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Auf den Herstellerseiten und auch in vielen Foren liest man ständig, dass man das nicht darf, bzw. nicht sollte. Da wird sich immer wieder gerne auf den Innenwiderstand berufen, der angeblich bewirkt, dass sich deswegen die neuere und/oder kleinere "opfert", die meiste Arbeit macht und deshalb schneller altert. Ich habe eigentlich nur Hybrid-Lösungen. Nass-Säure mit AGM. Nass-Säure mit LiFePo4. AGM mit LiFePo4 und das auch noch mit unterschiedlichem Alter (bis zu 6 Jahren) und unterschiedlich hohen Ah (95 bis 120), aber seltsamerweise funktioniert das bei mir schon seit 2018. Mein neuestes Projekt sind drei LiFePo4. Zwei drei Jahre alte mit je 120 Ah und eine brandneue mit 100 Ah, aber entgegen aller Expertenmeinung entleeren sich trotzdem zuerst die zwei älteren. Die jüngere und auch kleinere reagiert da etwas langsamer. Gut erkennbar durch die BlueTooth-Überwachung. Kurz gesagt. Wenn man nie die theoretische Maximalleistung abzapft, funktioniert das tadellos. Die Vorbehalte betreffen doch in erster Linie das Parallelschalten von unterschiedlich alten Bleiakkus. Angeblich ist das bei LiFe nicht (so) relevant. Könnte es an der Verkabelung liegen, dass die „jüngere Kleine“ weniger drankommt? Helmut
Auch da ist es kein Problem, solange die Ströme nicht zu hoch werden, so daß nur noch die neuere Batterie die Arbeit leisten muß (und es nicht kann). Außerdem kann es Probleme geben, wenn die Batterien parallel geschalten zu lange ohne Ladung rumstehen. Wenn man über Solar oder anderes ständig lädt, wird es gehen.
Aber nur bei sehr hohen Strömen. RK
Na ja, da braucht nur eine Verschraubung oder ein Stecker ein wenig nachlässig gecrimpt sein und schon hat man unter Last ein paar zehntel Volt Spannungsdifferenz zu den anderen Akkus. Kann also schon an der Verkabelung liegen. Ein anderer Punkt sind die BMSe. Die messen nicht sonderlich genau, und wenn die Entnahme recht gering ist und sich dann auch noch auf 3 Akkus aufteilt, kann es schon passieren, dass da Entnahmen 'unterm Radar' ablaufen, wenn keine größeren Verbraucher ziehen. Womöglich hat der neuere Akku auch noch eine andere untere Strommessgrenze als die beiden alten. Das kann einem dann schon ein Ungleichgewicht suggerieren, wo gar keines vorhanden ist. bis denn, Uwe Genau so die Aussage, eine Batterie saugt die andere leer. Wie lange soll das bei diesen geringen Spannungsunterschieden dauern? Da ist die Selbstentladung auch nicht viel langsamer. Und meine Lieblingsaussage! Die Batterien saugen sich gegenseitig leer, weil sie sich immer wieder gegenseitig Aufladen. Mal hat dann die eine eine höhere Spannung und mal die andere. Dabei wird vollkommen ignoriert, das beide direkt miteinander verbunden sind. Und was auch noch immer noch dazu kommt, ist die über Kreutz Verkabelung. Egal wieviel Ströme fließen, die ist ein Muß. Ich hab keine und hab mal gemessen. Meine Batterien stehen ca.1,2m auseinander. Bei 100A, die ich so gut wie nie nutze, teilt sich der Strom 49A zu 51A auf. Also stirbt eine Batterie theoretisch ca. 2 Monate früher, damit kann ich leben. Aber ich könnte sie ja zur Sicherheit einfach ab und zu mal umtauschen.
Oder beim in Reihe schalten. Ich beschränke mich aber auf Parallelschalten.
Die zwei 120 Ah sind mit 50 mm² verbunden, weil sie den 2000 Watt Wechselrichter direkt versorgen, aber die 100er nur mit 16 mm². Die hat bei hoher Stromabgabe, wie z.B. die 1000 W-Kaffeemaschine, immer 5 A und 0,2 Volt mehr, aber spätestens nach einer Stunde sind alle drei wieder gleich.
Deshalb ja auch mein letzter Satz: "Kurz gesagt. Wenn man nie die theoretische Maximalleistung abzapft, funktioniert das tadellos".
Wieso?
Entweder Solar oder über die Lichtmaschine.
Nicht bei mir.
Gleicher Hersteller und gleiche Größe/Leistung.
Nein, ist identisch.
Aber ich habe doch gar kein Ungleichgewicht.
Du sprichst mir aus der Seele.
Die BMSe sind alle vom gleichen Hersteller, gleicher Typ, gleiche Software mit gleichem Softwarestand und gleichen verbauten Bauteilen? :eek: Du kennst Dich IN deinen Batterien aber gut aus! Respekt!!
Von drei Batterien entleert sich eine Batterie weniger und auch langsamer. Und das ist dann immer noch im Gleichgewicht? :gruebel:
Grüße Dirk
So ist es.
Du verdrehst gerne die Tatsachen, oder? Es ging doch anfangs nur darum, dass sich, zumindest laut Expertenmeinung, die kleinere zuerst und schneller entlädt, aber bei mir ist es genau andersrum. Aber das ignorierst du und kommst plötzlich mit einem an den Haaren beigezogenem Ungleichgewicht. Aber das existiert nur ganz am Anfang einer starken Belastung und gleicht sich ziemlich schnell wieder aus. Das würde auch bei zwei identischen Akkus passieren. Zwei halbwegs gleich aufgebaute Batterien mit unterschiedlicher Kapazität werden prozentual gesehen immer annähern gleich entladen. So ist es.
Genau so ist es. Und es zählt eigentlich nur die Spannung. Nie die angezeigte Kapazität. Denke mir das hier ein Thema beschrieben wird nach folgenden Muster: Ich höre die Flöhe husten. Wenn im kleinen Accu gute Zellen verbaut sind, die eine bessere Spannungslage haben, kann es zu diesem Effekt kommen. Das der Kleine mehr liefert, Kurzfristig. Aber der holt sich das wieder von den anderen. Kann genauso umgekehrt laufen. Spielt es ein Rolle. Nein. Kritisch muß man das im Realbetreib sehen. Wenn nach 3 Wochen Urlaub die Accus von der Kapazität auseinandergetrifftet sind. Und hohe Ladeströme vom System zur Verfügung gestellt werden. Passiert gerne, wenn ein Natoknochen verbaut ist, um die Accus untereinander zu trennen. Franz
Stimmt, aber es kann nicht sein, was laut manchen Anderen nicht sein darf. :roll:
Einer der größten Fehler im Parallelbetrieb. Eine unnötig hohe Belastung, wie beim Fremdstarten.
Ich habe jetzt alle Beiträge durchgelesen, doch eines ist mir immer noch unklar: Von welcher Konfiguration/Zusammenschaltung sprecht ihr in den Beiträgen eigentlich? Ich führe mal auf: 1. Alte Blei mit neuer Blei oder kleine Blei mit größerer Blei? (12,8V zu 12,8V Vollspannung) 2. Alte Blei mit neuer Li aber ungefähr gleicher Brutto Kapazität? 12,8V zu 13,6V Vollspannung) 3. Alte Blei mit neuer Li, aber doppelter Bruttokapazität (12,8V zu 13,6V Vollspannung) 4. Alte Bleibatterie SoC 50%, neu Li aber auch nur SoC 50% (12,25V zu 13,0V Spannung) Bei P1 ibt es keine Spannungsunterschiede, OK Status vorrausgesetzt Bei P2 gibt es einen Spannungsunterschied von 0,8V, also fließt solange ein Ausgleichstrom bis die Bleibatterie keinen Ladestrom mehr annnimmt weil sie voll ist. Die Li wird um diesen Wert entladen, füllt sich aber bei anlieggender Ladespannung wieder auf bis sie auch keinen Ladestrom mehr annimmt. Bei P3 gibt es einen Spannungsunterschied von 0,8V, also fließt solange ein Ausgleichstrom bis die Bleibatterie keinen Ladestrom mehr annnimmt weil sie voll ist. etc. Bei P4 gibt es einen Spannungsunterschied von 0,75V, also fließt solange ein Ausgleichstrom bis die Bleibatterie keinen Ladestrom mehr annnimmt weil sie voll ist. etc. Fazit: Alte Blei (Gebrauchszeit > 4 Jahre) und neu Blei zusammenzuschalten würde ich bei den derzeitigen Ramschpreisen nicht tun. Alte Blei (Gebrauchszeit <3 Jahre) und neue Li zusammenschalten ist meiner Meinung nach unbedenklich, der Spannungsunter-schied ist technologisch immer gegeben. Die Li (geringerer Innenwiderstand) entlädt sich immer zuerst mit hohem Entladestromanteil, wird aber bei sinkender Spannung aus der Blei immer mehr nachgeladen. Die Blei lädt immer mit einem höheren Ladestromanteil bis sie voll ist, dann geht der volle Ladesstrom in die Li. Wer mehr dazu wissen möchte: --> Link. Wie immer, der Beitrag ein bisschen differenzierter, aber damit halt länger. Gruß Andreas
Dieses.. 3. Eine 95 Ah Blei mit einer 100 Ah AGM und einer 100 Ah LiFePo4. Alle zwischen 3 und 4 Jahre alt. ..und dieses. 5. Zwei ca 3 Jahre alte 120 Ah LiFePo4 mit einer neuen 100 Ah LiFePo4.
Etwas schlecht formuliert. Die Blei läd nicht die Li, sondern fügt einfach ihren Strom zum Entladestrom der Li hinzu. Das heißt sie teilen sich den Strom entsprechend ihrer Möglichkeiten.
Auch das stimmt so nicht. Gehen wir mal von einer ziemlich leeren Li und einer Spannung von 12,5V aus. Da ist die Blei noch halb voll. Bis ca. 13,6V zieht die Li vollen Strom, und da die Spannung dabei nur langsam steigt, wird die Blei immer nur etwas mitgeladen. Danach teilen sie sich dann den Ladestrom. Ich geh bei meinen Betrachtungen immer vom fertig verschalteten System aus. Das heißt, alle Batterien haben das gleiche Spannungsniveau. Dabei interessiert es mich nicht, welches Spannungsniveau jede Batterie gehabt hätte, bevor ich sie verbunden habe. Das passiert schließlich nur einmal und hat auf die spätere Nutzung keinen Einfluß. Demzufolge gibt es bei Nichtbenutzung der Batterien auch keine Ausgleichsladungen, sieht man mal von der etwas höheren Selbstentladung einer Bleibatterie ab, die durch die Li ausgeglichen wird. Was dann bei nur Li nicht mehr ins Gewicht fällt.
Die Li entlädt sich zuerst da sie eine höher Spannung hat, erst bei unter 20% der Li kommt die Blei zum Zuge. Bei mir hängt der WR an der Blei und dann kann man sehr schön sehen das nach dem Abschalten des WR sich die Li entlädt und die Blei auf 100% lädt. Bei laden gehen 70% in die Li und ca. 30% in die Blei, so sind zumindest meine Erfahrung mit einem 30A Booster, konnte ich so regelmässig beobachten.
Ja, schlecht formuliert! Aber mit den entsprechenden Diagrammkurven ist es vielleicht besser nachvollziehbar. Der Gesamtstrom aus der Ladequelle ist leider nicht dargestellt, da könnte man dann die Anteile sehen. Gruß Andreas Langer Rede, kurzer Sinn: Man kann relativ problemlos alte und neue und unterschiedlich große Batterien mixen.
Frage aus der Bleizeit: Auch alte Bleibatterien mit neuen Bleibatterien? Im Eingangspost hat der TE den Eindruck vermittelt, dass auch das unproblematisch wäre, obwohl davor im Forum immer gewarnt bzw. abgeraten wurde.
Bei BLEI ist die "Neue" das Opfer, oder doch ein Mythos? Helmut
Jein. Solange beide immer gut geladen werden, wird nichts passieren. Die alte wird weniger beitragen, weil ihr Innenwiderstand und Kapazität schon schlechter sind. Wenn man beide länger verbunden stehen läßt, wird sich die höhere Selbstentladung der alten auch auf die neue auswirken, die dann als Lader fungiert. Dann muß die alte aber schon recht schlecht sein. Und das passiert nicht in ein paar Tagen, da braucht es mehr. Was u.U. tatsächlich kritisch ist, ist wenn eine Zelle der alten einen Plattenschluß bekommt. Dann wird die neue mächtig Strom reinschieben, was sie einerseits schnell entlädt und schlimmstenfalls die alte zum Kochen bringt. Aber auch da muß die alte wirklich "alt" und mies sein, was man ihr aber nicht unbedingt ansieht. Außerdem hat man bei fixer Parallelschaltung keine Meßmöglichkeit des Zustands der alten Batterie. Evt. ein wenig, wenn man die Batterieströme getrennt mißt. RK
Ich war auch immer dieser Meinung :top: , aber natürlich nur dann, wenn die alte Bleibatterie nicht schon wirklich kaputt war. Spät aber doch werden viele "Mythen entzaubert" - es dauert halt seine Zeit ........ Geschichten aus der "Bleizeit": Immer wenn in der Bleizeit jemand seine Kapazität mit einer weiteren neuen Bleibatterie erweitern wollte, kam sofort der Rat von "Bedenkenträgern im Forum", nicht zur alten Bleibatterie eine neue dazuzustellen, sondern die alte auszuscheiden und unbedingt 2 gleiche neue oder 1 größere neue Bleibatterie einzubauen. Das ist ja jetzt kein Thema mehr, denn jetzt sind LiFePO4-Akkus endgültig im Wohnmobil angekommen. Wer bei den jetzigen LiFe-Angeboten noch Bleiballast einbaut, kann nicht rechnen. Und eine Li zur noch guten Blei (vorübergehend) dazustellen (Hybrid) geht gut, wie u.A. Andreas (andwein) darstellt. Und wenn die Blei das Leben aushaucht, darf sich zur Li relativ problemlos eine weitere Li gesellen. Helmut
Die Blei ist ja meistens die Starterbatterie. Mir ging es eigentlich darum, ob man die, z.B. mittels eines Trennrelais, mit einer AGM und/oder einer LiFePo4 verbinden kann. Oder ob man an eine AGM-Bordbatterie noch eine LifePo4 dranhängen kann.
Ok, du hast bei deiner Messung bei Null angefangen. Dann hast du recht. Aber wann kommt das mal vor? Offensichtlich ist eine ganz leere LiFePo noch nicht in der Lage, anders als eine Blei, schon hohe Ladeströme aufzunehmen. War mir so nicht bekannt, nur das man sie dann erst mal nicht mit hohen Strömen laden soll. Das Verhältnis der Ströme kehrt sich aber ziemlich schnell um. Interessant währe noch die Kapazität der einzelnen Batterien.
Was ist "alt" und wie wurden sie benutzt (zyklischer Betrieb oder 80% Ausreizung mit WR und Nesspresso? Gruß Andreas
Die 1. Frage: Weiß ich nicht, aber mit so einem Test muss man halt bei Null anfangen, sonst ist der Test völlig sinnlos Die 2. Frage ist einfach zu beantworten AGM neu 95Ah, Li Bulltron neu 105Ah Gruß Andreas Da haben wir wieder das Problem mit den unvollständigen Angaben. Du schreibst, das ist immer so, erwähnst aber nicht, daß du mit "immer" nur Testläufe meinst, die bei Null beginnen. Für mich gehört zu "immer" auch die normale Praxis mit noch teilweise geladenen Batterien und damit auch mit anderen Ergebnissen.
Ja, so kann man es sehen, aber die Zeit habe ich mir halt nicht genommen. Ich hätte dann zuerst Testläufe Blei mit 10/20/30/40/50/60/70/80/90 % SoC und voller Li Batterie machen müssen und dann Testäufe Li mit 10/20/30/40/50/60/70/80/90 % SoC und voller Blei Batterie machen müssen um alle Situationen darstellen müssen. Das ist aber so nicht möglich weil ich das Zusammenspiel mit einer Ladespannung von 14,4V (Blei/AGM und auch Li (ggf. mit Top Level Balancer) für meine Umbaubeschreibung darstellen wollte. Ich habe keine wissentschaftliche Abhandlung verfasst, sondern eine Umbaubeschreibung. Liest doch mal den Artikel hinter dem Link, da ist der Zusammenhang. Gruß Andreas
Wer macht denn sowas? :roll: Man soll nur Batterien mit gleicher Spannung und möglichst gleichem Ladezustand parallel verbinden.
Natürlich niemand, aber "Hannus" hat reklamiert, dass in meinen Testkonfig nur entweder volle Batterien bei der Entladung bzw. bei der Ladung nur komplett leere Batterien waren. Wie man sieht sind auch ein kompletter Zyklus (Laden & Entladen) nicht ohne Einwände darzustellen. Ich gebs auf! Gruß Andreas |
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