mtrc am 19 Dez 2023 04:21:11 Hallo,
wir haben derzeit 140W mit alten unterschiedlichen polykristallinen Panels auf dem Dach. Ich weiß noch nicht, ob parallel oder in Reihe. Den alten Regler habe ich durch einen Victron MPPT 75/15 ersetzt, der hat noch etwas Reserve. Mit neuen Panels im gleichen Format sollte später mal etwas mehr Leistung auf dem Dach möglich sein.
Nun soll eine Erweiterung durch ein Faltpanel her, da man dieses bei niedrigem Sonnenstand besser nachführen kann und es außerdem den Sonnenschutz auf der Windschutzscheibe ersetzen könnte. Die Größe der Windschutzscheibe sollten evtl. 150W ermöglichen.
Die meisten Faltpanels werden an Powerstations angeschlossen. Wo ist dann der Regler? Würde sich ein getrennter Regler anbieten oder könnte ich das Faltpanel parallel an den Victron klemmen? Z.b. sollten 140W Dach + 100W Faltpanel zu den 220W/12V des 75/15 passen. Evtl. auch 150W Faltpanel, da ich an den alten Dachpanels noch nie über 100W max. erreicht habe.
Was zählt ist mitunter das Gewicht. Daher möchte ich ungern 2 Regler mitführen, wenn einer ausreicht. Außerdem würde ich gerne den Regler eher etwas unterdimensionieren und die wenigen seltenen Leistungsverluste bei Peak in Kauf nehmen. Größere Regler sind auch schwerer.
Am Eingangsbereich habe ich eine 12V Kfz-Stexkdose verbaut, die direkt über Sicherung auf die Batterie führt. Entweder könnte man dort von einem getrennten Regler für das Faltpanel einspeisen, oder ich würde dort eine Buchse für die Panelspannung vorsehen und parallel auf den Victron fúhren. Welcher Buchsentyp würde sich in dem Fall empfehlen?
Gast am 19 Dez 2023 08:33:11 Mehrere PV-Module können nur parallel an einem gemeinsamen Regler angeschlossen werden, wenn die Module eine fast gleiche Spannung haben. Wenn die Spannungen nicht bekannt sind, dann würde ich einen 2. Regler kaufen. Am Gewicht kann es ja ehrlich nicht scheitern, ein Büttner oder Votronic-Regler wiegt 235gr als 250W-Version. Ich habe im jetzigen Womo und auch im vorigen Womo für den Anschluß meines Faltpanels 4mm-Buchsen eingebaut. Im alten Womo waren die in der Fahrersitzkonsole, dort war auch der EBL verbaut. Dort war dann auch gleich der zusätzliche Regler montiert. Im neuen Womo sind die Buchsen in der Heckgarage verbaut, weil dort die ganze Elektrik samt EBL sitzt. Gruß Axel
pluplus am 19 Dez 2023 15:54:35 Ich habe es im Sommer auch an einem Regler versucht. Leider die Spannung des Faltmodul nicht beachtet und es hat nicht funktioniert. Einen 2. Solarregler eingebaut und fertig. War für mich die einfachste Lösung.
Holger
mtrc am 19 Dez 2023 16:41:33 Dass die maximale spannung des Reglers nicht überschritten werden darf ist klar. Muss dann eine mindest Spannung eingehalten werden? Der Victron geht bis 75 Volt . Die Faltpanel haben meist eine Leerlauf Spannung von 23-25 Volt. Gerade die Parallelschaltung sollte es doch ermöglichen, unterschiedliche Spannungen an den Panels verarbeiten zu können. Das wäre z.b der Fall, wenn ein Panel ausfällt oder ein Panel verschattet ist. Dann kann die Parallelschaltung immer noch mit den restlichen Panels arbeiten. Oder nicht?
Locke21 am 19 Dez 2023 17:43:05 Natürlich brauchst Du eine Mindestspannung, und ein zu dünnes und langes Zuleitungskabel zum Faltpanel könnte dabei kontraproduktiv sein.
Wenn Du meinst, eine Zuschaltung könnte ausreichen, dann probier es halt aus und berichte. 2. Wechselrichter nachkaufen bleibt Dir ja immer noch, solange Dein Test keinen Elektroschrott produziert hat. Die max-Eingangsspannung zu überschreiten wäre dafür der Klassiker.
Pechvogel am 19 Dez 2023 19:49:24 mtrc hat geschrieben:Gerade die Parallelschaltung sollte es doch ermöglichen, unterschiedliche Spannungen an den Panels verarbeiten zu können. Das wäre z.b der Fall, wenn ein Panel ausfällt oder ein Panel verschattet ist. Dann kann die Parallelschaltung immer noch mit den restlichen Panels arbeiten. Oder nicht?
D.h. Du kommst mit zwei Kabeln, einmal von den alten Panelen und einmal von den neuen Faltpanelen, an dem Regler an und klemmst beide zusammen in den Anschlüssen an!?! Wenn jetzt die alten Panele gerade 18V liefern und die neuen liegen bei 25V was bekommt denn dann der Solarregler? 18V? 25V? 18V+25V=43V oder 25V-18V? Das arithmetische Mittel (21,5V)? Letztlich wird das nix! Die Panele mit der niedrigeren Spannung „ziehen“ die anderen runter! Bzw. ein Solarregler versucht das Beste aus der zur Verfügung stehenden Spannung und dem Strom rauszuholen und die Batterie zu laden. Zwei Solarregler holen das Beste aus beiden Solarsystemen. Aber beide Solarsysteme auf einen Solarregler ist Murcks. Die bremsen sich gegenseitig aus und das Ergebnis hinter dem Solarregler ist unbefriedigend. Grüße Dirk
mtrc am 20 Dez 2023 11:40:42 Pechvogel hat geschrieben:D.h. Du kommst mit zwei Kabeln, einmal von den alten Panelen und einmal von den neuen Faltpanelen, an dem Regler an und klemmst beide zusammen in den Anschlüssen an!?!
Wenn jetzt die alten Panele gerade 18V liefern und die neuen liegen bei 25V was bekommt denn dann der Solarregler? 18V? 25V? 18V+25V=43V oder 25V-18V? Das arithmetische Mittel (21,5V)?
Ähm, ja? Du hast gerade erklärt, wie man eine Parallelschaltung realisiert, und wie es aussieht, wenn ein Panel Spannung liefert, und das andere weniger oder keine. Was soll daran falsch sein? Sollen die vielen existierenden Parallelschaltungen nicht funktionieren? Wie hast du deine Panels verschaltet, oder hast du nur genau ein Panel an einem Regler? Ist nur die Reihenschaltung die einzig richtige? Gerade bei der Reihenschaltung kannst du nämlich sehr schnell die maximale Spannung des Reglers überschreiten. Bei der Parallelschaltung wird das schwierig.
mtrc am 20 Dez 2023 11:48:32 Aber du hast Recht, gerade bei der teilweisen Beschattung einiger Panels ist die Reihenschaltung scheinbar besser. Bei Parallelschaltung würde das verschattete Panel mit der niedrigsten Spannung die anderen Panels in der Leistung begrenzen. An einer anderen Stelle finde ich im Internet genau das Gegenteil. Hier wird die Parallelschaltung als bessere Variante bei Teilverschattung genannt: --> LinkDas war bisher auch mein Wissensstand. Daher dachte ich, dass die Parallelschaltung mit dem zusätzlichen faltpanel ideal wäre. In einer Parallelschaltung wird die Mindestleistung für eine Energieabgabe erst später erreicht: --> Link
JamesCook89 am 20 Dez 2023 12:08:43 ich habe 2 Module mit je 120WP auf dem Dach an einem Victron SmartSolar MPPT 75/15. Zusätzlich noch ein Wattstunde Faltmodul 200WP mit dem gleichen Regler und einem Stecker. Mit je einer Kupplung für den Aufbau und für die Starterbatterie so kann ich wählen welche ich laden möchte.
rkopka am 20 Dez 2023 13:30:44 mtrc hat geschrieben:Ähm, ja? Du hast gerade erklärt, wie man eine Parallelschaltung realisiert, und wie es aussieht, wenn ein Panel Spannung liefert, und das andere weniger oder keine. Was soll daran falsch sein? Sollen die vielen existierenden Parallelschaltungen nicht funktionieren?
Natürlich funktionieren sie. Gut aber nur, wenn die Panele die gleichen Nennspannungen haben. Ansonsten liefert das Panel mit der höheren Spannung den Hauptstrom und das andere kommt in einen Arbeitsbereich, in dem es kaum noch oder gar keinen Strom liefert. Das nicht beschienene Panel zieht es nicht runter, sondern liefert einfach nur keinen Strom. Ich hab das sogar praktisch getestet :-(. Neues Panel gekauft und nicht darauf geachtet, daß die Nennspannungen abwichen. Statt 200Wp bekam ich nur 100Wp (oder jeweils weniger). Aber das gleiche, wenn ich die Panele jeweils einzeln angeschlossen habe. Mit einem neuen 2. gleichen war wieder alles paletti. RK
mtrc am 20 Dez 2023 15:39:29 JamesCook89 hat geschrieben:ich habe 2 Module mit je 120WP auf dem Dach an einem Victron SmartSolar MPPT 75/15. Zusätzlich noch ein Wattstunde Faltmodul 200WP mit dem gleichen Regler und einem Stecker. Mit je einer Kupplung für den Aufbau und für die Starterbatterie so kann ich wählen welche ich laden möchte.
Sind bei dir die Leerlaufspannungen der Panels annähernd gleich? Was ich jetzt nicht verstehe, wenn du eine Buchse hast mit der du das Faltpanel zusätzlich parallel an den vorhandenen Laderegler anschließen kannst, wie kannst du dann damit wahlweise auch die Starterbatterie laden? Wenn du nur einen Regler insgesamt hast, dann muss dieser doch eine Option für das zusätzliche Laden der Starterbatterie haben, sonst bräuchtest du doch in jedem Fall einen weiteren Regler, oder?
mtrc am 20 Dez 2023 15:49:22 rkopka hat geschrieben:Natürlich funktionieren sie. Gut aber nur, wenn die Panele die gleichen Nennspannungen haben. Ansonsten liefert das Panel mit der höheren Spannung den Hauptstrom und das andere kommt in einen Arbeitsbereich, in dem es kaum noch oder gar keinen Strom liefert. Das nicht beschienene Panel zieht es nicht runter, sondern liefert einfach nur keinen Strom..
Widersprichst du dir da nicht selbst? Ich bin bisher noch ein Laie auf dem Solargebiet. Wenn man sich das Panel aber als eine spannungsquelle vorstellt, mit einem innenwiderstand, dann liefert natürlich die spannungsquelle mit der höheren Spannung auch den höheren Strom. Was ich nicht genau weiß, ob überhaupt Panels mit unterschiedlicher Spannung parallel geschlossen sich nicht gegenseitig beeinflussen, wahrscheinlich ist dies aber über Dioden abgesichert, so dass nie ein Panel das andere bestromt. Wenn man nun einen Verbraucher in Form des Reglers anschließt dann bricht die Spannung relativ schnell ein, das heißt sobald ein Strom fließt, zieht der Regler die Spannung des Panels herunter. Wenn die Spannung dann unter die leerlaufspannung des anderen Panels rutscht, dann wird dieses ebenfalls Strom liefern. Ich würde behaupten, wenn der Regler groß genug ist und genügend Strom abnehmen kann, wird er beide panels in der Spannung runterziehen und von beiden Panels auch Strom abnehmen. Eventuell ist es jetzt nicht optimal, wenn die Spannung der Panels unterschiedlich ist, ebenfalls suboptimal, wenn eines der Panels verschattet ist. Wie ich das aber verstanden habe, ist bei teilweise verschatteten Panels die Parallelschaltung die einzige, die noch Leistung bringt, bei der Reihenschaltung würde dann wesentlich weniger möglich sein, da der Strom durch alle verschatteten Panels ebenfalls durch muss. Übrigens besteht das Problem mit unterschiedlichen Spannungen auf der batterieseite ebenfalls. Hier laden dann die Lichtmaschine, eventuell der Landstromlader, dazu noch zwei solarregler. Immer wenn hier unterschiedliche Spannungen am Werk sind wird auch der eingespeistete Strom sehr unterschiedlich zwischen den Ladegeräten ausfallen. Unsere alten Panels auf dem Dach sind unterschiedlichen Typs und unterschiedlicher Größe. Dementsprechend müssten diese eigentlich parallel angeschlossen sein. Das werde ich sehen, wenn ich diese herunternehme. Aktuell sieht der Laderegler bei winterlichem schrägen Sonneneinfall nie mehr als 20 Volt. Das wäre bei einer Reihenschaltung sicher mehr.
Gast am 20 Dez 2023 16:18:40 Hallo Namenloser,
Du willst Hilfestellung. Wenn man sie Dir gibt, dann zweifelst Du alles an. Warum fragst Du dann?
Wenn Du unterschiedliche Leerlaufspannungen hast, dann nimm 2 Regler. Was nutzt es Dir, wenn Du Panele zusammen schaltest, die unterschiedliche Spannungen haben und nur das Modul mit der höheren Spannung einen Ertrag liefert? Dann kannst Du das andere Modul doch gleich weg lassen. Also miss die Leerlaufspannungen und wenn die gleich sind, dann kannst Du diese zusammen an den Regler hängen. Wenn der Unterschied >2V beträgt, dann nutze einen 2. Regler. Damit wäre ich dann auch raus.
Gruß Axel
rkopka am 20 Dez 2023 17:06:23 mtrc hat geschrieben:Wenn man sich das Panel aber als eine spannungsquelle vorstellt, mit einem innenwiderstand, dann liefert natürlich die spannungsquelle mit der höheren Spannung auch den höheren Strom.
Da liegt der Fehler. Ein Panel ist eine nicht ideale Stromquelle. D.h. die Spannung ist nicht unendlich sondern nur die Leerlaufspannung. Und daher fließt kurzgeschlossen der höchste Strom. Deshalb steigt die Leerlaufspannung schon bei wenig Licht schnell an, aber es liefert keinen Strom, bzw. die Spannung bricht sehr schnell ein. Der (MPPT) Regler belastet das Panel so, daß der sich ergebende Strom die meiste Leistung liefert. Wenn ein Panel dabei immer noch eine Spannung hat, die der Leerlaufspannung des anderen Panels entspricht, liefert das natürlich keinen Strom. RK
JuergenBerkemeier am 20 Dez 2023 17:12:59 Hallo, mtrc hat geschrieben:Gerade die Parallelschaltung sollte es doch ermöglichen, unterschiedliche Spannungen an den Panels verarbeiten zu können. Das wäre z.b der Fall, wenn ein Panel ausfällt oder ein Panel verschattet ist. Dann kann die Parallelschaltung immer noch mit den restlichen Panels arbeiten. Oder nicht?
wenn zwei Module mit unterschiedlichen Arbeitsspannungen parallel geschaltet werden, liefert das mit der höheren Spannung seine Spannung und seinen Strom. Das mit der niedrigeren Spanung kann gegen die höhere Spannung nicht anarbeiten und liefert (fast) keinen Strom. Wenn zwei Module mit unterschiedlichen Arbeitsströmen in Serie geschaltet werden, liefert das mit dem höheren Strom seinen Strom und seine Spannung. Das mit dem niedrigeren Strom wird auf den Kurzschlusspunkt gezogen und liefert keine Spannung. Ohne Freilaufdiode wird der Strom noch auf den Kurzschlusstrom begrenzt. In beiden Fällen arbeitet (fast) nur das stärkere Modul. Daher nur gleiche Module verschalten. Dann hat der MPPT auch die Chance, bei beiden den Punkt maximaler Leistung zu finden. Viele Grüße Jürgen
mtrc am 21 Dez 2023 08:12:01 Wenn man mit 2 identischen Panels arbeitet und diese unterschiedlich ausrichtet, hätte man dann nicht dasselbe Problem bei der Parallelschaltung? Die unterschiedliche Ausrichtung hat den Vorteil, dass die Peak Leistung reduziert würde und er Ertrag über den Tag besser verteilt würde. Bei Hausanlagen macht man das auch, um den Wechselrichter etwas kleiner dimensionieren zu können.
JuergenBerkemeier am 21 Dez 2023 10:03:58 Hallo, mtrc hat geschrieben:Wenn man mit 2 identischen Panels arbeitet und diese unterschiedlich ausrichtet, hätte man dann nicht dasselbe Problem bei der Parallelschaltung? Die unterschiedliche Ausrichtung hat den Vorteil, dass die Peak Leistung reduziert würde und er Ertrag über den Tag besser verteilt würde.
bei identischen Modulen ist das kein Problem, da sich die Spannung bei unterschiedlicher Einstrahlung nicht so stark ändert. Bei unterschiedlichen Modulen liegt das Modul mit dem niedrigeren Strom- oder Spannungswert immer zu tief. Der U/I-Punkt mit der Maximalen Leistung hängt auch von der Einstrahlung ab, so dass bei Verschaltung mehrerer Module der MPPT weder das Leistungsmaximum des stärkeren, noch das des schwächeren Moduls finden kann. Parallel- oder Serien-Schaltung von identischen Modulen mit gleicher Ausrichtung ist dagegen optimal. Und bei Verschattung eines Teils der Anlage helfen die Freilaufdioden. Bei Hausanlagen macht man das auch, um den Wechselrichter etwas kleiner dimensionieren zu können.
Meine PV-Anlage auf dem Haus hat für jedes Modul einen eigenen MPPT, mein Nachbar hat je einen Regler für die Ost- und die West-Seite. Viele Grüße Jürgen
mtrc am 21 Dez 2023 16:56:49 Wenn du bei unterschiedlicher Ausrichtung 2 Regler verwendest oder bei gleicher Ausrichtung einen einzigen großen Regler, dann würde das Spar-Argument nicht greifen. Ich dachte immer, bei unterschiedlicher Ausrichtung sei für den einen kleinen Regler die Peak-Leistung nicht zu hoch und er wäre morgens wie nachmittags gleichmäßiger ausgelastet. Zusätzlich hätte man einen gleichmäßigeren Ertrag, wenn man wenig Batteriespeicher hätte. Hat jetzt mit dem Ursprungsthema weniger zu tun. JuergenBerkemeier hat geschrieben:bei identischen Modulen ist das kein Problem, da sich die Spannung bei unterschiedlicher Einstrahlung nicht so stark ändert. Bei unterschiedlichen Modulen liegt das Modul mit dem niedrigeren Strom- oder Spannungswert immer zu tief.
Gute Erklärung. Danke. Was passiert in der Reihenschaltung mit einem verschatteten Panel? Ist das wenigstens niederohmig, so dass das andere Panel ungehindert arbeiten kann, auch wenn das verschattete Panel keinen Beitrag zur Spannung liefert?
JuergenBerkemeier am 21 Dez 2023 18:11:50 Hallo, mtrc hat geschrieben:Was passiert in der Reihenschaltung mit einem verschatteten Panel? Ist das wenigstens niederohmig, so dass das andere Panel ungehindert arbeiten kann, auch wenn das verschattete Panel keinen Beitrag zur Spannung liefert?
die (meisten?) PV-Module haben eine Freilaufdiode, d.h. wenn sie keinen bzw. nicht genug Strom liefern können, fließt der Strom durch diese Diode. Einzelne Module bestehen ja auch schon aus mehreren Zellen in Parallel- und Serienschaltung. "Normalerweise" haben diese auch schon Freilaufdioden. Viele Grüße Jürgen
mtrc am 12 Feb 2024 16:03:17 Ich habe nun verstanden, dass man für sehr unterschiedliche Panels am besten eigene MPPT Regler nimmt, damit diese dann auch auf den optimalen Punkt regeln können, der nicht gleich ist bei den Panels und je nach Sonnenstand. Wie ist das sekundärseitig? Mehrere Solarregler parallel auf den Batterien sollte doch ebenfalls kein Problem sein, oder? In einem alten Thread wurde mal gesagt, die unterschiedlichen Ladekennlinien würden sich gegenseitig stören ( --> Link). Aber man hat doch meist mehrere Ladegeräte parallel, angefangen von Lichtmaschine/Ladebooster, Landstrom-Ladegerät (EBL), 1-2 oder mehr Solarladeregler. Muss man da etwas beachten oder kommen die Ladegeräte immer direkt parallel auf die Batterien? Im schlimmsten Fall würde das stärkere Ladegerät die Arbeit übernehmen, zumindest solange die Batterien die Leistung abnehmen können. Wenn die Batterien mehr Leistung abnehmen können, dann wird das stärkste Ladegerät halt auf die Spannung des schwächeren runtergezogen. Da sind wir aber wieder bei der gleichen Problematik wie auf der Primärseite bei den Solarpanels. Im besten Fall haben alle Ladegeräte die identische Ladekurve, die zu dem Akku passt. Aber: Bei manchen Ladegeräten wie Lichtmaschine, EBL kann man eben die Ladekurve nicht beliebig anpassen. Außerdem wäre selbst bei identischer Ladekurve bei unterschiedlichem Sonnenstand immer noch die Ladespannung(?)/-Leistung unterschiedlich.
rkopka am 12 Feb 2024 17:03:32 Im Hauptbereich sind die "Ladekurven" identisch. D.h. bis zur Ladeendspannung wird einfach der Strom begrenzt, danach die Spannung. Wenn der Strom genügend abgesunken ist, kann es variieren. Einige regeln die Spannung runter, andere nicht. Die Zeit bis zum Absenken der Spannung variiert. Aber zu dem Zeitpunkt sind die Batterien voll. Die Spannung wird durch die Batterie bestimmt. Je mehr Ladestrom und Ladezustand, desto höher wird die Spannung. Evt. hört eines der Ladegeräte früher auf zu laden, wenn die Spannung schon erreicht ist.
RK
DonCarlos1962 am 12 Feb 2024 17:24:02 Diese Überlegung mit meinen zusätzlichen zwei Solarkoffern hatte ich auch. --> LinkDie Bedienungsanleitung dieser Koffermodule sagt dazu, dass die Spannungsdifferenz den Faktor 1.1 nicht über-/unterschreiten darf. Der Koffer liefert 19,8V. Entsprechend darf im Rahmen von 18V bis 21,78V angeschlossen werden, sagt das Manual. Das hätte vielleicht sogar gepasst. Aber da frage ich mich natürlich, ob das auch Sinn macht. Das Hauptmodul liegt auf dem Dach, ggf. sogar unter Bäumen oder im Halbschatten. Die Koffer werden von Hand der Sonne nachgeführt. Die bringen außerhalb der Mittagsstunden im Regelfall immer mehr Spannung. Außerdem schalte ich die Teile bei einem MPPT-Regler ja auch in Reihe. Damit haben die beiden Teile ja schon 39,6V. Um es ausprobieren zu können, habe ich aber einen billigen, leichten 20A Solarregler gesucht und damit --> Link gefunden. Der ist dann immer im Koffer dabei. Nach ein paar wenigen Probeläufen kann ich sagen, dass in diesem Fall, selbst mit einem primitiven PWM-Regler, schon einiges geht. Ich denke das eine Parallelschaltung an diesem Regler besser geeignet ist, auch wenn es in Reihe möglich wäre. Leider ist mein 30A MPPT-Regler von EPEVER ganz schön schwer und sperrig. Darum habe ich, auch unter Berücksichtigung der zu erwartenden Einbußen, diesen billigen und leichten LiFePO4 Regler gekauft. (Ich bezahlte nur 3,63€ inkl. Versand!) Der fällt nicht durch, kann immer noch als Reserve dienen und wiegt nur wenige Gramm. Später werde ich wohl doch einen besseren Regler kaufen. LG Carsten
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