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Zentralasien - Seidenstraße mit dem Wohnmobil


Lagerfeld am 17 Mai 2025 10:44:50

Guten Tag,
meine Frage ist, war jemand in der letzten Zeit mit dem WoMo in der hier o.g. Region ?
Mich würden einige Einzelheiten dazu interessieren.

Vielen Dank, Karl L.

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maxmara am 17 Mai 2025 11:40:51

Lagerfeld hat geschrieben:Mich würden einige Einzelheiten dazu interessieren.

Klar lässt sich die Seidenstrasse mit einem robusten Wohnmobil befahren. Sie ersteckt sich über viele Länder. Welche Route vorteilhaft zu wählen ist, hängt stark von den aktuellen politischen und sicherheitstechnischen Bedingungen der zu durchquerenden Gebiete ab. Das Problem liegt vor allem bei den aktuellen Einreisebestimmungen und Visa-Anforderungen. Zur Zeit bestehen in einigen Regionen politische Spannungen die unüberschaubare Risiken mit sich bringen. Ein Umfahren betroffener Länder erschwert die Reise und setzt dann genaueste Informationen über die jeweiligen Straßenzustände der Ausweichstrecken voraus. In und durch China ist die von Sven Hedin in den 30ger Jahren des letzten Jahrhundert projektierte und mit neuester Technik in den vergangenen 2 Dezennien fertig gestellte Trasse bestens befahrbar.

Lagerfeld am 17 Mai 2025 12:14:54

Danke, Max, aber von polit. Spannungen und unüberschaubaren Risiken habe ich bei meiner Reise vor 2 Ja. nix gemerkt, weder in Kasachstan, noch Kirgistan, noch Usbekistan usw. Alle 5 STAN-Länder, außer Turkmenistan, sind absolut simpel und einfach zu bereisen. Seit Kurzem ist auch die Grenze KIRGISTAN --> TADSCHIKISTAN wieder ohne Weiteres passierbar. Und Turkmenistan beginnt jetzt nach langer Abschottung, sich ganz, ganz langsam zu öffnen. Man nennt es das Nordkorea Zentralasien's. Aber da will ich auch nicht hin, weil man da nur mit Begleitung reisen kann, für die man Kost [Resaurant] & Logis [Hotel] zu bezahlen hat. Das ist für mich als armen Hund zu teuer.

Der China-Vorteil besteht jetzt darin, daß man kein Visum mehr braucht - ABER: Man kann nicht alleine in China in seinem Auto unterwegs sein, nur mit einem Führer - aber auch das wird sich irgendwann mal ändern.

Was mir am meisten Bauchschmerzen bereitet, ist, daß mein Auto 15 Ja. alt ist und ich unterwegs liegen bleibe. Im Norden KASACHSTANS, also von RUS kommend, ist eine Riesen-Steppe, da ist nix, auch keine Tanke,kein Inet, keine Polizei, gar nix und das schon mal auf rund 300 km - was macht man da, wenn man liegen bleibt ?

Hier mal der Dieselpreis - übrigens an alles Tankstellen gleich, erspart den Pfennigfuchsern das Suchen nach einer billigen Tanke:

40 Dieselpreis.jpg


Und hier der Gaspreis:

41 Gaspreis.jpg


Billiger geht's nicht. AdBlue weiß ich nicht, brauche ich nicht.

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maxmara am 17 Mai 2025 13:58:53

Lagerfeld hat geschrieben: Man kann nicht alleine in China in seinem Auto unterwegs sein, nur mit einem Führer

Wenn Peking das Ziel ist, wird dem Camper keine andere Wahl bleiben. Nur welcher deutsche Reisende will schon einen Aufpasser? Was bringt die neue gigantische Trasse von Urumqi bis Peking, wenn das Schicksal der Uiguren von Xingjang faktisch ignoriert werden muss. Im Übrigen hat Chiang Kai-shek, der ab 1925 als Führer der Kuomintang war, Sven Hedin mit der Planung der Seidenstraße beauftragt. Die Wegführung durch die autonome Provinz beruht auf seinem Berechnungen. Aber wer kennt heute noch den Bericht über die Schwierigkeiten seiner Arbeit, der unter dem Titel "Die Flucht des großen Pferdes" 1935 in Deutschland veröffentlicht wurde?

cheldon am 17 Mai 2025 14:07:51

Wir sind mit einem Russland-Visum für 6 Monate und mehreren Einreisen gefahren.
Wenn euer Fahrzeug Add Blue / Partikelfilter hat, solltest du die amotorsteuerung anpassen und den DPF daheim lassen.

HartyH am 17 Mai 2025 14:33:55

Lagerfeld hat geschrieben:Und Turkmenistan ... Aber da will ich auch nicht hin, weil man da nur mit Begleitung reisen kann, für die man Kost [Resaurant] & Logis [Hotel] zu bezahlen hat.

Als ich Mitte 2018 durch Turkmenistan gefahren bin, war keine Begleitung und kein Aufpasser notwendig. Ich habe allerdings auch nur ein Transit-Visum für 5 Tage bekommen. Das hat aber gereicht, um die Hauptstadt Asgabat und den Gaskrater Derweze anzuschauen. Die restlichen 2 Tage habe ich mich mit der miserablen Transit-Straße rumgeärgert. Und das Wort Straße ist noch übertrieben.

Flatus am 17 Mai 2025 18:19:33

Hallo Karl

Wir sind ein paarmal die “Süd-Route” gefahren. Also Türkei – Iran – Pakistan – Indien – Nepal. Das ging mit einem üblichen Wohnmobil problemlos. Zurzeit ist aber leider die Pakistan/Indien-Grenze geschlossen.
Ich fand aber auch Usbekistan und Kirgisien sehr interessant und angenehm zu bereisen.

Gruss Flatus

maxmara am 16 Jun 2025 19:15:03

Flatus hat geschrieben:Zurzeit ist aber leider die Pakistan/Indien-Grenze geschlossen.

...außerdem brennt der nahe und mittlere Osten. Wer riskiert schon in Kriegs- oder Krisengebieten seine Markise auszurollen? Damit dürfte das Thema wohl vorerst obsolet sein. Für Camper scheinen zur Zeit die Village People und Pet Shop Boys den Quadranten hinsichtlich der Reiseziele vorzugeben!......Go west....life is peaceful there, in the open air...

Gogolo am 16 Jun 2025 19:28:46

Was bin ich froh und glücklich, schon im Jahre 2011 mit dem Gogolobil über Russland nach China und auf der Seidenstrasse nach Usbekistan, Turkmenistan ägefahren zu sein und den wunderschönen Iran besucht zu haben. Dies ist jetzt und wohl in absehbarer Zeit unmöglich.


Habe die Ehre

Gogolo

Flatus am 16 Jun 2025 19:42:23

ach ja - ich habe diese Region zwischen 1990 und 2016 4-mal mit dem Womo ausgiebig bereist. Jedes Mal war irgendwo grad Krieg, Unruhen - oder Erdbeben. Doch schlussendlich war jeder Reise unvergesslich schön...

Gruss Flatus

maxmara am 17 Jun 2025 08:25:28

Flatus hat geschrieben: Jedes Mal war irgendwo grad Krieg, Unruhen - oder Erdbeben. Doch schlussendlich war jeder Reise unvergesslich schön..

Jetzt unter Mißachtung aller offizieller Reisewarnungen mit dem Camper den Weg über die Seidenstraße nach China zu suchen, wäre das reinste Abenteuer. Doch schlussendlich schön(blöd).

Flatus am 17 Jun 2025 09:30:52

maxmara hat geschrieben:...
Jetzt unter Mißachtung aller offizieller Reisewarnungen mit dem Camper den Weg über die Seidenstraße nach China zu suchen, wäre das reinste Abenteuer. Doch schlussendlich schön(blöd).

Da hast du natürlich völlig Recht.
Doch auf einer 6-monatigen Fernreisen kann einem so ein Krieg unterwegs schon mal überraschen. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als weiter zu reisen. Dahin wo einem die Behörden schicken. Man könnte natürlich versuchen das Land auf dem Luftweg verlassen. Allerdings illegal, denn dein Fahrzeug ist im Reisepass eingetragen und ohne geht es nicht. Wenn doch, dann verliert man in der Regel nicht nur sein Fahrzeug samt Inhalt, sondern auch die Kaution des Carnets de passage, also gerne mal 100’000 Euro oder mehr. Da schlängelt man sich dann halt lieber durchs Land und weicht den Brennpunkten aus (Krieg/Unruhen sind meistens nur punktuell spürbar) oder wartet ab, bis sich die Situation entspannt…

Gruss Flatus

BeateR am 18 Jun 2025 18:11:05

Ich stimme Dir ja zu, aber nicht in dem letzten Satz. Momentan könntest Du mich bezahlen, aber ich würde dieses so "schöne neue Amerika" unter der so tollen neuen Regierung nie besuchen. Wenn es Westen sein soll, dann alles südlich davon, bis runter nach Feuerland oder Kanada.
PS: leider funktioniert zitieren nicht!

my4seasons am 27 Jul 2025 14:48:50

Politische Fragen (Xinjiang, Trump) sollte man bei Reisen außen vor lassen. Ohnehin sind sie stark gefährdet durch politische Propaganda verzerrt zu sein, so dass man vor Ort oft ganz andere Eindrücke bekommt als man vorher erwartet hat. - So ging es mir mit Iran, und so wird es etlichen Leuten mit Saudi-Arabien gegangen sein.
Über Politik halte ich auf Reisen tunlichst meine Klappe - teils aus Vorsicht, teils aus dem Wissen heraus, dass man als Besucher (und erst recht von außen betrachtet) ohnehin nur einen winzigen Ausschnitt der Wirklichkeit eines Landes erhaschen wird können. Etwas anderes zu glauben, halte ich für Einbildung in jedem Sinne des Wortes.
Aber wenn ich nur dort reisen würde, wo mir die Politik eines Landes gefällt, bliebe nicht viel an Auswahl. Die Liste der No-Go's wäre jedenfalls um ein Vielfaches(!) länger als die Liste der Optionen. Manche lehnen ja sogar die Türkei ab, nur wegen Erdogan. :lach:

Aber was auch Reisende interessieren darf und muss, sind Gegebenheiten wie z.B. Einreiseformalitäten, die Sicherheit für Reisende im Land, Versorgung mit Diesel, die Höhe von CdP-Kautionen usw.

Für die Nachfolgestaaten der UdSSR benötigt man kein CdP. Für Iran hingegen werden horrende Kautionssummen verlangt. Wer das vermeiden will oder muss, hat die Wahl über Georgien nach Russland einzureisen oder von Aserbaidschan über das Kaspische Meer direkt nach Kasachstan per Schiff zu fahren. Letzteres war in der Vergangenheit teilweise nur für Staatsangehörige von Anrainerstaaten bzw. nur in eine Richtung möglich. - Aktuelle Daten habe ich hierzu nicht, da es für uns derzeit nicht auf dem Plan steht, aber da würde ich mich im Bedarfsfall sehr genau erkundigen.

Was USA betrifft - was auch immer man von Trump oder seinen Vorgängern im Amt halten mag - wichtig ist für uns Reisende vor allem, wie es bei der Einreise aussieht. Ich war schon viele Jahre nicht mehr in USA, aber es sieht so aus, dass die US-Einreisebeamten anscheinend regelmäßig Handys, Notebooks, Social Accounts durchstöbern, was selbst in Saudi-Arabien keinem Zöllner einfallen würde und was ich für eine völlig inakzeptable Übergriffigkeit halte.
Hinzu kommt das gestiegene Risiko, dass die Einreise verweigert wird - evtl. aus den blödesten Gründen, z.B. wegen unerwünschten Social-Media-Einträgen oder weil man sich schon mal erdreistet hat ohne US-Erlaubnis nach Iran gefahren zu sein. Man käme unter Umständen in Abschiebehaft (wer weiß, wie lang), während das teuer transportierte Reisefahrzeug im Hafen steht und die Hafengebühren jeden Tag ein tieferes Loch in die Reisekasse brennen. - Das würde ich nicht riskieren.

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