Das A und O bei einer Reise nach Großbritannien ist ein spezieller Versicherungsschutz. Angenommen, Ihr habt einen unverschuldeten Unfall, z.B. mit Totalschaden. Ihr bekommt von der gegnerischen Versicherung keinen Penny. So ist das Recht in GB. Nach britischen Recht muss die eigene Versicherung zahlen.
Und von der eigenen Versicherung in D bekommt man auch keinen Cent, da man ja am
Unfall schuldlos war. So ist das Recht in D. In D muss die Versicherung des Schuldigen bezahlen. Man bleibt also auf allen Kosten selbst sitzen. Wenn man eine Mobilitätsgarantie hat, zahlt die eigene Versicherung z.T. wenigstens den Heimflug.
Man braucht also eine Zusatzversicherung für Schäden am Fahrzeug und Personenschäden in GB. Empfehlenswert ist auch eine Rechtsschutzversicherung, die auch für GB gilt.
Wir hatten vor ca. 10 Jahren einen unverschuldeten Unfall mit Totalschaden und wissen genau, worüber ich hier schreibe. Die Polizei hat den Unfall aufgenommen, weigerte sich aber, die Schuldfrage festzustellen. Der schottischer Polizeiminister in einem Brief an uns: "Es ist nicht die Aufgabe der schottischen Polizei, den Schuldigen bei einem Verkehrsunfall festzustellen." Die schottische Polizei weigerte sich auch, Ihre Fotos für ein Gerichtsverfahren zur Verfügung zu stellen. Die schottische Polizei prüft nur, ob einer der beiden Fahrer unter Alkohol oder Drogen steht.
Eigene Fotos sind vor britischen Gerichten ohne Beweiskraft.
Wir haben also von der gegnerischen Versicherung trotz eigener Anwälte keinen Cent für den Totalschaden und den entgangenen Urlaub erhalten.
Was empfehle ich dringend!!!:
Fahrt
nicht mit eigenem Fahzeug (Wohnmobil, PKW) nach GB und Irland. Das britische und irische Recht unterscheidet sich stark vom kontinentalen Recht. Fliegt stattdessen mit dem Flugzeug vor Ort und mietet Euch dort ein
Wohnmobil oder PKW.