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Hallo, ich möchte Euch etwas sensibilisieren, ab und an mal nach dem Kühlschrank zu schauen, vor allem wenn er häufig und lange auf 12V läuft. Ich habe einen Thedford N4145, der eher selten auf 12V gelaufen ist, weil der Wohnmobilhersteller die Zuleitung so schwach gewählt hat, dass der Kühlschrank eine Fehlermeldung wegen Unterspannung anzeigte. Also lief er jetzt 4 Jahre auf Gas. Nun habe ich die Zuleitungen ersetzt und dickere Kabel verlegt. Ab da hatte ich dann rund 13V am Kühlschrank anliegen, die Fehlermeldung war weg. Laut Datenblatt geht der von 11,5 bis 15,5V. Ab hier lief der Kühlschrank dann regelmäßig auf 12V und dies auch länger (bis zu 8h). Vor einigen Tagen ein Klackern außen am Lüftungsgitter und eine Fehlermeldung: Der Kühlschrank wollte zwischen 12V und Gas hin und herschalten, weil zwar D+ anlag, aber keine 12V. Bei der Fehlersuche habe ich dann den typischen Geruch festgestellt, der entsteht, wenn Elektronik verschmort. An der Platine des Kühlschranks war der Stecker der 12V-Zuleitung verschmort, die Platine in dem Bereich ebenfalls. Auch die 25A-Sicherung, die auf der Platine steckt, war seitlich komplett schwarz. Die verbauten Stecker sind für diese Ströme völlig ungeeignet. Komischerweise sind beim Anschluß der 12V-Heizungpatrone andere Stecker verbaut, die wohl besser sind, denn die sind in Ordnung (im roten Kreis). Warum Thedford beim Eingang schlechte und beim Abgang bessere Stecker verbaut, ist mir unbegreiflich. Warum die Sicherung in genauso schlechten Kontakten steckt, ebenso. Dass mir die Teile nur verschmort sind und dadurch dann kein Strom mehr fließen konnte, da hatte ich Glück. Die Frage, die ich nun auch schriftlich an Thedford gestellt habe (bis jetzt noch keine Antwort): Warum verbaut man solch schlechte Stecker? Warum dimensioniert man die Platine so schwach, wenn so hohe Ströme fließen? Im Netz und auch hier im Forum findet man viele Beiträge, wo es zu gleichen Schäden gekommen ist. Das Problem ist also nicht neu. Da ich aus der Garantie draußen bin, habe ich nun direkt auf die Platine dicke Anschlußleitungen gelötet. Die Sicherung auf der Platine ist deaktiviert (überbrückt), da die Kontakte auf der Platine beim Test wieder heiß wurden. Die Sicherung wurde darum direkt in die Zuleitung vor dem Kühlschrank gemacht. Beim nachfolgenden Test wurde die Platine dann nur noch warm, müsste der Bereich sein, wo das Relais sitzt. Daran kann man erkennen, dass die ganze Platine und deren Leiterbahn zu schwach dimensioniert ist. Also schaut mal ab und zu nach den 12V-Anschlüssen, ob die schon braun werden. Gruß Axel Moin Axel, hast du die angeschmorte Platine wiederbelebt oder ein neue genommen? Ich hatte meine alte bei einem PC Service durchmessen lassen und das Ergebnis war gut. Allerdings hatte ich sie nicht zurück gebaut, letztlich ist das ja eine elendige Fummelei. Hast du auch Fotos von der neuen Verkabelung und den Steckern? Sollte das noch einmal passieren, würde es sich lohnen deinen Weg nach zu gehen :) Danke für deinen Beitrag :!: :!:
Betrifft wohl nur Kühlschränke mit AES.
Hallo Heidi, hier mal die Fotos, wie ich repariert habe: Das Pluskabel sitzt nun aber rechts an den 2 Pins, also auf dem "Abgang" der Sicherung. Die ist somit überbrückt. Das Bild hatte ich vor dem ersten Testlauf gemacht und dann festgestellt, dass die Lötpunkte der Sicherung extrem heiß werden. Darum habe ich das Kabel dann auf die rechten Pins gelötet, leider aber kein Bild davon. Die Sicherung habe ich jetzt mit einem normalen Haushaltssicherungsautomat mit 25A realisiert. Der funktioniert auch mit 12V-Gleichstrom. Gruß Axel Hallo Axel du weist schon, daß diese Automaten für den Außenbereich nicht zugelassen sind? Mal sehen wie lange er hält. Ich würde z.B. sowas --> Link oder wenn du es kräftiger magst sowas --> Link einbauen, das Loch würde ich aber verschließen. Ist nur ein Vorschlag weil es dort ja auch feucht werden kann, deine Lösung geht sicherlich auch eine Zeit lang. Gruß Joachim
Hallo Joachim, ich weiß, aber es war auf die Schnelle nichts Anderes erhältlich. Und richtig im Außenbereich bin ich ja nicht, aber natürlich kommt Außenluft hin. Zu Deinen Vorschlägen: Link Nr1: Im Prinzip das Gleiche, wie jetzt auf der Platine und somit ähnlich anfällig für hohe Ströme, auch wenn die dort mit 30A angegeben sind. Wenn diese Aufnahmen für die "Sicherungsfüsse" auch so schlecht sind wie die auf der Platine, dann besteht hier das gleiche Risiko. Zu Deinem Link 2: Ja, das ist schon besser und sowas wollte ich auch verwenden. Allerdings habe ich noch keine 25A-Sicherung (midiOTO) gefunden, die man dort reinmachen kann. Die kleinste, die ich gefunden hatte war 30A. Darum jetzt erst mal dieser Hausautomat. zusätzlich ist ja die gesamte Zuleitung mit 30A abgesichert. Somit ist der Leitungsweg safe. Vielleicht rüste ich eh auf einen Kompressor um, dann ist das Ganze eh hinfällig und die Ströme dann künftig bei max. 5A. Gruß Axel
Ist das Elend überall da, wo Kaufleute zu Konstrukteure gemacht werden. :cry: Rechnerisch auf dem Papier sah das bestimmt "gut" aus. :? Eventuell das Relais auch von der Platine nehmen, und ein kräftigeres separat setzen? 230V LS Schalter im 12V Netz sind nicht so ganz gut ........... ich hatte mich mit dem Thema mal befasst, im Internet findet man dazu nur die üblichen Laien-Diskussionen mit glauben und vermuten - und ich habe mir dann die technischen Daten beim Hersteller des LS-Schalters heruntergeladen. Darin fand sich der Hinweis, dass die Sicherung erst ab min. 60V korrekt im Sinne der Auslösecharakteristik arbeiten können. Ich habe dann darauf verzichtet...... Wer auf Nummer-sicher gehen will: Markenprodukt aussuchen und in die Datasheeds des Herstellers gucken, ob die Sicherung auch für die entsprechende Mindestspannung zugelassen ist.
Ja, das wäre das Optimum und war auch in meiner Überlegung mit drin, wäre aber nicht ganz so schnell umsetzbar gewesen. Aber wenn ich mal Zeit habe, gehe ich das noch an......wenn dann nicht schon der Kompressor verbaut ist. Gruß Axel
ABB gibt für diesen Automaten eine Mindestspannung von 12V DC an, darum habe ich ihn auch eingebaut. Da ich noch eine normale Schmelzsicherung im Hauptverteiler sitzen habe, wäre das jetzt kein Problem, wenn der Automat nicht rechtzeitig auslösen würde. Aber Du hast Recht, es gibt sicherlich Automaten, die nicht gehen und der Hinweis ist darum auch richtig. Wer sich mit Strom nicht auskennt, sollte eh die Finger davon lassen. Gruß Axel
Axel, damit "schwangere" :gruebel: ich auch seit zwei drei Jahren, kann mich aber wegen meiner bisherigen Nutzungsbedingungen einfach (noch) nicht dazu durchringen, weil es eben dann immer etwa 60Ah am Tag sind, auch wenn die Solar mal ne Woche "nichts" bringt wegen Wetter. Optimal wäre beides in einem bei mir, Absorber plus Kompressor in einem Gerät. Kann mich Dunkel dran erinnern das wir das Thema hier mal hatten, ob wer so was baut, finde es aber mit der Suche hier nicht mehr.
Wenn ich es richtig gelesen habe, hast Du auch rund 1000Ah an Batterien. Der Thedford 2160 hat einen Verbrauch von 0,58kWh pro 24h. Das sind rund 50Ah. Somit kannst Du den schon einpaar Tage laufen lassen, ohne PV und Strom zu haben. Mit PV sicherlich kein Problem. Deine Sorge ist meiner Meinung nach unbegründet. Gruß Axel
Ich stehe auch mal mehrere Wochen Fahrzeug technisch komplett autark, abseits richtiger elektr. Zivilisation. zB. Warnemünde und ähnlich, aber auch Polen Rumänien an Waldseen usw. Und der Kühli ist da nicht der einzige Verbraucher, aber für Lebensmittel/Medis fast der wichtigste. Da sind dann auch 980Ah nicht endlos, und die inzwischen 580Wp Dach bei schlechteren Wetter keine Garantie. Ist nicht die Norm-Nutzung ich weiß, aber ein Absorb./Kompr. in einem wäre perfekt um bei gutem Wetter Strom zu nutzen, und eben längeren Regen Phasen das Gas. Ich bin Moppel Allergiker, sonst hätte dann dafür halt so was. :oops: ps. glaube so 6-7Wochen am Stück war bis jetzt das längste mal Selbst mit im Moment 1200Wp extra, werden die Batt. nicht immer voll. Bei mir scheint die Sonne leider nicht wie bei einigen anderen Rechenkünstlern immer. :oops: Und wo ich ab Montag dann für länger bin, sieht es mit Solar nicht rosig aus. Keine Ahnung wie andere das machen das die nie Regenzeiten im Sommer haben. :lach: Vorteil, da brauche ich die Klima nicht. :wink:
Du kannst ja mal schauen, es gibt ja Kompressor-Kühleinheiten, um sich einen Kühlschrank selber zu bauen. Sowas hatte ich mir schon überlegt, in den Kühlschrank zu bauen, nur wäre eben dann das Gefrierfach nicht gekühlt. Z.B. hier ab 600,- : --> Link Gruß Axel Das Problem ist ja nicht neu. Thetford hatte deswegen schon die Platinen geändert inkl. größerer Sicherung. Das Vorgängermodell war grün mit 20A Sicherung. Unschön, dass die neue Platinenversion mit 25A Sicherung auch diese Probleme hat. Grüße
Ja genau Axel, hatten wir hier ja auch schon mal, aber damit wirds halt leider nicht vollwertig. Mir wäre da ein fertiges Herstellerprodukt lieber, und bei den Preisen den die Womo Branche eh aufruft, sollte das eigentlich auch machbar sein. Wäre mMn ein gutes Verkaufsargument, gerade weil ja Solar und LFP inzwischen eh verbreitet, und man damit wirklich auf einer sicheren Seite wäre. Ich habe leider keinen Platz für zwei Kühlschränke in meinem <7m Teil, sonst hätte ich mir einen in der Art noch rein gestellt Amazon Link So was passt auch nicht rein wenn ich meinen rausschmeiße. :oops:
Hallo Beim Einsatz solcher Automaten bei Gleichspannung ist zu beachten, das der aufgedruckte Auslösestrom für Wechselspannung gilt. Im DC Betrieb ist der Wert mit Wurzel 2 zu multiplizieren. Für DC 25 A Auslösestrom reicht ein 16 A Automat. Mit freundlichen Grüßen Thomas
Mach ich mal rein, habe ich hier liegen. Wenn der dann laufen fliegt, steh ich bei Dir auf der Matte :lol: Hallo Axel Könnte mann nicht einfach eine Schaltung selber bauen und die 12 V Heizpatrone direkt ansteuern . Ich würde es mit diesen Bauteilen versuchen . 12 Volt Temperaturfühler inklusive Steuergerät ca 5 bis 10 Euro leider nur bis 20 Ampere Belastung gibt es auch mit 2 Fühler Ergo braucht man noch ein KfZ schalt Relais ca 40 Ampere mit 4 Anschlüssen so um die 20 Euro Kabelschuhe kabel vertig Die Fühler müssten allerdings durch die Rückwand in den Kühlschrank. Die Verkabelung sollte selbsterklärend sein. Und für alle die es nicht wissen Finger weg. :lol: Gruß Dirk Danke! für die ausführliche Bebilderung und die Schilderung. Bei mir ist dieses Model verbaut - denke ich. Wo sitzt den die Elektronik damit ich den Zustand mal prüfen kann? Beste Gruesse Bernd
Hinter dem unteren Kühlschrank Lüftungsgitter aussen . .
Hallo Dirk, so weit würde ich eigentlich nicht gehen wollen. Es würde ja reichen, die Leiterbahn vom Relais zu verstärken oder aber das 12V-Relais einfach zu entfernen und extern zu setzen. Die bisherigen Lötpunkte der Relaisspule würde ich abgreifen und das externe Relais damit ansteuern. Somit würde die Temperatursteuerung weiterhin funktionieren, auch für 230V und Gas. Das funktioniert bei mir eigentlich gut und da würde ich auch nichts dran ändern. Wenn die Verstärkung der Leiterbahn aber problemlos möglich wäre, wäre das der einfachste Weg. Ich muss mir das bei Gelegenheit nochmal anschauen, vielleicht optimiere ich das einfach gleich, dann ist das Thema Wärmeentwicklung sicherlich Geschichte. Gruß Axel
Wie Dirk schon geschrieben hat, hinter dem unteren Lüftungsgitter. Vorher 230V-Landstrom abstecken, wenn Du den dran hast, denn auf der Platine ist dann auch an einpaar Stellen 230V. Dann die schwarze Abdeckung entfernen, unten ist eine Schraube drin. Dann kannst Du die Abdeckung zu Dir runterziehen und siehst sofort, wenn was braun ist. Gruß Axel Servus zusammen, ich werde dann auch gelegentlich mal nachsehen, wie´s der Platine samt Sicherung geht. Sollte eigentlich noch die alte 20 A-Variante sein. Kürzlich musste ich feststellen, dass die Flachsicherung fahrzeuseitig (der Kühlschrank ist wie erwähnt doppelt abgesichert) auch schon ziemlich angekokelt war. Schmelzsicherungen, die sehr nahe an ihrem Nennwert betrieben werden, sind immer problematisch: Sie werden heiß - das sollen sie auch. Schließlich sollen sie ja bei etwas mehr an Strom so heiß werden, dass sie durchschmelzen. Ein Spannungsverust geht natürlich auch damit einher. Der weiter oben verlinkte Sicherungsautomat scheint mir die bessere (einzig vernünftige) Lösung zu sein. Aus dem gleichen Grund hab ich übrigens meine Hauptsicherungen an den LiFePos gegen Automaten getauscht: Die 100 A - Sicherung war schon ziemlich ausgeglüht (die Kaffeemasschine zieht gut 90 A) und es ist klar, dass es wenig Sinn macht, eine Verkabelung mit 35 mm² zu verlegen, wenn man dann den Querschnitt bei der Sicherung auf 1mm² verringert. Viele Grüße, polobilist |
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