|
Betreff: Aus für den Fischmarkt & Strand Pauli – Das Ende einer Ära (und wer Schuld ist) Moin zusammen, für alle, die planen, in nächster Zeit Hamburg mit dem Mobil anzusteuern: Es gibt schlechte Nachrichten. Die Situation an der Hafenkante hat sich massiv verschärft. Die harten Fakten: Fischmarkt: Das Übernachten wird ab sofort konsequent unterbunden. Die Stadt und die Anwohner ziehen die Reißleine. Grund: Es wurde schlichtweg zu bunt getrieben. Illegale Entsorgung von Grauwasser und Chemie-Toiletten direkt ins Hafenbecken sowie massive Müllprobleme haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Mein Kommentar dazu: Und wieder versauen uns ein paar Idioten alles! Es ist zum Kotzen. Da haben wir einen der spektakulärsten Plätze Deutschlands – direkt an der Elbe, Hafenfeeling pur – und was passiert? Ein paar „Kollegen“ meinen, sie müssten ihre Sch**** wortwörtlich dort abladen, wo andere morgens ihr Fischbrötchen essen. Leute, ganz ehrlich: Wer 60.000 € und mehr für ein Mobil ausgibt, aber zu geizig oder zu faul ist, 5 € für eine ordentliche Entsorgung zu zahlen, hat beim Thema Camping nichts verloren. Dank dieser Ignoranz verliert die Community einen weiteren Top-Spot. Die Quittung bekommen wir jetzt alle: Verbotsschilder, Platzverweise und ein miserables Image. Solange einige ihre Suppe direkt in die Elbe kippen, brauchen wir uns über Höhenbeschränkungen und Nachtparkverbote nicht zu wundern. Glückwunsch an die Fäkalien-Fraktion: Ihr habt es mal wieder geschafft! Die Verursacher werden hier nicht mitlesen....und wenn: "Die anderen machen es ja auch...." ...woher hast du die info was du hier verbreitest ? Link dazu? in der Protzmobil ließt sich das ganz anders ..in diesen Artikel steht null komma nix das der Stellplatz aus den von dir genannten Gründen schließt...es wird von einer Neugestaltung der Freiflächen geschrieben...die Stadt möchte das Gelände attraktiver gestalten.
In den Sitzungen der Bezirksversammlung Altona (z.B. Drucksache 21-3243.1B) wurde das Thema 'Wildes Campen auf dem Fischmarkt' explizit behandelt. Dort heißt es in der Begründung für die verstärkten Kontrollen und Sperrungen unter anderem, dass die 'mangelnde sanitäre Infrastruktur vor Ort' in Kombination mit der hohen Anzahl an Wohnmobilen zu 'untragbaren hygienischen Zuständen' und massiven Beschwerden über 'illegale Abwasserentsorgung' geführt hat. link ? .....
Wenn er denn meint! Ist der 2022 und beschäfftigt sich nicht mit dem Fischmarkt!!! Vielleicht mal wieder ein RaGU? Schreibfehler dürfte es nicht sein weil es geht bis 22-2126! deswegen frage ich ja Kann mal jemand den Threadtitel präzisieren? Bloß weil man da anscheinend nicht mehr übernachten darf, bedeutet das ja nicht das Ende des Hamburger Fischmarkts. :roll: klingt doch viel reißerischer..
Ich kenne jetzt die Situation in Hamburg nicht (und will sie auch nicht kennenlernen), aber solche oder ähnliche Argumente werden regelmäßig und in jeder Gemeinde angeführt, wenn ein Parkplatz oder eine Stellfläche für Wohnmobile gesperrt werden soll. Ist ja auch der einfachste Weg, wenn das niemand hinterfragen möchte oder kann. Echte Zahlen, auch in Relation zu den in das Hafenbecken eingeleiteten Abwässern der Schiffe und dem Müllaufkommen der nicht-campenden Besucher wird man wohl kaum zu sehen bekommen. Ich bin hier erst einmal skeptisch, weil Umweltschutz leider allzu oft als Totschlag-Argument angeführt wird, wenn man seitens der Lokalpolitik unliebsamen Veranstaltungen o.ä. die Genehmigung entsagen möchte. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man unabhängig vom Thema Camping z.B. die Nutzung einer unversiegelten Parkfläche untersagt, weil "Öl aus den parkenden Autos tropfen könnte" und die Veranstaltung dadurch nicht mehr durchführbar ist. Klingt wenig plausibel, denn die Autos parken ansonsten ja auch irgendwo, sind alle straßenzugelassen und mittlerweile zu einem großen Teil eh elektrisch. Dennoch, die Veranstaltung ist erst einmal Geschichte. Selbstverständlich soll und muss sich jeder Camper an die Regeln halten und sogar noch ein wenig mehr Rücksicht walten lassen, um weiterhin als Gast willkommen zu sein. Das steht außer Frage. Es wird aber immer eine kleine Minderheit geben, die sich nicht an die Regeln hält - das ist überall so, und soll und muss in einer freiheitlichen Gesellschaft durch entsprechende Bußgelder und sonstige Strafen geahndet werden. Eine generelle Sperrung oder ein Verbot der Nutzung ist aber etwas deutlich tiefgreifenderes und hat den Charakter einer Sippenhaft. Das wäre in etwa damit vergleichbar, dass man das Befahren einer Straße mit PKW generell verbietet, da sich einige Fahrer nicht an das Tempolimit halten. Klingt absurd, oder? Ist es auch. Ist aber m.E. fast vergleichbar mit dem hier im vorliegenden Fall am Hamburger Fischmarkt. Mal eine Frage: Welche Schiffe leiten denn ihr Abwasser in den Hafen? Und wenn, kann das nie als Argument dienen, um Campermißverhalten zu relativieren.
Relativiert habe ich hier überhaupt nichts. Ich stellte lediglich fest, das niemand den Hafen für Schiffe sperren würde, wenn dort einige wenige Schiffe illegal ihr Abwasser einleiten würden - man würde statt dessen die jeweiligen Reeder oder Kapitäne der verursachenden Schiffe in die Pflicht nehmen. Bei den Campern geht man aber offenbar einen anderen Weg, denn auch für diese ist die Entsorgung von Abwässern in das Hafenbecken untersagt und es gibt vermutlich nur einige wenige schwarze Schafe. Wie gerade du als Moderator überhaupt auf die Idee kommen (und behaupten) kannst, ich würde mit meinem Beitrag Camper-Mißverhalten relativieren, ist mir schleierhaft. Les meinen Beitrag bitte noch einmal genauer und dieses mal vielleicht etwas objektiver. Hallo Ragu, mich interessiert die Argumentation der Schließung, da ich selbst im Gemeinderat bin und es bei uns eine skeptische Haltung zu Stellplätzen gibt, die ich gerne aufbrechen möchte. Leider habe ich auf bv-hh.de kein Dokument mit einer schlüssigen Begründung gefunden, auch nicht in der von Dir angegebenen Drucksache. IM Ausschuss für Stadtentwicklung wird eine neugestaltung des Bereiches zwischen Fischmarkt und Landungsbrücken beraten, in der die Stellplätze wegfallen sollen, aber das scheint noch nicht „spruchreif“ zu sein. Wäre nett, wenn Du da einmal helfen könntest. In der Sache, dass sich danebenbenehmende Menschen der ganzen Community schaden, bin ich ganz Deiner Meinung. Aus der Sicht einer Kommune ist ein kostenloser Wohnmobilstellplatz ein Kostenfaktor, denn die Kosten sind zu budgetieren und der Nutzen ist nicht 1:1 zuortbar und damit eine „Glaubensfrage“. Steigen die Kosten durch Wartungs- Reinigungs- und Ordnungsaufwand, kippen auch einstige Befürworter schnell um, wenn eine kleine Gruppe von Gegnern laut wird. Um einen Wohnmobilstellplatz zu schließen braucht es daher nur wenige engagierte Bürger und keine breite „feindliche“ Stimmung, wie gerne von uns Wohnmobilisten angenommen. Um so ärgerlicher sind die Idioten, die den Gegnern die Waffen liefern.
Also ich sehe in der Verwendung des Wortes Relation schon eine Intention etwas zu "relativieren". Der Wortstamm dürfte der gleiche sein. Aber davon ab, wenn in einer Straße ein Tempolimit erzwungen werden soll, werden dort nicht selten "Bumps" eingesetzt und damit auch alle Autofahrer in "Sippenhaft" genommen. Aber zurück zum Thema. Das Problem der immer häufiger werdenden Generalverbote sind nicht die wenigen "Sünder". Letztendlich ist es einfach die generelle Zunahme von Wohnmobilen. Als in Deutschland nur jeder 1000. ein Womo hatte, und davon nur jeder 100. ein Idiot war, fiel das noch nicht so auf. Jetzt hat halt jeder 50. ein Womo, aber da immer noch jeder 100. Womobesitzer ein Idiot ist, ist eben auch die Anzahl der Idioten gestiegen und das fällt auf. Früher war vielleicht drei mal im Jahr Sauerei auf dem Platz, mittlerweile ist passiert es jede Woche. Und natürlich ist es für die Stadt einfacher den Platz zus schließen als das Personal zur Kontrolle zu erhöhen. münchen ist noch schlimmer, ich darf weder auf dem viktualienmarkt noch auf dem marienplatz übernachten! :cry: allesbleibtgut hartmut
Kann nicht so unterschreiben. Wir campen seit fast 50 Jahren mit WoMo 30 Jahre lang mit Kastenwagen und wir standen in den 70 und 80igern fast nur "frei" in GR Frankreich, Türkei, Maghreb, Naher Ostne. Auch damals waren wir bereits nicht alleine auf den Plätzen und wir hatten alle Toiletten an Bord. Fäkalien oder Müll wurde von den "wildstehern" damals nicht hinterlassen. Im Gegenteil wir haben oft den Strand erstmal vom Müll der Nicht Camper gesäubert. Ich erlebe heutzutage Planlosigkeit und unfassbare Bequemlichkeit, es erinnert mich an eine Werbung für Damenbinden im TV. Kennst du das auch? Plötzlich und unerwartet ist deine Toilette und das Abwasser voll? Das kommt immer so überraschend und da kann man nix machen - sprich du hast keine Schuld - höhere Gewalt. Trotz der Anzeigen auf den Liter genau und der Warnleuchten in rot und der Fernabfrage per Handy. Vorher anhalten und vorzeitig entleeren? Wozu ich hab doch eine Anzeige und solange die nicht voll anzeigt denke ich nicht nach wie lange ich damit klar komme. Es ist ein Problem der Infantilisierung einer Gesellschaft und weniger der Anzahl von Idioten meiner Meinung nach. Und wenn es voll ist und überläuft - dann kommt die nächste Einstellung die derzeit gängig ist. Meine Interessen gehen immer vor - wo ich bin ist richtig - Hauptsache ich bekomme meinen Willen. Schliesslich wird Campen ja mit Freiheit beworben also nehm ich mir die. Auch da kommt mir wieder eine Werbung in den Sinn aus den 80igern. Du darfst Lebensmittel mit Song. Ich will so bleiben wie ich bin - Du darfst --- entsorgen...... :mrgreen: Beste Gruesse Bernd
So sehr wie ich deine Postings schätze, liegst du hier völlig falsch. Grund ist eine Neugstaltung der Flächen, fehlende Infrastruktur für Wohnmobile und eine eingeschränkte Nutzung durch Fischmarkt ect. So is dat :lach: Der Platz ist ja nun wirklich nicht sonderlich einladend,ihn zu begrünen und als Freizeitfläche für alle umzuwandeln,ist durchaus verständlich.Das aber auch noch der SP in Hammerbrook auf der Kippe steht,ist mir absolut unverständlich,es gibt mehr als genug leer stehende Bürofläche. Gruß Ticontrol
Das zieht sich schon länger :ja: Ich würd nicht ganz so pessimistisch drauf schauen :lach: Um diesen Platz wäre es wirklich schade.Der ist nicht schön und auch nicht leise,abe dafür sehr praktisch.Hoffe nur, das er uns erhalten bleibt. Gruß Ticontrol Ich vermute mal, das unser überaus beliebter Olaf mit dem überaus beliebten Rene ein neues Projekt dort planen! Evtl. sind die überaus fähigen Philharmonie-Planer auch beteiligt! So wie´s auf der Reeperbahn aussieht, stehen dort auch die beschriebenen Camper! Grüsse
Es ist auch die Frage warum muss es kostenlos sein? Die Gemeinde kalkuliert die Kosten und legt diese dann auf den SP Preis um, WoMo Besitzer gehören zu den privilegierten Schichten, von daher können die auch bezahlen, vielleicht kann man mit den Einnahmen die Kita günstiger machen oder die Vereine unterstützen.
Na ja, bisschen pauschale Aussage mit den priviligierten Schichten. Ich zähle wohl zur Mittelschicht und habe Jahre, sogar Jahrzehnte auf mein Womo gespart und die vielen gebraucht Käufer werden wohl auch nicht unbedingt zu den Priviligierten gehören. Ich bin aber durchaus bereit für meine Stellplätze eine angemessene Gebühr zu bezahlen, nur zu unterstellen, daß die Womobesitzer zur priviligierten Schicht gehören finde ich nicht passend. Ich würde eher sagen, das geht durch fast alle Schichten, jeder halt nach seinen Möglichkeiten. Gruß Joachim
Ich kenne Familien, die können sich gerade mal 1 Auto leisten. Und vielleicht 1 Urlaub am Mittelmeer. Die pauschalen kosten meines >30 Jahre alten Wohnmobil sind schon so hoch wie ihr Jahresurlaub.
Du vergisst die 'Leb-im-Auto'-Welle. Die von dir zitierte Familie könnte sich sicher ein altes Womo leisten, wenn sie keine Miete bezahlen müssten. So geht das heutzutage. Ich weiss aber nicht, wo das Argument hinführen soll - es benehmen sich sicher nicht nur die weniger betuchten daneben. Bei manchen ist das auch Lebenseinstellung und oft sinkt die Achtung vor dem Gemeinwohl mit steigendem Einkommen. Ich hier oben, die da unten und so. bis denn, Uwe |
Anzeige
|