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Ganz neue Wege zur Erschließung weiterer Geldquellen um die klamme Stadtkasse zu füllen, gehen die Verantwortlichen in Büsum. Hinter dem Hashtag "Gute Nachricht die Kurtaxe bleibt bei 3€", verbirgt sich vielfach eine Verdoppelung der zu entrichtenden Gebühr. Änderung der Kurabgabe 2023 ab März Die Gemeinde Büsum muss zum Jahr 2023 ihre Kurabgabesätze anpassen. Die gute Nachricht: Die Höhe der Kurabgabe in der Hauptsaison bleibt bei 3,00 Euro! Folgende Änderungen wurden beschlossen: Die Hauptsaison wird auf den April ausgeweitet. Der Zeitraum 25.12. – 7.1. wird zur Hauptsaison. In der Nebensaison wird die Kurabgabe von 1,40€ auf 2,00 Euro erhöht. Anreise- und Abreisetag werden jeweils als ein Tag berechnet. Ab Dato ist damit die Kurtaxe von der Anzahl der Übernachtungen entkoppelt. Camper auf der Durchreise zahlen für einen eintägigen Hauptsaisonaufenthalt in Büsum also 6€ Kurabgabe je Gast. Auch wenn sich die Erhöhung der Abgabe bei längerem Aufenthalt relativiert, werden wir in Zukunft diese Art der Abzocke nicht akzeptieren und Büsum meiden. Moin, was ist denn dabei, für einen Tag 6,00 EUR als Kurtaxe zu entrichten und gleich alles mit dem Titel "Abzocke" zu versehen? Und deshalb Büsum meiden? Da sollte man eher auf das Tanken des Wohnmobils verzichten. Sind die Spritpreise keine "Abzocke"? Grüße aus NI Genau aus diesem Grund fahren wir nicht mehr nach Büsum. € 12 als Kurtaxe bei 1 Übernachtung von 2 Personen ist in unseren Augen Abzocke. Dazu kommt noch, dass diese Kurkarte als Nutzer des Büsumer Stellplatzes nur auf diesem gekauft werden muss, jede an anderen Punkten im Ort gekaufte Karte ist ungültig. Es gibt genügend Leute, die nicht mehr hinfahren. Aber die Beschwerden gehen den Verantwortlichen dort am Allerwertesten vorbei.
Wenn alle so denken werden evtl. weitere Orte nachziehen. Auch Camperverhalten kann Einfluss auf ausbleibende Effizienz erhöhter kommunaler Abgaben haben. Hier geht es aber um zwei Sachverhalte. Die Verdopplung der Kurtaxe bei eintägigem Aufenthalt ist unverschämt und wird nicht ohne Reaktion der Wohnmobilisten bleiben. Zweitens ist es die Art und Weise der Erhöhung auf kaltem Wege, welche dann dreister Weise noch als gute Nachricht bezeichnet wird. Beides zusammen macht hier den "Titel" Abzocke sehr treffend.
Zum Glück gibt es ja gute Alternativen.
merkwürdige Argumentation. on mir kriegen sie die anwesenheitsgebühr nicht :!: allesbleibtgut hartmut
da kann ich weser13 nur recht geben. Frage: kamikaze was kostet dein Womo , dann wegen 12€ ????? :x :x Hab das Konstrukt noch nie verstanden - man will Touristen anziehen und nimmt dann eine Anwesenheitsgebühr von ihnen?? Wäre vielleicht cleverer (so rein psychologisch) das über die Besteuerung der Tourismusbetriebe zu regeln, auch wenns für den Touri dann unterm Strich das gleiche kostet. Seit die Kinder grösser sind, fahren wir eh nicht mehr an die Nordsee… bis denn, Uwe
Ich empfinde das schon als Abzocke. Was als Argument für die Städte und Gemeinden immer her halten muß sind die angeblichen Aufwendungen der Orte für den Tourismus. Ich würde sagen, wenn man den Touristen nichts bietet kommen sie halt nicht. Ist doch ganz einfach. In Büsum gehen doch sofort die Lichter aus, wenn die Touristen nicht mehr kommen.
Scheint aber nicht so ganz viele abzuschrecken!?! --> Link Vielleicht regelt man auf die Art und Weise auch die Auslastung des Stellplatzes bzw des parkens davor?!? Grüße Dirk
Nicht nur da. Die ganze Nordseeküste ausser den Landwirten und den Ballungszentren kann ohne Touris harzen gehen. Nicht umsonst war das vor dem Massentourismus eine bitterarme Region. Aber ist ja heutzutage üblich, die Hand zu beissen, die einen füttert. bis denn, Uwe
Und wer zahlt das Geld damit die harzen können? :gruebel: Dann können wir doch die Kohle auch gleich da hin bringen?! :mrgreen: Grüße Dirk
Der Satz des alten Stinnes (Ölmagnat) "Man hat et nit vom Ussjebe, sondern vom Behale" ist dir wahrscheinlich unbekannt. Dann fahr ruhig nach Büsum, wenn du überhöhte Forderungen für richtig hältst. Angenehmen Aufenthalt wünscht kamikaze Schön, dass der Titel jetzt neutraler ist. Kurtaxe ist ja immer ein Reizthema, von daher sind es Veränderungen (im Sinne Verteuerung) natürlich erst recht. Kosten für alle steigen, halt auch für die Gemeinden. Eigentlich normal, dass man da etwas an den Preisen macht (Arbeiter / Angestellte wollen ja auch mehr Lohn / Gehalt) Und auch normal, dass manche Menschen darauf mit „da fahr ich nicht mehr hin reagieren“. Kann vielleicht sogar etwas ändern, in diesem Fall glaub ich, dass sich ersteinmal die freuen, die trotzdem hin fahren. Ein paar Camper weniger sind ja auch ganz schön… Das Modell mit bei Übernachtung zwei Tage zahlen ist übrigens / leider auch nichts deutsches / Nordsee getriebenes… einige Nationalparks in Afrika haben das auch schon für sich entdeckt. Da zahlt man dann auch zwei Tage Eintritt (klar plus Camping) für eine Übernachtung. Früher gab es da eine 24 Stunden Regelung. Kann man halt trotzdem reinfahren, oder eben nicht (oder Übernachtung außerhalb machen) Einfach zur Kenntnis nehmen, entscheiden, wie man drauf reagiert, und bloß nicht ärgern .-) Ich würde sagen, mit "harzen" ist dort wesentlich weniger Kohle. Und das zahlen alle, nicht nur Touris. :( :-o Aber man kann als "Harzer" sitzen, liegen und jammern. :x wollina Hallo zusammen, ...wir geben so viel Geld aus, für unnützen Kram. Da fallen mir spontan die hier thematisierte LED Beleuchtung für die Fernsehantenne oder der mit viel Aufwand hergestellte "böse Blick" für das WOMO ein. Da können wir doch gerne die Infrastruktur eines Ortes stützen, was uns ja auch wieder zugute kommt. Denn ob ein Ort schön hergerichtet ist, oder verkommen aussieht, das betrifft uns doch auch. Nur wenn Kurtaxe erhoben wird und der Ort sieht dennoch vergammelt aus, dann ärgere ich mich auch. Aber natürlich kenne ich die Hintergründe nicht. Wir waren dieses Jahr auf Fehmarn und sind maßlos enttäuscht gewesen. Burg auf Fehmarn war ein einziger Rummel, da wollte man wohl Malle kopieren. Die Größe der Schnitzel haben sich zigfach überboten. Schnitzel im Angebot, so weit man gucken konnte. Die Fischbrötchen waren eine Frechheit. Die Straßen, Häuser und öffentlichen Anlagen ungepflegt. Die Fahrradwege auf Fehmarn eine Katastrophe. Büsche und Gras ragten weit in die Wege rein. Dazu sind die Wege holprig bis unbefahrbar. Dann muss man wirklich hinterfragen, was machen die mit der Kurtaxe. Wir haben übrigens Fehmarn wieder verlassen und sind nach Rerik und Kühlungborn gefahren. Mit freundlichen Grüßen aus Angelsdorf Hans-Theo
Woran erkenne ich, dass die Forderung überhöht ist? Diese kann doch auch durchaus der Kostensituation entsprechen! Grüße aus NI 6€ Kurtaxe pro Person bei einer Übernachtung ist schon nicht wenig. Dafür halten sich die Kosten für den Stellplatz aber in Grenzen: Ganzjährig 13,- EUR pro Übernachtung und Reisemobil inklusive Strom, Müllentsorgung, Entsorgung, WLAN. Inklusive der Kurtaxe für 2 Personen bin ich dann mit den Serviceleistungen bei 25€ für eine Übernachtung. Büsum ist Nordseeheilbad mit Meerwasserhallenbad, sehr gepflegtem Grasstrand, Familienlagune und.... Das kostet nun mal Geld. Eigentlich möchte so ein Kurbad längerfristige Aufenthalte und natürlich den Tagestouristen. Für diese beiden Gruppen ist es doch positiv, dass die Kurtaxe nicht insgesamt erhöht worden ist. Nur die "Einmalübernachter" haben bei diesem Modell das Nachsehen. Nichtsdestotrotz ist der Stellplatz in Büsum absolut nicht mein Ding (Prinzip Sardinendose), auch wenn er quasi vor meiner Haustür ist. Thomas
Dass die Gemeinden das Geld brauchen, ist doch unbestritten. Aber warum man das von den Leuten noch extra fordert, die man als Gäste braucht, verstehe ich nicht. Kann man ganz einfach über die Besteuerung der Tourismusbetriebe regeln. Die reichen die Kosten weiter, und dann kostet das Fischbrötchen und die Übernachtung halt mehr als in Orten mit niedrigeren Kosten. Unterm Strich für den Touristen das gleiche, aber wesentlich weniger abschreckend. Dieses Kurtaxemodell ist ein überkommenes Überbleibsel aus den 50ern des letzten Jahrhunderts. Andernorts gibts auch gute Touristikangebote - ohne Kurtaxe. Wie die das wohl hinbekommen… bis denn, Uwe So abschreckend wirkt sich das doch nur für die Gäste mit nur einer Übernachtung aus. Und das sind größtenteils nur die Wohnmobilfahrer. Und warum die das nicht über eine Besteuerung regeln? Vielleicht gibt es noch die vielen Tagesgäste, die weder übernachten noch die kulinarischen Angebote nutzen. Die bekommt man nur mit einer Kurtaxe. Aber letztendlich auch egal. Wem es nicht paßt, der bleibt weg. Aber er wird damit kaum eine Änderung bewirken.
Das legt m.E. jede/r für sich selbst fest. Typisches Beispiel eines Reisetages bei uns: Wir (Frau und ich) fahren um 17 Uhr auf den Stellplatz und zahlen den Platz für eine Nacht. Dann bummeln wir noch durch‘s Dorf und gehen um 19 Uhr in der Hafenkneipe was essen. Danach Nachtruhe und am kommenden Morgen um 9 Uhr fahren wir weiter. Dafür sollen wir zusätzlich noch 12 € Kurtaxe abdrücken? Wofür? Na wenn man eine Leistung nur bis 9 Uhr nutzt kann doch kein anderer was für. Soll dann derjenige der bis 14 Uhr bleibt mehr bezahlen ? Der Preis ist für alle Touristen/Gäste derselbe, aber die Womoristen fühlen sich mal wieder besonders benachteiligt. Man muss da ja nicht unbedingt hin, ist freiwillig . Von denjenigen, die nicht vor Ort sind, kann man die Kurtaxe ja nicht verlangen. Es geht nun mal nur bei den Gästen die jetzt da sind. Das macht wenig Sinn, da es unmittelbar auch die Einheimischen trifft, wenn die mal ein Fischbrötchen essen wollen. Und es triffst sie mittelbar, wenn Betriebe höhere laufende Kosten haben - dann wird Personal oder Lohn eingespart. Beides doof. 6 Euro pro Person für eine Übernachtung ist schon ne Hausnummer, die einen überlegen lässt. Aber es relativiert sich mit dem ansonsten günstigen Stellplatz. Ab der 2. Übernachtung wird der ja fast schon zum Schnäppchen.
Aber eigentlich: „2. Der Platz und seine Infrastruktur sind konzipiert für Durchreisecamper, Kurzaufenthalte oder Übernachtungen zur Wiederherstellung der Fahrtauglichkeit.“ Es heißt ja auch „Wohnmobilübernachtungsatz“. So gesehen dann doch eher eine Frechheit!?! Grüße Dirk
Du hast meinen Beitrag vielleicht gelesen, aber nicht verstanden! Ich habe überhaupt KEINE Leistungen in Anspruch genommen! Oder ist der blosse Aufenthalt im Ort bereis kurtaxenpflichtig? :eek:
Dem Kurtaxenmodell sollte man generell gesetzlich einen Riegel vorschieben. Die von dir beschriebene Lösung ist richtig! Thomas, ich habe Deinen Beitrag nur als Bsp. genommen um allgemein meine eigene Meinung darzulegen. Wenn ich mich explizit auf Deinen beziehen wollte hätte ich Dich zitiert. Also bitte Nachsicht wenn das für Dich missverständlich war, nicht aufregen. Nebenbei, (ganz allgemein betrachtet :) ), Leistung bezieht man in meinen Augen sobald man sich in einem kurtaxenpflichtigem Gebiet aufhält, sogar meist umsonst, wenn man gar nicht übernachtet. Drei Euro Tag/Person finde ich nicht sooo extrem viel. Mag sicher Menschen geben denen das wehtut, sind jedoch sicher keine Wohnmobilbesitzer die sich z.B. essen gehen locker leisten können. Bei zweiteren kommt wohl eher Sparsamkeit oder Geiz zum Tragen und dann können sie entscheiden ob sie da hin wollen oder nicht. Wie gesagt, nur meine eigene bescheidene Meinung .
Nur das dann das Fischbrötchen, das Eis am Strand, der Restaurantbesuch am Strand,… noch teurer werden und die Womobesatzungen und die Gäste lieber selber kochen oder ins Hinterland fahren bzw gleich das Hotel 20km vom Strand entfernt buchen. Und wer zahlt dann die Promenade, den Strand, den Kurpark, die Reinigung,…? Grüße Dirk
Leider ist der Preis für die Übernachtung in dieser Saison auf 15€ angehoben worden. Für Toilettenbenutzung werden =,50€ erhoben und 4 Min. Duschen kosten 1€. Der Zugang ist aber erst ab 11Uhr möglich, vorher wird kein Schlüssel ausgehändigt. Strom ist mit nur 4A abgesichert. Außer beim Kühlkasten hat die Zuschaltung jedes Elektrogeräts die Sicherung heraus gehauen. Es ist in Büsum vermutlich besser Geräte wenn möglich, auf Gas umzustellen. Den WLAN-Empfang kann man vergessen. Unter 30€ für das Wohnmobil und zwei Personen ist eine Übernachtung kaum zu machen. Um es noch einmal zu betonen, wir halten die doppelte Erhebung der Kurtaxe an ein und dem selben Tag für unlauter. Also ehrlich, so einen miesen Platz muß man ja boykottieren….. :D :D :D
Nicht nur den Platz sondern den Ort Büsum. Das ist die einzige adäquate Antwort auf die kommunale Abzocke. Ich meinte das ironisch. Hätte Büsum es bei € 3 pro Übernachtung belassen, gäbe es diese Diskussion nicht. Aber wenn man noch den letzten Euro rausholen will, muss sich die Gemeinde diese Diskussion gefallen lassen. Die nette Krabbentante am Hafen, die meinen Enkeln das Pulen beigebracht hat und der sagenhafte Hafenpick werden sicherlich nicht merken, wenn ich nicht wiederkomme. Und natürlich wird der Platz jeden Tag in der Saison rappelvoll sein. Aber wer gierig ist, darf auch so genannt werden Könnt ihr ja, wenn es hilft….aber es wird sich nichts ändern. Schaut mal auf die Gehaltssteigerungen in diesem Jahr. Da schimpft auch keiner, das er jetzt mehr bekommt…. :D
Selten so bitter gelacht . Nicht einen lumpigen Cent habe ich mehr bekommen dieses Jahr . Mit lieben Grüßen Ben Einzelschicksale gibt es immer wieder. Aber deswegen werden die in Büsum nicht die Taxe reduzieren….
Zum Vergleich: Die Kurabgabe auf Fehmarn beträgt in der Zeit vom 15. Mai bis 14. September 2,30 € pro Tag, ansonsten 1,50 €. Sie ist verpflichtend für alle Erwachsenen. Wir kamen gegen 11:00 Uhr in Burg auf Fehmarn an, stellten uns auf den für Wohnmobile ausgewiesenen Parkplatz in der Stadt, um erst einmal durch Burg zu laufen und etwas essen zu gehen. Da kam die nette Dame von der Stadt und fragte, ob wir schon die "Ostseecard" gekauft, sprich die Kurtaxe entrichtet hätten. "Nein, denn wir fahren am Nachmittag auf den reservierten Campingplatz und zahlen dort alles zusammen." Zur Antwort bekamen wir dann: " Super, dann wüschen ich einen schönen Aufenthalt." Sehr nett und freundlich. Ätt Hans-Theo: Wir sind jedes Jahr im Juni für zwei Wochen auf Fehmarn und fahren dort ausgiebig mit dem Rad. Unser kleiner Hund fährt im Körbchen auf dem Gepäckträger mit und würde sich schnell über Schlaglochpisten beschweren. Aber wir haben noch keine Wege, die so "holprig bis unbefahrbar" waren, kennen gelernt. Vielleicht mit einer Ausnahme, von Fehmarnsund, also von der Brücke aus über Strukkamphuk und Lemkenhafen bis nach Orth. Dieser Weg war übel. Dieses Jahr ist dieser Fahrradweg auf dem Deich aber sehr schön neu angelegt und verbreitert worden! Auch weitere Fahrradwege haben eine Überarbeitung oder einen Ausbau erfahren, die man nur loben kann. Ich kann nur sagen, dass wir sehr deutlich sehen konnten, für was unsere Kurtaxe eingesetzt wurde. Da diese noch moderat ausfällt, bin ich gerne bereit diesen Obolus zu entrichten. Wenn mir diese Taxe aber ungerechtfertigt oder überzogen vorkommt (Büsum) würde ich diesen Ort tatsächlich auch meiden. Nicht weil ich mir das nicht leisten könnte, sondern weil ich diese Preistreiberei nicht mitmachen möchte. Es sollte schon verhältnismäßig sein. Doch diese Verhältnismäßigkeit muss jeder für sich selbst feststellen. LG Carsten
Wenn die Stadt ihren Ort nicht attraktiv hält kommen eben bald keine Gäste mehr. Die Kosten zahlt soll die Stadt zahlen und dann die Steuern (z.B. die Gewerbesteuer) erhöhen oder eben den Gürtel enger schnallen. Es ist doch ein Witz, das ich als deutscher Staatsbürger etwas dafür bezahlen muß, wenn ich mich in meinem Heimatland aufhalte.
Attraktivität hat aber auch mit den Preisen zu tun. Warum sollen z.B. die Unternehmer über ( Gewerbe- ) Steuern die Infrastruktur bezahlen die dann die Gäste aus der Nachbarstadt, deren Infrastruktur nicht so „schön“ ist, dafür die Preise aber günstig(er), sie mit benutzen? Was hat den die Stadt, die investiert hat, davon wenn der Tagesgast kein Geld liegen lässt weil es ihm zu teuer ist und die Buchungsgäste wegbleiben weil die Preise zu hoch sind? Ist es nicht fairer dass diejenigen die Investitionen in den Tourismus zahlen die sie auch nutzen? Wer nicht in den Ort will der muss ja keine Kurtaxe zahlen. Und klar, Kurtaxe erhöht den Preis für den Urlaub. Man könnte, da die Kurtaxe ja von den Vermietern „eingetrieben“ werden muss, verbieten dass diese extra ausgewiesen wird. Würde am Übernachtungspreis nix ändern, wäre aber weniger „durchsichtig“. Grüße Dirk
Na dann schau mal wie es in vielen Deiner Nicht-Heimatländer geregelt wird. --> Link . Der Artikel ist zwar schon fast 6 Jahre alt…. Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hat jeder ein Recht auf kostenlosen Zugang zum Strand. Trotzdem wollen die meisten Badeorte weiter abkassieren. Und einige denken bereits an eine weitere Gebühr. --> Link Und ich dachte hier im tröt geht es nur um Kurtaxe fürs Übernachten, ich Dummerchen. :)
,.... und die Transportkosten für Krabben aus dem Ausland --> Link
Das Konstrukt ist ganz einfach. Eine Gemeinde mit einer überschaubaren Anzahl von Menschen stemmt die Kosten für eine Infrastruktur für eine erheblich größere Anzahl von Menschen. Der Umsatz, den die Besucher in den Ort bringen und die daraus resultierende gewerbesteuer reicht nicht zur Refinanzierung. Insbesondere Strandbesucher tendieren dazu alles mitzubringen was sie am Strand brauchen. Somit wird die Infrastruktur genutzt aber nicht mitfinanziert. Eine Kurtaxe gibt der Gemeinde ein Mindesteinkommen je Besucher. Sicherlich gäbe es auch andere Finanzierungsmöglichkeiten - beispielsweise die Finanzierung der Infrastruktur NICHT aus dem Gemeindesäckel leisten zu müssen, aber da ist unser föderales System nicht zuverlässig dauerhaft in der Lage. So kann man als Steuerzahler wie Herr Kalle meinen, dass eine Kurtaxe ein Witz ist - der Witz daran ist, dass von den Steuern, die er bezahlt in der für die lokale Infrastruktur finanzierungsverantwortlichen Gemeinde einfach nichts ankommt.
Und das ist gut so. Das wäre ja noch schlimmer, wenn Büsum jeden Reisefahrzeugbesitzer zu sich zwingen würde, z.B. für 3 Übernachtungen pro Jahr. |
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