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RoTec 630 Solaranlage


SimelDimpel am 04 Mär 2024 09:10:09

Hallo Zusammen,

wir fahren seit letztem Jahr einen RoTec 630 und überlegen uns eine Solaranlage aufs Dach bauen zu lassen. Als ersten Anhaltspunkt hat unser Händler gemeint für eine Anlage mit 100W müsste man inkl. Einbau ca. 1000 € rechnen. Ist sowas realistisch oder ein überzogener Preis?

Die Frage wäre auch, ob so eine Anlage uns dann auch ausreicht. Wir möchten gerne auch mal ein paar Tage ohne Strom frei stehen und ggfs. wäre dann die Idee den Laptop und andere Kleingeräte zu laden um z.B. arbeiten zu können von unterwegs. Reicht für sowas ne kleine Anlage.

Für eine größere Anlage (für z.B. einen Kaffeevollautomaten) müsste dann wohl ein größerer Wechselrichter, besseres Ladegerät und neue Batterie her. Ich schätze mal dann sind wir locker bei 2.000 € oder mehr. Kommt das hin?

Ich bin eigentlich eher Laie und traue mir selbst den Einbau nicht wirklich zu. Daher müsste das schon vom Händler gemacht werden.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

ChristianF am 04 Mär 2024 11:14:47

Die Komponenten sind bei einer Solaranlage nicht das Teuere, sondern die Arbeitszeit. Ob man dann eins oder zwei Module aufs Dach klebt, ist letztlich fast egal.
1000€ für 100Wp sind offenbar in der Branche ein nicht extrem unüblicher Preis, wobei es auch deutlich günstiger geht. Die Werkstätten machen halt das, was ihre Marke ihnen vorgibt.

Versuch Dich doch mal bei einer kleineren, nicht markengebundenen Werkstatt. Du schreibst leider nicht, wo Du in etwa zu Hause bist, sonst könnte man mal gucken ob da was Nettes in der Nähe ist. Da Du offenbar ohnehin keine Herstellergarantie mehr hast, stehen Dir die freien Werkstätten ja offen. Da kann es durchaus Sinn machen, auch mal zu verschiedenen zu fahren und sich Angebote geben zu lassen.

Übrigens: die wesentlich flexiblere Alternative zu "Solar aufs Dach" wäre eine Solartasche. Da sind inzwischen auch problemlos 200W und z.T. auch mehr möglich, und durch die besseren Ausrichtungsmöglichkeiten hast Du mehr Chancen auf Ertrag. Und die Einbaukosten sind erheblich geringer.

Für einen Kaffeevollautomaten brauchst Du tendenziell einen WR mit mindestens 1500W und reinem Sinus. Das gibts billig von Amazon & Co, wird Dir aber vermutlich kein Händler einbauen. Händler kommen wie gesagt meistens mit dem um die Ecke, was ihre Marke vorschreibt, oder einer der etablierten Marken wie Dometic, Victron oder Votronic. Zusammen mit einer neuen Batterie (wo eigentlich nur Lithium Sinn machen würde), Einbau und auch noch Solar werden die 2000€ da vermutlich nicht ausreichen, ich würde vermuten dass man, je nach Komponenten, eher um die 5000€ und mehr liegt.

Für den Anfang würde ich empfehlen, einmal den eigenen Stromverbrauch zu erfassen, und zwar in einer "Standard" Version ohne WR und Co, und einmal in einer erweiterten Version mit WR, Kaffeemaschine usw. Dazu gibt es ein sehr gutes (aber eher technisches) Video von TigerExped hier --> Link und eins von Bergbrise Camping hier --> Link (etwas einfacher). Wenn der eigene Energiebedarf klar ist, kann man wesentlich besser planen woher die benötigte Energie kommen soll (Landstrom? Ladebooster? Solar? Was ganz anderes wie zB Generator?), vor allem kann man dann aber auch einschätzen wie groß diese Energiequelle ausgelegt sein muss.

DonCarlos1962 am 04 Mär 2024 12:40:45

Hallo SimelDimpel,

die Preisspanne für eine Solaranlage im Wohnmobil ist sehr weit gesteckt, ebenso wie die Ansprüche an diese Installation.

Also beginnt man immer erst einmal damit festzustellen, was man mit dieser Solaranlage erreichen will.
Man nennt das auch die Energiebilanz.
Schreibe einmal zusammen, was Du im Wohnmobil mit 12V oder 230V betreiben möchtest.

Daraus wird dann berechnet wie groß die Anlage ausfallen sollte.
Das gilt dann für die Solaranlage an sich, sowie auch für den Stromspeicher, sprich Akku und Wechselrichter.
Wenn Du selten lange an einem Ort bleibst und fast täglich mit dem WoMo fährst, wird der Akku ja auch durch die LiMa geladen.
Dann kann auch so ein relativ kleines Solarpannel, zumindest im Sommer, vollkommen ausreichend sein.

Wir kamen die letzten sechs Jahre mit folgender Konstellation zurecht:

Solarpaneel 120WP
LiFePO4 Akku 120Ah
Solarregler SR 230 Duo Digital
1500W/3000W pure Sinus Wechselrichter.

Das ist nur eine einfache Anlage, kein HighTech. Aber man kann damit schon recht gut auskommen, wenn die Ansprüche nicht zu hoch sind.

Die Kosten hierfür fallen in etwa so aus:

- Solarpaneel --> Link Ich denke, dass man damit beginnen kann. Ca. 100€
- Akku Ein einfacher LiFePO4 Akku mit 100Ah kostet ungefähr 210€. Beachte den Rabatt weiter unten! Link zum eBay Artikel (ob dieser für Dich geeignet ist, sollte separat erörtert werden)
- Solarregler 110€ --> Link Ein MPPT Regler ist hier besser, weil er aus der kleinen Solarfläche mehr Energie generieren kann.
- Wechselrichter Link zum eBay Artikel mit etwa 125€.
- Batteriemonitor Amazon Link

Diesen Batteriemonitor kann man sich ggf. sparen, wenn man dafür mehr für den Akku ausgibt. Modelle mit einer Bluetoothschnittstelle und App für das Handy machen den Monitor und dessen Installation überflüssig, da die Daten auf dem Handy angezeigt werden. Das kann sich rechnen und ist moderner.

Dazu kommen dann noch das Installationsmaterial und die Montagezeit, die nicht gerade billig ist.
Solarkabel, Stecker, Kleber, Modulhalter, Dachdachdurchführung, da kommt immer noch etwas zusammen.

Selbst so eine einfache Anlage summiert sich schon.

Aber wenn man sich etwas damit beschäftigt, kann man den Einbau sogar selbst schaffen.
Man sollte sich aber schon sicher sein, was man hier macht. Denn da fließen schon einige Ampere, die bei falscher Installation nicht ungefährlich sind.


Es gibt allerdings auch noch die ganz kleine Ausführung!

Du kaufst Dir einen- oder zwei Solarkoffer Link zum eBay Artikel (Den habe ich selbst in Gebrauch und finde das Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut!)
und eine Powerstation. --> Link

Dann hast Du zwar nicht so viel Leistung, dafür aber auch keine Installationskosten. Das Modul und die Station reichen für viele Ansprüche schon aus.
Kommt eben alles auf den Bedarf an.
Für mich käme das nicht in Betracht, aber es gibt schon viele Nutzer, vor allem in keinen Fahrzeugen.

LG Carsten

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ChristianF am 04 Mär 2024 16:31:51

Die Powerstation habe ich vergessen, die ist natürlich auch noch eine sehr gute Option, insbesondere zusammen mit einer Solartasche oder einem Solarkoffer. Super Idee Carsten!

SimelDimpel am 05 Mär 2024 11:31:45

Vielen Dank schonmal für die hilfreichen Antworten. Zur Frage des Ortes - wir wohnen im Rhein-Neckar-Kreis nahe Heidelberg. Das mit der Solartasche finde ich tatsächlich eine interessante Option. Gibt es denn auch entsprechende PowerStations mit denen man eine Kaffeemaschine betreiben kann? Ich denke zum aufladen von Laptop, Bluetooth Lautsprecher, etc. wir auch eine kleine ausreichend sein.

Werde mich auf jeden Fall mal durch euren Input lesen und weiterhin schlau machen. Ein Aspekt wäre natürlich schon für mich, dass die Batterien des WoMo geladen werden über den Solar - lässt sich sowas auch über die Solartasche machen?

DonCarlos1962 am 05 Mär 2024 14:39:39

SimelDimpel hat geschrieben:Ein Aspekt wäre natürlich schon für mich, dass die Batterien des WoMo geladen werden über den Solar - lässt sich sowas auch über die Solartasche machen?

Natürlich!
Diese Solartaschen leisten 100Wp. Diese sind aber im Regelfall nicht zu erreichen. Trotzdem ist die Ausbeute vielleicht besser, als bei einem gleich großen Modul auf dem Autodach. Auch ist die Energieumwandlungseffizienz von bis zu 22,7% sehr hoch.

Schließlich kann man die Taschen der Sonne nachführen und kann sie auch in die Sonne stellen, wenn das Mobil im Schatten steht. Dafür muss man die Taschen aber auch gegen Diebstahl sichern. (Wir machen das mit einem Kabel. Amazon Link)

Andererseits ist das Modul auf dem Dach dauerhaft angeschlossen und liefert fast immer etwas Strom. Da ist so eine Tasche schon einiges unkomfortabler!

Aber man kann sehr wohl mit so einer, besser zwei Taschen, auskommen.

Wenn man nur eine einfache Anlage aufbauen möchte, kann man eine Powerstation vielleicht nutzen.
Aber ich würde die angegebenen Watt-Zahlen nicht unbedingt als voll umfänglich nutzbar ansehen.

Es ist immer besser, wenn die Anlage etwas größer dimensioniert ist, als unbedingt notwendig.
Darum lieber vorher mal genau überlegen, was die Anlage leisten können muss.

Ich persönlich setze eher auf die altmodische Lösung mit getrennten Bauteilen, weil ich diese leichter austauschen kann und sie leistungsfähiger sind.

Dafür muss ich mich aber auch mit der Materie befassen.
Bei einer Powerstation ist alles ziemlich Kundenfreundlich zusammengefasst und eben einfach zu bedienen.
Stecker rein, fertig sein....

LG Carsten

basste315 am 05 Mär 2024 19:50:10

SimelDimpel hat geschrieben:Als ersten Anhaltspunkt hat unser Händler gemeint für eine Anlage mit 100W müsste man inkl. Einbau ca. 1000 € rechnen. Ist sowas realistisch oder ein überzogener Preis?

Nur mal zum Preisvergleich --> Link, jetzt brauchst du nur noch jemanden, der dir die einbaut. Der Händler hat auch kleinere Sets.

Helmut

HeideMobil am 07 Mär 2024 09:18:49

Als Stromlaie habe ich 90% der Arbeiten selbst gemacht, also kleben, verlegen, schrauben. Dann noch einen Elektro-Ing aus der Familie für den Anschluss. Auch Feuerwehrmänner, Studenten oder Berufsschüler könnte man ansprechen :D

SimelDimpel am 02 Apr 2024 09:59:41

So, ich wollte mal ein kurzes Update geben. Zunächst einmal noch vielen Dank für euren Input - das hat extrem geholfen das Thema nochmals besser zu verstehen. Wir haben uns nun vorerst für eine Low-Cost-Lösung entschieden um sich an das Thema ran zu tasten und trotzdem ca. 90% unserer Anwendungsfälle abzudecken. Habe mir bei Ebay nun eine Ecoflow River 2 für ca. 170 Euro geholt - mit der kann ich dann sicherlich die ganzen Handys, Kameraakku, Laptop und sonstige Kleingeräte betreiben ohne, dass die WoMo-Batterie belastet wird.

Als nächsten Schritt möchte ich dazu noch ein Solarpanel um ggfs. die WoMo-Batterie und auch die Powerstation laden zu können. Hierbei ist mir das Thema mit dem Anschluss noch nicht ganz klar.

Z.b. gibt es bei Fritz Berger dieses Faltpanel - nur hat dieses wohl Krokodilklemmen. Somit könnte ich es soweit verstanden nur direkt an die Batterie anschließen zum laden, korrekt?

--> Link

Ich suche also ein Panel mit der Möglichkeit die Ecoflow zu laden - diese hat ja wieder andere Anschlüssen - und gleichzeitig die Möglichkeit die WoMo-Batterie zu laden falls notwendig. Die Idee wäre bei längerer Standzeit einfach das Panel in die Windschutzscheibe zu legen, und damit eine Entladung der Batterie zu verhindern.

Könnt ihr mich was die Anschlüsse angeht aufklären bzw. gibt es Panels mit Möglichkeit verschiedene Stecker zu nutzen? Muss das Panel zwangsläufig an die Batterie direkt angeschlossen werden zum laden?

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