Moin,
in den vielen Beiträgen zu Ladegeräten finden sich auch Tipps zu einzelnen Geräten, wie in diesem Beitrag zu einem preiswerten China-Gerät:
Universal-Ladegerät für alle Akkutypen 12V 24V 10,5 A - Wohnmobil Forum Seite 1--> Link
Ich habe mir ein ähnliches Gerät für 25 EUR gekauft und berichte hier über meine Erfahrung.
Für meinen Zweck, dem gelegentlichen Nachladen der Starterbatterien (2x 95 AH AGM) und der Aufbaubatterie (350AH LiFePO4), sollte es genügen und bietet immerhin 10 A Ladestrom und Ladekurven für diverse Batterietypen.
Da das Nachladen nur ein paar Stunden dauert und ich in der Nähe bin - bzw. regelmäßig kontrolliere, ob etwas warm wird, usw. – finde ich das Billiggerät okay. Laden über Nacht oder unbeaufsichtigt über Wochen hinweg würde ich damit auf keinen Fall, denn so weit reicht mein Vertrauen ehrlich gesagt nicht.
Bei der Lieferung war die Knickschutztülle der beiden Ladekabel nicht im Gehäuse, sondern außerhalb davon. Das Kabel war also gar nicht richtig eingebaut. Das bereitete mir Stirnrunzeln, denn es offenbarte eine fehlende Qualitätssicherung des Herstellers.
Nun denn, ich habe das Gehäuse aufgeschraubt, die Knickschutztülle ins Gehäuse gesteckt und bei der Gelegenheit auch gleich das nur 1m lange Netzkabel durch ein gleichartiges, 3m langes Kabel ersetzt. So schaffe ich die Entfernung zur nächsten Steckdose ohne Verlängerungskabel.
Der Betrieb des Gerätes ist kinderleicht: ans Stromnetz anschließen, Ladekurve wählen, beide Zangen anklemmen und sich später über einen geladenen Akku freuen.
Das die Anschlussklemmen eher minderwertig sind, schlecht halten (geringe Presskraft haben) und die Plastikverkleidung gerne von den Zangen rutscht, ist sicherlich dem geringen Preis geschuldet, mir aber egal. So oft benutze ich es nicht.
Allerdings hat es bei einer echten Bewährungsprobe komplett versagt:
Ich habe eine 350 Ah LiFePo4-Aufbaubatterie mithilfe von zwei 55-W-Glühbirnen, bis zum Abschalten aufgrund Zellunterspannung, entladen. Anschließend habe ich die Batterie mit einem Labornetzteil mit 5A geladen und später das hier beschriebene Ladegerät angeschlossen. Ein Ladestrom von 10 A bei einer Kapazität von 350 AH dauert entsprechend lange. Zumal noch dazukommt, dass der Ladestrom tatsächlich nur 7,8 A beträgt (zeigen Victron SmartShunt und Strommesszange an). Egal dachte ich, dauert halt länger, aber spielt keine Rolle.
Ich war dann doch erstaunt, als das Ladegerät nach ein paar Stunden die Batterie als voll bezeichnete und den Ladestrom abgeschaltet hat. Der Victron SmartShunt zeigte 50% SOC an und die Xiaoxing BMS-App pro Zelle 3300 mV. Das ist deutlich zu wenig und zeigt, dass die Ladekurve entweder nicht richtig ist oder das Gerät eine große Messunsicherheit hat. Ich habe das Ladegerät abkühlen lassen und erneut angeschlossen, aber es hat sich bald wieder abgeschaltet.
Während ich bisher über die oben beschriebenen Mängel hinweggesehen habe, macht das nur halbvolle Aufladen das Ladegerät sinnlos.
Mein Fazit: :( :eek:

