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Leider verschmutzen waagerecht montierte Solarmodule sehr schnell, besonders, wenn es sehr staubig ist. Und nur bei sehr starkem Regen werden die Module einigermaßen sauber. Bei "normalen" Regen dagegen wird die Staubschicht aber nur nass und trocknet an der Oberfläche ab, was den Solarertrag noch mehr reduziert. Und diese angetrocknete Staubschicht wird auch nicht vom Fahrtwind weggetragen. Da kam mir die Idee, die Module schräg zu stellen, so wie an Hausdächern, wo ja nur der Regen zum Reinigen langt. Da alle meine Module längs in Fahrtrichtung auf Spoilern montiert sind, könnte ich sie hinten einfach ca 10 cm höher setzen, indem ich ein dementsprechendes Alu-Flachprofil zwischen den Befestigungs-Spoilern und den Modulrahmen setze. So könnte das Schmutzwasser einfach weglaufen. Spricht da irgendwas dagegen? Evtl. die Gesamthöhe, die dann höher ist, wenn nicht andere Aufbauten das sowieso überragen. Ausserdem hast Du dann eine 'Schokoladenseite' (und auch das Gegenteil), was den Ertrag angeht. Flach liegenden Modulen ist egal, wie das Auto steht. Zehn Grad werden auch kaum merkliche Unterschiede in der Reinigungswirkung des Regenwassers bringen, würde ich schätzen. Fließgeschwindigkeit zu niedrig. bis denn, Uwe
1. werden die Module dabei "kürzer". D.h. falls Du wirklich vorhaben solltest sie hinten höher zu legen, denk dran das einfach nur längere Schrauben nicht reichen werden. 2. erzeugt eine schräg stehende Platte, während der Fahrt, auch mehr Winddruck auf das Dach und die Verschraubungen / -Klebungen. Muss Du selber wissen ob Du das dem Dach zumuten möchtest. :nixweiss: Grüße Dirk Moin, wie wäre es mit der Montage von Scharnieren ? z.B.: --> Link Während der Fahrt runterklappen und sichern. Am Standort aufstellen. Nur so ne Idee ;-) Grüße Ralf.
Dann wären sie genauso hoch, wie der Schornstein.
Während der Fahrt wird sich das ausgleichen und zum Orientieren beim längeren Stehen nutze ich meine Kompass-App. Die Front immer zur Sonne hin.
Auf einer Länge von 120 cm werden die 10 cm wohl keine 10°bringen, sondern eher was um die 5°. Aber das sollte trotzdem langen, denn ich habe ein gleich langes Alu-Flachprofil in der gewünschten Position fixiert und mit Erde beworfen. Und beim nächsten Regen war das Profil deutlich sauberer, als die Module.
Ich will doch nicht die verklebten Spoiler höher setzen, sondern die Module von den hinteren Spoilern lösen und stattdessen dort die Alu-Flachprofile hochkant verschrauben und an der oberen Seite der Alu-Profile dann wieder die Module. Zumindest oben würden dann sogar kürzere Schrauben langen, weil sie ja nicht mehr durch den "dicken" Spoiler müssen, sondern nur noch durch das deutlich dünnere Alu-Profil. Wenn es während der Fahrt regnet wird es ziemlich egal sein, denn da wird das Modul so oder so gereinigt. Im Stand wird sich, bei erhöhten Modulen, der Schmutz unten Sammeln und die ca. 5 cm der unteren Modulreihe belegen, wie sich das auswirkt hängt in erster Linie von der Verschaltung der Zellen ab. Als Versuch könntest du ja einfach mal die unteren 5 cm abkleben, dann weist du wie sich das auswirkt. Gruß Joachim Ich habe meine beiden Module mit einer Seite an der Dachreling befestigt,die andere Seite liegt auf dem Dach auf.Funktioniert bestens,die Module sind quasi "selbstreinigend". Gruß Bernd Solarmodule benötigen mehr Gefälle, damit eine Selbstreinigung stattfinden kann. 12-15° sollten es sein. Die Erhöhung von 10cm entspricht je nach Modullänge ca. 3-4°. Der Aufwand zum Umbau lohnt sich somit nicht. Ich gehe alle 3 Monate mal auf's Dach und wische über die Module, das hat bisher immer gereicht. Und bei einer Regenfahrt reinigen sie sich selber. Gruß Axel
Und ... hast Du schon einmal reproduzierbar gemessen, wie gross der Ertrags-Verlust durch den Staub auf den Panels wirklich ist? P.S. Ich habe noch nie eines meiner Solar-Panels gereinigt!
Das wäre wirklich mal ein interessanter Test. Ich habe eigentlich nie eine Minderung bemerkt, aber ich habe auch nicht aufs Milliampere gemessen und ich habe nie zwischendurch gereinigt. Nur am Saisonanfang. Gruß Andreas
Wozu? Wenn allein schon nur bei Bewölkung messbar der Ertrag sinkt, wird er es bei Verschmutzung auch tun und im Winter kommt es mir auf jedes Watt an. Es kommt doch auch auf die Umstände drauf an. Meine stehen immer draußen, und da sammelt sich abhängig vom Wetter Standort usw, bei flach liegenden Modulen mit leichter Rahmen Erhöhung teilweise richtig viel Dreck an, selbst Moos. Ich versiegle die etwa alle 1-2 Jahre mit Industrie Nano Zeug, wie es auch für die Fahrzeugfrontscheiben verwendet wird. Das hilft deutlich dem Regen beim Abwaschen, nur fällt der längere Zeit aus, ist der Dreck schon zu fest an gebacken, wenn Wirkung der Versiegelung nachlässt. Anfangs habe ich mal direkt vorher nachher verglichen bei starker Verschmutzung nach Winterpause, da waren es bei 490Wp Solar am Nachmittag 19,5A vorher und 22,5A nachher. Himmel blau, Reinigung mit Kärcher und Versiegeln ne halbe dreiviertel Stunde. Einmal an der Ostsee auch nach heftig Sahara-Gelb mal nur feucht abgewischt, Frau mit Wischmop aufs Dach "gejagt", brachte auch knapp 2A. Inzwischen stelle ich den Arto zu Hause leicht seitwärts schräg, so das die Wasser Dreckränder so ungefähr nur noch 1-2cm breit bleiben, das hilft auch schon. Bei Leuten mit Hallenplatz, wo sich meist nur "Hausstaub" ansammelt, wird das wahrscheinlich ganz anders sein. Bei rahmenlosen Modulen ohne Wasserpfützen Effekt wahrscheinlich auch.
ich mußte diese Woche meine Solarpanele reinigen, da ich vergangenes Wochenende unter blühenden Birken gestanden hatte. Der Regen hat dann diesen Blütenstaub zu einer festen Schutzschicht gemacht. Nach den Reinigen hatte ich etwa 4% höhere Leistung. Das allerdings geschätzt, die Sonne schien nicht lange genug und auch nicht gleichmäßig über einen längeren Zeitraum, Aprilwetter halt. Ich hab, bei Sonnenschein meine Module mal sauber gemacht, waren extrem dreckig, sandig etc... Nachdem ich sie mit einem feuchten Tuch sauber gemacht habe, ging die Leistung um ganze 7watt hoch... wobei ein Teil von den 7 Watt bestimmt auch vom der Abkühlung durch den feuchten Tuch gewesen ist
Bitte jetzt nicht falsch verstehen, aber ohne Bezug auf zB Deine gesamt Wp, und oder noch besser die Watt Zahl vor Reinigung, bringt uns das genauso viel wie "es ist jetzt heller". :)
Bisher basiert hier alles auf "ich meine, ich denke, es muss doch, etc." ... belastbare Werte gibt es (noch) keine ... ausser dass wir, die nie reinigen, auch immer volle Akkus haben :wink:
Hallo Acki, wer immer volle Akkus hat, der hat keinen hohen Verbrauch an Elektroenergie. :wink: Ich z.B. habe schon Probleme, meinen 9,6 kWh Akku mit meiner Solaranlage (1kWp) voll zu bekommen oder wenigstens recht gut zu laden. Habe aber auch kein Gas als weitere Energiequelle an Bord, so daß ich auf Solar und auf Lima angewiesen bin. Im Winterhalbjahr muß ich dann auch schon mal an eine 230V-Steckdose. Aber mein Reiseverhalten ist nicht vergleichbar mit den meisten hier Mitlesenden
Dann wirst du wohl nur wenige Verbraucher dranhängen haben.
Die Grundidee ist gut, ablaufendes Wasser vermeidet Verschmutzung und Verschmutzung kann den Ertrag mindern Wie viel das ist hängt etwas damit zusammen wie die Module aufgebaut sind und ob sich Schmutzflecken so bilden können, dass sie Teile, die in Reihe geschaltet sind vollständig bedecken können. Folgende Nachteile kaufst Du mit dem Schrägstellen ein: 1. Du veschlechterst die Aerodynamik des Fahrzeugs. Nun kann man sagen, die ist bei Wohnmobilen eh nicht besonders. Ein Dach mit mehreren "Spoilern" kann zu lustigen Strömungsphänomenen führen. Die saubereren Module wirst Du in Form von etwas Dieselmehrverbrauch bezahlen. In wie weit das eine relevante Größe ist kann ich nicht sagen. 0,2l auf 100km halte ich aus der hohlen Hand geschossen für eine realistische Annahme. 2. Das Anwinkeln macht Dich - wie schon geschrieben - weniger flexibel im ertragsoptimierten Aufstellen Deines Fahrzeugs. Wenn Dir die Ertragsoptimierung nicht so wichtig ist, ist das kein Problem - allerdings gilt ja das gesamte Vorhaben der Ertragsoptimierung. Ich würde das lassen - und mache das auch nicht auf unserem Fahrzeug. Allerdings reinige ich hin und wieder das (eine) Modul von Blütenstaub und Saharasand aus denselben logischen Annahmen zur Verschmutzung wie Du sie auch anstellst.
Acki, immer voll wäre ja schön, aber das schaffe ich auch nicht, deswegen großer Speicher um schlechte Tage puffern zu können. Mir gehts nicht drum wer hier was macht, aber wenn wer mir schon einen Wert nennt, und das finde ich gut an Erfahrungen Anderer teilhaben zu dürfen, würde ich die gerne auch Einordnen können. 7Watt bei 150Wp ist was anderes wie bei 500Wp. Oder zB. wenn ich vorher zB nur gerade 30W Ertrag habe sind 7Watt durch putzen viel, bei vorher 300W sinds eher vernachlässigbar wenig. Hätte gedacht das gerade Du meine Nachfrage verstehst. :? Wie gesagt, ich höre mir gerne von Anderen ihre Erfahrungen an, macht mich nicht dümmer, nur muß man sie halt einordnen können. :wink:
Könnte sein, aber ich benutze schon seit mehreren Jahren keine Autobahnen mehr, sondern kleine Nebenstraßen und da ist eher 80 km/h meine Maximalgeschwindigkeit und somit ist eine schlechtere Aerodynamik kein Thema.
Während der Fahrt sollte sich das ausgleichen und wenn ich länger stehe, richte ich mich mit meiner Kompass-App immer zur Sonne hin aus.
Warum haben LKWs dann Dachspoiler? :gruebel: Grüße Dirk
Weil hinter dem Dachspoiler eine senkrecht aufragende Wand in Form eines Koffer- oder Planenaufbaus kommt. Das kann man mit einem ca. 5° angestellten PV-Modul nur schwer vergleichen.
Ok, warum verbauen manche dann einen Spoiler vor Solarmodulen oder Dachhauben? Weil durch den Fahrtwind entsprechende Windgeräusche an diesen „Hindernissen“ entstehen können? ( gehört auch zur Aerodynamik ). Grüße Dirk Das Aufstellen der Panele um ein paar Grad bringt keine Verbesserung bei der "Selbstreinigung". Die Ablaufgeschwindigkeit der Wassertropfen bei Regen ist viel zu gering, um entsprechend Schmutz "mitzureissen". Man beachte mal aktuell eine Frontscheibe, die doch deutlich steiler steht, nach Saharastaub und anschließendem Regen. Die bleibt im Großen und Ganzen auch noch dreckig. Unter 12-15° ist bei Solarmodulen so gut wie gar keine Selbstreinigung festzustellen. Selbst bei meinen am Hausdach mit über 35° montierten Panelen ist der Selbstreinigungseffekt erst nach längerem und heftigerem Regen zu bemerken. Umgekehrt aber habe ich die Module auf dem Hausdach seit ihrer Montage vor 16 Jahren (!) noch nie gereinigt und kann keine signifikante Leistungsbeeinträchtigung feststellen. Die waagrechten Module am Mobil werden 2 - 3 mal pro Jahr bei der Mobilwäsche mitgereinigt, das reicht.
Warum zweimal am Tag aufs Dach steigen? Einmal täglich mit Schwamm und Wasser bewaffnet nach oben und reinigen ist weniger Aufwand.
Die üblichen Verbraucher halt: Alde-Heizung, FS, Radio, Kaffeemaschine, alle Ladegeräte, übliche Verbraucher, (KS = Absorber) ... im Sommer 2 E-Bikes. Damit habe ich im Winter einen Tagesverbrauch von knapp 50 Ah ... mit den Bikes natürlich mehr, aber dann gibt es auch mehr Sonne 8) Meine reine Strom-Autarkie würde bei "Dunkelheit" bei 5 Tagen liegen --> Link Ich habe aber ein Reisemobil, so dass spätestens nach 2-3 Tagen auch der Booster wieder etwas beisteuern darf Die Faustregel wäre ja: Akku-Kapazität zu Solar 1:1 ... mit Lithium geht auch etwas weniger. Insofern ist auch klar, dass Hardy mit seinem System natürlich nicht durchkommen kann!?
Aber nur im Sommer. Im Winter wohl eher 1:3. Deshalb habe ich ja auch inzwischen Solarmodule mit insgesamt 950 Watt und das wird schon knapp. |
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