Wir waren gerade für 6 Wochen in Nordspanien. Wir haben ungefähr 60 % auf Stellplätzen und 40 % frei gestanden, entgegen unserer Gewohnheit, meist frei zu stehen. Die 60 % Stellplatzübernachtungen sind der Platznot in Nordspanien geschuldet, da sehr gebirgig. Die Stellplätze waren bis auf einen kostenlos (nicht nur kommunale Stellplätze, sondern auch im Gebirge). Der eine kostenpflichtige kommunale Stellplatz (14 €) hatte eine grandiose Sicht auf ein steiles Gebirgsmassiv und als einziger Stellplatz gab es Elektrosäulen.
Man ist also gut beraten, wenn man in Spanien elektrisch autark ist, also genug LiFePO4-Kapazität und PV auf dem Dach hat. Wir haben beides und waren kein einziges Mal an Stromsäulen angeschlossen. In der Vorsaison waren die Stellplätze nicht überlaufen, außer in Pamplona und in La Coruna (am Aquarium). Wir hatten großes Glück in La Coruna, da nur ein einziger Platz von wenigen noch frei war. Aber es gibt noch in mindestens 2 weiteren Orten in der Gegend an der Küste vergleichbare Meeresaquarien, die nicht so überlaufen sind.
Aber die meisten Städte in Nordspanien sind ohnehin nicht unser Ding, da grottenhäßliche Stadtplanung und schlechte Verkehrsinfrastruktur. Schon kleinere Städte haben aus Platzmangel 6 bis 8 -stöckige Hochhäuser, die direkt ohne Grünstreifen an der Straße stehen und der Abstand zwischen den Hochhäusern ist oft so dicht wie in Hongkong.
Aber es gibt auch schöne kleinere Städte ohne unpassende Hochhäuser.
Wer also auf seine nächtliche Stromsäule angewiesen ist, muss auf kommerzielle (kostenpflichtige) Stellplätze oder Campingplätze setzen. In der erweiterten Hauptsaison sollte man vor Fahrtantritt buchen, aber dann ist man nicht mehr flexibel.
Die meisten kostenlosen Stellplätze haben einer Ver- und Endsorgung, auch etliche Tankstellen - ein dichteres Netz als in D.

