hampshire am 27 Jun 2025 00:53:45 Hallo zusammen, für LKW-Anhänger gibt es Batteriesysteme für Kühlangänger, die über Rekuperation geladen werden und damit Dieselverbrauch sparen. Gibt es so etwas auch schon im Wohnmobilbereich? Ich denke da an Wohnmobile auf LKW Basis. Stromversorgungen mit 20kWh und deutlich mehr Batteriekapazität wären damit gut handhabbar und damit eine andere Dimension der Freiheit der Nutzung von Verbrauchern bzw. Autarkie.
mv4 am 27 Jun 2025 05:56:48 Hast du wenn du dir einen E Transporter zum Wohnmobil umbaust.
Ahorne7500 am 27 Jun 2025 08:12:35 hampshire hat geschrieben:... für LKW-Anhänger ....
Hallo, Weil mich das 'wie' interessiert. Weißt du, wie die Kraft auf den 'Stromerzeuger' übertragen wird? Gibt es Etwas wie ein DynamoSchleifrad oder eine Achse mit Antriebswelle? Wobei ich mir ein Schleifrad bei der Belastung eigentlich nicht vorstellen kann. .
UweHD am 27 Jun 2025 09:32:04 Ahorne7500 hat geschrieben:Weil mich das 'wie' interessiert. Weißt du, wie die Kraft auf den 'Stromerzeuger' übertragen wird?
Die meisten modernen LKW haben einen Retarder im Antriebsstrang. Vermutlich wird der irgendwie genutzt bzw. so modifiziert, dass er beim Bremsvorgang bzw. im Schubbetrieb Strom abgibt.
klink_bks am 27 Jun 2025 09:43:15 UweHD hat geschrieben:Die meisten modernen LKW haben einen Retarder im Antriebsstrang. ............
Max hat aber von Anhängern gesprochen, nicht von Zugfahrzeugen. Und das würde mich auch interessieren, wie man dort die Kraft abgreift. Kann ja eigentlich nur direkt am Rad sein. Gruss von der schönen Mittelmosel Achim
UweHD am 27 Jun 2025 09:59:23 klink_bks hat geschrieben: ...Max hat aber von Anhängern gesprochen, nicht von Zugfahrzeugen...
Ich gehe stark davon aus, dass der Anhänger bzw. Auflieger während der Fahrt an einem Zugfahrzeug hängt und über dieses auch mit Strom versorgt wird :) Die Kühlanlage ist wiederum grundsätzlich im Auflieger montiert, weshalb dort auch das Verbauen eines entsprechenden Batteriesystems Sinn machen könnte. Natürlich könnte man jetzt irgendwie die geschleppten Achsen des Anhängers für den Abgriff der mechanischen Energie nutzen, aufgrund fehlender Kardanwelle, Differential etc. wäre das aber schon ein erheblicher technischer Aufwand. Ein Generator, der in den Rädern des Aufliegers integriert wäre, müsste zudem irgendwie radselektiv in das ABS System integriert werden, um ein ungewolltes Blockieren einzelner Räder zu verhindern. Alles recht komplex. Beim Abgriff an der Kardanwelle umgeht man auch dieses Problemfeld. Der Retarder böte m.E. daher den einfachsten Angriffspunkt für eine Stromerzeugung bei der Verzögerung, einfach weil er i.d.R. schon vorhanden und genau für diesen Zweck konzipiert ist (Umwandlung von mechanischer Energie in elektrische Energie). Aber klar, ich kenne das System nicht und stelle hier nur Vermutungen an.
Hannus am 27 Jun 2025 10:02:38 Zweite Lichtmaschine die nur läd wenn das entsprechende Signal aus dem Bordkomputer anliegt, vorhanden ist es ja. Statt zweiter Lichtmaschine würde auch ein zweiter Booster gehen, wenn die Lichtmaschine stark genug ist.
Idurz am 27 Jun 2025 10:03:07 Einfach mal eine Suchmaschine bemühen: --> Link
UweHD am 27 Jun 2025 10:07:07 Idurz hat geschrieben:Einfach mal eine Suchmaschine bemühen: --> Link
Danke für den Link! Die machen das tatsächlich an der geschleppten Achse - hätte ich nicht gedacht.
Tinduck am 27 Jun 2025 11:26:03 Das technische Problem bei sowas sind die hohen Ladeströme, die möglich und auch nötig sind, wenn das was bringen soll. Da muss man schon elektrische Komponenten wie bei einem richtigen Elektroauto verbauen, damit man damit vernünftige Verzögerungen (wie Retarder) erreicht. Und auch einen Akku, der ordentlich Strom aufnehmen kann. Das macht das ganze ziemlich teuer. Die verlinkte Achse sieht jetzt auch nicht aus, als ob sie für ein paar hundert Euro zu haben ist, und der Akku und eine Ladeelektronik käme noch dazu, wenn ich das richtig sehe. Ist halt die Frage, wie viele km man damit rekuperieren und Bremsen schonen muss, bis man die Kosten wieder raus hat. Für einen LKW, der Millionen km fährt, geht sich das vielleicht aus, für ein Womo auf LKW-Basis mit einem hundertstel der Km-Leistung wohl eher nie. bis denn, Uwe
neyoo am 27 Jun 2025 13:20:46 hampshire hat geschrieben:Hallo zusammen, für LKW-Anhänger gibt es Batteriesysteme für Kühlangänger, die über Rekuperation geladen werden und damit Dieselverbrauch sparen. Gibt es so etwas auch schon im Wohnmobilbereich? ....
Mir fällt nur ein 2. Generator ein. Für 12 / 14V kenne ich zumindest einen, der 3500 W bzw 250A liefert. Die Rekuperation kann und macht ja jeder Fiat, Citrön, Mercedes usw ab Werk. Das wäre mal ein Anfang ;) Ob man über 20 kWh am Tag benötigt, kann ich nicht sagen. Zuhause sind es oft 8 bis 15 kWh mit Klimaanlage, Kochen usw. Dann wären 6 Stunden Fahrt zum nächsten Standplatz nötig, wenn man kein Solar hat. Die 250A Ladestom sind eher wenig für einen LiFePo4 Akku, meine Zellen können 1C also 280A. In einen 20kWh Akku kann man problemlos 2000A zum Laden schicken. Wobei sich da eher ein 48V-System anbietet. viele grüße neyoo
hampshire am 27 Jun 2025 17:18:47 Ahorne7500 hat geschrieben:Weißt du, wie die Kraft auf den 'Stromerzeuger' übertragen wird?
Das funktioniert u.A. über eine Achse - z.B. bei Thermoking oder der bereits genannten Firma SAF TRAKr. Tinduck hat geschrieben:Das macht das ganze ziemlich teuer. Die verlinkte Achse sieht jetzt auch nicht aus, als ob sie für ein paar hundert Euro zu haben ist, und der Akku und eine Ladeelektronik käme noch dazu, wenn ich das richtig sehe.
Ja, die Systeme gibt es ab so 50k. In einem kommerziellen täglich eingesetzten Kühlfahrzeug kann sich das lohnen - insbesondere die Standzeiten dürften im Verbrauch teuer sein, wenn ein Dieselaggregat dazu läuft. Da gibt es bereits eine wirtschaftliche Anwendung. Im Wohnmobilbereich spielt bei manchen Modellen die Wirtschaftlichkeit ja nicht mehr die Top Priorität. Daher dachte ich, dass es eine High-End-Lösung und Unterscheidungsmerkmal für einen der Luxusanbieter sein könnte einfach mit 50kWh Batteriekapazität eine Woche Strom Autarkie im Fahrzeug zur Verfügung zu stellen, ohne dass man fahren oder den Motor einschalten muss. Aber das Prinzip müsste sich doch auch kleiner bauen lassen, z.B. über den Abgriff von einem vorhandenen Retarder (hier eben nicht mehr Anhänger, sondern Wohnmobil) über einen leistungsfähigen Laderegler in einen "fetten Patteriepark". Tinduck hat geschrieben:Ist halt die Frage, wie viele km man damit rekuperieren und Bremsen schonen muss, bis man die Kosten wieder raus hat.
Das bekommst Du nie über die Nutzung refinanziert. Wer in der Lage ist, diesen Gedanken zu vergessen und sich der Freude der Unvernunft mit den üblichen pseudorationalen Argumenten hingibt - wie es ja viele von uns tun, wenn es um unsere Fahrzeuge geht - wird die Sache interessant. Hey, it's gear! neyoo hat geschrieben:Ob man über 20 kWh am Tag benötigt, kann ich nicht sagen.
"Benötigen" natürlich nicht. Na klar könnten wir Situationen ausdenken, in denen das der Fall ist - stell Dir vor Du fährst im Winter nach Skandinavien und willst etwas frei rumstehen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, den Dieselmotor im Stand laufen zu lassen... oder es geht um die Ruhe, wenn kein Diesel läuft, oder...
chrisc4 am 27 Jun 2025 18:32:27 Die Menge an gewonnener Energie durch Rekuperation wird überschätzt. Eigentlich funktioniert das nur einigermaßen Kurzstreckenverkehr oder im hügeligen Terrain. Es wird sonst ja immer nur sehr kurz geladen, oft nur wenige Sekunden. Bei einem Wohnmobil würde das weniger Sinn machen, da hauptsächlich längere Strecken gefahren werden. Bei PKW gibt's das fast bei jedem Neufahzeug verbaut und nennt sich Mildhybrid. In meinem SUV ist das auch verbaut. Durch die zusätzliche relativ große Batterie wird Platz benötigen, natürlich kommt da auch etliches an Gewicht dazu. Dass dadurch weniger Sprit verbraucht wird, habe ich nicht festgestellt.
hampshire am 27 Jun 2025 20:44:53 chrisc4 hat geschrieben:Die Menge an gewonnener Energie durch Rekuperation wird überschätzt. Eigentlich funktioniert das nur einigermaßen Kurzstreckenverkehr oder im hügeligen Terrain.
Ich denke, dass man unterschätzt, wie viele Ladezyklen eine Fahrzeugbatterie in einem rekuperierendem System so macht. Die Ladeenergie, die bei einem schweren Fahrzeug generiert wirr dürfte deutlich mehr sein als bei den üblichen 2-Tonner Hybrid oder Elektro PKW. Dadurch, dass die zu füllende Batterie in der vorgeschlagenen Anwendung nicht für den Fahrbetrieb genutzt wird, kommt auf mittleren Strecken schon einiges zusammen.
BossHogg am 28 Jun 2025 07:13:52 At hampshire, stell Dir vor Du fährst im Winter nach Skandinavien und willst etwas frei rumstehen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, den Dieselmotor im Stand laufen zu lassen
Du hast leider etwas wenig Ahnung von schweren Fz.! Wenn Du da im Winter auf verschneiten oder vereisten Straßen soetwas wie einen Retarder nutzt, fliegst Du von der Straße da Du damit die Führung der Hinterachse beim Blockieren dieser verlierst. Dasselbe bei der Ladeachse. Genau deswegen benutzt man im Winter bei entspr. Wetterlagen keine Retarder oder deaktiviert die Ladeachse um Unfälle zu verhindern.
Stocki333 am 28 Jun 2025 08:00:42 BossHogg hat geschrieben:Wenn Du da im Winter auf verschneiten oder vereisten Straßen soetwas wie einen Retarder nutzt, fliegst Du von der Straße da Du damit die Führung der Hinterachse beim Blockieren dieser verlierst. Dasselbe bei der Ladeachse.
Die Aussage ist korrekt. IM Automatikmodus ist der Retarder nicht brauchbar. Hier möchte ich noch was Richtigstellen. Der REtarder erzeugt keinen Strom. Sondern nur eine riesige Menge Abwärme. Die ds Kühlsystem ds Fzg an an die Grenze bringt. Ca 5 Km. Dann hast du 100 Grad. Auch eine Wirbelstrombremse erzeugt keine Elektr Energie. sondern braucht jede Menge zum Betrieb. So als Beispiel. Brenner richtung Süden. In Sterzing sind die 2 Bleibatterien a, 180 Ah( 2 in Serie.) Leer. Da kannst du nicht mal die MAschine mehr starten. für LKW-Anhänger gibt es Batteriesysteme für Kühlangänger, die über Rekuperation geladen werden und damit Dieselverbrauch sparen.
Werden sich nicht durchsetzen. Ein Kühlsattel wird von einer 40 Ps Dieselmaschine angetrieben. Nach 6 Tagen hat der 150 Liter Diesel verbrannt. Bei 4 Grad Innentemperatur. So bekommt man eine Ahnung, wie die benötigte Energie aussehen muß. Franz
hampshire am 28 Jun 2025 08:41:28 Stocki333 hat geschrieben:Hier möchte ich noch was Richtigstellen. Der REtarder erzeugt keinen Strom.
Ich werde den Begriff Retarder in diesem Zusammenhang nicht mehr nutzen. Stocki333 hat geschrieben:Ein Kühlsattel wird von einer 40 Ps Dieselmaschine angetrieben. Nach 6 Tagen hat der 150 Liter Diesel verbrannt. Bei 4 Grad Innentemperatur.
Bei den Kühlsatteln werden ja auch Hybridsysteme eingesetzt. Schon klar, dass das nicht komplett über Batterie geschieht.
Stocki333 am 28 Jun 2025 09:36:06 hampshire hat geschrieben:Bei den Kühlsatteln werden ja auch Hybridsysteme eingesetzt. Schon klar, dass das nicht komplett über Batterie geschieht.
Bei Sattelfzg eher weniger. Aber bei kleinern Einheiten im Verteiler und Zustellverkehr, dort kann ich mir das vorstellen. Bedenke folgendes. Um einen Kühlsattel, leer. von +30 Grad auf 2 Grad runterzukühlen. Brauchst du 2 Std. Die Dieselmaschine läuft da auf Vollgas. Mit den stärkstn Aggregaten die momentan am Markt siind. Bedenken sollte man aber auch das Gewicht, eines Hybrid. Zusätzlicher E- Motor und Accugewicht. Und es ist sehr schwierig, bei eienm Kühler die Gewichte einzuhalten. Damitd u Ruhe vor der Hey hast. Franz
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