Pechvogel am 09 Apr 2026 17:11:28 WomoTechnikService hat geschrieben:Erinnert Euch mal daran, als die Helmpflicht für Radfahrer in der Bundesregierung diskutiert und schließlich abgelehnt wurde... eine Begründung war, es wäre ein Eingriff in die persönliche Freiheit! Was ist denn der Gurt?...
Was ist denn die Helmpflicht für Moped und Motorradfahrer? Und selbst Mofas die mit ihren 25km/h langsamer sind als so manches Fahrrad. Vielleicht war auch die Entscheidung gegen die Helmpflicht für Fahrradfahrer falsch?! Tatsache ist aber doch dass die Gurtpflicht bis jetzt tausenden von Unfallopfern das Leben gerettet hat und auch die Schwere der unfallbedingten Verletzungen durch den Gurt verringert wurde und wird. Und das kommt dann allen ( Versicherten ) zu Gute. Aber weil es nur wenige Womos bzw Womounfälle gibt könnte man da eine Ausnahme machen!??! :gruebel: Gibt auch nur wenige Ferraris, jedenfalls in Relation zu VW-Golfs. :gruebel: Und wenige "Golf R" in Relation zu allen Golf. :gruebel: Boa und nur ganz wenige pinkfarbene Dacias! :D Man findet immer irgendeine Ausrede warum das für MICH ein Eingriff in die persönliche Freiheit ist. Grüße Dirk
Bergbewohner1 am 09 Apr 2026 17:24:43 MilesandMore hat geschrieben: Lieber Peter, das ist bedauerlich, daß du vielleicht ganz alleine als Single lebst ohne jede Freundschaft und Familie. Falls nicht - dann denke einfach an den Schmerz den du verursachst bei diesen Menschen falls du stirbst oder behindert bleibst den Rest deines Lebens. Beste Gruesse Bernd
Natürlich hast du Recht Bernd, aber was ist mit den Menschen die von geistig gestörten Menschen in den Krieg geschickt werden und dort zu Hundertausenden ihr Leben lassen müsssen, da sind die doch die "paar " Gutmuffel oder ohne Helm Fahrer pinatz dagegen.
Jagstcamp-Widdern am 09 Apr 2026 17:31:37 vom gurt über den aluhut zum gestörten weltfrieden :!: respekt!
war auch irgendwas in china :?: hartmut
fomo am 10 Apr 2026 08:44:07 mithrandir hat geschrieben:Aber Autofahren gehört ja mittlerweile fast zu Grundbedürfnissen, da kann man auch ein paar regeln festlegen.
Die müssen aber so einfach sein, dass auch der Dümmste sie einhalten kann. Sonst wird es zu kompliziert und zu teuer die Führerscheinprüfung zu bestehen, was aktuell diskutiert wird.
fomo am 10 Apr 2026 08:47:33 purplenew hat geschrieben:Ich kenne keine §§ in denen steht "essen verboten, Haare kämmen verboten, mit dem Beifahrer unterhalten verboten (obwohl das kann mitunter schon sehr stark ablenken :lach: ), ...
Im Zweifel greift immer der §1 der Straßenverkehrsordnung § 1 Grundregeln (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
Das wurde schon in der Frühzeit des Straßenverkehrs geschickt formuliert.
purplenew am 10 Apr 2026 09:51:29 fomo hat geschrieben:Im Zweifel greift immer der §1 der Straßenverkehrsordnung § 1 Grundregeln (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
Ich habe bei meiner Antwort/Frage nicht bedacht, dass -cbra aus Österreich kommt und dort das Essen während der Fahrt wohl nicht erlaubt ist -es noch einen Kosmos außerhalb Deutschlands gibt und dort andere Vorschriften gelten können Und leider nein, nach §1 StVO ist das Essen am Lenkrad während der Fahrt grundsätzlich nicht untersagt, ebenso wie das Haarekämmen... Irgendwann stellt natürlich auch hier bei uns im Land die Frage "wie groß ist die Ablenkung durch...". Eine Stulle in der Hand reicht da nicht. Allerdings habe ich schon Fahrer großer schwerer Transportfahrzeuge gesehen, die sich eine Art Tisch auf dem Lenkrad gebastelt hatten und dort mit Teller, Messer und Gabel hantierten. So ein Verhalten könnte tatsächlich mehr als grenzwertig sein und könnte unterbunden werden. Thomas
hampshire am 10 Apr 2026 10:02:06 mithrandir hat geschrieben:Und dann machen wir Gesetze, dass alle Autofahrer angeschnallt sein müssen, außer wohnmobilfahrer, weil wir genau die gegen Fahrradfahrer aufrechnen? Wo fangen wir an und wo hören wir auf?
Das ist eine ganz wesentliche Frage jeder Politik, die in einer funktionierenden Demokratie in Debatte und Beschluss geklärt wird. Beschlüsse haben daher oft die Form eines Kompromisses. Kompromisse messen sich nicht daran, in wie weit sie zu 100% schlüssig sind, sondern in wie weit sie unterschiedliche, oft gegensätzliche Interessen berücksichtigen. Daher hängt das "Funktionierende" in der Demokratie in hohem Maße an der Fähigkeit jedes Bürgers, Dissonanz auszuhalten. Genau diese Fähigkeit ist leicht angreifbar, in dem man einzelne Sachverhalte aus dem Großen und Ganzen herausnimmt und in ihrer Unstimmigkeit betrachtet, ohne ihren Sinn zu berücksichtigen. Ein beliebtes Mittel dabei ist der Wechsel des Kontextes. Danke, mithrandir, dass Du das aufgreifst. purplenew hat geschrieben:Wonach wird denn hier geahndet? Ich kenne keine §§ in denen steht "essen verboten, Haare kämmen verboten, mit dem Beifahrer unterhalten verboten (obwohl das kann mitunter schon sehr stark ablenken :lach: ), ...
Es ist organisatorisch schlichtweg nicht möglich eine Negativliste von Verhaltensweisen aufzuführen. Daher gibt es ja in Deutschland den ersten Paragraphen, auf den fomo ja auch hinweist. Es ist schlicht unmöglich, einen vollständigen Katalog von Verhaltensweisen aufzuführen und alles, was nicht da steht zu erlauben. Da müssten dann "Krawatte binden" als Punkt drin stehen und jemand könnte sich herausreden: Das war doch eine Fliege". Vielleicht zeigt dieses Beispiel, wie hohl die "wo steht das genau so"-Argumentation im Kern ist. Die Regelung mit einem Ermessensspielraum ist pragmatisch und sinnvoll. An den Grenzen kann man sich immer wieder abarbeiten, das meiste aber dürfte in einem breiten Konsens sein (hier Krawattebinden). fomo hat geschrieben:Das müsste man doch abwehren können.
Mal geblitzt zu werden kann jedem passieren. Man weiß ja selbst, ob die Anschuldigung so stimmt oder nicht. Wenn es stimmt: Zugeben, zahlen, lernen oder auch nicht und fertig. Was ich überhaupt nicht leiden kann ist opportunistische Unaufrichtigkeit, die die Gerichte verstopft und Behörden beschäftigt, nur weil jemand die Chance sieht, ein paar Euro nicht zahlen zu müssen, obwohl er weiß, dass es eigentlich gerechtfertigt wäre.
purplenew am 10 Apr 2026 10:39:20 hampshire hat geschrieben:Was ich überhaupt nicht leiden kann ist opportunistische Unaufrichtigkeit, die die Gerichte verstopft und Behörden beschäftigt, nur weil jemand die Chance sieht, ein paar Euro nicht zahlen zu müssen, obwohl er weiß, dass es eigentlich gerechtfertigt wäre.
Dem kann ich so leider nicht uneingeschränkt folgen. Unser Staat, also wir, hat sich ein Regelwerk gegeben, das für den Verwaltungsapparat Staat und den Bürgern/Menschen gleichermaßen gilt. Und der Verwaltungsapparat Staat hat mir das Recht eingeräumt, dass ich mich in bestimmten Verfahren nicht äußern muss. Und schon gar nicht muß ich zugeben, dass ich mich möglicherweise nicht den Regeln entsprechend verhalten habe. Wenn ich als Bürger dem Staat nachweisen muss dass dieser sich mir gegenüber nicht richtig verhalten hat, warum soll es umgekehrt nicht auch so sein? Ich will damit nicht sagen, dass man falsche bzw. unrichtige Angaben machen soll, aber einfach nichts sagen ist doch nicht verwerflich. So soll der Verwaltungsapparat doch bitte aber auch nachweisen, wer tatsächlich Fahrer bei einer z. B. Geschwindigkeitsüberschreitung gewesen ist. Mich als Halter anzuschreiben reicht da nicht aus. Ich muss nicht immer gleich bezahlen (Verwarnungsgeldangebot) bzw. angeben, dass ich bzw. wer der Fahrer des Fahrzeugs gewesen bin/ist. Thomas
Joachim260 am 10 Apr 2026 10:49:28 Wenn man einen Fehler gemacht hat den einzugestehen und dafür auch geradezustehen zeugt für mich von Stärke und Verantwortung. Einen Fehler von dem man genau weis daß man ihn gemacht hat versuchen mit einem Rechtsanwalt abzuwenden ist für mich Feigheit.
Gruß Joachim
cbra am 10 Apr 2026 11:10:37 wenn manche hier schreiben gurt vs persönliche freiheit oder "selbstgefährdung"
der gurt gibt dir in diffizilen fahrsituationen auch sicherheit, weil man gut im sitz sitz und nicht das lenkrad als halterad missbraucht. deshalb ist man auch im fahrsicherheitstraining angeschnallt. und mmn gibt es KEINEN grund sichj im verkehr nicht anzugurten (also vom parken mit rein/raus/rein/raus.. abgesehen)
wer das unbequem findet oder sonstwas - gurt ordentlich einstellen und fertig. der gürtel der hose, zwickt bei vielen wohl mehr bei damen weis ichs nicht, aber es jammern ja im wesentlichen eh nur männer
selbstgefährdung - ja, verstehe ich und bin da auch recht freigeistig. eisklettern , downhill-- alles gut und soll auch versichert sein aber da gehts um dinge die spass machen, einen sportlichen oder wert haben oder so beim "ohne gurt fahren" kann ich keinerlei mehrwert oder nutzen für irgendwen erkennen
WomoToureu am 10 Apr 2026 11:38:13 cbra hat geschrieben:wenn manche hier schreiben gurt vs persönliche freiheit oder "selbstgefährdung"...und mmn gibt es KEINEN grund sichj im verkehr nicht anzugurten (also vom parken mit rein/raus/rein/raus.. abgesehen)...
Ich sehe das mal so als deine persönliche Meinung und als solche wollen wir das mal stehen lassen. Glücklicherweise hat das nichts mit deutschem Recht zu tun, es gibt zahlreiche Menschen die sich nicht anschnallen und dies auch nicht müssen, nur zu Deiner Info.
cbra am 10 Apr 2026 11:41:33 um menschen die eine behördliche ausnahmegenehmigung haben gehts hier ja wohl nicht, sondern um blindstecker und programmierer
und ich hoffe das wird streng gehandhabt
WomoToureu am 10 Apr 2026 11:49:07 cbra hat geschrieben:um menschen die eine behördliche ausnahmegenehmigung haben gehts hier ja wohl nicht, sondern um blindstecker und programmierer und ich hoffe das wird streng gehandhabt
Wer keinen Gurt aus welchen Gründen anlegt, führt den Gurt einfach vor dem einsteigen ins Gurtschloss und setzt sich dann auf den Gurt. Da braucht es kein Gurtschloss und keinen Programmierer. Mit Multiecuscan und anderen Fahrzeugauslesesoftware kann man die Gurtüberwachung auch einfach rausnehmen, auch kein Thema. Bitte kümmert Euch doch mehr um Euch und um Eure Sicherheit, wenn das dann alle tun haben wir das maximale erreicht.
Jagstcamp-Widdern am 10 Apr 2026 12:43:17 aber dann auch nicht meckern über die knolle....
allesbleibtgut hartmut
cbra am 10 Apr 2026 12:48:38 cbra hat geschrieben:um menschen die eine behördliche ausnahmegenehmigung haben gehts hier ja wohl nicht, sondern um blindstecker und programmierer und ich hoffe das wird streng gehandhabt
WomoToureu hat geschrieben:Wer keinen Gurt aus welchen Gründen anlegt, führt den Gurt einfach vor dem einsteigen ins Gurtschloss und setzt sich dann auf den Gurt. ...
Bitte kümmert Euch doch mehr um Euch und um Eure Sicherheit, wenn das dann alle tun haben wir das maximale erreicht.
kannst du einen VERNÜNFTIGEN grund nenn das zu tun wie gesagt - von attestierten medizinischen gründen abgesehen man reduziert die sicherheit belastet das sozialsystem unnötig belastet die unfallteams mit unschönen bildern aus "sturheit", trotz, warum denn? gurt anlegen sollte eigentlich so normal sein wie nicht unbekleidet in der öffentlichkeit rumzulaufen
purplenew am 10 Apr 2026 12:51:48 WomoToureu hat geschrieben:Bitte kümmert Euch doch mehr um Euch und um Eure Sicherheit, wenn das dann alle tun haben wir das maximale erreicht.
2023 lagen diese Unfallkosten insgesamt bei 37,2 Milliarden Euro. Diese Summe besteht aus zwei großen Teilen: Sachschäden: Das sind Schäden an Autos und anderen Dingen auf der Straße, die durch Unfälle kaputt gehen. Diese machen etwa zwei Drittel der Gesamtkosten aus, also 24,7 Milliarden Euro. Personenschäden: Das sind die Kosten, die durch Verletzungen oder Todesfälle entstehen. Diese betrugen 12,5 Milliarden Euro und setzen sich so zusammen: – 1,99 Milliarden Euro für Leichtverletzte – 7,00 Milliarden Euro für Schwerverletzte – 3,48 Milliarden Euro für GetöteteIm Jahr 2023 hatten wir 2830 Tote im Straßenverkehr. Rechnerisch betragen die Kosten je Verkehrstoter somit rund 1,3 Mill. Euro. Statisch belegt sind von diesen Verkehrsunfalltoten im Schnitt jährlich 200 Personen nicht bzw. nicht richtig angeschnallt gewesen. Davon ausgehend, dass der Gurt die Unfallfolge abgeschwächt hätte, liegen diese Kosten somit jährlich bei ca. 260 Mill. Euro. Diese Kosten müssen von der Gemeinschaft getragen werden, also auch von jedem von uns. Daher kümmert mich schon auch die Sicherheit anderer. Von dem vermeidbaren menschlichen Leid will ich hier gar nicht reden. Insgesamt waren 43% der getöteten und schwerverletzten Fahrzeuginsassen nicht bzw. nicht richtig angeschnallt. Somit hätte auch mit Sicherheit eine hohe Anzahl der Schwerverletzten durch das Anlegen des Sicherheitsgurtes vermieden werden können. Auch hier könnte man jetzt die vermeidbaren Kosten für die Allgemeinheit berechnen. Sicherheit im Straßenverkehr ist somit keine indivudelle Angelegenheit. Die nicht unerheblichen Folgen eines Fehlverhaltens, hier das Nichtanschnallen, betrifft uns alle und darum sollten wir uns auch alle darum kümmern. Thomas
Pechvogel am 10 Apr 2026 12:57:19 cbra hat geschrieben:...gurt anlegen sollte eigentlich so normal sein wie nicht unbekleidet in der öffentlichkeit rumzulaufen
Im Grunde genommen gebe ich Dir ja 100% Recht! Aber cbra hat geschrieben:...der gurt gibt dir in diffizilen fahrsituationen auch sicherheit, weil man gut im sitz sitz und nicht das lenkrad als halterad missbraucht... Hast Du Hosenträger-Gurte im Womo oder hält dich diese kleine Feder, die den Gurt "stramm hält", im Sitz?? cbra hat geschrieben:... deshalb ist man auch im fahrsicherheitstraining angeschnallt.
Nicht vielleicht aus Sicherheitsgründen?? :gruebel: Grüße Dirk
cbra am 10 Apr 2026 13:02:49 Aber.... cbra hat geschrieben:...der gurt gibt dir in diffizilen fahrsituationen auch sicherheit, weil man gut im sitz sitz und nicht das lenkrad als halterad missbraucht... Pechvogel hat geschrieben:Hast Du Hosenträger-Gurte im Womo oder hält dich diese kleine Feder, die den Gurt "stramm hält", im Sitz?? .....
Grüße Dirk
nein aber einsteigen angurten gurt straffen, also ordentlich spannen immer in "fremdem auto" meistens sitz nach vor hosenträger sind in der Doka schlecht zu montieren ;) training also bei vollbremsungen, U-turns, schleuderplatte sitz ich schon gerne gut fixiert und kann mich aufs lenken konzentrieren
WomoToureu am 10 Apr 2026 13:13:30 cbra hat geschrieben:kannst du einen VERNÜNFTIGEN grund nenn das zu tun...wie gesagt - von attestierten medizinischen gründen abgesehen
Ich zum Beispiel habe eine Anschnallbefreiung attestierten Medizinischen Gründen, so wie zahlreiche andere Bürger ebenfalls. Ich freue mich immer über Post von "Blitzern" in denen mir das nichtanlegen des Gurtes vorgeworfen wird und ich Einspruch einlegen muss und eine Kopie einreichen muss. Ja heute geht das digital jedoch muss man sehr viel ausfüllen und ein falscher Klick und man darf wieder neu anfangen. Daher hatte ich geschrieben, dass es die automatische Erkennung bereits seit über zehn Jahren gibt.
Joachim260 am 10 Apr 2026 20:12:51 Hallo also ich kann mir keinen medizinischen Grund vorstellen der eine Befreiung der Anschnallpflicht rechtfertigt. Könnte mich da mal bitte jemand aufschlauen. Ohne angeschnallt sind die Verletzungen bei einem Unfall auf jeden Fall schlimmer als mit Gurt und nur darum geht es ja, ob der Gurt ohne Unfall bequemer ist oder nicht kann da eigentlich keine Relevanz spielen, sonst bräuchte sich keiner anschanllen. Gruß Joachim
RaGu am 10 Apr 2026 20:18:17 Joachim260 hat geschrieben:also ich kann mir keinen medizinischen Grund vorstellen der eine Befreiung der Anschnallpflicht rechtfertigt. Könnte mich da mal bitte jemand aufschlauen.
1. Massive Atembeschwerden oder Platzangst... 2. Operative Eingriffe und frische Wunden... 3. Physische Hindernisse (Stoma / Implantate)... 3. Skelett-Deformitäten Klar: Man benötigt ein ärztliches Attest, mit dem man zur Straßenverkehrsbehörde muss, um eine amtliche Ausnahmegenehmigung zu erhalten.
WomoToureu am 10 Apr 2026 20:22:26 Joachim260 hat geschrieben:also ich kann mir keinen medizinischen Grund vorstellen der eine Befreiung der Anschnallpflicht rechtfertigt. Könnte mich da mal bitte jemand aufschlauen.
Da gibt es zahlreiche Erkrankungen wo das der Fall ist, es wird immer abgewogen in welchem Fall die Gefahr und Wahrscheinlichkeit eines Gesundheitsschaden größer ist. Mit etwas Phantasie und der Kenntnis wo die beiden Gurte verlaufen kommst Du drauf, was da alles so sein kann. Sei froh das Du nichts hast..... :ja: Eher 3. Physische Hindernisse (Stoma / Implantate)...aktuelle Sache unter 2 ja auch. Nervenläsionen ist ein Thema, Narben etc....
hampshire am 10 Apr 2026 22:14:01 purplenew hat geschrieben:Und der Verwaltungsapparat Staat hat mir das Recht eingeräumt, dass ich mich in bestimmten Verfahren nicht äußern muss. Und schon gar nicht muß ich zugeben, dass ich mich möglicherweise nicht den Regeln entsprechend verhalten habe.
Natürlich hast Du das Recht. Du kannst entscheiden, ob Du es in Anspruch nimmst oder nicht. Das Prinzip finde ich völlig richtig. Nicht jedes legale Verhalten muss man mögen.
Joachim260 am 11 Apr 2026 07:59:39 Hallo und danke für die Rückmeldung Stoma, Implantat kann ich verstehen bei den anderen Gründen wäre mir persönlich das Risiko bei einem Unfall aber zu groß um deshalb eine Befreiung zu veranlassen. Und daß ein Gurt die Atmung beeinträchtigt, na ja, ist dann wohl mehr eine psychische Komponente. Das soll jetzt aber keine Kritik sein wenn jemand solch eine Befreiung hat, hab kein Problem damit.
Danke nochmal für die Info Joachim
BikeAir am 11 Apr 2026 09:06:18 Alter Verwalter, was für eine Diskussion :eek: und das nach 50 Jahren erfolgreicher Anschnallpflicht, die zig tausenden Menschen schwere Verletzungen oder den Tod erspart hat. Mit diesem Wissen unangeschnallt zu fahren, ist einfach dämlich und wer das dennoch macht, muß halt sein Knöllchen zahlen und wenn es dann mal richtig kracht, kriegt er auch noch seinen persönlichen Darwin Award.
Bei manchen Kommentaren hier, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.
Grüße
binsofrei am 11 Apr 2026 11:26:09 nkag16 hat geschrieben:Schon interessant, wie man hier argumentiert. Haltet euch an die Spielregeln, fahrt einfach angeschnallt und gut ist.
Danke für den Hinweis ..
Knaus650MEG am 11 Apr 2026 12:03:08 Joachim260 hat geschrieben:Und daß ein Gurt die Atmung beeinträchtigt, na ja, ist dann wohl mehr eine psychische Komponente. Joachim
Ich denke die Beurteilung zur Befreiung der Gurtpflicht sollten wir besser den Leuten überlassen die das medizinisch können und das auch attestieren dürfen. Bei der Aufzählung der betroffenen Personengruppe gehören dazu nicht auch schwangere Frauen?
WomoToureu am 11 Apr 2026 14:59:29 Knaus650MEG hat geschrieben:..Bei der Aufzählung der betroffenen Personengruppe gehören dazu nicht auch schwangere Frauen?
Nein natürlich nicht.
purplenew am 11 Apr 2026 15:17:06 Knaus650MEG hat geschrieben:... die Beurteilung zur Befreiung der Gurtpflicht sollten wir besser den Leuten ...das auch attestieren dürfen.
Die Gründe für eine Befreiung von der Gurtpflicht dürften unterschiedlich und individuell sein. Gleichgelagerte Sachverhalte könnten von den Betroffenen bzw. den Beurteilern durchaus verschieden bewertet werden und zu unterschiedlichen Ergebnissen führen (Antragstellung ja/nein, Befreiung ja/nein). Es ist gut und richtig, dass es die Möglichkeit einer Befreiung von der Gurtpflicht gibt. So sind auf jeden Fall auch Menschen mit einem entsprechenden Handycap nicht bewegungseingeschränkt, nur weil sie den Sicherheitsgurt nicht anlegen können. Thomas
lonsome am 11 Apr 2026 17:10:05 Hallo,
einer der letzten Einsätze in der Notfallseelsorge war ein Toter, der eine Befreiung on der Gurtpflicht hatte und deswegen nicht angeschnallt war. Das hat nicht so schön ausgesehen, wie er mit dem Kopf irgendwo dagegengestoßen ist. Die Unfallgegnerin hat schwer verletzt überlebt.
Darum sollen sie ruhig blitzen, wenn dadurch so großes Leid verhindert wird. Und wenn jemand eine Befreiung hat, ist das seine Sache. Ich kenne aber eine Familie, da fahren mehrere Mitglieder ohne Gurt und stecken nur ein anderes Gurtschloss ein, damit nichts piept.
Gruß Klaus
goorooj am 11 Apr 2026 19:42:10 Wenn ich keinen Gurt habe, dann werde ich sicher auch keinen einbauen ( Oldtimer, altes Womo hinten... ), das ist mir egal, aber wenn einer da ist dann benutze ich den auch. Sich einfach aus Prinzip nicht anzugurten und irgendwas ins Gurtschloss stecken damit es nicht piept ist schon ein bisschen seltsam. Wenn man auf dem Grundstück rangiert ok, aber sonst....
Ich bin auch in der Karibik ohne Helm Motorrad gefahren, einfach weil es keinen zu Leihen gab und es dort irgendwie keiner macht. Ist ja mein Risiko. Nicht zu fahren weil ich keinen Helm habe würde mir nicht einfallen. Aber hätte es einen gegeben, hätte ich den auch getragen, auch wenn ich nicht muss.
Fahrradhelme... ja, wenn ich mich in den Bergen bei mir mit meinem eMTB irgendwelche steilen Wege runterstürze, sicher. Bei einem gemütlichen Flachlandausflug zum Biergarten... ja nimmer nicht.
Pechvogel am 11 Apr 2026 20:49:54 goorooj hat geschrieben:… Sich einfach aus Prinzip nicht anzugurten und irgendwas ins Gurtschloss stecken damit es nicht piept ist schon ein bisschen seltsam…
Das ist nicht seltsam, das ist Vorsatz. Man entscheidet sich absichtlich gegen das Sicherheitsfeature Gurt. Wenn kein Gurt da ist, ist keiner da. Dann kann man sich auch nicht anschnallen. Aber bewusst nicht anschnallen? Und damit das piepsen, das Voraussetzung ist um nach NCAP fünf Sterne bekommen zu können, nicht ständig daran erinnert das man nicht angeschnallt ist, ausprogrammieren oder via Dummy „überlisten“? :wall: Grüße Dirk
rkopka am 13 Apr 2026 09:51:58 goorooj hat geschrieben:Fahrradhelme... ja, wenn ich mich in den Bergen bei mir mit meinem eMTB irgendwelche steilen Wege runterstürze, sicher. Bei einem gemütlichen Flachlandausflug zum Biergarten... ja nimmer nicht.
So habe ich früher auch gedacht. Aber mit fortschreitendem Alter und schwererem (E-)Rad setze ich ihn nun immer auf. Das braucht ja gar nicht der Sturz im steilen Gelände sein. Ein unachtsamer Autofahrer oder einfach nur ein Umkippen mit Sturz auf irgendwas ungünstiges kann viel schaden. Auch beim Snowboarden hatte ich früher keinen Helm, jetzt immer und bin auch schon mit den Helm aufgeschlagen ohne Folgen. RK
hampshire am 13 Apr 2026 10:36:00 Was in einer Gesellschaft als "sicher" betrachtet wird, unterliegt einer Entwicklung. Entsprechend verändern sich Normen und Gesetze. Natürlich gibt es in diesem Prozess unterschiedliche Haltungen und Verhaltensweisen - und das finde ich vollkommen in Ordnung. Auch gehört der Regelbruch zum Alltag dazu. Unser System bewertet unterschiedliche Ebenen des Regelbruchs: Unrecht (schwere Straftat), Regelverstoß gegen die Ordnung (Ordnungswidrigkeit), Konflikt zwischen nicht öffentlichen Entitäten (Zivilrecht) und den Verstoß gegen staatliche Regeln (Verwaltungsrecht). Wer sich der Gurtpflicht entzieht, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wer den Piepser überlistet auch. Einfach mal die Kirche im Dorf lassen und nicht verbal aufrüsten, nur weil das in sozialen Medien so üblich ist. Was mich betrifft: Im Straßenverkehr bin ich im Auto immer angeschnallt. Auf meinem Grundstück muss ich oft rangieren, da stört der Piepser.
mithrandir am 13 Apr 2026 13:18:29 rkopka hat geschrieben:Das braucht ja gar nicht der Sturz im steilen Gelände sein. Ein unachtsamer Autofahrer oder einfach nur ein Umkippen mit Sturz auf irgendwas ungünstiges kann viel schaden.
Ich möchte an dieser Stelle zwei Beispiele zum Nachdenken anbringen (auch wenn der Helm hier OffTopic ist): 1. Ich bin mit 6 Jahren 20m von der Haustür entfernt von einem LKW umgefahren worden. Damals gab es noch keine Fahrradhelme. Ich hatte enormes Glück, schwere Kopfverletzung. Mit Helm hätten meine Eltern sicher weniger Stress und Sorge gehabt und ich hätte mich micht jahrelang mit einer Hep C Infektion durch kontaminierte Blutkonservern herumschlagen müssen. Mir geht es aber hauptsächlich um das Argument "Für die 100m zum Bäcker brauch ich keinen Helm". 2. Im Rettungsdienst haben wir regelmäßig Personen, die ohne Helm vom Fahrrad stürzen. Ohne Fremdeinwirkung, oft auch nicht wirklich schlimm. Aber eine kleine Kopfplatzwunde, kurze Bewusstlosigkeit hindern erst mal an der Weiterfahrt. In den meisten Fällen (besonders bei Personen Ü60) empfehlen wir dringend einen Besuch im Krankenhaus zur Abklärung. Sa ist dann einfach mal der ganze Sonntag oder der Biergartenausflug erledigt. Wäre mit Helm kein Problem.
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