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Grundofen


speeedi am 29 Sep 2023 16:15:53

Moderation:Dein Thema wurde in eine andere Kategorie verschoben, da es nicht korrekt platziert war.
Bitte schau Dir in der Übersicht die Kategoriebeschreibungen an, Sie helfen Dir, ein
Thema passend einzuordnen.






Hallo,
eins gleich vorweg nein ich habe noch nicht mit dem Schornsteinfeger gesprochen werde das aber noch machen ;-)
Vielleicht ist hier ja zufällig ein Schornsteinfeger anwesend ;-)
Wir besitzen einen Vollspecksteinofen von NunnaUuni (siehe Bilder) ein toller Ofen mit super wärmespeichernden Eigenschaften usw.
Diesen Ofen darf ich ja ab 01.01.2025 nicht mehr betreiben weil er angeblich kein Grundofen ist (sagt der Hersteller weil es ja ein Specksteinofen ist).
Ich sehe das nun mal als Laie so: Ein Specksteinofen heißt ja nun mal Specksteinofen weil er aus Speckstein besteht sowie ein Kachelofen (Grundofen) nun mal Kachelofen heißt weil er mit Kachel gebaut wird.Soweit meine Laienhafte Sichtweise.

Grundöfen und noch einige andere Öfen sind ja von dem Verbot ausgeschlossen .
Nun steht ja in Bundesmisterium --> Link --> Link Grundofen sind: Einzelraumfeuerungsanlage als Wärmespeicherofen aus mineralischen Speichermaterialien, die an Ort und Stelle handwerklich gesetzt werden.
Unser Ofen ist in meinen Augen ein Wärmespeichender Ofen der aus mineralischen Speichermaterial besteht 1,6 Tonnen wiegt und von einen Ofenbauer gesetzt worden ist.
Also eigentlich ein Grundofen oder sehe ich das falsch?
Wie erwähnt habe ich noch nicht mit dem Schornsteinfeger gesprochen aber vielleicht hat ja einer von Euch da Ahnung von .
Achja Filter fällt raus nicht zulässig bei dem Ofen .
Vielen Dank
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PittiC am 29 Sep 2023 16:41:57

Egal was es ist, dein Schornsteinfeger ist derjenige der es genehmigen muss und dementsprechend auch dein Ansprechpartner.

Williebald am 29 Sep 2023 17:19:07

Hallo,
wir haben auch einen ähnlichen Ofen und dürfen ihn weiter nutzen.
Der Schornsteinfeger sagt das wäre ein Speicherofen (stimmt ja auch) und der ist vom Verbot ausgeschlossen.
Ich würde deinem Schornsteinfeger Lebewohl sagen und mir einen anderen suchen.
Das ist ja mittlerweile recht einfach möglich...
Beste Grüße
Willie

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Pechvogel am 29 Sep 2023 18:02:59

Williebald hat geschrieben:…Ich würde deinem Schornsteinfeger Lebewohl sagen und mir einen anderen suchen...

speeedi hat geschrieben:…nein ich habe noch nicht mit dem Schornsteinfeger gesprochen werde das aber noch machen…




Grüße
Dirk

Burkhard185 am 29 Sep 2023 18:38:14

Dafür kannst du keinen anderen BSFM beauftragen. Allein der BSFM DEINES Kehrbezirks ist für die Feuerstättenschau zuständig.

Dethleffs 6731 am 29 Sep 2023 18:40:49

Hallo PittiC,

vielleicht bringt der Link etwas Klarheit? --> Link
Wir haben an unserem Kachelofen (BJ 1990) 2020 den Heizeinsatz erneuern lassen. Der Kachelofen wurde daraufhin anstandslos vom Kaminkehrer abgenommen (reine Formsache) und darf auch weiterhin betrieben werden.
Googel einfach mal "Kachelofeneinsatz/ Ofeneinsatz"
Grüße
Bernd

pluplus am 29 Sep 2023 19:30:36

Also das ist ein echtes Problem bei manchen BSM.
Ich bin selbständiger Ofenbaumeister und kann nur raten mit der Innung der Schornsteinfeger zu sprechen, damit der Ofen auch als Grundofen abgenommen werden kann.
Das Problem bei den Specksteinöfen ist, das sie eine Bauartzulassung haben und so als, in den ersten Jahren, als Kaminöfen zugelassen worden.
So haben wir es jahrelang gehabt, da Systemöfen. Nach den Fachregeln des Ofenbauerhandwerk, TROL, sind es jedoch von der Bauweise Grundöfen.
Unsere Kunden haben wir alle durch die BimSchV durchgeboxt.
Hast du eine Typenschild für den Ofen oder sowas in den Unterlagen damals bekommen? Da steht die damalige DIN Zulassung drin.
Schwieriges Thema.
In der HKI Liste sind die Grundöfen aus diesem Grund auch nicht gelistet.

Wenn du Fragen hast gern PN

VG Holger

speeedi am 29 Sep 2023 20:39:56

ät Bernd
mit den Kamineinsatz wird das schwierig glaube ich . Das Teil ist ja zu 99 % aus Speckstein usw .
Ät Holger ich schaue gleich nach Feierabend mal zu Hause nach was ich alles an Unterlagen habe . Ich habe Heute auch noch was per Mail von Hersteller bekommen .
melde mich dann .
Danke Allen bisher .

speeedi am 29 Sep 2023 21:56:54

Auf die Schnelle habe ich hier schon mal ein Zertifikat zur 1.BLMSCHV in den Unterlagen gefunden .
Dort wird unter Art der Feuerstelle : Speicher Einzelfeuerstätte angegeben 2,3 KW .
Unter Kurzbeschreibung steht : Speichereinzelfeuerstätte aus Mammutti Speckstein mit Sturz und Steinzügen.
Dann noch die ganzen Werte wie : CO-Gehalt <2000mg/m³ Nox-Gehalt <200mg/m³ Staubgehalt < 75 mg/m³ Wirkungsgrad <78%.
Typenschild am Ofen gibt es nicht.

hampshire am 30 Sep 2023 08:49:46

pluplus hat geschrieben:So haben wir es jahrelang gehabt, da Systemöfen. Nach den Fachregeln des Ofenbauerhandwerk, TROL, sind es jedoch von der Bauweise Grundöfen.

Klasse, dass ein Profi hilft!
Speeedis Ofen sieht so aus als habe er eine Acheschublade, was auf ein Rost schließen lässt. Wäre das dann auch als Grundofen eintragbar?
an Speeedi: Viel Erfolg! Grundofenwärme ist wunderbar. Uns würde eine Betriebsverbot unseres Grundofen ziemlich hart treffen, da es das einzige Heizungssystem im Wohnbereich ist.

speeedi am 30 Sep 2023 10:31:53

Ät Max vielen Dank
Ich habe noch eine Bescheinigung von Schornsteinfeger gefunden dort wird auch unter Feuerstättenbauart Specksteingrundofen angegeben .Unter Beschickungsart handbeschickt . Unter Art der Anlage Einzelofen.
Naja Montag rufe ich den Schornsteinfeger mal an.
Fortsetzung folgt.

dieterk am 30 Sep 2023 14:16:05

Hallo,

ich habe nicht alle Beiträge gelesen aber hatte das gleiche Problem.

Ich besitze einen Kachelkamin (Warmluftkachelofen mit Brenneinsatz und Sichtscheiben). Ein Austausch stand wegen des Termins 31.12.24 im Raum (Einbau war 1998).

Mein Schornsteinfeger meinte auf eine Anfrage meinerseitzs bzgl. eines Austausches, ich bräuchte dies nicht zu tun.

Ich würde den Ofen ja nicht "dauerhaft" betreiben, sondern nur "zeitweise" und "gelegentlich". Daher dürfte ich diesen weiter betreiben.
Ausserdem wäre es eine Schande, ein solches Schmuckstück rauszuschmeissen und gegen eine Kaminofen zu ersetzen (hat 1998 schon ca. das zehnfache gekostet was heute ein Kaminofen kostet).

Habe ich freudig akzeptiert und so gelassen.

Gruß
Dieter

heiner57 am 07 Okt 2023 09:02:04

Hallo Besitzer von "alten" Kaminöfen:

Es gibt Nachrüstfilter zum Einbau in die Abgasführung.
Mit Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik soll dann ein Betrieb der Öfen über 2024 hinaus möglich sein.
> Sprecht hierzu euren Bezirksschornsteinfeger an

Gibt es bei Hagebau & Bauhaus für 699,- Euro.
Globus Baumarkt 649,- Euro

Ab HEUTE Angebot im Hellwegbaumarkt 599,- Euro

Heinrich

speeedi am 07 Okt 2023 09:07:44

Moin,
Ja das stimmt aber laut Hersteller für unseren Ofen nicht zulässig .
Schornsteinfeger habe ich angeschrieben Telefonisch war er nicht zu erreichen bisher .
Ich warte auf Antwort
melde mich dann
mfg Dieter

dieterk am 07 Okt 2023 11:15:14

heiner57 hat geschrieben:Es gibt Nachrüstfilter zum Einbau in die Abgasführung.

Heinrich


Hatte ich ursprünglich auch vor, Schornsteinfeger hat abgewunken, funzt nicht richtig.
Außerdem hätte ich meinen halben Kachelkamin abbauen müssen um dort dran zu kommen.

Gruß
Dieter

dieterk am 07 Okt 2023 11:17:02

speeedi hat geschrieben:Moin,
Ja das stimmt aber laut Hersteller für unseren Ofen nicht zulässig .
Schornsteinfeger habe ich angeschrieben Telefonisch war er nicht zu erreichen bisher .
Ich warte auf Antwort
melde mich dann
mfg Dieter


Sprich nochmals mit dem Schornsteinfeger. Wie oben beschrieben, ich wollte meinen kompletten Ofen rausreißen während einer Renovierungsphase. War dann doch nicht nötig. Siehe oben.

Gruß
Dieter

HollandSued am 10 Okt 2023 22:20:03

speeedi hat geschrieben:
…..
Also eigentlich ein Grundofen oder sehe ich das falsch?
….



Ja, es ist ein sog. Kaminofen, kein Grundofen.

HollandSued am 10 Okt 2023 22:31:25

speeedi hat geschrieben:
…..
Also eigentlich ein Grundofen oder sehe ich das falsch?
….



Ja, es ist ein sog. Kaminofen, kein Grundofen.
Hat mit Kacheln, Gewicht oä nichts zu tun, es gilt das Prinzip / Funktionsweise.

Unter anderem (…) ein Indikator ist der Aschekasten im abgebildeten Kaminofen; ein Grundofen in klassischer Bauweise/-form hat diesen nicht. Das würde ganz klar dem Wirkprinzip des Grundofens widersprechen.
Ausreichend Material dazu im Netz einzusehen.

Bitte nicht als „Besserwisser“ verstehen, aber am Ende wird es darauf (egal wie viele Leute man befragt) hinauslaufen. Vllt kann man sich ein entsprechendes „Gutachten“ verschaffen um evtl den Kaminofen weiter betreiben zu können, aber es ändert de facto nichts am Status quo, dass eben eben ein solcher ist.


Nichtsdestotrotz lasse ich mich sehr gerne eines Besseren belehren und meinen klitzekleinen Horizont wieder ein Stückchen erweitern dürfen, sofern erforderlich :)

speeedi am 11 Okt 2023 14:15:06

Gutachten gibt es nicht von Hersteller danach habe ich schon gefragt .
Mit allen anderen hast Du recht . Hinzu kommt wohl noch= Hier mal die Aussage von den Hersteller :

Dieses Modell wurde nach der damals geltenden Norm DIN18891 geprüft. Zu diesem Zeitpunkt war es nicht möglich die Staubwerte, welche ab März 2010 gefordert wurden, zu prüfen und es war in dieser Norm auch nie vorgesehen.

Auch im Fraunhofer Institut in Stuttgart, unserem Prüfinstitut zu dieser Zeit, waren diese Staubmessungen offiziell erst ab 2006 möglich. Ihr Ofen fällt somit offiziell unter den §26 der 1.BImSchV und darf leider nach dem 31.12.2024 nicht mehr weiter betrieben werden.

"Das Problem liegt aber darin das die mineralischen Speichermaterialien in den Bauregellisten nach den Normen definiert sind.
Speckstein ist ein mineralisches Speichermaterial jedoch handelt es sich nicht um ein genormtes Bauprodukt, da es ein Naturstein ist. Das DIBt in Berlin nimmt nur genormte Materialienin diese Liste auf und in der Bauregelliste 1 Teil 2 sind die Materialien, welche für den handwerklichen Ofenbau eingesetzt werden durften (gilt aktuell nicht mehr) genau aufgeführt.
Aus diesem Grund waren wir auch gezwungen unsere Öfen nach DIN 18891 zu prüfen, obwohl dies eigentlich falsch war."


Ich melde mich wenn den Schornsteinfeger erreicht habe . Habe jetzt erst eine OP hinter mir :-( . Also noch ein wenig Geduld:-)
mfg Dieter

heiner57 am 11 Okt 2023 19:46:29

Hallo du "Jungspund",

eine Gute Heilung deiner OP wünsche ich dir!

VG
Heinrich

speeedi am 12 Okt 2023 09:57:49

heiner57 hat geschrieben:Hallo du "Jungspund",

eine Gute Heilung deiner OP wünsche ich dir!

VG
Heinrich

Danke :)

Tinduck am 12 Okt 2023 11:25:12

Wir haben auch die Info von unserem Kaminkehrer, dass unser Kaminofen weiter betrieben werden darf, weil er nicht als primäre Heizung im Einsatz ist.

Mit dem Kriterium kann man eigentlich jeden Ofen weiterbetreiben, solange eine andere primäre Heizung für den Wohnraum vorhanden ist. Aber der BSM muss es mitmachen, was bei uns der Fall ist. Er würde allerdings meckern, wenn er bei der jährlichen Feuerstättenschau merkt, dass der Kamin durchgängig genutzt wird.

bis denn,

Uwe

speeedi am 08 Dez 2023 21:31:15

Moin,
ich habe erst mal entschieden das ich gar nichts mache und solange der Schornsteinfeger nicht meckert bleibt einfach alle so wie es ist .
Sollte sich was ergeben melde ich mich wieder .

dieterk am 09 Dez 2023 11:11:23

speeedi hat geschrieben:Moin,
ich habe erst mal entschieden das ich gar nichts mache und solange der Schornsteinfeger nicht meckert bleibt einfach alle so wie es ist .
Sollte sich was ergeben melde ich mich wieder .


Gut so.
Wie schon oben beschrieben, ich hatte den Termin Ende 2024 auch immer im Hinterkopf. Aufgrund der Komplettrenovierung hatte ich dann konkret den Schornsteinfegermeister angesprochen, der sogar extra rausgekommen ist.
Da war es auf einmal nicht mehr so schlimm und da ich den Kachelkamin nicht ständig an habe und nur ab und zu betreibe, gibt es dafür dann eine Ausnahme :roll:

Gruß
Dieter

DieselMitch am 09 Dez 2023 13:37:22

Laut Wikipedia ist ein Specksteinofen aber doch ein Grundofen ... --> Link

Daher versteh ich jetzt vom Grundsatz her die Problematik erstmal nicht.

JM2C :?

hampshire am 10 Dez 2023 11:49:12

DieselMitch hat geschrieben:Laut Wikipedia ist ein Specksteinofen aber doch ein Grundofen ... --> Link

Daher versteh ich jetzt vom Grundsatz her die Problematik erstmal nicht.

JM2C :?

Das ist leicht aufzuklären, denn im Artikel wird auch das Konstruktionsprinzip zugrunde gelegt. Nicht jeder Ofen, in dem das Material Speckstein verbaut ist, hat dieses Verbrennungsorinzip. Daher gibt es Öfen mit einer Specksteinspeichermasse oder Verblendung, die nicht technisch als Specksteinofen bezeichnet werden können, da die Brennkammer nicht dem Prinzip folgt. Viele diese Öfen sind Kaminöfen mit Speckstein. Zu erkennen ist das, wenn ein Ofen ein Rost am Boden hat. Auch eine Ascheschublsde ist ein sicherer Hinweis.
Der Speckstein dient in diesem Fall als Speichermasse und zur Optik.
Banal erklärt: wenn Du eine Kachel an Deinen Backofen klebst hast Du noch keinen Kachelofen. Auch bei einer Vollverkleidung mit Kacheln wird aus dem Backofen kein Kachelofen, auch wenn man ihn dann gerne so nennen mag.

dieterk am 10 Dez 2023 12:23:11

Grundofen ist ein Bauprinzip und hat nix mit dem Material zu tun.
Gruß
Dieter

dieterk am 11 Dez 2023 11:10:44

Was ich damit ausdrücken wollten ist, das das Grundprinzip eines Grundofens lediglich besagt, dass der Ofen über viel Speichermasse verfügt und die Abgasführung so gelegt ist, dass Schlangenförmig das Abgas durch den Ofen strömt und die Speichermasse aufheizt.
Somit wird für eine lang anhaltende Strahlungswärme gesorgt, dafür braucht der Ofen aber auch relativ lange, bevor man merkt, da wärmt was.
Ein Grundofen kann auch aus Klinker oder Schamottsteinen komplett gemauert sein und anschließend verkachelt oder verputzt werden. Dies sieht man öfters am Alpenland in Privathäusern bzw. in Gaststätten.

Speckstein hat halt nur eine außergewöhnliche Haptik und ein sehr schönes Aussehen. Auch ist das Gewicht recht hoch, daher spricht man hier von einem Speicherstein. Erreicht man aber auch mit z.B. Schamott oder Klinker.
Aber prinzipiell kann man nur raus holen, was man auch rein steckt, also man muss sich von den Werbeslogans verabschieden, dass man einen Ofen aus dem und dem Material nur 2 Stunden brennen muss und dieser dann einen ganzen Tag nachheizt (hat mir mal jemand von seinem Superofen erzählt).
Entweder heize ich in den zwei Stunden dann unsagbar viel oder die 24 Stunden stimmen nicht.
So sehe ich das.
Hier noch ein Foto eines Grundofenprinzips.
Grundofen.jpg
[quote="dieterk"]
Gruß
Dieter

hampshire am 11 Dez 2023 11:57:20

dieterk hat geschrieben:Hier noch ein Foto eines Grundofenprinzips.


Hallo Dieter,
Die Rauchzüge zur Abgabe der Wärmeenergie an die Speichermasse sind gut dargestellt und darauf kam es vermutlich bei der Darstellung auch an. Die Darstellung der Zuluft von unten ist falsch, dazu fehlen die Absperrung der Luftzufuhr für die Glutphase und der Bypass des Kaminzuges für den "Kaltstart". Bei einem Grundofen kommt die Luft nie von unten (steht auch im Wiki Artikel zu Specksteinofen). Der Grundofen braucht das Durchglühen des Holzes im Aschebett um die Speichermasse effizient zu erwärmen. Beim Grundofen wird eine größere Menge Holz als bei einem Warmluftofen (Kaminofen) auf einmal verbrannt. Der Abbrand dauert je nach Größe 2-2,5h. Danach wird die Luftzufuhr geschlossen und die der langsame Durchglühprozess dauert Stunden - auch 24h nach dem Anzünden ist es nicht ungewöhnlich noch glühendes Material im Aschebett zu finden - solange nicht zwischenzeitlich die Ofentür geöffnet wurde. Dieser Abbrandprozess ist mit einer durchziehenden Luftzufuhr von unten physikalisch nicht möglich.
Mit Luft von unten wären Abbrand und Durchglühen viel zu schnell und zu viel Energie ginge an der Speichermasse vorbei ins Freie. Man kann die Effizienz durch die Energiespeicherung übrigens an der Messung der Rauchgastemperatur ableiten, die die verschiedenen Ofentypen ins Freie abgeben. Bei einem gut funktionierendem Grundofen kommt man in der stärksten Abbrandphase kurzzeitig mal über 150°C, bei einem Warmluftofen (Kaminofen) leicht auf 500°C.
Moderne Grundöfen haben eine Abbrandsteuerung (Regelung der Sauerstoffzufuhr anhand Temperatursensoren am Beginn der Rauchzüge) und sind übrigens hocheffizient im Umgang mit der Energie.

Wir haben beide Ofentypen: Je einen Kaminofen in den Wohnungen der Kinder zur Ergänzung oder als zeitweilige "roamtische" Alternative zur installierten elektrischen Heizung und einen Grundofen als (einzige) Hauptheizung in unserem Gebäudeteil.

dieterk am 11 Dez 2023 13:27:31

hampshire hat geschrieben:
Hallo Dieter,
Die Rauchzüge zur Abgabe der Wärmeenergie an die Speichermasse sind gut dargestellt und darauf kam es vermutlich bei der Darstellung auch an. Die Darstellung der Zuluft von unten ist falsch, dazu fehlen die Absperrung der Luftzufuhr für die Glutphase und der Bypass des Kaminzuges für den "Kaltstart".


Hallo,

mir ging es prinzipiell nur um die Funktionsweise eines Grundofens. Dieses Bild habe ich aus dem Netz geladen.
Hier kann man halt grds. sehen, was ein Grundofen ist und woher seine Speicherfähigkeit kommt, nämlich von der großen Masse und dem langen Abgasweg im Ofen und kann daher auch schön erkennen, wieso ein Ofen, der "nur" mit Specksteinen verkleidet ist, kein Grundofen ist.

Gruß
Dieter

mauimeyer am 11 Dez 2023 14:44:05

Bei uns war es so, dass unser alter Kaminofen, laut Schornsteinfeger, nicht hätte weiter betrieben werden dürfte. Am Tag nachdem wir den Vertrag für den Grundofen unterschrieben haben, rief er an, geht doch, der steht in der Liste mit Bestandsschutz. Da war es dann zu spät, was aber für uns auch nicht schlimm war, denn wir haben uns einen ganz großen Traum erfüllt.

Wir haben seit 2 Jahren einen Grundofen in unserem Wohnzimmer, welcher sich bin in den Flur erstreckt und auch von beiden Seiten befüllt werden kann. Die Luftzufuhr findet komplett über die Türen statt. Sobald keine blaue Flamme mehr zu sehen ist, werden die Türen geschlossen und dann haben wir so ca. 12 Stunden eine gute Strahlungswärme. Durch unsere großen Fenster, wärmt der Ofen auch schon in der Brandphase, obwohl die Schamottsteine die Warme noch gar nicht aufgenommen haben. Es dauert so ca. 3 Stunden, bevor die Flächen des Ofens deutlich warm werden.
Das unglaublich viel Wärme im Schamott gespeichert wird, kann man, wie Max ja schon geschrieben hat, an der Abgastemperatur vor dem Schornstein messen. Meine Beschreibung sagt, es dürften max. 225 Grad in den Schornstein gehen. Gemessen waren es meist Werte darunter und nur einmal 228 Grad.

Was so richtig Spaß macht an dem Ofen ist, dass man nur 1-2 mal im Jahr den Brennraum von Asche befreien muss und vor allem, dass durch das nur einmalige Befüllen, kein Staub aus de Brennraum nach aussen dringt. Bei Kaminöfen, wird ja immer wieder Holz nachgelegt und bei jedem Öffnen, gelangte auch Asche in den Raum.
Festzustellen ist, dass der Ofen ohne das Aschebett nicht so gut funktioniert wie mit.
Mir wurde erklärt, dass der Grundofen so heißt, weil der Abbrand direkt auf dem Grund des Ofens erfolgt.

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