rump
hubstuetzen
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Sunlight i68 auf Ducato 8 - Fahrwerksoptimierung


oliverlay am 27 Sep 2024 18:43:00

Hallo in die Runde,

seit rund 9 Monaten (EZ: 29.12.23) fahren wir einen neuen Sunlight i68 auf Ducato 8 mit 9-Gang-Automatik/180 PS und 4,4 to Gesamtgewicht. Wir möchten gerne den Fahrkomfort verbessern, da das Fahrzeug Stöße und Schläge durch schlechte Fahrbahnen, Schlaglöcher usw. doch sehr deutlich an den Aufbau weitergibt und die Fahrgeräuschkulisse dadurch ebenfalls beeinflusst wird.

Die uns bislang gegebenen Empfehlungen (u.a. Beratungsgespräch Fa. Carsten Stäbler) reichen von Unterstützung der Blattfedern an der Hinterachse durch kompressorunterstützte Luftbälge sowie Austausch der Serien-Federn an der Vorderachse mit einem Gesamt-Kostenaufwand von rund 2.600 Euro bis hin zu Voll-Luftfahrwerken von VB Suspension einschließlich Niveliermöglichkeit mit Gesamtkosten von rund 9.500 Euro.

Wie sind Eure Erfahrungen mit Fahrwerksoptimierungen - insbesondere zur Erhöhung des Fahrkomforts: welche Systeme nutzt Ihr bei welchem Kostenaufwand und wie sind hierzu die Zufriedenheitswerte? Würdet Ihr Euer System so wieder einbauen oder eher ein anderes (welches?) System?

Danke im Voraus & viele Grüße

Oliver

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

chrisc4 am 27 Sep 2024 19:34:58

Vermutlich fährst du mit 5,5 bar in den Reifen.
Zunächst würde ich den Luftdruck in den Reifen auf das Gewicht je Achse anpassen. Dazu gibt's Empfehlungen der Reifenhersteller. Da bringt schon einiges!

Joachim260 am 27 Sep 2024 19:42:22

Hallo

wenn deine Blattfedern nicht auf den Anschlagdämpfern aufliegen bringt eine Zusatzluftfeder nichts, denn die kann die Blattfedern nicht weicher machen. Einzig wenn die Blattfedern bis zu den Anschlagdämpfern durchschlagen würden würde das was bringen, davon gehe ich aber beim Havy-Fahrgestell nicht aus, außer du hast gut überladen.
Wie Chris schon geschrieben hat, paß den Luftdruck auf deine Achslasten an, das ist die günstigste Lösung.

Gruß
Joachim

Anzeige vom Forum


mv4 am 27 Sep 2024 19:47:43

Welche tatsächliche Achslasten...welcher Reifen und welcher Luftdruck?

Doppelmoppel6572 am 27 Sep 2024 20:26:22

Hallo Oliver,

auch wir hatten bei unserem Heavy-Chassis das gleiche Problem und haben uns im Mai 2023 die Vollluftfederung von VB Airsuspension bei Stäbler einbauen lassen. Wir können das nur empfehlen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Die Nivellierung haben wir auch dazu genommen, allerdings ist das dann schon eine recht wackelige Angelegenheit.

Dann lieber gleich auch über Hubstützen nachdenken.

Joachim170 am 27 Sep 2024 20:59:22

Moin Oliver,
1. mit den Womo auf die Waage, Gesamtgewicht und Achslasten, natürlich Reisefertig. Reifendruck nach Herstellertabelle anpassen.
2. ggf. über 18" Felgen und Reifen nachdenken.
3. ggf. Vollluftfederung nchrüsten.

So habe ich das gemacht. Jeder einzelne Punkt hat eine Verbesserung des Fahrkomforts gebracht. Der erste Punkt war der billigste.
Ich möchte die Kombination aus 18" Felgen, Reifen und Vollluftfederung nicht mehr missen, auch wenn es sauteuer war.
Die Nivelliermöglichkei der Vollluftfeder erspart in 99% der Fälle die Keile.

Gruß Joachim

huskimarc am 27 Sep 2024 21:51:30

Hab zwar Ducato 7, auch Maxi Fahrwerk, hab hinten Zusatz Luftfederung für 500 Euro dran gebaut, seitdem liegt er besser, Luftdruck, vorallem vorne nach Reifenhersteller.
Hubstützen habe ich auch, bringen aber beim fahren nichts,da lass ich sie drin:)

UweHD am 28 Sep 2024 10:26:44

Joachim260 hat geschrieben: ...wenn deine Blattfedern nicht auf den Anschlagdämpfern aufliegen bringt eine Zusatzluftfeder nichts...

Das hatte ich zunächst auch gedacht, wurde allerdings durch die Praxis eines Besseren belehrt.

Auch wir haben mit unserem 3,5t Adria Coral auf Maxi-Chassis mit einem rumpeligen, augenscheinlich viel zu harten Fahrwerk zu kämpfen. Speziell kurze, kleine Fugen und Stöße gehen spürbar in den Aufbau. Etwas Abhilfe brachte die Anpassung der Reifendrücke auf die tatsächlichen Achslasten lt. der hier im Forum verfügbaren Michelin-Tabelle (wir fahren die OEM-Bereifung). So richtig zufrieden waren wir mit dem Ergebnis aber nicht.

Etwas später haben wie eine Goldschmitt-ZLF an der Hinterachse nachgerüstet - allerdings nur, weil wir das Heck für Fährauffahrten hochpumpen wollten für mehr Bodenfreiheit. Die Üerraschung kam dann hinterher bei der ersten Probefahrt: Das Abrollverhalten über Fugen und kleine Löcher - vorher unser Hauptkritikpunkt - war deutlich besser geworden.

So weit so gut, ich war zufrieden, wollte aber auch verstehen, wie ich mit einer Zusatzfeder eine eigentlich schon zu harte Feder komfortabler machen kann. Klingt eigentlich unlogisch. Nach etwas Überlegung bin ich der Sache aber näher gekommen, und ich denke, dass ich den Grund dafür gefunden habe.

Meine Theorie: Mit einer ZLF hebt man das Heck auch mit dem üblichen Fahrdruck bereits um einige cm an. Die eigentliche Blattfeder wird dadurch um ebendiese cm entlastet, die ZLF hingegen wird belastet. In Summe ist die Kraft, mit der beide Federsysteme die Starrachse auf den Boden drücken, gleichgeblieben - denn die Achslast hat sich ja auch nicht verändert. Nur wird diese Kraft jetzt anteilig auf das System der Blattfeder (unkomfortables Ansprechverhalten) und das System Luftfeder (weiches, progressives Ansprechverhalten) verteilt.
Grundsätzlich ist es dabei so, dass bei angehobenem Heck die ersten cm des Federwegs zu einem höheren Anteil von der ZLF abgefedert werden, da eine Blattfeder konstruktionsbedingt schon bei geringen negativen Federwegen sehr viel Federkraft einbüßt. Erst bei stärkeren Bodenwellen und Stößen kommt die Blattfeder wieder stärker in's Spiel. Im Ergebnis fährt man daher mit einem ZLF weicher über kurze Stöße und Fugen, obwohl die eigentliche Federrate (="Härte") des Aufhängungssystems tendenziell härter geworden ist.

Das gleiche Phänomen sieht man übrigens bei umgerüsteten Serienfahrzeugen im Rennsport. Ein reines, nicht straßenzugelassenes Rennfahrwerk für die Rundstrecke wie z.B. das KW Competition bietet zwar nur wenige Zentimeter positiven Federweg bei extremen Federraten, rollt aber dennoch subjektiv seidenweich über kleine Bodenunebenheiten. Er stärkere Stöße gehen voll in die Karosserie, weil der Federweg dafür natürlich nicht ausreichend ist. Das Geheimnis sind da die extrem kleinen Losbrechkräfte der hochwertigen Dämpferelemente des Fahrwerks bei Kosten in fünfstelliger Höhe.

oliverlay am 29 Sep 2024 10:23:10

chrisc4 hat geschrieben:Vermutlich fährst du mit 5,5 bar in den Reifen.
Zunächst würde ich den Luftdruck in den Reifen auf das Gewicht je Achse anpassen. Dazu gibt's Empfehlungen der Reifenhersteller. Da bringt schon einiges!


Herzlichen Dank für diesen Hinweis!

oliverlay am 29 Sep 2024 10:27:40

Vielen Dank für diesen Erfahrungsbericht!

Joachim260 am 29 Sep 2024 13:15:40

Hallo Uwe

aus diesem Blickwinkel hatte ich das bis jetzt nicht betrachtet, klingt aber alles logisch.
Für solch einen fundierten und erläuterten Erfahrungsbericht gibt es ein positiv.

Danke und Gruß
Joachim

Xt500 am 09 Nov 2024 02:15:30

Luftdruck und Reifen machen viel aus.
4,3 t Arto in Scandinavien über 8000 km mit Agilis und 3,5 bar v & 4,8 bar hinten über alles gut gefahren.
Jetzt für den Winter Grabber At3 nur aus Jux und Wintertauglichkeit ? bei gleichem Druck komplett
anderes Gefühl vom Fahrzeug.
Gruß aus Bochum

Ahorne7500 am 09 Nov 2024 14:42:16

Hallo,

Wir haben einen Ahorn auf Master, mit 3,5t.

Mich hat das Knallen bei jeder kleinen Kante auch gestört.
Dazu kommt, unser Hund fährt in der Heckgarage mit,
in Sachen Bodenunebenheiten sitzt der quasi vor der ersten Reihe.
Auflasten will ich nicht, zusätzliche Luftfedern ohne Auflasten wären massiver zusätzlicher Balast.

Wir haben seit dem Frühjahr andere Sommerreifen mit höherem Lastindex.
Vorher 114, jetzt 121.
Jetzt kommen wir mit weniger Luftdruck klar, das Knallen ist deutlich weniger
und das Auto hängt noch besser im Lenkrad als vorher.
.

HerrKalle am 09 Nov 2024 15:03:44

Ahorne7500 hat geschrieben:Dazu kommt, unser Hund fährt in der Heckgarage mit....
.



Gehört nicht zum Thema, aber ich hab da mal eine Frage zu.

Wird es da im Sommer nicht brütend heiß in der Heckgarage? Da wirkt ja die Klimaanlage nicht.
Mein Hund würde da sicher aufgrund der Geräuschkulisse vor Angst einen Herzkasper bekommen.

HerrKalle am 09 Nov 2024 15:05:33

oliverlay hat geschrieben:
Austausch der Serien-Federn an der Vorderachse



Darüber würde ich mal nachdenken. Der Kostenaufwand für den Tausch ist überschaubar und bringt einen spürbaren Komfortgewinn.

Ahorne7500 am 09 Nov 2024 17:13:10

HerrKalle hat geschrieben:
Gehört nicht zum Thema, aber ich hab da mal eine Frage zu.

Wird es da im Sommer nicht brütend heiß in der Heckgarage? Da wirkt ja die Klimaanlage nicht.
Mein Hund würde da sicher aufgrund der Geräuschkulisse vor Angst einen Herzkasper bekommen.

Hallo,
Temperatur
Die Tür innen zur Garage ist offen bzw durch eine Einstabmatte ersetzt. Temp wie im Womo, Sichtkontakt.
In das Fenster der AußenGaragentür kann ich einen PC-Lüfter einsetzen.
Lautstärke
Auf seinem Boden ist dickes Kuschelmaterial, das dämpft.
Unebene Fahrbahnen machten(andere Reifen) ihm Streß,
wir haben ihm vorn im Womo 'angeboten', er wollte lieber nach hinten.
.

UweHD am 09 Nov 2024 18:52:11

Ahorne7500 hat geschrieben:zusätzliche Luftfedern ohne Auflasten wären massiver zusätzlicher Balast.
.

Du tauscht beim Umbau lediglich die Polymer-Anschläge gegen die Luftbälge, plus ein paar Meter Luftschlauch.
Ich denke nicht, dass das nennenswert in's Gewicht fällt.

HerrKalle am 09 Nov 2024 19:13:43

Ahorne7500 hat geschrieben:
wir haben ihm vorn im Womo 'angeboten', er wollte lieber nach hinten.
.


Dann ist ja alles in Ordnung. Danke, das du mir dazu geantwortet hast.

Gunnar09 am 11 Nov 2024 12:32:53

Hallo,
wir haben zwar einen Van, das ändert aber nichts am Prinzip.
Da wir einen Motorroller mitnehmen, haben wir den Ducato (mit Maxi Fahrwerk) auf 4,25 to aufgelastet. Dazu war der Einbau einer Zusatzluftfederung an der HA nötig. Wir waren überrascht, daß die serienmäßigen Hartgummi Anschläge an der HA ca. 2 cm abgenutzt waren, nach ca. 35.000 km. Lt. Aussage der Werkstatt ist das normal, da bei Wohnmobilen die Achslasten immer rel. hoch sind. Das bedeutet, daß bei der Fahrt die Blattfedern häufig bis auf die Gummipuffer durchschlagen. Da die Gummipuffer hart sind, sogt das dann für das rumpelige Federungsverhalten.
Nach dem Einbau der Goldschmitt Zusatzluftfedern hat sich das Federungsverhalten vollständig geändert. Das Fahrzeug federt gleichmäßig weich, unterschiedlicher Reifen- Luftdruck macht sich bei der Fahrt praktisch nicht mehr bemerkbar. Ich kann die Zusatzluftfederung nur empfehlen.
Unsere gewogenen Achslasten sind übrigens: VA: 1.640 kg, HA: 2.190 kg.

Gruß

Gunnar

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Fiat Ducato 2,3M-Jet95kW129PS - Hillholder nachrüstbar?
9Gang Automatik Ducato 8
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt