seit kurzem gibt es von der Fa Philips eine neue H7-LED Lampe mit einer Zulassung für eine breite Zahl von Fahrzeugen, u.a. auch für mein Wohnmobil auf Basis Sprinter W903:
Philips Ultinon Pro6000 Boost, Preis für 2 Lampen liegt bei ca. 120€.
Die Werbung verspricht eine um 300% höhere Lichtausbeute. Da beim Sprinter das Licht nicht so der Hit ist, habe ich auf der Website von Philips die Typenzulassung überprüft und war sehr erfreut, dass unter den überraschend vielen zugelassenen Fahrzeugen auch meines war.
Hier ein Bild der Scheinwerfer mit der alten H7-Halogenbeleuchtung:
Also schnell beim großen Fluß bestellt, die Ware kam dann auch zügig. Das „Unboxing“ ging schnell, zum Vorschein kam folgendes:
Gegenüber einer normalen Halogenlampe fällt das Kühlgehäuse mit einem kleinen Lüfter am Fuß der Lampe sowie das Kabel mit dem Stecker auf.
Auf der Packung findet sich ein QR-Code, der auf eine Webseite führt, von der man das Formular mit der ABE-Erlaubnis herunterladen kann, die mit den Fahrzeugpapieren mitgeführt werden muss.
Jetzt zum Einbau:
Philips empfiehlt, zunächst die Batterie abzuklemmen.
Wie beim normalen Lampenwechsel üblich, das Lampengehäuse durch Wegdrücken des Federbügels öffnen:
Im Lampengehäuse den Stecker des Abblendlichts abziehen und die Federhaltung öffnen:
Halogenlampe entnehmen, man sieht die Rastnase der Fassung, diese muss beim späteren Einbau nach oben zeigen.
Die LED-Lampe in die Halterung einsetzen, dabei natürlich nicht mit den Fingern den Leuchtkörper berühren bzw. Handschuhe tragen.
Den Riegel über die Fassung bewegen und fixieren. Hinweis: Bei der hier genutzten Boostversion der Philips-Lampe ist der Kühlkörper kleiner als bei den anderen etwas preiswerteren Versionen, daher passt der Riegel gut darüber.
Nächster Schritt: den Stecker anschliessen. Philips gibt hier den Hinweis, dass ggf. falsch gepolt werden könnte, am Stecker selbst kann man die richtige Polung nicht direkt erkennen, also einfach ausprobieren. Wenn es nicht funktioniert, den Stecker drehen.
Der Stecker passt, scheint aber nicht so richtig gegen Herausrutschen gesichert zu sein, daher werde ich ihn später sichern.
Der erste Test: Hurra, funktioniert:
Der Unterschied zwischen LED links und dem alten Halogen-Licht rechts ist eindeutig, und anscheinend habe ich bei der Polung keinen Fehler gemacht.
Den Stecker sichere ich mit Isolierband und verlege diesen im Lampengehäuse so, daß er nicht mit den anderen Lampen in Berührung kommt.
Dann das Lampengehäuse wieder schliessen und beim zweiten Scheinwerfer genauso verfahren.
Sicherlich macht es Sinn, dann noch kurzfristig die Scheinwerfereinstellung in der Werkstatt überprüfen zu lassen, um Blendungen zu vermeiden.
Das Endergebnis:
Die Erfahrung beim Betrieb nachts: Das Licht ist weißer und wesentlich heller. Klitzekleines Manko ist, daß die Ausleuchtung in kleinen Bereichen etwas ungleichmäßig ist, aber das stört nicht. Ist halt keine perfekte Symbiose zwischen Scheinwerfer und LED, sondern nur eine Nachrüstlösung, die aber ordentlich was bringt.
Fragen beantworte ich gerne.

