Hallo,
hat nichts mit Wohnmobil zu tun sondern eher mit Haustechnik - ich stehe gerade vor einem Rätsel. Ich habe ein zweipolig (mit Flachstecker und zweiadrigem Kabel) angeschlossenes Gerät in einem Plastikgehäuse, das sich unterschiedlich verhält je nach dem wie herum der Stecker in der Steckdose steckt. Das passiert auch wenn ich das Gerät nochmal extra auf eine nichtleitende Fläche stelle. Ich frage mich wie ein solches Gerät zwischen Phase und Neutral quasi unterscheiden kann, ohne geerdet zu sein. Nach meinem Kenntnisstand dürfte das Gerät ohne Referenz zur Erde eigentlich die Phasen nicht unterscheiden können.
Konkret geht es um ein elektronisch gesteuertes Relais. Das Relais hat einen zweipoligen Eingang und ebenso einen zweipoligen Ausgang. Ich habe es untersucht, weil ein mehrere Jahre daran angeschlossenes Gerät kürzlich den Geist aufgegeben hat und ich das Relais im Verdacht hatte. Wenn das Relais auf "Ein" geschaltet ist, liegen zwischen den Ausgangsklemmen in jedem Fall 228V AC an, ganz gleich wie herum es eingestöpselt ist. Ist das Relais jedoch ausgeschaltet, messe ich am Ausgang ca. 16V AC. Vertausche ich den roten und schwarzen Meßstift des Multimeters, so sind es 20V AC. Drehe ich den Stecker in der Steckdose um, so sind es 2,1V AC, egal welchen Stift des Multimeters ich auf welche Klemme stecke. Das Multimeter ist natürlich ebenfalls auf einer nichtleitenden Unterlage und hat ein Plastikgehäuse. Theoretisch könnte natürlich Potential durch die Multimeterstifte in meine Finger geleitet werden - aber Multimetermessstifte sollten eigentlich gegen solche Effekte isoliert genug sein.
Mit den 20V bzw. 2,1V im ausgeschalteten Zustand ist das Relais natürlich als solches nicht für mehr als klassische Glühbirnen zu gebrauchen und ein zweites Gerät desselben Herstellers zeigt dieselben Meßwerte. Aber ich stehe trotzdem vor einem Rätsel wie das überhaupt sein kann. Hat jemand dafür vielleicht eine Erklärung?

