmal davon ausgehen, dass man in jedem Fall Ärger am Hals hat, wenn irgendwas ist. Oder glaubt irgend jemand, dass so eine Versicherung dem Mieter ein anderes Womo zur Nutzung vor Ort hinstellt, wenn das gemietete kaputtgeht? Oder sich mit dem Mieter auseinandersetzt?

So ne Privatvermietung ist ein typisches Schönwettergeschäft. Prima, wenn nichts schiefgeht. Sonst eher ein Alptraum.

bis denn,

Uwe

heinz28 am 07 Sep 2023 19:34:16

tztz2000 hat geschrieben:Gleiche Baustelle wie Uber und die ganzen Essenslieferdienste....


--> Link

.... aber wenn der Mieter mit der Kiste abhaut, dann ist nichts versichert.... weil es eben kein Diebstahl, sondern eine Unterschlagung ist.


Wenn die Versicherung richtig abgeschlossen ist, ist die Unterschlagung mitversichert.
Glaubst du, die geschäftlichen Vermieter würden mit dem Risiko leben.

HerrKalle am 08 Sep 2023 13:51:48

heinz28 hat geschrieben:Wenn die Versicherung richtig abgeschlossen ist, ist die Unterschlagung mitversichert.
Glaubst du, die geschäftlichen Vermieter würden mit dem Risiko leben.



Ja! Bei den meisten Autovermietern im Pkw- und LLkw-Bereich sind die Fahrzeug durch den Vermieter nur Haftpflicht und nicht Kasko versichert. Es rechnet sich für den Vermieter einfach nicht. Der Vermieter kalkuliert einfach mit einer bestimmten Schadenquote. Der Kunde zahlt meistens einen sogenannten "Haftungsausschluss" um keine Selbstbeteiligung im Schadensfall zu haben, das hat aber nicht mit einer Kaskoversicherung zu tun, sondern ist einfach eine Zusatzeinnahme für den Vermieter. Bei Unterschlagungen ist es so, das es dafür bei großen Vermietern eine Taskforce gibt, die sogar Fahrzeuge zurückkaufen. Mehr schreib ich mal nicht dazu. Ob das klappt, wenn die Eigner der Fahrzeuge alles Privatleute sind, wage ich zu bezweifeln.

Gast am 08 Sep 2023 16:55:54

heinz28 hat geschrieben:Wenn die Versicherung richtig abgeschlossen ist, ist die Unterschlagung mitversichert.
Glaubst du, die geschäftlichen Vermieter würden mit dem Risiko leben.

Es geht bei diesen Plattformen nicht um gewerbliche Vermieter....

.... das sind Privatleute, die ihre Fahrzeuge über diese Plattformen vermieten.


Und nicht einmal ein Hinweis seitens der Plattform an die Vermieter auf eine Unterschlagungsversicherung .... das ist schon fast unseriös! :?

babenhausen am 08 Sep 2023 18:34:29

Ich denke es gibt eine ganze Reihe dieser Privatvermieter auf solchen Plattformen die genau wissen um die Lücke Unterschlagung,
man soll nicht glauben die Vermieter sind nicht über soziale Plattformen vernetzt :idea: .
Auch Unterschlagung ist versicherbar , einige Versicherungshändler bieten inzwischen passende Pakete an.
So kann jeder Hobbyvermieter sein Risiko selbst steuern.

nap1d am 13 Sep 2023 20:55:28

Dabei gibt es zwei Probleme:

1. Wissen leider nicht alle privaten Vermieter, dass sie so eine Versicherung brauchen. Wenn dann ein Käufer des unterschlagenen Wohnmobils auf Herausgabe der Zulassungspapiere klagt, ist die Not groß

2. Ist in solchen Policen nur der Zeitwert versichert, noch nicht einmal der Marktwert! Das ist bei einem ein Jahr alten Womo noch nicht schlimm, wenn du aber ein zehn Jahre altes vermietest, und es wird unterschlagen, dann bekommst du Peanuts, dafür bekommst du ein gleichwertiges nicht wieder.

babenhausen am 13 Sep 2023 21:48:33

nap1d hat geschrieben:1. Wissen leider nicht alle privaten Vermieter, dass sie so eine Versicherung brauchen.

2. Ist in solchen Policen nur der Zeitwert versichert, noch nicht einmal der Marktwert! Das ist bei einem ein Jahr alten Womo noch nicht schlimm, wenn du aber ein zehn Jahre altes vermietest, und es wird unterschlagen, dann bekommst du Peanuts,



Risikoloses Geldverdienen wird erst noch erfunden.
Wer sich nicht informiert verliert....

maxmara am 14 Sep 2023 07:35:26

tztz2000 hat geschrieben:Es geht bei diesen Plattformen nicht um gewerbliche Vermieter....


In den vergangenen Jahren ist die private Vermietung von Wohnmobilen mit all ihren Nuancen in den Medien vielfach thematisiert worden. Hier ein kleiner, nicht repräsentativer Auszug:

Wohnmobile: Camping-Traum zum Teilen - DER SPIEGEL 23.08.2017
Wohnmobil mieten: Billiger ist ein Bulli auf Zeit DER SPIEGEL 07.02.2019
Wohnmobil-Sharing: Worauf Vermieter und Mieter achten ... DER SPIEGEL 21.08.2020
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